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Geschrieben von Logge1002 am 09.07.2011 um 18:11:

  Blood Feast



Alternativer Titel: Feast of Flesh, Egyptian Blood Feast
Produktionsland: USA
Produktion: David F. Friedman , Stanford S. Kohlberg, Herschell Gordon Lewis
Erscheinungsjahr: 1962
Regie: Herschell Gordon Lewis
Drehbuch: Allison Louise Downe, David F. Friedman, Herschell Gordon Lewis
Kamera: Herschell Gordon Lewis
Schnitt: Frank Romolo, Robert L. Sinise
Spezialeffekte: Allison Louise Downe, Herschell Gordon Lewis
Budget: ca. 24.500$
Musik: Herschell Gordon Lewis
Länge: ca. 67 Minuten
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: William Kerwin, Connie Mason, Mal Arnold, Scott H. Hall, Lyn Bolton, Toni Calvert, Ashlyn Martin, Astrid Olson, Sandra Sinclair, Gene Courtier, Louise Kamp, Hal Rich

DVD: Die deutsche DVD von CMV ist ungeschnitten, wurde von XT auch in einer großen Hartbox gerepackt.


Inhalt:
Der Film beginnt mit dem ersten richtigen "Blutbad" der Filmgeschichte. Der Mörder ist der verrückte ägyptische Delikatessenhändler Fuad Ramses. Er begeht etliche weitere Morde an jungen Frauen, denen er Körperteile entwendet. Mit diesen Menschenopfern versucht er, die von ihm verehrten Ishtar, Göttin des Guten und Bösen, zum Leben zu erwecken. Als Fuad für die Zeremonie der Wiedererweckung nur noch ein letztes Opfer fehlt, wird ihm mit einer "ägyptischen Party", die er ausrichten soll, eine ideale Voraussetzung für die Vollendung seiner teuflischen Riten geboten...


Trailer:



Geschrieben von FUN am 09.07.2011 um 18:21:

 

Blood Feast (1963)

Eine Kritik von Funeralthirst (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 14.09.2008, seitdem 178 Mal gelesen

Das war er also. Der schockierendste Film überhaupt. Blood Feast. Schockierend war dies vielleicht anno 1963, als Gordon Lewis mit Blood Feast den ersten Splatter auf die Filmwelt loslies. Heute ist eigentlich nur noch schockierend wie schrecklich öde und trashig dieses ganze Werk inszeniert worden ist, was man in dem Enstehungsjahr bestimmt als absolut bahnbrechend, provokativ und todernst empfunden hat. Heute hat man mit Blood Feast allerdings den grössten Lacher der Trashfilmgeschichte, mit dem man so seinen Spass haben könnte.

Fuad Ramses ist Caterer und bekommt eines Tages eine Kundin, die für ihre Tochter eine Party veranstalten lassen will. Da Fuad Ramses einem ägyptischen Kult angehört, schlägt er der Kundin ein ägyptischen Festmahl vor, da diese etwas besonderes möchte. Rein zufälligerweise !!! studiert ihre Tochter Ägyptologie und stimmt mit dem Vorschlag ein. Der Kult handelt von der Göttin Ishtar, der Fuad Ramses unterworfen ist und ihr 30 weibliche Jungfrauen opfern muss. Für das ägyptische Festmahl geht Fuad Ramses im Ort auf Frauenjagd. Irgendwann bekommt der Polizist, der den Fällen nachgeht und auch zufällig der Freund der Tochterskundin ist, einen Einfall nachdem er rein zufälligerweise in seinem Ägyptologiekurs über den Kult von Ishtar eine Vorlesung gehört hatte.

Also ihr hört es. Die Story ist vollkommen an den Haaren herbeigezogen und dient bloss als Mittel zum Zweck. Dabei stören allerdings diese ganzen „Zufälle“ der Atmosphäre die ohnehin schon durch die trashige Inszenierung, und der hölzernen Darstellung, der Dialoge und der miserabeln Darsteller kaum vorhanden ist. Blood Feast ist durch und durch ein Low – Budget Film, was man dem Film jeder Minute anmerkt. So gibt es in dem Film höchstens 20 Darsteller, Statisten in den Städten sind nicht vorhanden, die Kulissen sind überhaus billig, bringen den Charme der 60er Jahre aber gut rüber. Wobei sich H.G. Lewis allerdings grosse Mühe gegeben hat, sind die Goreeffekte, von Splatter kann man eigentlich kaum reden, aber für die damaligen Verhältnisse muss das ähnlich verstörend und schockierend gewirkt haben wie beispielsweise jap. Sickos dieser Zeit etc. So sieht man verhältnismäßig massig roten Körpersaft, der Splatter geschieht allerdings im Off, was man eingeblendet bekommt, ist das Ergebnis der Tat. Also abgetrennte Gliedmaßen, Kopfhälften usw. Heute wirkt das Ganze bloss noch belustigend und ist alles andere als schockierend. Aber für den ersten Splatterfilm dieser Art ist das hier gezeigte revolutionär für die Filmgeschichte und sollte für jeden Splatterfanatiker Pflichtprogramm sein.

Fazit:
Der Ursprung des Splatterkinos entpuppt sich als unfreiwillig komische Trashgranate die allersding öde inszeniert ist. Wegen des Urbonus allerdings Pflichtprogramm, Charme hat das ganze ohnehin, was fehlt sind leider Spannung und Atmosphäre.

7/10 ...und irgendwann mal abgewertet auf
5/10



Geschrieben von Logge1002 am 09.07.2011 um 18:26:

 

Ah ok, gut geschriebene Review Fun, wie gewohnt natürlich.

Glaube auch, dass der Film nicht der Oberhammer sein wird, aber ist halt einfach der erste Splatterfilm und daher musste ich den einfach haben :)
Denke ich schau mir den mal die Woche an, dann kommt auch von mir ne kleine Review.



Geschrieben von FUN am 09.07.2011 um 19:00:

 

Das Review ist von 2008 und meinen Schreibstil finde ich dort eher unbeholfen... smile1
Falls sich jemand wundern sollte. Habe meine CMV irgendwann mal für ca. 40€ verkauft.



Geschrieben von Logge1002 am 09.07.2011 um 19:21:

 

Zitat:
Original von FUN
Das Review ist von 2008 und meinen Schreibstil finde ich dort eher unbeholfen... smile1
Falls sich jemand wundern sollte. Habe meine CMV irgendwann mal für ca. 40€ verkauft.


Soviel hat meine XT HB auch gekostet ;) Naja aber immer noch nicht schlecht Fun ;)



Geschrieben von FUN am 09.07.2011 um 21:00:

 

Soviel würde ich niemals für einen Film ausgeben...



Geschrieben von Trasher am 09.07.2011 um 21:11:

 

Nen Repack in ner Hartbox.Na ja, ich würde niemals so einen Preis für solch eine Veröffentlichung bezahlen.



Geschrieben von Logge1002 am 10.07.2011 um 09:06:

 

Naja ihr kennt mich doch und mir wars das wert jump-lachen
Fun für deine CMV hat ja auch jemand das Geld bezahlt und die war "nur" gebraucht (was ja bei dir nicht schlecht ist).



Geschrieben von Slayer am 10.07.2011 um 09:14:

 

40 Euro ist echt ein stolzer Preis, wenn ich mir überlege das ich für meine CMV gerade mal 15 bezahlt habe.



Geschrieben von FUN am 10.07.2011 um 09:56:

 

Zitat:
Original von Slayer
40 Euro ist echt ein stolzer Preis, wenn ich mir überlege das ich für meine CMV gerade mal 15 bezahlt habe.


2008 habe ich dafür auch "nur" 21,99€ bezahlt.



Geschrieben von Hyperakusis am 10.07.2011 um 11:04:

 

"Blood Feast" ist inhaltlich sicherlich wirklich nicht gerade der Hammer und bei dem Wirbel um diesen Film wird er heutzutage sicherlich als enttäuschend empfunden könnte ich mir vorstellen. Die Besonderheit liegt vorallem im Alter des Films und die übertriebene Darstellung der Gewaltszenen. Die Effekte sind zwar einfach, aber typisch wie bei Herschell Gordon Lewis wird die Kamera auch starr und lange auf das Geschehen gehalten, sodass diese umso leichter durchschaubar sind. Mir persönlich hatte "Gore Gore Girls" (auch wenn dieser sehr langatmig ist) oder vorallem "Wizard Of Gore" von ihm wesentlich besser gefallen. Trotzdem hatte ich mich bei "Blood Feast" nie gelangweilt und wenn man mit dem eigenartigen Stil von Lewis vertraut ist, kann man hier uneingeschränkt reinschauen. 7/10



Geschrieben von Logge1002 am 10.07.2011 um 21:12:

 

Zitat:
Original von FUN
Zitat:
Original von Slayer
40 Euro ist echt ein stolzer Preis, wenn ich mir überlege das ich für meine CMV gerade mal 15 bezahlt habe.


2008 habe ich dafür auch "nur" 21,99€ bezahlt.


Und mir haste sie für viel mehr angeboten zwinkern . Ja die Preise ändern sich eben. Möchte noch kurz erwähnen, dass die XT auf "nur" 131 Stück limitert ist, daher ergibt sich schätzungsweise der hohe Preis. Die CMV finde ich zudem nicht sonderlich schick, da ich die Super Jewel Cases nicht mag. Aber soviel dazu. Meinung zum Film folgt bald jump-lachen



Geschrieben von Logge1002 am 13.07.2011 um 16:52:

 

So habe mir den Film nun zu Gemüte geführt und ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Natürlich kann man den Film nicht mit heutigen Maßstäben messen, allerdings ist das Ganze, für einen Film der schon 48 Jahre alt ist, sehr gut.
Die Effekte sind ordentlich (im Verhältnis), die Schauspieler sind nicht überragend aber auch nicht grottenschlecht. Die Musik weiß zu gefallen und die Atmosphäre ist auch nicht schlecht.
Für mich auf jeden Fall ein wertvoller Film im Bereich des Splatterfilms, der zu Recht ein Klassiker ist!



Geschrieben von FUN am 13.07.2011 um 17:32:

 

Was Logge? Dafür, dass er 48 Jahre alt ist, ist der gut? Das war 1963 schon extremst billiger Schund, der filmtechnisch ein oberkäsigstes Debakel war. Lewis hatte nie viel Kohle, Talent ohnehin nicht und weil ihn niemand wollte, drehte er hanebüchene "Horrorfilme", in denen explizite Gewalt gezeigt wurde. Er durfte das, weil ihm dort niemand reinsprach. Eben der abseitige und geheime Hollywoodanarcho, der in den dunklen Sümpfen der sooo schönen Traumfabrik absolut ranzigen Gewaltmüll herstellte. Natürlich war er dadurch Vorreiter für eine ganze Darstellungsart im Horrorfilm, die eben revolutionär war, aber trotzdem solltest du von deinem überschwänglichem Ross runterkommen und zugeben, dass das technisch sowie schauspielerisch einfach nur unterirdisch ist - und nicht für das Alter sehr gut.

Für das Alter sehr gut sind Lee und Lugosi, Karloff und Cushing, Dick und Doof und Charlie Chaplin. Das hier ist hinterster Bahnhofskinorotz, ätzendes Grindhouse oder Autokinomüll, über den man schon in den 60ern aufgrund der billigen Machart lachte. Ja, es ist charmant und ich mag den Film,...gerade deswegen, aber deswegen spreche ich ihm auch keine überragenden Leistungen zu...atmosphärisch schonmal gar nicht.

Du hast eine seltsame Sicht der Dinge und dabei wirkst du auf deinen Fotos so überaus "normal"...Ich würde dich eher für den typischen Blockbusterfan halten, aber nicht für jemanden, der Blood Feast als "guten Film im Gesamtwerk" bezeichnet...

Nichts für Ungut...
Ich sehe mich ja in gewisserweise in dir selbst. Auf Gedeih und Verderb gutreden und gutfinden, weil halt Kult, erster Splatter etc. etc. etc. Da musst du irgendwie noch rauswachsen. Ich möchte dir nichts unterstellen, aber deine Reviews lese ich schon lange nicht mehr, weil sie zu subjektiv sind und ebenso überschwänglich. Und das ist in den meisten Fällen zu informationslos.

Und eigentlich wäre es mir ja egal, hättest du nicht zurzeit diese gewisse Vorreiterstellung aufgrund des Blogs, Walz, Infernal etc.



Geschrieben von Logge1002 am 13.07.2011 um 17:42:

 

Ach mein lieber Fun smile1 ,

bloß gut, dass ich inzwischen weiß wie du so tickst und das du mich nicht direkt angreifst.

Gerade weil Lewis so etwas wie ein kleiner Anarcho im Bereich des Hollywoodfilms der 60er ist, gefällt mir der Film. Er wagt was Neues für die Zeit. Ich habe dem Film keine Bewertung an sich gegeben, sondern eine subjektive Meinung geschrieben ;).
Und ich finde, dass es sehr schwer ist, eine Review zu schreiben ohne zu erwähnen wie gewisse Sachen auf einen selber wirken. Wie will man bitte schön Musik objektiv bewerten, wenn man selber das Genre zum Beispiel nicht mag??

Der Film weiß zu unterhalten und genau das habe ich geschrieben, er ist natürlich kein Blockbuster oder super Hollywoodfilm und mit Sachen wie Braindead und Co. auch nicht zu vergleichen. Aber ich befürworte es, wenn jemand seinen eigenen Weg geht und ich muss sagen, dass Blood Feast besser als manch neuer Amateurfilm ist ;). Da ich hier in Lewis wenigstens Sinn fürs Filmemachen sehe ;).

Du kannst ja gerne mal meine Review zu Tetsuo 3 lesen, habe mich dort sehr objektiv gefasst, kann dich allerdings nicht dazu zwingen jump-lachen .

Biste iwie neidisch oder wie meinste das mit der Vorreiterstellung? Wobei ich denke, dass man das nicht hier besprechen sollte :).



Geschrieben von FUN am 13.07.2011 um 18:04:

 

Das ganze sollte sich nicht speziell auf den Film direkt beziehen, sondern mein Ansatz lag ja darin begründet, dass du Blood Feast mal so nebenher zu einem guten Film machst und die Darsteller gar nicht mal so grottig sind - für ihr Alter <--- das war eigentlich so mein Anstoss etwas zu schreiben. Meine Sichtweise ist ja dazu klar geschildert. Das nebenher, zu deinen Reviews an sich war Beiwerk im Allgemeinen und auch wenn das hier nur eine Meinung ist und keine Review, könnte man sie missverstehen.
Aber eigentlich, ja eigentlich, ist es mir egal, weil mir andere Meinung eigentlich egal sind. Mit gezogenen Zähnen lebt es sich besser. Das hier ist ja auch kein Wettbewerb.
Von daher: Whatever, wayne and forget.
Und neidisch? Nö, worauf? Mein Leben ist ganz gut wie es ist und ich bräuchte keine Kontakte zu einem Amateurfilmstudio um ein erfüllter Mensch zu sein.

Der Film ist scheisse, doch wir finden ihn "gut", nein scheisse, aber deswegen unterhaltsam. No more...



Geschrieben von Logge1002 am 13.07.2011 um 18:29:

 

Ok, ja habe verstanden was du mir sagen wolltest ;)
Natürlich ist er Scheiße und absolut trashig. Aber sowas mag ich eben jump-lachen



Geschrieben von Dr.Mabuse am 14.07.2011 um 11:54:

 

Belangloses Werk welches nochmal unverdienten 'Ruhm' durch seine Beschlagnahmung erhielt.



Geschrieben von Trasher am 14.07.2011 um 12:28:

 

Mir hat dieser Trashfilm hervorragend gefallen.Die Machart ist billig und für heutige Verhältnisse wirkt alles sehr altertümlich trotzdem bleibt zu erwähnen das es der "erste" Gore-/Splatterfilm war und allein deshalb ist der Film für eben dieses Genre wichtig.Schön fand ich auch das H.G. Lewis bei seiner Fortsetzung seinen altertümlichen Stil beibehalten hat.

PS: Die Beschlagnahmung dieses für heutige Verhältnisse recht harmlosen Films ist mehr als unverständlich.



Geschrieben von FUN am 14.07.2011 um 12:34:

 

Belanglos ist der keineswegs, schliesslich ist er der erste reine Splatterfilm der Filmgeschichte. Natürlich, hätte Lewis nicht damit angefangen, wäre irgendwann später ein anderer ausgestossener Regisseur gekommen und hätte Gewaltakte exzessiv dargestellt. Ist aber nicht so und deswegen finde ich schon, dass Blood Feast, so schlecht der Film auch ist, sehr wohl von Belang für die (R)evolution des Horrorfilmes ist /war...


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