Amazonen auf dem Mond oder Warum die Amerikaner den Kanal voll haben

    • Amazonen auf dem Mond oder Warum die Amerikaner den Kanal voll haben



      Produktionsland: USA
      Produktion: John Landis, George Folsey Jr., Robert K. Weiss
      Erscheinungsjahr: 1987
      Regie: Joe Dante , Carl Gottlieb, Peter Horton, John Landis, Robert K. Weiss
      Drehbuch: Michael Barrie, Jim Mulholland
      Kamera: Daniel Pearl
      Schnitt: Malcolm Campbell, Marshall Harvey, Bert Lovitt
      Spezialeffekte: L.A. Effects Group
      Budget: ca. -
      Musik: Ira Newborn
      Länge: ca. 85 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Arsenio Hall, Donald F. Muhich, Monique Gabrielle, Lou Jacobi, Erica Yohn, Debby Davison, Rob Krausz, Phil Hartman, Corey Burton, Michelle Pfeiffer, Peter Horton, Griffin Dunne


      Inhalt:

      Bei einer Beerdigung werden keine wohlformulierten Nachrufe auf den Verstorbenen gehalten, sondern makabre Witze gerissen. Ein Krankenpfleger versucht, einer gerade niedergekommenen Mutter seine bemalte Faust als Baby zu verkaufen. War Jack the Ripper in Wirklichkeit das Monster von Loch Ness? fragt sich der Moderator der Show 'Blödsinn oder nicht?'. Der Sohn des Unsichtbaren zieht sich aus, um die Leute an der Nase herumzuführen, nur ist er gar nicht unsichtbar.

      Schräge Episoden-Komödie im Stil eines typischen amerikanischen Fernsehabends, mit Seifenopern, Werbung und Shows. Das Team von "Kentucky Fried Movie" knöpft sich wieder den ganz normalen Wahnsinn des US-Alltags vor, und was dabei herauskommt ist ein Feuerwerk an Gags, schwarzem Humor und makabren Pointen. Wenn es in den 20 Sketchen auch nicht immer gelang, den Nonsens des Vorläufers zu erreichen, so bietet der Streifen noch immer Spaß genug, um auch beim breiten Publikum sicheren Umsatz zu erzielen.

      Viele Zitate aus der Filmgeschichte und ein "Running Gag": die 20 Episoden des amerikanischen Fernseh-Alltags sind gleichzeitig eine Abhandlung über die Befindlichkeit der Nation.


      Trailer:


      Blu-Ray: 27. Juli 2018


      Kritik:

      Als Hauptgeschichte gibt es die Landung auf den Mond als Parodie, wo stetig die Live-Übertragung im Fernsehen unterbrochen wird, sobald Gefahr für die Astronauten droht und ein anderes Programm wird dafür fortgeführt, was zumeist aus irrwitzige Werbesport und Filmtrailer besteht. Eine der besten Sketche sind die Videopiraten, wo ein Frachter gefüllt mit Videos überfallen wird, wo dann von den Videopiraten die auf dem Frachter entdeckte Laser Disc gedisst wird. Die Einfälle sind hier jedenfalls großartig, wie eine nachgespielte Szene des Klassikers „Der Unsichtbare“ oder Titan König George, der Junge welcher zum aller ersten mal eigentlich nur Kondome kaufen wollte, wo seine erste Uschi draußen im Auto vor dem Laden schon ungeduldig wartet und George dann plötzlich der milliardste Käufer dieser Kondomsorte ist und dadurch peinlich ins Rampenlicht tritt oder Jack the Ripper ist hier das Monster von Loch Ness. Zudem gibt es coole, monströse Kreatureffekte. Neben der sehr ersichtlichen Medienkritik und die damit verbundene Kritik an die Pornoindustrie wird der durchschnittliche amerikanische Fernsehzuschauer selbst auf die Schippe genommen und in das Fernsehprogramm hineingezogen, wo es kein entkommen mehr gibt. Es zünden hier zwar nicht alle Sketche gleichgut, aber die Stückzahl stimmt und die Ideen sind sehr kreativ.

      "Das ist kein Baby, das ist ein schäbiger Wurzelsep."

      [film]8[/film]

      [bier]9[/bier]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • Das Filmchen macht sehr, sehr viel Freude. Gerade die Episode mit dem Farbigen der nach der Arbeit relaxen will hat was und natürlich: Der Unsichtbare.

      [film]8[/film]



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