Terror in der Oper

    • Terror in der Oper



      Produktionsland: Italien
      Produktion: Ferdinando Caputo, Dario Argento
      Erscheinungsjahr: 1987
      Regie: Dario Argento
      Drehbuch: Dario Argento , Franco Ferrini
      Kamera: Ronnie Taylor
      Schnitt: Franco Fraticelli
      Spezialeffekte: Germano Natali
      Budget: ca. 8.000.000 $
      Musik: Giancarlo Laurenzi
      Länge: ca. 102 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Cristina Marsillach, Ian Charleson, Urbano Barberini, Antonella Vitale, Daria Nicolodi, William McNamara, Coralina Cataldi-Tassoni, Barbara Cupisti, Antonio Juorio, Carola Stagnaro, Francesca Cassola, Maurizio Garrone


      Inhalt:

      Als eine berühmte Operndiva einen Unfall erleidet, hat die junge Zweitbesetzung Betty ihren großen Auftritt im Opernhaus von Parma. Doch Betty hat einen mörderischen Fan. Dieser tötet und zwingt die Sängerin dazu, seinen blutigen Untaten beizuwohnen…


      Trailer:



      Blu-Ray: 26.11.2015
      Bildvergleich mit DVD: caps-a-holic.com/c.php?d1=7087&d2=7082


      Kritik:

      Opera gehört zu meinen Lieblingsfilmen von Dario Argento , wo sich die Spannung nach und nach aufbauen darf. Die Opern Musik ist Anfangs zwar Gewöhnungsbedürftig, bekommt aber in den angespannten Momenten einige instrumentale Metal Klänge hinzu, was dann auch sehr stimmig Wirken darf.
      Ansonsten wird das Werk zum Rätseln einladen, wer nun der Mörder sein könnte. Die Splattereffekte sind hart und professionell, zwar nicht in großer Stückzahl vorhanden, aber dafür sehr ansehnlich. Besonders beeindruckend ist das Finale, wenn die Raben zum Sturzflug ansetzten, woraus dann auch meine Lieblingsgoreszene des Filmes zustande kommt, eine der einprechensten und lustigsten überhaupt. Eine Besonderheit dieses Argento ist auch, dass unsere Hauptdarstellerin bei den Tötungsakt ihrer nahe stehenden Freunde stetig mit anwesend sein darf, allerdings zuvor gefangen, somit sie auch ganz schön gequellt wird, was auf die Psyche des Betrachters dieses makaberen und vom Täter raffinierten Ablaufs gehen wird.
      Die Kameraarbeit ist fasziniert ausgefallen, wo man aus der Sicht der Raben heraus Einblick erhält oder die Optik mehrfach quer durch den Saal schwenkt. Ein kunterbuntes Farbenspiel wie bei Suspira gibt es nicht, was ich auch nicht vermisst habe.
      Die Darsteller sind alle samt auf ordentlichen B-Movie Niveau und dem Italo-Fan auch bekannt mit Urbano Barberini (Dance of the Demons), Daria Nicolodi (Phenomena, Horror Infernal, Rosso), Coralina Cataldi-Tassoni (Dance of the Demons 2) oder Barbara Cupisti (New York Ripper, Aquarius)

      [film]9[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Das ist sicherlich einer der allerbesten Filme von Dario Argento .Leider gibt es die Uncut Version lediglich als Bootleg, einige Passagen sind in enlisch und nicht untertitelt. Die Bildqualität ist aber sehr gut.

      Die Story ist sehr gut und wird sehr flüssig und interessant erzählt. Atmosphärisch ist der Film extrem dicht, man kann die Bedrohlichkeit förmlich spüren. Auf den Zuschauer wirkt der Film die gesamte Zeit über sehr faszinierend, man taucht richtiggehend in die Geschichte ein und kann sich ihrer Faszination kaum entziehen.

      In Sachen Spannung kann "Opera" meiner Meinung nach vollends überzeugen, die Spannung bewegt sich den gesamten Film über auf einem sehr hohen Level, so das hier keinerlei Langeweile aufkommt. Argento ist es mit diesem Film einmal mehr gelungen, die Zuschauer zu bannen und faszinieren.

      Die Darsteller sind sehr gut und spielen ihre Rollen sehr gut und überzeugend. Auch die Musik im Film ist genial, vor allem der ständige Wechsel zwischen Klassik und Rock gibt dem Film noch eine ganz besondere Note. Als fan dieser italienischen Klassiker darf man sich diesen tollen und farbenprächtigen Film auf keinen Fall durch die Finger gehen lassen.





      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • èin wort - Angsteinflössend!-
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Original von tom bomb
      èin wort - Angsteinflössend!-



      Treffend bemerkt, denn die vorhandene Atmo kann einem wirklich kalte Schauer über den Rücken jagen.
      Big Brother is watching you
    • Angeblich wird das X-Rated Nachfolgelabel, Red River Digital Home den Film am 1.August 2011 offiziell veröffentlichen.
    • Von diesem Film war ich auch sehr angetan
      Superspannend, unheimlich und ne super Kamera.
      Dazu noch ein geiler soundtrack.

      Argento in der Blüte seines Schaffens ! :6:

      9 von 10
    • Ich finde immer schwer, in den Filme von Argento einzugehen. Ich weiss, dass der Plot und die Darsteller nicht so wichtig sind, und dass, es geht vor allem um die Atmo und so weiter... aber bestimmte Sachen sind ein bisschen "too much"...

      Zum Beispiel, was ist mit dem
      Spoiler anzeigen
      "Leiche" des Morders? Er hat dort eine Holzpuppe gestellt und gebrennt, und die Polizei hat nichts gemerkt???


      Darum kann icht nur [film]7[/film] geben.... die Nadel unter den Augen Trick gibt es aber noch einen extra Punkt!
      Ayer, en la escalera, vi
      a un hombre que no estaba allí.
      Hoy no estaba allí de nuevo,
      y ojalá, ojalá que se vaya lejos.
    • Original von sid.vicious:

      Angeblich wird das X-Rated Nachfolgelabel, Red River Digital Home den Film am 1.August 2011 offiziell veröffentlichen.


      Release wird vorraussichtlich, der 9.9.2011 sein.
    • Hoffen wir es. Habe den Film leider noch nie gesehen.

      EDIT:

      OMG, gerade auf Ofdb gesehen, dass er von 84' erscheint. Als Hartbox, auf 500 limitiert und kostet dort 34,98€. Nein, danke, also für diesen Wucherpreis garantiert nicht.
      Hat 84 die Unterlizenz und kommt der noch zu einem humanen Preis?
    • Die X-Rated wird lt. DTM Shop auch 34,99 EUR kosten. Seitdem X-Rated in anderen Händen ist, läuft eine Zusammenarbeit mit 84. Augefallen ist dieses, da beide Labels zeitgleich , Emanuelle- Insel ohne Tabus rausgebracht haben und weil Trasher das mal mitgeteilt hat. 34,99 EUR ist mir definitiv zu teuer. Die X-rated bis maximal 20 Euro, die 84 können sie sich sonst wo hinstecken.
    • Ja, mehr wie 20€ will ich auch nicht mehr für eine DVD ausgeben. Hoffentlich erscheint dann bald mal eine kostengünstigere kleine Hartbox.
    • Original von FUN:

      Ja, mehr wie 20€ will ich auch nicht mehr für eine DVD ausgeben. Hoffentlich erscheint dann bald mal eine kostengünstigere kleine Hartbox.



      Die ersten negativen Kritiken konte ich schon finden. Die deutsche Tonspur soll in den leisen Passagen einen Brummton aufweisen.
    • Opera aka Terror in der Oper ist ein weiterer Film aus der Schmiede von Argento der mich erneut voll und ganz Überzeugen konnte.

      Er bietet eine sehr spannende und interessante Story. Eine gewohnt gute und stimmige Atmosphäre und die glaube ich beste Kameraarbeit (war schon bei einigen Filmen einzig artig, hier wird sie aber sehr oft eingesetzt speziell was die Kamerafahrten betrifft, einige könnten dies schon als zuviel des erträglichen abtun, ich fand es Klasse) von Argento.

      Mit die beste Szene in dem Film ist die, in der die Raben denn Mörder bez. Psychopaten enttarnen, diese Szene bietet auch eine der besten und blutigsten Goreszenen des Films. Zwar sind die anderen Morde auch nicht zu verachten, aber dieser hier ist schon von der Idee her der Beste und härteste des Films. Auch das Ende kann hier noch mal einen draufsetzten, zwar hätte man sich dies in meinen Augen auch sparen können ohne das, das filmische Sehvergnügen geschmälert worden wäre.

      Gelungen fand ich auch das das Potenzielle Opfer, die Opersängerin Betty, bei denn ersten Morden gezwungen wird die Tötungen mit anzusehen, ich Sage nur Nadeln unter denn Augenliedern, damit diese nicht geschlossen werden können, genial.

      Zwar ist dieses Mal die Musik etwas gewöhnungsbedürftig, eben viel Klassische Musik aus Verdis Macbeth, aber zum Glück werden auch immer wieder Rockige Klänge eingestreut damit es nicht zu eintönig wird, ich bin zwar gut damit klar gekommen, denn ein oder anderen könnte dieser Mix eventuell nicht zusagen. Ich fand es Perfekt zur Geschichte und der Location der Oper passend.

      Das Einzigste was ich wirklich störend fand sind ein paar Traumsequenzen die eingebaut wurden. Denn diese verwirren meiner Meinung nach nur unnötig und bringen die Story nicht wirklich weiter.

      Dafür ist der Cast wieder ernorm gut gewählt worden, eben gutes solides Niveau.

      Guter, Spannender Mix aus Giallo und Thriller der mit harten Morden surrealer Optik und einem ungewöhnlichen Musik mix überzeugen kann. Für Argento Fans Pflichtprogramm.

      [film]9[/film]

      P.S.: Hier würde ich mal über eine Qualitative Veröffentlichung Freuen (am besten ne Blu), hab nur die hust DVD und diese ist zwar Bildtechnisch ok, aber der Film wechselt in der Synchro ständig hin und her, mal Deutsch (wenn man diese Tonspur gewählt hat) dann Englisch ohne UT und dann noch Italienisch ebenfalls ohne UT. Hoffe das sich mal ein gescheites Label dem Film annimmt.
      Zensur Ist Für´n A......!!

      Meine Filmsammlung

      Meine Musiksammlung
    • Eine qualitativ bessere Veröffentlichung - als die von Red River, wünsche ich mir ebenfalls.
    • Ich fand den Film auch recht gut. Einer der besten Italo-Streifen der späteren 80er. Leider zu Videozeiten stark gekürzt gewesen.
      Gute Unterhaltung, spannend, blutig und gut inszeniert.

      [film]9[/film]
    • Es gibt eine erfreuliche Nachricht, der Film wurde von der Liste der Indizierten Filme gestrichen, jetzt denke ich das es bald eine Neuprüfung geben wird und der Film UNCUT mal eiwandfrei Released wird :6:
      Zensur Ist Für´n A......!!

      Meine Filmsammlung

      Meine Musiksammlung
    • Original von Slayer:

      Es gibt eine erfreuliche Nachricht, der Film wurde von der Liste der Indizierten Filme gestrichen, jetzt denke ich das es bald eine Neuprüfung geben wird und der Film UNCUT mal eiwandfrei Released wird :6:


      Sehr gute Nachricht.
    • Sehr geile News. Ich selbst habe den Film leider noch nicht. Wenn er neu veröffentlicht wird, wird er besorgt.
      Und dann können die anderen Argentos (Phenomena, Suspiria, Profondo Rosso z.B.) auch endlich mal vernünftig und uncut Deutschland veröffentlicht werden.
      Die würde uncut locker FSK 16 - FSK 18 bekommen.
      "Ich hab mich lange nicht mehr bei meinen Kindern gezeigt - und zwar viel zu lange..."
    • Einer der besten Argento-Filme.
      Eine gute HD-Abtastung für eine Blu Ray-Veröffentlichung würde ich mir wünschen.

      Von mir:

      [film]10[/film]

      [GORE]7[/GORE]
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Gerüchte besagen, dass der Film von Koch Media kommen wird (könnte). Nicht unwahrscheinlich, siehe INFERNO.
    • Original von sid.vicious:

      Gerüchte besagen, dass der Film von Koch Media kommen wird (könnte). Nicht unwahrscheinlich, siehe INFERNO.



      Wäre natürlich sehr, sehr geil. Koch steht ja für Qualität. :6:
    • Argentos Meisterwerk...
      Hochgelobt in höchsten Tönen sogar von Doom aber nicht von mir.
      Zwar hat der Film durchwegs brauchbare Slasher/Gore einlagen die ab und an richtig Hart sind aber da habe ich durchaus schon besseres von Argento gesehen.
      Zwar ist der Film mal was anderes was Story anbelangt und kann gut Unterhalten, aber so richtig Warm werde ich mit Argentos Werke dennoch nie.Weiss auch nicht es fehlt den Filmen immer irgentetwas... das gewisse etwas was ich bei den Fulci Filmen bekomme hier aber nicht.Sagen wir es mal so für Argento Verhältnisse war der Film echt gut.
      [film]7[/film]






    • Terror in der Oper
      (Opera)
      mit Cristina Marsillach, Ian Charleson, Urbano Barberini, Daria Nicolodi, Coralina Cataldi-Tassoni, Antonella Vitale, William McNamara, Barbara Cupisti, Antonino Iuorio, Carola Stagnaro, Francesca Cassola, Maurizio Garrone
      Regie: Dario Argento
      Drehbuch: Dario Argento / Franco Ferrini
      Kamera: Ronnie Taylor
      Musik: Brian Eno / Roger Eno / Steel Grave / Claudio Simonetti / Bill Wyman
      FSK 16
      Italien / 1987

      Nachdem sein weiblicher Star in einen schweren Unfall verwickelt wurde, findet der junge Horrorregisseur Marco für seine Operninszenierung von Verdis „Macbeth“ in der jungen Betty den perfekten Ersatz. Doch auf der Oper scheint ein Fluch zu Lasten: Ein unheimlicher Killer macht Jagd auf die Beteiligten und zieht mit bestialischen Morden seine Kreise immer enger um das Objekt seiner Begierde: Die neue Diva der La Scala.


      Knapp drei Jahrzehnte mussten ins Land gehen, bis man diesen großartigen Beitrag von Altmeister Dario Argento nun endlich in einer wirklich würdigen Veröffentlichung begutachten kann. Das lange Warten hat sich aber wirklich gelohnt, denn das Mediabook von Koch Media ist wie eigentlich immer sehr gelungen, so das man diesen grandiosen Beitrag nun auch in exzellenter Bildqualität genießen darf. Komischerweise zählt "Opera" zu den Filmen Argento's, die bei erstaunlich vielen Leuten einen recht zwiespältigen Eindruck hinterlassen, was ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen kann. Zugegebenermaßen ist das vorliegende Drehbuch vielleicht nicht das beste seiner Art, aber insbesondere die visuelle Umsetzung der Erzählung ist über jeden Zweifel erhaben. Streckenweise beinhaltet das Ganze dann sogar einen leicht bizarren Anstrich, kommt aber in erster Linie mit unglaublich ästhetischen Bildern daher und überzeugt durch die immer wieder brillanten Kamerafahrten, die dem Geschehen einverleibt wurden.

      "Opera" wird des Öfteren als Gialli bezeichnet, wobei diese Genre Einordnung wohl kaum zutreffen dürfte. Sicherlich sind gewisse Elemente des italienischen Gialli durchaus zu erkennen, doch im Grunde genommen handelt es sich um einen waschechten Slasher, der auch mit mehreren selbst für die heutige Zeit recht derben Passagen bestückt ist. Umso erfreulicher erscheint da der Aspekt, das dieses Werk nun ungeschnitten mit einer 16er Freigabe ausgestattet wurde, denn für diese Alterseinstufung bekommt der Betrachter mehrere richtig harte und blutige Einstellungen geboten. So dürften dann selbst die Liebhaber der etwas härteren Gangart durchaus auf ihre Kosten kommen, denn Argento war in Sachen Blut und härte wirklich nicht gerade geizig. Da kann man dann auch gern einmal darüber hinweg sehen das die Abläufe nicht durchgehend absolut logisch erscheinen, wobei aber im Prinzip auch die einzige kleine Schwäche dieses ansonsten extrem stimmigen Werkes aufgezählt ist.

      Ansonsten gibt es nämlich nichts zu meckern, präsentiert sich doch ein teilweise farbenprächtiger Bilderrausch, der den Betrachter mit einem grandiosen Soundtrack attackiert. Dabei entsteht ein nahezu genialer Mix aus klassischer Opernmusik und kräftigen Metal Klängen, wobei Letztere absolut stimmig den teils brachialen Slasher Elementen zugeordnet wurden. So entsteht dann auch ein äußerst stimmiger Gesamteindruck, der insbesondere durch die vorherrschende Atmosphäre untermalt wird. Die herausragende Grundstimmung der Geschehnisse gibt sich dabei von der ersten bis zur letzten Minute zu erkennen und es ist so gut wie unmöglich, sich der manchmal fast schon hypnotischen Wirkung dieses Filmes zu entziehen. Fast ist es so, als wenn man in einen sogartigen Strudel gezogen wird, aus dem es anscheinend kein Entkommen gibt. Immer tiefer taucht man in eine Welt ein, in der Schönheit und Brutalität so dermaßen nahe beieinander liegen, das die Grenzen absolut fließend sind.

      Eine Besonderheit des Szenarios ist ganz sicher auch die spürbare Emotionslosigkeit der Protagonisten, wobei an dieser Stelle ganz besonders Hauptfigur Betty zu nennen ist. Die junge Frau scheint an einer kaum erklärbaren Gefühlskälte zu leiden, auf die sich der Zuschauer keinen richtigen Reim machen kann. Erst mit zunehmender Laufzeit und durch diverse Rückblenden löst sich das Rätsel ein wenig, wobei Argento bis zum Ende keine vollständige Aufklärung dafür anbietet, sondern vielmehr genügend Spielraum für eigene Interpretationen lässt. Das mag nicht jedem gefallen, verleiht dem Ganzen allerdings eine ganz eigene Würze, zumal man sich aufgrund des letzten Drittels der Geschichte die Zusammenhänge für diesen Umstand auf jeden Fall erklären kann. Und so bietet "Opera" letztendlich absolut sehenswerte und vor allem spannende Filmkost, in der sowohl die Identität des Killers wie auch dessen Motive für die Morde lange Zeit im Dunkeln bleiben. Im Zusammenspiel mit der herausragenden Atmosphäre, den tollen Schauplätzen und der brillanten musikalischen Untermalung ergibt sich also ein Gesamtpaket, das man im Prinzip nur als absolut berauschend bezeichnen kann.


      Fazit:


      Es dürfte extrem schwer fallen sich der hypnotischen Faszination dieses Filmes zu verweigern, denn Argento hat mit diesem Beitrag ein teils bizarres Meisterwerk geschaffen, das in seinem filmischen Schaffen ganz weit oben angesiedelt ist. Natürlich sieht das nicht jeder so, aber "Opera" ist meiner persönlichen Meinung nach definitiv zu den Klassikern des Altmeisters zu zählen.


      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • Nach INFERNO und SUSPIRIA die Nummer Drei im Argento-Gesamtwerk. Liegt knapp vor TENEBRE.

      Die Koch Media Edition soll übrigens bombastisch gut sein. Ich werde wohl auf der Börse zuschlagen.
    • sid.vicious schrieb:

      Ich werde wohl auf der Börse zuschlagen.
      Wozu? Den kannst Du Dir beim Media Markt, Saturn oder Amazon kaufen.
    • Die VÖ ist auf jeden Fall extrem gut gelungen.
      Big Brother is watching you
    • Eigentlich gibt es nur drei wichtige Argento-Werke: Suspiria (Horror), Profondo Rosso und Tenebre (Giallo). Der Rest hat weder Hand noch Fuß.
    • Desmodus schrieb:

      Eigentlich gibt es nur drei wichtige Argento-Werke: Suspiria (Horror), Profondo Rosso und Tenebre (Giallo). Der Rest hat weder Hand noch Fuß.


      Na ja, in der Beziehung dürften die Meinungen wohl stark auseinander gehen.
      Big Brother is watching you
    • Nach STENDHAL SYNDROME hat mit nur noch SLEEPLESS zugesagt.



    • Mediabooks mit Sound zu unterlegen macht Schule. ^^

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • hier mal die Bildervergleich deutsche Blu-Ray und US DVD.
      caps-a-holic.com/c.php?d1=7087&d2=7082

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Auch hier bewies Argento noch seine großen Stärken. Hier gibt es massenweise Kamerafahrten und -einstellungen, dass einem schwindelig wird. Verstörende Szenen sorgen für Erinnerungen an die guten alten Zeiten (Profondo Rosso). Das Gesamtwerk ist interpretationswürdig, aber das ist ja bei Argento üblich.

      Master Of Horror schrieb:

      "Opera" wird des Öfteren als Gialli bezeichnet, wobei diese Genre Einordnung wohl kaum zutreffen dürfte. Sicherlich sind gewisse Elemente des italienischen Gialli durchaus zu erkennen, doch im Grunde genommen handelt es sich um einen waschechten Slasher ...
      Wie kommst Du zu dieser Annahme? Wir haben es eindeutig mit einem Giallo zutun und da sind nicht nur die obligatorischen schwarzen Handschuhe gemeint. Der Slasher-Horrorfilm ist schließlich aus dem Giallo entstanden. John Carpenter kann das bezeugen.
    • Und dennoch handelt es sich meiner Meinung nach mehr um einen Slasher.
      Big Brother is watching you
    • @Master dann müsstest du aber alles was Argento ab Rosso gemacht hat als Slasher bezeichnen. Für mich ist der Giallo zum Slasher auch recht fließend, wobei ältere Giallo weniger wie ein typischer Slasher ausschauen, da sie zu wenig Härte haben.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Es gibt nun einmal genügend Werke in denen die Grenzen fließend sind. Ist ja auch keinesfalls etwas Negatives und vorliegender Beitrag ist ja nahezu ein Paradebeispiel für eine extrem gelungene Mixtur, ebenso verhält es sich doch auch mit Filmen wie New York Ripper und Tenebre.
      Big Brother is watching you
    • Produktionsland: Italien
      Produktion: Ferdinando Caputo, Dario Argento
      Erscheinungsjahr: 1987
      Regie: Dario Argento
      Drehbuch: Dario Argento , Franco Ferrini
      Kamera: Ronnie Taylor
      Schnitt: Franco Fraticelli
      Spezialeffekte: Germano Natali
      Budget: ca. 8.000.000 $
      Musik: Giancarlo Laurenzi
      Länge: ca. 102 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Cristina Marsillach, Ian Charleson, Urbano Barberini, Antonella Vitale, Daria Nicolodi, William McNamara, Coralina Cataldi-Tassoni, Barbara Cupisti, Antonio Juorio, Carola Stagnaro, Francesca Cassola, Maurizio Garrone





      Die Opernsängerin Mara Czekov hat einen Unfall und kann bei der abendlichen „Macbeth-Aufführung nicht auf der Bühne stehen. Folglich muss die Zweitbesetzung, Betty, ran. Ein grandioser Erfolg. Doch fortan ist ein Psychopath hinter Betty her. Dieser tötet ihre Bekannten und Freunde und zwingt die junge Frau dabei zuzusehen. Die Ermittlungen von Inspector Alan Santini gehen schleppend voran, und der Täter liegt schon wieder auf der Lauer…

      TERROR IN DER OPER ist der letzte Film innerhalb der grandiosen Argento-Phase zwischen 1975 und 1987. Der Film siedelt sich – nicht nur in Argentos Filmografie – hinter SUSPIRIA, HORROR INFERNAL und TENEBRAE an. Ein technisch einwandfreier – und teils brutaler – Slasher mit Anleihen beim Giallo (machen werden es auch umgekehrt sehen). Stecknadeln verhindern das Schließen der Augen. Messer, Scheren und Bügeleisen verlassen das triste Haushaltdasein und werden zu bösartigen Schmerzverbreitern. Argento lässt sich einiges einfallen, und der Genrefan dankt es ihm mit Wertschätzung und Applaus.

      „Bist du glücklich darüber?“ (Der unbekannte Killer)

      Wer sich so eine Frage ausdenkt, der hat meist extrem gelitten bzw. „den Schuss nicht gehört“. So auch unser mysteriöser Opern-Mörder. Doch die Suche nach diesem Unbekannten ist eher sekundärer Natur. OPERA bietet dem Rezipienten derart viele optische Reize (man beachte die teils schwindelerregenden Kamerafahrten) das er vom „Die Suche nach dem Killer - Schema“ oft abgelenkt wird. Dieses lässt sich auch an den eher oberflächlichen Ermittlungen der Polizei erkennen. Visualität und Akustik stehen vor dem typischen Spannungsbogen eines Giallo-Thrillers.

      Ein Werk das sich OPERA bzw. TERROR IN DER OPER nennt, sollte natürlich auch entsprechende musikalische Aspekte beinhalten. Dieses musikalische Spektrum wird vom Regisseur umfangreich erweitert. Der Einsatz von Opermusik (sprich Verdi) erhält einen starken Begleiter namens Heavy Metal. Die von der Band „Steel Grave“ eingesetzten Songs peitschen dem Rezipienten mitten in die Fresse. Hierbei sticht natürlich das Überraschungsmoment beim Ersteinsatz hervor. Ein ausgiebiger Todeskampf unterstützt von verzerrten Klampfen. Das haut gewaltig rein. Diese positiven Worte lassen sich auf den gesamten Soundtrack übertragen. Claudio Simonetti, Brian Eno, Giuseppe Verdi – das liest sich nicht nur gut. Das ist pure Gänsehaut.

      Nach ca. 20 Jahre (mehrfach auf VHS) wurde mir gestern der „digitale Besuch“ im Opernhaus gegönnt. Eine Aufführung, die bis heute nichts von ihrem Reiz verloren hat. Ein starker (allerdings nicht perfekter) Beitrag innerhalb des Schaffens von Dario Argento .