Private Collections - Legenden der Lust

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      Original Titel: Collections privées
      Produktionsland: Frankreich, Japan
      Produktion: Pierre Braunberger, Jean-Paul De Vidas
      Erscheinungsjahr: 1979
      Regie: Walerian Borowczyk, Just Jaeckin, Shûji Terayama
      Drehbuch: diverse
      Kamera: diverse
      Schnitt: diverse
      Spezialeffekte: diverse
      Budget: -
      Musik: diverse
      Länge: ca. 103 Minuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Roland Blanche, Laura Gemser, Jûzô Itami, Hiromi Kawai, Yves-Marie Maurin, Hiroshi Mikami, Keiko Niitaka, Takeshi Wakamatsu


      Inhalt:

      Der legendäre Produzent Pierre Braunberger lud die drei kontroversesten Regisseure des modernen Erotik-Kinos ein, um ihre intimen Visionen in einem gemeinsamen Film zu verwirklichen. Das Ergebnis ist eines der eigenwilligsten und sinnlichsten Kinoerlebnisse unserer Zeit.

      In Just Jaeckins Geschichte wird ein Schiffbrüchiger von einem Stamm Amazonen gerettet, die schon bald einen ungewöhnlichen Appetit an den Tag legen. Angeführt werden die nackten Wilden von der göttlichen Laura Gemser.

      Shuji Terayama zeigt in fieberhaften Bildern, wie ein Dorfjunge durch einen alten Abzählreim den erotischen Obsessionen einer geheimnisvollen Schönheit verfällt.

      Der dritte Teil ist die Adaption des Kultregisseurs Walerian Borowczyks einer Kurzgeschichte von Guy de Maupassant. Im Paris des Fin de Siècle endet die Liebesnacht einer Tänzerin des Folies Bergère mit einer Überraschung.


      Trailer:


      Deutsche DVD Fassung: 28.02.2011



      Kritik:

      1.Story:
      Der 1. verstörende Kurzfilm stammt von Just Jaeckin. Ein fetter Mann landet auf einer Insel und bevor er verdurstet, wird er von den einheimischen Amazonen erst recht schön dick gefüttert und geliebt. Die Amazonen erwiesen sich im Verlauf aber immer mehr merkwürdig, was auch der Mann mitbekommt, der meint im Paradies angekommen zu sein. Ein Hase wird nicht nur gefangen, sondern von den Amazonen sofort brutal zerrissen. Zu sehen gibt es Traumhaft schöne und sehr atmosphärisch eingefangene Naturkulissen mit Dschungel und Strandszenen. Die Geräuschkulisse und der stetig dudelnde Elektrosound sind athemraubend. Brutale Szenen gibt es dann auch noch.

      Arg verstörendes Werk mit Laura Gemser als bildhübsche, Männer fressende Kannibalenkönigin. (9/10)

      2. Story: Abgedrehter Asiafilm mit sehr bunten Farbe und toller Naturkulisse. Auch die Stimmung ist atmosphärisch. Den Inhalt hab ich allerdings nicht verstanden. Die monotone Off Übersetzung ins Deutsche, wo die Synchronisation für alle Charaktere spricht, ist zusätzlich verwirrend. Harte Szenen gibt es hier nicht, nur wilde Erotikekstase, eine surreale Handlung und verstörende Kunstmalerei. (3/10)

      Die 3. Story stammt von Walerian Borowczyk und heißt L'Armoire. Es wird hier eigentlich nichts anderes als Dialoge und eine Schlafzimmerszene geboten. Keine Erotik, keine nackte Haut und von Horror erst recht keine Spur. Mit Sicherheit vollkommen unnötig diesen Kurzfilm noch mit drauf zu ballern. (0/10)

      Die Private Collection eine Gesamtwertung zu verpassen fällt schwer, da alle 3 Kurzfilme sehr unterschiedlich sind und rein gar nicht zusammen passen, außer das es überall um Erotik geht.

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