Rocker - Voll der (S)Hit

    • Rocker - Voll der (S)Hit



      Produktionsland: USA
      Produktion: Shawn Levy, Tom McNulty
      Erscheinungsjahr: 2008
      Regie: Peter Cattaneo
      Drehbuch: Maya Forbes, Wallace Wolodarsky
      Kamera: Anthony B. Richmond
      Schnitt: Charles Kaplan, Brad E. Wilhite
      Spezialeffekte: Mr. X Inc.
      Budget: ca. 15.000.000$
      Musik: Chad Fischer
      Länge: ca. 98 Minuten
      Freigabe: FSK 6
      Darsteller: Rainn Wilson, Christina Applegate, Jane Lynch, Jeff Garlin, Josh Gad, Emma Stone, Jason Sudeikis, Teddy Geiger, Demetri Martin, Jonathan Malen, Lonny Ross, Jessica Barrow


      Inhalt:

      Er hat, darauf besteht er, den besten Platz im Raum, direkt zwischen dem Gitarristen und dem Bassisten, "The Rocker", den alle nur "Fish" nennen. Eigentlich heißt er Robert Fishman, ist Drummer der Band Vesuvius und steil auf dem Weg nach oben. Bis der nichtsnutzige Verwandte des Chefs der Plattenfirma in spe, der auch gerne das Schlagzeug bearbeitet, der Sinn nach Groupies und gutem Hochprozentigen steht. Und so ist "Fish" über Nacht draußen, fallengelassen für einen schnöden Vertrag. Vorbei ist's mit seinem heißersehnten Rock'n'Roll-Traum von zertrümmerten Hotelzimmern und zerwühlten Hotelbetten.

      20 Jahre später. Vesuvius ist immer noch mega-angesagt, "Fish" dagegen mega-out. Nicht einmal seinen Job in einem Call-Center kann er halten. Was dazu führt, dass er kein Geld für seine Miete hat und bei der Schwester im Dachboden einziehen muss. Schande. Und dann kommt doch tatsächlich noch sein feister, Keyboard-spielender Neffe Matt daher und bittet ihn, als Schlagzeuger ihrer Band A.D.D. beim Abschlussball "auszuhelfen". Entrüstet lehnt "Fish" ab... und sagt dann doch noch zu.

      Und plötzlich ist das alte Rock'n'Roll-Fieber wieder da. "Fish" setzt alle Hebel in Bewegung, um A.D.D. bekannt zu machen, um mit Matt, dem melancholischen Gitarristen Curtis und der ernsten Bassistin Amelia die Charts zu stürmen. Ein schwieriges Unterfangen. Denn wie geht man mit Teens auf Tour? Wie kommt man gegen deren strenge Eltern an? Wie erregt man das Interesse der Label-Bosse?

      Nur so viel sei verraten: Ein kleiner trommelnder Nacktauftritt auf YouTube wirkt da wahre Wunder!


      Trailer:



      Kritik:

      Die Rocker sehen ungewollt transsexuell aus, allgemein gibt es hier zu viel Augenschminke wo man hinschaut und nicht nur bei den Mädels. Das große Problem ist hier die sinnfreie und alberne Story, auch wird der Humor mit dem Vorschlaghammer präsentiert und der nervt mehr als man drüber Lachen kann. Regisseur Peter Cattaneo (Ganz oder gar nicht, Opal Dream) hat mit dem Sprung nach Hollywood vollkommen seine Linie verloren, das Werk wirkt wie ein X.Aufgruß einer Daily Soap. Der britische Humor, der sich bei seinen Werken hervortun konnte, weicht nun dem aktuell verblödelten Fast Foot Massen-Humor, verweichlicht und langweilig, streckenweise nervig. Wenn der aufgedrehte Rainn Wilson hier 5 Grimassen innerhalb einer Sekunde schneiden muss, dann reicht das auch nicht über den sehr dünnen Plot hinwegzusehen. Ansatzweise ist es die Geschichte Ganz oder gar nicht noch mal unmotiviert aufgekocht und dem schnellen Geld hinterher jagend, nur mit anderem Hintergrund, statt sich nackt auszuziehen wollen Junggesellen durch Musik die Mädels beeindrucken. Musikalisch ist das hier Nirvana in der Chipmunk Version, also so was wie die Killerpilze und alternative MTV Rockniveau Gedudel. Youtube und die wichtigen Klickzahlen kommen hier sehr ersichtlich vor, wo sich junge Protagonisten über Videos kaputt lachen und nein eine Verulkung von Youtube ist dabei nicht zu erkennen, sondern es soll Freude an nach strebende Klickzahlen offenbaren. Ok, ein paar Schmunzler kann der Film aufzeigen, bei der Fülle an übertriebene Gags sind ein paar dabei die auch witzig sind, aber es sind mehr Szenen dabei die derb mit dem Vorschlaghammer kommen und gewollt witzig wirken, wenn die Darsteller laut schreiend meinen witzig zu sein, dabei aber zu aggressiv und verbittert wirken um wirklich lustig zu sein, so dass es einen fast erschlägt. Eine gute Komödie ist das hier sicher nicht, insbesondere daran zu erkennen, wenn die Komödie die moderne Popwelt und den modernen Stil im 80er (Tuntenlook) disst, sich aber schon mit den Outfits auf diese moderne Weise zeigt.

      [film]4[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • RE: Rocker - Voll der (S)Hit

      Beginn ist prächtig, richtig schönes Feel good Kino.
      Looserfilm der netten Art, die Story um Verlierer, Träumer und die trotzdem immer weiter versuchen ihren Weg zu gehen liegt mir.
      Auf Dauer wird einem dieser Traum aber nicht hier aber nicht geboten, kann weder dem Tempo noch der Idee standhalten, wird doch zu larifari.
      Besser wäre es gewesen mehr Mut zu beweiseen und das ganze bösartiger zu machen, vielleicht mit mehr ernst, so bleibt es eben nur bei nett, da ich das Thema wirklich mag gebe ich einen Punkt zuviel, aber das darf hier mal hier sein. [film]7[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...