Produktionsland: USA
Produktion: Ray Haboush, Wes Craven, Sean S. Cunningham, Marianne Maddalena
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Dennis Iliadis
Drehbuch: Wes Craven (Originalvorlage), Adam Alleca, Carl Ellsworth
Kamera: Sharone Meir
Schnitt: Peter McNulty
Spezialeffekte: Gregory Nicotero
Budget: -
Musik: John Murphy
Länge: ca. 110 Minuten
Freigabe: SPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung
Darsteller: Garret Dillahunt, Rhys Coiro, Martha MacIsaac, Riki Lindhome, Sara Paxton, Tony Goldwyn, Monica Potter
Inhalt:
Das Remake von Wes Cravens Regiedebut aus dem Jahr 1972. Es geht um zwei Mädchen namens Mari und Phyllis, die am 17. Geburtstag auf ein Rockkonzert gehen. Hier wollen sie sich zuerst einmal mit Drogen eindecken und werden dabei von vier Verbrechern entführt, gefoltert, vergewaltigt und getötet. Durch einen Zufall sucht einer der Verbrecher später bei den Eltern Maris Zuflucht – doch die ahnen was Sache ist, und wollen sich an dem Quartett rächen.
"The Last House on the Left" von Wes Craven (Nightmare, Scream) schrieb zur damaligen Zeit Filmgeschichte, somit bot sich hier auch ein Remake an, unter der Aufsicht von Herrn Craven, wobei es schon in diesem Jahr mit "Chaos" eine DVD Veröffentlichung in Deutschland gab, die als Remake des Klassikers durchgeht, jener aber dem Original nicht ganz würdig war.
Dies kann man vom offiziellen Remake jedenfalls nicht behaupten, denn hier erhält ein Klassiker eine würdige Aufpolierung.
Die Story ist dem Original sehr nahe, mit allerdings auch ein paar Neuerungen. Zudem wird es einige Sexploitation Szenen geben, wobei man sich aber im Vergleich zu andere Genrefilme mit sichtbaren Sexszenen eher zurückhält.
"Old School" ist dieser "Last House on the Left" ausgefallen, ohne wackelige Kameras oder schnelle hektische Schnittmengen. Die Darsteller sind durchweg überzeugend in ihren Rollen, wobei man mal kein typisches Teenszenario zu sehen bekommt, somit es auch nur wenig Humor zu verzeichnen gibt, was hier aber auch gut passen will, denn der Film ist spannend und Unterhaltsam ausgefallen, wobei auch Wert auf viel Härte gelegt wird, da darf sogar der Gorehound mal reinschauen, wenn als Highlight ein Kopf zerplatzen darf. Einige parallelen zu den aktuellen, schmutzigen französischen Terrorfilmen darf man allgemein auch ziehen, ähnlich brutal und schmutzig werden Frauen gequellt. Die rasante Sounduntermalung und auch die intensive Geräuschkulisse ist hierbei großartig ausgefallen.
Für Atmosphäre wird gesorgt, wo noch ein ansprechendes Gewitter erscheint. Nicht so ganz Glaubhaft ausgefallen ist lediglich die Rolle des Burschen "Justin", nicht vom babyfacigen Darsteller her, sondern das er bei dieser Pöbelfamilie so ein anständiger, niedlicher Junge sein soll, kann man einfach nicht glauben, ist aber bei dem guten Gesamteindruck locker zu Verschmerzen.
habe den film nun auch gesehen.da ich das original nicht kenne kann ich hier keine vergleiche ziehen.mit hat dieses remake auf jeden fall sehr gut gefallen.story ist sehr gut,spannung ist genug vorhanden und die schauspieler machen ihren job super.was mir sehr gut gefallen hat ist der story wechsel,das die (täter) nun plötzlich zu den (opfern) werden und die beiden eltern sich derbe für ihre tochter rächen.ein muss für jeden horror fan.
meine wertung
10/10
__________________ 30% aller Amokläufer spielen Killerspiele! 100% aller Amokläufer essen Brot! Verbietet Brot!!!
Der Film sollte eigentlich ab 24. September zum Verkauf Starten, die FSK wurde allerdings nicht erteilt, dafür hat die SPIO/JK den Film zum Verleih abgesegnet. (siehe oben)
Eine ungeschnittene Kauf DVD wird wohl nur über Österreich oder der Schweiz erhältlich sein.
ist das nen guter film? ja! ich ärgere mich nur das ich 4 tage vorher das original ansah. auch sehr,sehr gut. nur ohne die möglichkeiten der neuen kameraführung und tricktechnik.da die story ja praktisch 1:1 ist, war nicht alles neu für mich,aber deswgen keinesfalls weniger interessant. ich finde sogar das die atmosphäre dichter ist als beim original. überzeugende schauspieler in ner super story. horror fan was willst du mehr? 9/10
24.08.2009 15:11
User unregistriert
The last House on the Left
(The last House on the Left)
mit Tony Goldwyn, Monica Potter, Garret Dillahunt, Aaron Paul, Spencer Treat Clark, Riki Lindhome, Martha MacIsaak, Sara Paxton, Michael Bowen, Joshua Cox, Usha Khan
Regie: Dennis Illiadis
Drehbuch: Adam Alleca / Carl Ellsworth
Kamera: Sharone Meir
Musik: John Murphy
SPIO / JK USA / 2009
Mari verbringt die Ferien mit ihren Eltern an einem abgelegenen Seehaus. Als sie mit einer Freundin dem jungen Fremden Justin in sein Motelzimmer zum Kiffen folgt, bricht Maris heile Welt zusammen. Die beiden Frauen werden gequält und vergewaltigt. Während ihre Freundin im Wald stirbt, kann sich die angeschossene Mari ins Haus ihrer Eltern schleppen. Ausgerechnet dort sucht die Gang unwissentlich Unterschlupf. Als das Ehepaar von dem Gewaltverbrechen an ihrer Tochter erfährt, nehmen sie an den Tätern gnadenlos Rache.
Das Jahr 2009 scheint das Jahr der Neuauflagen für alte Horror-Klassker zu sein. Nach der doch eher enttäuschenden Neuauflage von "Freitag der 13." und dem äusserst gelungenem Remake von "My Bloody Valentine" bekommt man es nun auch noch mit der Neuinterpretation des Rape-und Revenge Klassikers "The last House on the Left" zu tun, dessen Original aus dem Jahre 1972 stammt und damals unter der Regie von Altmeister Wes Craven entstand. Und gerade, weil dieser Film damals doch einer Revolution gleichkam und Maßstäbe gesetzt hat, war die Neugier doch ziemlich groß, ob Regisseur Dennis Illiadis den hohen Erwartungen gerade der etwas älteren Horror-Fans gerecht werden könne. Und ganz ehrlich gesagt, mich persönlich hat diese neue Version vollkommen überzeugt und ich fand sie um ein Vielfaches besser, als das inoffizielle Remake "Chaos" aus dem Jahr 2005, das meiner Meinung nach lediglich Wert auf drastische Härte gelegt hat, bei dem aber zu keiner Zeit eine wirklich gelungene Atmosphäre vorhanden war.
Gerade atmosphärisch ist der hier vorliegende Film als absolut gelungen zu bezeichnen und obwohl man in der heutigen Zeit nicht mehr die Stimmung hinbekommt, die so viele Horrorfilme der 70er und 80er Jahre absolut unverwechselbar macht, so kann diese Neuverfilmung beim Zuschauer jederzeit Gänsehaut erzeugen und bietet ein sehr intensives Filmerlebnis, das merklich unter die Haut geht und einen keinesfalls unberührt lässt. Gerade die sadistische Grundstimmung, die im Original hauptsächlich durch die Täter zur Entfaltung kam, konnte auch hier hervorragend eingefangen und umgesetzt werden. Dies ist in meinen Augen in erster Linie Garret Dillahunt zu verdanken, der die Rolle des Anführers Krug absolut authentisch verkörpert und ihm eine sadistische und kaltblütige Aura verleiht. Man nimmt ihm jederzeit den vollkommen skrupel-und gewissenlosen Verbrecher ab und kann so sehr gut nachvollziehen, warum seine Gefährten auf jeden seiner Befehle mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks folgen, denn er hätte ganz sicher kein Problem damit, auch ihnen etwas anzutun, wenn sie ihm nicht folge leisten. Doch auch sein Bruder und seine Freundin sind nicht gerade minder sadistisch veranlagt, lediglich sein Sohn schlägt da etwas aus der Reihe, da er anscheinend noch so etwas wie ein Gewissen hat, aber nicht dazu in der Lage ist, sich gegen seinen dominanten ater aufzulehnen.
Vor allem das Grundgerüst der Geschichte ist sehr stark an die Story des Originals angelehnt, sicherlich gibt es einige veränderte Kleinigkeiten, oder auch diverse Neuerungen, die aber nicht besonders abweichen und einen vollkommen neuen Film entstehen lassen. Das ist auch gut so, denn so kann man viel besser einen Vergleich zu Craven's Werk ziehen und der fällt nicht gerade schlecht aus. Ich möchte sogar fast behaupten, das der hier gezogene Spannungsbogen noch straffer ist, jedenfalls habe ich das so empfunden, denn von Beginn an ist man von der Geschichte gefesselt und kann sich der von ihr ausgehenden Wirkung einfach nicht entziehen. In relativ kurzer Zeit entfaltet sich dann diese ungeheuer dichte ubd Unheil ankündigende Atmosphäre, die sich wie eine zweite Haut über einen selbst legt und so auch ein immenses Maß an Intensität freisetzt, das sich ganz unweigerlich auf den Betrachter überträgt. man wird zu einem Teil des Geschehens, der allerdings lediglich in die Beobachterrolle schlüpfen kann und keinerzeit die Möglichkeit zum Eingriff hat, was unwillkürlich ein Gefühl der Ohnmacht auslöst und Wut in einem selbst auslöst, da man sich einfach nur hilflos fühlt.
So ist man praktisch zum Zuschauen verdammt, kann aber auch den Blick nicht vom Gesehenen abwenden, denn dafür ist ganz einfach die Faszination, die von der Story ausgeht, viel zu groß. Also leidet man fast schon körperlich mit den Opfern mit und ist umso erfreuter, als endlich der Punkt gekommen ist, wenn das Blatt sich wendet und aus den Opfern Täter werden. In dieser Phase des Filmes spürt man ganz intensiv, das man die Gegenwehr vollkommen unterstützt und auch die Handlungen vom menschlichen Standpunkt aus verstehen und nachvollziehen kann. Und ganz ehrlich, auch wenn ich ein großer Fan des Originals bin, diese Intensität habe ich in dieser Form dort nicht unbedingt verspürt.
Fazit:
"The last House on the Left (2009)" ist für mich eines der mit Abstand besten Remakes, die in den letzten Jahren erschienen sind. Und auch, wenn viele davon nicht der Rede wert sind, so ist dieser Film ein Paradebeispiel dafür, das es auch anders geht und eine Neuauflage eines Klassikers nicht immer unnötig sein muss. Das hier gebotene Filmerlebnis trifft einen wie ein Keulenschlag in die Innereien und bietet einen Rape-und Revenge Film, der kaum intensiver hätte sein können. Jeder Horror-Fan sollte sich diesen Leckerbissen keinesfalls entgehen lassen.
Ich habe das Remake von "The Last House on the Left" schon im Kino gesehen und fand ihn richtig klasse. Die "Unrated Version" liegt noch ungeguckt bei mir rum, daher spare ich mir eine ausführliche Review auf, bis ich zwischen KF und UR vergleichen kann.
__________________ Allein der Schmerz vermag es, dich spüren zu lassen, dass du wirklich existierst.
Last House on the Left ist ein weiterer Beitrag, der beim Seminar
Gewaltstudie einen kleinen Part bekommen wird. Anders als in
Peckinpahs "Wer Gewalt säät" erfolgt hier die Verrohung wesentlich
schneller. Gewalt erzeugt Gegengewalt und Hass.
Demnach genießt der Zuschauer wie ein Psychopath nach dem anderen
förmlich hingerichtet wird.
Der Zuschauer ist dem Treiben im Film nicht ausgeliefert, er bezieht eindeutig
Stellung und hofft auf Rache. Diese wird ihm ausreichend geliefert. Typisches
US Kino.
Last House on the Left ist ein Film der sehr spannend ist, aber man sollte sein
Hirn ausschalten. Irgendwie hat mir das Low Budget Projekt von 1972
um Einiges besser gefallen. Dabei spielt allein die Wahl der Hauptdarsteller eine
große Rolle, da David Hess den Part von Krug wesentlich überzeugender
rüberbrachte. Garret Dillahunt ist nicht einmal ein Schatten von David Hess.
Das ´72 Original lässt sich im Aufbau des Plots auch wesentlich mehr Zeit,
als das Remake.
Fazit: Das Remake Last House on the left ist ein Film für die breitere Masse.
Das Publikum bekommt geboten was es sehen will. Violence and Revenge, das
Niveau bleibt allerdings irgendwo auf der Strecke liegen.
Meine Wertung
[/quote]
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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von sid.vicious: 20.12.2009 11:44.
Dabei seit: 20.06.2009
Beiträge: 362
Herkunft: im Wald in einer alten Holzhütte Beruf: Serienkiller Horror Genre: Splatter,Gore,Slashe
r,Trash,Erotik,Japan
o-Horror und Psycho
Original von frozen
habe den film nun auch gesehen.da ich das original nicht kenne kann ich hier keine vergleiche ziehen.mit hat dieses remake auf jeden fall sehr gut gefallen.story ist sehr gut,spannung ist genug vorhanden und die schauspieler machen ihren job super.was mir sehr gut gefallen hat ist der story wechsel,das die (täter) nun plötzlich zu den (opfern) werden und die beiden eltern sich derbe für ihre tochter rächen.ein muss für jeden horror fan.
Original von sid.vicious
Last House on the Left ist ein weiterer Beitrag, der beim Seminar
Gewaltstudie einen kleinen Part bekommen wird. Anders als in
Peckinpahs "Wer Gewalt säät" erfolgt hier die Verrohung wesentlich
schneller. Gewalt erzeugt Gegengewalt und Hass.
Das ist imho auch das große Problem des Films: Die Rache-Katharsis verliert im Remake ihre deterministische Kausalität, da die Tochter eben nicht tot ist, sondern überlebt. Es scheint so, dass Regisseur Iliadis diesen Umstand dadurch zu kompensieren versuchte, indem er seine splatterige Auseinandersetzung zwischen der Krug-Truppe und der Familie als Notwehr-Situation darstellt. Letztendlich ein heuchlerischer Kniff, da die Angriffe ganz klar von den Eltern ausgehen (so wird die Freundin von Krug erst durch die Schüsse auf sie zum Gegenangriff gezwungen; und der sadistische Mord an Krug in der Mikrowelle fällt natürlich nicht mehr unter den Tatbestandsentlastenden Rechtsbegriff der Notwehr).
Der nicht-reflektierende Zuschauer, der bloss unterhalten werden will, hinterfragt das Geschehen auch deswegen nicht, da Iliadis die Vergewaltigung an Mari überaus widerwärtig inszeniert hat (diese ist in der Unrated übrigens deutlich detailierter als in der Kinofassung).
Im Craven-Film von 1972 gingen die Täter mit einer solchen sadistischen Brutalität zu Werke, dass die Verrohung allgegenwärtig war und die Reaktion der Eltern entsprechend des Prinzips "Auge um Auge, Zahn um Zahn" auch als durchaus gerechtfertigt erscheinen liess. Ihr Verhalten war eine logische Konsequenz aus dem brutalen Mord an ihrer Tochter. Im Remake habe ich mich dagegen gefragt, warum sie nicht zunächst einmal versuchen, ihre schwerverletzte Tochter in Sicherheit zu bringen, statt die Krug-Truppe so herauszufordern.
Auch die Vergewaltigung an Mari und der Mord an Paige sind im Remake nicht zwangsläufig aus der bösen Natur der Antagonisten gefolgert, sondern ergeben sich auch aus dem Umstand, dass die beiden Mädchen sich bereits im Auto gegen ihre Entführer zur Wehr setzen und sie damit ohne Zweifel provozieren. Der größte Unterschied zum Craven-Film ist sicherlich die Figur des Justin: War die Figur des Krug-Sohnes dort noch ein introvertierter, aber aktiver Mittäter mit Ansätzen von Skrupeln, der die Mädchen in die Falle gelockt hat, ist er hier ein "braves Bürschchen", der dementsprechend auch am Ende überleben "darf".
Somit fehlt dem Remake leider der intelligente Unterbau, den der Vorgänger unter der Exploitation-Oberfläche ohne Zweifel hatte.
Was bleibt, ist ein technisch hervorragender "Rape´n Revenge"-Thriller mit sehr soliden schauspielerischen Leistungen (Garret Dillahunt ist kein David Hess, macht seine Sache aber dennoch sehr gut). Ohne Zweifel spannend inszeniert und, für Hollywood-Verhältnisse, ausreichend sick. Für den Splatterfan gibt es auch genug zu sehen und Langeweile kommt niemals auf. Atmosphärisch und dramaturgisch gibts auch nichts zu meckern.
Damit ist "The Last House on the Left" immerhin das beste Horror-Remake 2009, zu einem sehr guten Film reicht es aber leider nicht.
__________________ Allein der Schmerz vermag es, dich spüren zu lassen, dass du wirklich existierst.
Es bedeutet schon was wenn ein Remake-Hasser wie ich mal etwas positives über derartiges sagen kann. Natürlich fehlt ihm die altbekannte und geschätzte Craven-Atmo aber von der heutigen MTV-Generation ist er dennoch meilenweit entfernt, die Schnitte halten sich zurück und auch darstellermäßig gibts nichts dran auszusetzen.
8/10
__________________ Ich habe nur einen Herren und Gebieter,Dr.Mabuse!