The House of the Devil

    • The House of the Devil

      Produktionsland: USA
      Produktion: Derek Curl, Josh Braun, Larry Fessenden, Roger Kass, Peter Phok
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Ti West
      Drehbuch: Ti West
      Kamera: Eliot Rockett
      Schnitt: Ti West
      Spezialeffekte: Christian Beckman
      Budget: -
      Musik: Jeff Grace
      Länge: ca. 93 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: AJ Bowen, Greta Gerwig, Jocelin Donahue, Dee Wallace, John Speredakos, Heather Robb, Brenda Cooney





      Inhalt:

      Eine Babysitterin deckt ein grausames Geheimnis auf. Die Eltern wollen in einem Ritual opfern…


      Trailer:




      Bilder:



      Fantasy Filmfest 2009

      Kino USA: 30.10.2009 (Limitiert)
      USA DVD: 02.02.2010
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 29.01.2009 (Verleih: 29.01.2010)


      Meinung:

      Hier ist ganz wenig los und es gibt überhaupt nichts neues zu berichten, anhand dieser Spukhaus Thematik. Die dt. Synchronisation ist sehr träge, macht aber nicht viel mehr kaputt. Ich fand den ganzen Schinken nur derb öde. Erst gegen Ende gibt es noch ein paar blutige Szenen, nur die Überraschung wer hier das Böse sein soll ist vollkommen vorhersehbar. An die 80er Jahre erinnert der Film, wenn die durchs leere Haus tanzende (hübsche) Jocelin Donahue mit Kopfhörer auf die Ohren zu The Cure ähnlicher Musik spielend ihr bestes von sich gibt, kam mir aber eher vor wie in einem Werbeclip diesbezüglich. Selbst dies löste bei mir keine nostalgischen Momente aus, da die Kulisse richtig blass erscheint. Lieber "Babysitter Wanted" schauen, hier ein ganz großen Bogen drum machen. Der Film von Ti West ist genau so schlecht wie sein "Roost" und der "Cabin Fever 2".

      [film]2[/film]
      Nintendo Network ID: christianehlert
      Playstation Network ID: DrDoomGore
    • lol Der Film ist echt gut umgesetzt. Die 70er Atmo ist perfekt rübergracht worden und stellenweise fand ich ihn richtig unheimlich. Das einzige Problem was der Film hat ist die Lauflänge. Für viele dauerte es zu lange bis es dann zum Höhepunkt kommt ("Babysitterin zum Ritual opfern"). Nur für mich war es genau richtig. Jedoch nimmt dieses Schauspiel ein zu rasantes Ende, wie als wenn keine zeit mehr übrig war, das drehbuch zu lang oder kein budget (?). Ich fand den Film auch nicht langweilig, nur wie gesagt ging es mir dann zu schnell. da hätte der film noch gut eine viertel stunde gehen können. Ich bin auch voll in die story eingetaucht, das passierte mir in letzter zeit selten, bei Gruselfilme.

      "I know nobody's listening 'cos you're all looming, but I got a shot of hot rock 'n roll for you anyway... - KOKLA Red River Rock 'n Roll Request."

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    • Original von whitesport
      schöner spoiler :0:


      :) Habe es mal versteckt. Ist trotzdem nur meine Meinung und was ich ansprach ist auch die allgemein bekannte Story "Babysitterin wird Opfer von Satanisten". Habe keine Details verraten. Das Finale war mir nur zu kurz geraten, sehen manche vieleicht nicht so und empfinden es genau richtig, wie es ist.

      Original von Dr.Doom
      Wenn man auf sehr alte Gruselfilme steht, wird der wohl ansprechen, ich kann mich da nicht reinversetzen.


      Ich habe einfach nur ein Film schauen wollen und wurde gut unterhalten. Bin nun auch nicht der größte Grusel-Fan.

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    • Schönes 70er/80er Retro Feeling kommt hier schnell beim schauen auf. House of the Devil ist kein Slasher sondern spielt langsam auf der Klaviatur der Nervenstränge, die Spannung wird sorgsam aufgebaut, und es wirkt alles ziemlich real und düster, von der Stimmung her ein echtes Highlight! Die wenigen Blutszenen sind effektvoll und passend. Die Darsteller wirklich gut gewählt, mir machte er Freude, das Ende hat etwas von Das Omen oder Phantasm. [film]7[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein <3 gehört nur meiner Mama und dem...
    • Furzlangweilig. Sorry :( Schöne Retro-Atmo, aber das wars auch. Ok, die Darstellerin würd ich auch nicht von der Bettkante schubsen... :) [film]3[/film]
      "I know now that my wife has become host to a Kandarian demon. I fear that the only way to stop those possessed by the spirits of the book is through the act of... bodily dismemberment. " lol
    • Ein sehr langsam in Fahrt kommender, aber geschickt mit der Spannungsschraube drehender Old School Gruselstreifen im Still der 80er Jahre, den man jederzeit die Liebe fürs Genre anmerkt. Der retro look ist einfach traumhaft, ebenso der Cast. Ein muss für jeden der sich auch mal gerne abseits des Mainstreams bewegt und auch mal was anders haben möchte.

      [film]8[/film]
    • Der Aufbau hat sich stark gezogen, dann hat der Film aber irgendwann schon eine enorme Atmosphäre an den Tag gelegt. Ich fand das Teil ab einem gewissen Punkt auch recht spannend. Über das Ende könnte man sich allerdings streiten, mich hat es jedoch nicht gestört.

      Glaube habe dem damals 'ne [film]7[/film] gegeben.
      [B]Ich schaue keine Filme, Filme schauen mich![/B]
    • Original von Dr.Doom:

      Ich frag mich warum in den vielen positiven Kritiken auf die tolle 80er Atmosphäre hingewiesen wird. Die meisten aktuellen Teenagerhorrorfilme haben noch mehr 80er Grusel-Atmosphäre als der hier, selbst Wrong Turn 4.
      ...einfach weil er tolle 80er Jahre Atmo hat?
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein <3 gehört nur meiner Mama und dem...
    • Für Feinde von Remakes, Torture Porns usw... wie mich war dieser tolle Film ein richtiger Lichtblick. Für mich das bisherige Highlight der 2000er!

      [film]8[/film]
      Achtung! Kleiner Hinweis: Wenn es um Ridley Scotts Alien geht können Sie mit diesem User nicht mehr vernünftig diskutieren, da alle Meinungen, die Alien nicht als absolutes Meisterwerk lobpreisen, von ihm als Quatsch angesehen werden.





    • The House of the Devil
      (The House of the Devil)
      mit Jocelin Donahue, Tom Noonan, Mary Woronov, Greta Gerwig, AJ Bowen, Dee Wallace, Heather Robb, Darryl Nau, Brenda Cooney, Danielle Noe, Nary B. McCann, John Speredakos, Lena Dunham, Graham Reznick, Ti West
      Regie: Ti West
      Drehbuch: Ti West
      Kamera: Eliot Rockett
      Musik: Jeff Grace
      FSK 16
      USA / 2009

      Samantha ist neu an der Uni und muss sich dringend Geld nebenher verdienen, damit sie sich das schöne neue Appartement leisten kann. Als sie an einem Aushang ein Jobgesuch für einen Babysitter findet, gestaltet sich die Kontaktaufnahme mit der etwas merkwürdigen Familie zunächst schwierig. Es stellt sich heraus, dass Samantha kein Baby, sondern eine alte Dame hüten soll. Als ihre Arbeitgeber schließlich das alte, weitläufige Haus scheinbar verlassen haben, sieht sich Sam mal ein bisschen dort um. Und was sie so entdeckt, gefällt ihr gar nicht.


      Nach der Sichtung dieses Werkes von Ti West (Cabin Fever 2) könnte es durchaus möglich sein, das gerade die jüngere Generation ein Gefühl der Enttäuschung verspürt. Bekommt man es hier doch in einer Zeit der schnellen und immer härter werdenden Horrorfilme mit einer Homage an die 70er-und 80 Jahre Filme zu tun, bei denen Begriffe wie Atmosphäre und Gruselfaktor noch einen ziemlich hohen Stellenwert hatten. So präsentiert sich dann auch eine Geschichte, in der bis auf die letzten gut 15 Minuten relativ wenig passiert, die es aber trotzdem ganzzeitig schafft, den Betrachter in ihren Bann zu ziehen. Ti West hat mit den minimalistischsten Mitteln eine extrem bedrohliche Grundstimmung geschaffen und zudem ein absolut authentisches Gefühl der damaligen zeit erschaffen, das insbesondere die etwas älteren Zuschauer total begeistern dürfte. Die Geschichte an sich ist dabei das typische "Babysitter-allein im Haus" Szenario, so das ganz automatisch Parallelen zu einem Film wie "Das Grauen kommt um 10" aufgeworfen werden.

      Nun eröffnet sich hier kein actiongeladenes Szenario denn die etwas härteren Szenen sind durchaus rar gesäät, so das Freunde der harten gangart sicherlich nicht auf ihre Kosten kommen. Manch einem mögen die ersten 50 Minuten der Geschichte sogar etwas langatmig erscheinen, doch Liebhaber gepflegter Gruselkost dürften absolut begeistert sein. Fast im Minutentakt baut sich immer mehr Spannung auf und der dabei aufkommende Horror ist von herrlich subtiler Natur. Immer mehr kriecht einem dabei die unheilvolle Grundstimmung unter die Haut und sorgt für eine ganzzeitig vorherrschende Gänsehaut. Insbesondere der Aspekt das man bis kurz vor dem Ende gar nicht so recht weiß welche Bedrohung eigentlich zum Vorschein kommt, lässt einen in so manchen Passagen richtiggehend erschaudern.

      Mit "The House of the Devil" liegt einmal mehr ein Paradebeispiel dafür vor, das es nicht immer ein wahnsinnig hohes Tempo oder explizite Gewaltdarstellungen sein müssen, um dem Betrachter ein hervorragendes Horror-Feeling zu vermitteln. Es reicht vollkommen aus, mit den geringsten Mitteln eine authentische Szenerie zu erschaffen, von der etwas extrem mysteriöses und Unheimliches ausgeht. Das lange Zurückhalten der eigentlichen Bedrohung und eine fantastische Geräuschkulisse tun ihr Übriges, um die vom Geschehen ausgehende Faszination noch zusätzlich zu intensivieren. Hinzu kommen vorzüglich aufspielende Darsteller, denn das Schauspiel beinhaltet keinerlei Theatralik und erscheint phasenweise sogar recht unscheinbar. Doch gerade dadurch erhöht sich die Authenzität der Ereignisse, da alles extrem realistisch und zu keiner Zeit künstlich oder überzogen erscheint.

      Letztendlich hat Ti West hier eine absolut gelungene Homage an den 70er-und 80er Jahre Gruselfilm geschaffen, die insbesondere die damalige Atmosphäre brillant zum Ausdruck bringt. Wer mit den Filmen dieser Zeit aufgewachsen ist, wird von diesem Werk absolut begeistert sein und seine helle Freude haben. Subtil aufkommender Horror, tolle Schauspieler und eine sagenhaft dichte Atmosphäre sorgen dabei für ein Filmerlebnis, das man sich auch gern mehrmals anschauen kann, ohne das die Geschichte an Reiz verliert.


      Fazit:


      Auch wenn viele Leute das eventuell anders sehen werden, bietet "The House of the Devil" Oldschool-Horrorkost der allerbesten Art. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man gar nicht auf die Idee kommen, das dieser Film erst 2009 herauskam. Zu glaubwürdig und authentisch wurde das Gefühl der damaligen Zeit eingefangen, so das man dem Werk nur ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellen kann.


      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you