The Purge - Die Säuberung

    • Es ist zumindest unrealistisch, dass Otto-Normalos "offene Rechnungen" wegen Lapalien oder Banalitäten begleichen wollen, ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen. Denn selbst wenn es straffrei ist, so hat man nunmal einen Menschen ermordet und keinen Kiosk überfallen...
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Aber das zeigt mir doch, dass du beim Filmeschauen auch nachdenken kannst. lolp Deine erste negativere Meinung (6/10 wäre bei mir noch gut) zu einem neuen Film? lol

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Original von Dr.Doom:

      Aber das zeigt mir doch, dass du beim Filmeschauen auch nachdenken kannst. lolp Deine erste negativere Meinung (6/10 wäre bei mir noch gut) zu einem neuen Film? lol


      Gut, unsere Bewertungskriterien gleichen sich wohl in der Tat so gut wie nie lolp
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Original von |Skeletor|:

      Es ist zumindest unrealistisch, dass Otto-Normalos "offene Rechnungen" wegen Lapalien oder Banalitäten begleichen wollen, ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen. Denn selbst wenn es straffrei ist, so hat man nunmal einen Menschen ermordet und keinen Kiosk überfallen...


      Sag das mal einen Gangmitglied aus Los Angeles... da reicht es, wenn das Hemd eine andere Farbe hat und du bist tot...


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Original von Anyu:

      Original von |Skeletor|:

      Es ist zumindest unrealistisch, dass Otto-Normalos "offene Rechnungen" wegen Lapalien oder Banalitäten begleichen wollen, ohne sich Gedanken über die Folgen zu machen. Denn selbst wenn es straffrei ist, so hat man nunmal einen Menschen ermordet und keinen Kiosk überfallen...


      Sag das mal einen Gangmitglied aus Los Angeles... da reicht es, wenn das Hemd eine andere Farbe hat und du bist tot...


      Das weiß ich schon^^ Im Film sieht man aber stinknormale Spießbürger und keine Gangmitglieder.
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Hm... irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier alle zu gute Menschen sind :1:... Zwischen einem einfachen, normalen Spießbürger und einem Massenmörder liegt nicht viel... Mir fallen hunderte von Beispielen ein, wo normale Bürger mordeten... einfach so...

      Ich sage einfach mal: Die Nacht vom 9. auf den 10.11.1938.... Das ist zwar nur schwer zu vergleichen, aber wenn man die richtige Grundlage schafft (Alles ist legal), dann werden viele darauf anspringen. Dann muss man eines bedenken, dass die Purge seit mehreren Jahren betrieben wurde. Die Menschen sind daran gewöhnt und abgestumpft... Erst machen es einige wenige, dann kommen mehr und mehr und mehr....


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Faszinierend bösartige Idee, und was wurde daraus gemacht?
      Eine schlaffe unglaubwürdige Umsetzung die so eigentlich nur die wenigsten begeistern kann.
      Das fiese Wort Logik ist so überstrapziert wie kaum ein anderes, aber herrje, sogar an Idepedence Day würde ich eher glauben als daran.
      Ethan Hawke ist ein guter Schauspieler, aber bei mir taugt es in den seltensten Fällen dazu das er einen Film trägt, es gelingt ihn weder in Daybreakers, The Aussault oder Total Recall, wenn er wie in Training Day glänzen kann liegt es eher daran das der grossartige Denzel Washington etwas Platz in seinen mächtigen Schatten lässt.
      The Purge reiht sich gnadenlos in die Reihe seines Anti Actings für mich ein, er kommt einfach nicht "ehrlich" rüber.
      Die Aussage des Films sollte ja Sozialkritik sein, raus kam ein müder Actionfilm ohne Tiefgang der nur an der Oberfläche kratzt.
      Selbst wenn man lange überlegt, wie kann eine "Säuberung" die Arbeitslosigkeit besiegen?
      Ich versuche schon wieder nachzudenken, es lohnt nicht, für die Idee, die ohne Frage saubere technische Darbietung und ein paar "nette" Kills, reicht es gerade so in den durchschnittlichen Bereich ohne Empfehlung. [film]6[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Original von Anyu:

      Hm... irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier alle zu gute Menschen sind :1:... Zwischen einem einfachen, normalen Spießbürger und einem Massenmörder liegt nicht viel... Mir fallen hunderte von Beispielen ein, wo normale Bürger mordeten... einfach so...

      Ich sage einfach mal: Die Nacht vom 9. auf den 10.11.1038.... Das ist zwar nur schwer zu vergleichen, aber wenn man die richtige Grundlage schafft (Alles ist legal), dann werden viele darauf anspringen. Dann muss man eines bedenken, dass die Purge seit mehreren Jahren betrieben wurde. Die Menschen sind daran gewöhnt und abgestumpft... Erst machen es einige wenige, dann kommen mehr und mehr und mehr....


      Der Vergleich mit 1038 hinkt in der Tat, das waren ganz andere Zeiten....
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • zumindest der anführer der typen vor dem haus hat ein cooles gesicht :p
    • Original von |Skeletor|:

      Original von Anyu:

      Hm... irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier alle zu gute Menschen sind :1:... Zwischen einem einfachen, normalen Spießbürger und einem Massenmörder liegt nicht viel... Mir fallen hunderte von Beispielen ein, wo normale Bürger mordeten... einfach so...

      Ich sage einfach mal: Die Nacht vom 9. auf den 10.11.1038.... Das ist zwar nur schwer zu vergleichen, aber wenn man die richtige Grundlage schafft (Alles ist legal), dann werden viele darauf anspringen. Dann muss man eines bedenken, dass die Purge seit mehreren Jahren betrieben wurde. Die Menschen sind daran gewöhnt und abgestumpft... Erst machen es einige wenige, dann kommen mehr und mehr und mehr....


      Der Vergleich mit 1038 hinkt in der Tat, das waren ganz andere Zeiten....


      Da muss ich jetzt doch EXTREM widersprechen :5:. Es ist nur schwer zu vergleichen, weil es dort ein singuläres Ereignis war, dass von der SS und SA in vielen Fällen gesteuert wurde und keine landesweite Aktion aller Menschen war. Die Menschen ändern sich nicht. Haben sie nie, werden sie nie. Selbst antike Gladiatorenkämpfe halte ich für ein gutes Beispiel und ich glaube fest, dass unter gewissen Umständen auch sowas wieder auftauchen könnte. Kommen ähnliche Situationen, kommen ähnliche Ergebnisse. Das Standfort Prison Experiment werfe ich mal als Stichwort rein... "Normale" Bürger werden ohne Probleme zu reissenden Bestien, wenn du ihnen:

      a) die Legitimation gibst
      b) eine ausreichende Masse mitmacht
      c) die Gewalt als Normal definiert wird.

      Viele werden dann "mitschwimmen"...


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Original von Anyu:

      Original von |Skeletor|:

      Original von Anyu:

      Hm... irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier alle zu gute Menschen sind :1:... Zwischen einem einfachen, normalen Spießbürger und einem Massenmörder liegt nicht viel... Mir fallen hunderte von Beispielen ein, wo normale Bürger mordeten... einfach so...

      Ich sage einfach mal: Die Nacht vom 9. auf den 10.11.1038.... Das ist zwar nur schwer zu vergleichen, aber wenn man die richtige Grundlage schafft (Alles ist legal), dann werden viele darauf anspringen. Dann muss man eines bedenken, dass die Purge seit mehreren Jahren betrieben wurde. Die Menschen sind daran gewöhnt und abgestumpft... Erst machen es einige wenige, dann kommen mehr und mehr und mehr....


      Der Vergleich mit 1038 hinkt in der Tat, das waren ganz andere Zeiten....


      Da muss ich jetzt doch EXTREM widersprechen :5:. Es ist nur schwer zu vergleichen, weil es dort ein singuläres Ereignis war, dass von der SS und SA in vielen Fällen gesteuert wurde und keine landesweite Aktion aller Menschen war. Die Menschen ändern sich nicht. Haben sie nie, werden sie nie. Selbst antike Gladiatorenkämpfe halte ich für ein gutes Beispiel und ich glaube fest, dass unter gewissen Umständen auch sowas wieder auftauchen könnte. Kommen ähnliche Situationen, kommen ähnliche Ergebnisse. Das Standfort Prison Experiment werfe ich mal als Stichwort rein... "Normale" Bürger werden ohne Probleme zu reissenden Bestien, wenn du ihnen:

      a) die Legitimation gibst
      b) eine ausreichende Masse mitmacht
      c) die Gewalt als Normal definiert wird.

      Viele werden dann "mitschwimmen"...



      Alles schön und gut, nur waren das halt andere Zeiten- und auch damals hat man sicher niemanden ermordet nur weil er ein schickeres Auto oder den geileren Swimming-Pool im Garten stehen hatte... Zumal es bei "The Purge" ja sehr wohl Gesetze gibt, die außer am Tag der Säuberung, jeden Tag aktiv sind. Denkst du das es normal denkenden Menschen wirklich so gleichgültig ist, ob sie am Tag zuvor eine Straftat begehen, zu der sie, wäre diese 12 Stunden danach passiert, lebenslang im Knast sitzen würden ?!

      Nehmen wir mal an, es würde solch einen Tag in der heutigen Gesellschaft geben: Wieviele würden an so einem Tag der Straffreiheit wohl wirklich morden? Es gäbe wohl höchstens ein paar Liebeskummer- geplagte Typen, die ihre Exfreundinen töten würden^^ Und selbst da glaube ich, das wesentlich mehr Mut dazu gehört, jemanden tatsächlich umzubringen, als nur darüber zu reden... Egal ob man nun ungeschoren davon kommt oder nicht...

      Zumal die Gründe bei "The Purge" lächerlich waren und für einen normalen Menschen, in keinster Weise einen Mord rechtfertigen.
      Spoiler anzeigen
      Gerade bei der Szene mit den Nachbarn am Ende. Mal ehrlich, nur weil sie im Viertel, in dem vorwiegend Wohlhabende leben, ihren Reichtum zur Schau stellen?? Und wieso töten sie dann noch deren Kinder? Die rein gar nix damit zutun haben!?
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Original von |Skeletor|:

      Alles schön und gut, nur waren das halt andere Zeiten- und auch damals hat man sicher niemanden ermordet nur weil er ein schickeres Auto oder den geileren Swimming-Pool im Garten stehen hatte... Zumal es bei "The Purge" ja sehr wohl Gesetze gibt, die außer am Tag der Säuberung, jeden Tag aktiv sind. Denkst du das es normal denkenden Menschen wirklich so gleichgültig ist, ob sie am Tag zuvor eine Straftat begehen, zu der sie, wäre diese 12 Stunden danach passiert, lebenslang im Knast sitzen würden ?!

      Nehmen wir mal an, es würde solch einen Tag in der heutigen Gesellschaft geben: Wieviele würden an so einem Tag der Straffreiheit wohl wirklich morden? Es gäbe wohl höchstens ein paar Liebeskummer- geplagte Typen, die ihre Exfreundinen töten würden^^ Und selbst da glaube ich, das wesentlich mehr Mut dazu gehört, jemanden tatsächlich umzubringen, als nur darüber zu reden... Egal ob man nun ungeschoren davon kommt oder nicht...

      Zumal die Gründe bei "The Purge" lächerlich waren und für einen normalen Menschen, in keinster Weise einen Mord rechtfertigen.
      Spoiler anzeigen
      Gerade bei der Szene mit den Nachbarn am Ende. Mal ehrlich, nur weil sie im Viertel, in dem vorwiegend Wohlhabende leben, ihren Reichtum zur Schau stellen?? Und wieso töten sie dann noch deren Kinder? Die rein gar nix damit zutun haben!?


      Also, das Stanford Prison Experiment ist aus den 70ern. Da von anderen Zeiten zu reden ist schon nicht ganz korrekt. Das ist gerade mal eine Generation her. Dort reichten 3 Tage (!!!) um aus normalen (!) Bürgern sadistische Folterknechte zu machen. Was würden diese Menschen wohl machen, wenn sie alles, wirklich alles machen dürften.... Aber gut, wenn dir das zu lange her ist, nehmen wir das: de.wikipedia.org/wiki/Abu-Ghuraib-Folterskandal. Ziemlich aktuell.

      Das dritte Reich ist auch noch nicht lange her und selbst wenn: Sind das andere Menschen gewesen? Nein, sind sie nicht. Sie lebten in einem Regime, dass eine Bevölkerungsgruppe entmenschlichte. Dadurch wurden sie aus der Gesellschaft der Menschen entfernt und Freiwild. Die Reichskristallnacht wurde u.a. vollzogen um an das Vermögen der Juden zu gelangen. Das geschah schon ein paar Mal im Laufe der Geschichte. 1348 gab es die Pest und in ihrem Kontext kam es zu einer der größten Judenverfolgungen der Geschichte. Ein Hauptgrund war es, weil man ihr Geld haben wollte. Zwischen der Reichskristallnacht und der Judenverfolgung zur Zeit der Pest liegen fast 600 Jahre... 600 Jahre, gleiche Zielgruppe, ähnlicher Grund. Die Menschen haben sich geändert? Die Zeiten waren andere? Die Menschen haben in beiden Jahrhundert exakt gleich gehandelt, nur die technischen Möglichkeiten waren 1348 nicht so, wie im letzten Jahrhundert... Geschichte wiederholt sich immer wieder und wieder und wieder... und niemals lernen die Menschen aus ihr. Der nächste Sturm auf eine Minderheit in Europa ist nur eine Frage der Zeit.

      Geld und Neid sind nicht so seltene Motive für Mord. Entmenschliche dann noch die Gesellschaft, gib Ihnen die Legitimation, dann geht es los. Die Hauptcharaktere haben sich an den Nachbarn bereichert, dass war ihr Grund. Der Rest ergibt sich aus der Gelegenheit...
      Ich will nicht sagen, dass jeder zum Mörder wird. Im Film ist auch nicht jeder ein Mörder, sehen wir ja am Ende, aber es würde unglaublich viele geben, die das mitmachen würden. Das lehrt die Geschichte auf jeden Fall. Da schützt auch kein biederes Bürgertum oder sowas, das würdest du in jeder Schicht finden....


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • ich habe mir was von diesem streifen versprochen. wurde leider enttäuscht. da kam irgenmdwie wenig bei rüber. grundsätzlich eine gute idee, leider hat der film mich nicht packen können. ich war stellenweise gelangweilt.
      [film]3[/film]
      Nicht mal eine Playstation!!! Deutsche Folter!!!!
    • [film]6[/film]

      Die Bösewichte mit ihren Masken fand ich auch toll, wobei der Anführer der Bande auch ohne Maske nicht weniger creepy aussah. Ansonsten leider nichts wirklich überraschendes.
      The poop is moving!!!
      >>>Isaac-afterbirth<<<
    • mit hat der Film gut gefallen gute Atmosphäre und durchweg Spannend !

      Sehenswert !


      [film]8[/film]
      Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.
    • Original von Anyu:

      Original von |Skeletor|:

      Alles schön und gut, nur waren das halt andere Zeiten- und auch damals hat man sicher niemanden ermordet nur weil er ein schickeres Auto oder den geileren Swimming-Pool im Garten stehen hatte... Zumal es bei "The Purge" ja sehr wohl Gesetze gibt, die außer am Tag der Säuberung, jeden Tag aktiv sind. Denkst du das es normal denkenden Menschen wirklich so gleichgültig ist, ob sie am Tag zuvor eine Straftat begehen, zu der sie, wäre diese 12 Stunden danach passiert, lebenslang im Knast sitzen würden ?!

      Nehmen wir mal an, es würde solch einen Tag in der heutigen Gesellschaft geben: Wieviele würden an so einem Tag der Straffreiheit wohl wirklich morden? Es gäbe wohl höchstens ein paar Liebeskummer- geplagte Typen, die ihre Exfreundinen töten würden^^ Und selbst da glaube ich, das wesentlich mehr Mut dazu gehört, jemanden tatsächlich umzubringen, als nur darüber zu reden... Egal ob man nun ungeschoren davon kommt oder nicht...

      Zumal die Gründe bei "The Purge" lächerlich waren und für einen normalen Menschen, in keinster Weise einen Mord rechtfertigen.
      Spoiler anzeigen
      Gerade bei der Szene mit den Nachbarn am Ende. Mal ehrlich, nur weil sie im Viertel, in dem vorwiegend Wohlhabende leben, ihren Reichtum zur Schau stellen?? Und wieso töten sie dann noch deren Kinder? Die rein gar nix damit zutun haben!?


      Also, das Stanford Prison Experiment ist aus den 70ern. Da von anderen Zeiten zu reden ist schon nicht ganz korrekt. Das ist gerade mal eine Generation her. Dort reichten 3 Tage (!!!) um aus normalen (!) Bürgern sadistische Folterknechte zu machen. Was würden diese Menschen wohl machen, wenn sie alles, wirklich alles machen dürften.... Aber gut, wenn dir das zu lange her ist, nehmen wir das: de.wikipedia.org/wiki/Abu-Ghuraib-Folterskandal. Ziemlich aktuell.

      Das dritte Reich ist auch noch nicht lange her und selbst wenn: Sind das andere Menschen gewesen? Nein, sind sie nicht. Sie lebten in einem Regime, dass eine Bevölkerungsgruppe entmenschlichte. Dadurch wurden sie aus der Gesellschaft der Menschen entfernt und Freiwild. Die Reichskristallnacht wurde u.a. vollzogen um an das Vermögen der Juden zu gelangen. Das geschah schon ein paar Mal im Laufe der Geschichte. 1348 gab es die Pest und in ihrem Kontext kam es zu einer der größten Judenverfolgungen der Geschichte. Ein Hauptgrund war es, weil man ihr Geld haben wollte. Zwischen der Reichskristallnacht und der Judenverfolgung zur Zeit der Pest liegen fast 600 Jahre... 600 Jahre, gleiche Zielgruppe, ähnlicher Grund. Die Menschen haben sich geändert? Die Zeiten waren andere? Die Menschen haben in beiden Jahrhundert exakt gleich gehandelt, nur die technischen Möglichkeiten waren 1348 nicht so, wie im letzten Jahrhundert... Geschichte wiederholt sich immer wieder und wieder und wieder... und niemals lernen die Menschen aus ihr. Der nächste Sturm auf eine Minderheit in Europa ist nur eine Frage der Zeit.

      Geld und Neid sind nicht so seltene Motive für Mord. Entmenschliche dann noch die Gesellschaft, gib Ihnen die Legitimation, dann geht es los. Die Hauptcharaktere haben sich an den Nachbarn bereichert, dass war ihr Grund. Der Rest ergibt sich aus der Gelegenheit...
      Ich will nicht sagen, dass jeder zum Mörder wird. Im Film ist auch nicht jeder ein Mörder, sehen wir ja am Ende, aber es würde unglaublich viele geben, die das mitmachen würden. Das lehrt die Geschichte auf jeden Fall. Da schützt auch kein biederes Bürgertum oder sowas, das würdest du in jeder Schicht finden....


      Es bringt wohl nix darüber weiter zu diskutieren. So sehr ich dich auch schätze, aber ich beziehe mich auf dem Film und du argumentierst mit zig Fakten aus der Geschichte, wo du doch sicher genau weißt, das ich in diesem Gebiet nicht genügend Fachwissen besitze um mit dir konkurrieren zu können... Ich finde solche Vergleiche immer etwas, naja... an den Haaren herbei gezogen?

      Für mich sind viele Stellen im Film extrem unrealistisch, mal ganz davon abgesehen dass es einen Tag der Säuberung in der USA niemals geben würde... Und selbst wenn, glaube ich das die Reichen und Schönen lieber zuhause hocken,
      Spoiler anzeigen
      zumal die Nachbarn im Film ja gar nicht wissen konnten, das jemand das Sicherheitssystem der Hauptakteure/Familie aufbricht, ihre Mordgelüste waren ja aber anscheinend länger in Plannung
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Najaaaaa... deine These war, dass normale Menschen niemals so reagieren können und er deswegen unrealistisch wäre. Also muss man halt reale Ereignisse nehmen, die zeigen, dass es nicht unrealistisch ist. Wir waren also schon beim Film^^. An den Haaren herbeigezogen... hm... bin ich komplett anderer Meinung, aber gut.

      In einem Punkt haste aber definitiv recht. Eine Diskussion darüber dürfte wirklich nicht sehr viel bringen :3:.


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Gestern gesichtet und für gut befunden ^^

      Die Story war mal was neues. Eine Nacht, in der jeder machen kann, was er möchte (und umbringen kann, wen er möchte). Polizei, Feuerwehr und Notdienste stehen erst wieder nach Ablauf der 12 Stunden (nach Ende der Purge-Nacht) zur Verfügung.
      Eine wohlhabende Familie schließt sich die Nacht über mit dem besten Sicherheitssystem ein, welches von der Firma des Familienvaters entwurfen wurde.
      Zunächst scheint alles auf eine ruhige Nacht hinzudeuten, doch das ändert sich schlagartig als der Sohn einen herumirrenden und nach Hilfe rufenden Mann ins Haus lässt.
      Kurz darauf wird die Familie von einer Gruppe maskierter verwöhnter Jugendlicher bedroht...

      Teils ist der Film schon sehr vorhersehbar, aber zum Ende hin gibt es doch einige Wendungen, die einen überraschen.
      Das endgültige Ende fand ich etwas schwach, da hätte ich mir etwas mehr Genugtuung erhofft.
      Der Anführer der Gruppe erinnert einen sehr an Funny Games und gibt dem Film etwas mehr Nervenkitzel.
      Die Botschaft des Films hat mich sehr an God Bless America erinnert. Auch hier wird die amerikanische Regierung mithilfe einer überspitzten Darstellung kritisiert und ebenso die amerikanischen Bürger, die die Regierung in den Himmel lobt und deren Gesetze blind verfolgt.

      Gleichzeitig fragt man sich: Was würde ich in so einer Situation tun? Was würde ich tun, um mein Leben und das meiner Familie zu schützen?

      Finde den Film insgesamt gut gelungen.
      Von mir gibts [film]8[/film]
      Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität. - Alfred Hitchcock

    • @chrisha Der Verleich mit den 2 Filmen ist zwar treffend, aber ansonsten konnte ich mit der ganzen Handlung nichts anfangen.

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    • Original von Dr.Doom:

      @chrisha Der Verleich mit den 2 Filmen ist zwar treffend, aber ansonsten konnte ich mit der ganzen Handlung nichts anfangen.


      Was hat dich an der Handlung gestört? War nicht spannend genug?
      Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität. - Alfred Hitchcock

    • Original von chrischa:

      Original von Dr.Doom:

      @chrisha Der Verleich mit den 2 Filmen ist zwar treffend, aber ansonsten konnte ich mit der ganzen Handlung nichts anfangen.


      Was hat dich an der Handlung gestört? War nicht spannend genug?


      Autounfall, hab ich doch geschrieben. lolp

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    • Cooler Streifen und nette Idee. Schauspieler auch ok.

      [film]7[/film]
    • Original von Wassilis:

      Cooler Streifen und nette Idee. Schauspieler auch ok.

      [film]7[/film]
      ...nein lolp
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ein gewissen Unterhaltungswert will ich ihn nicht absprechen, aber aus dem anfangs genialem Grundllot entwickelt im weiteren Verlauf leider eine Aneinanderreihung von dermaßen konstruierten Situation so das jegliches Gefühl von Spannung und Intensität bei mir gekillt wurde... Die innere Zerrissenheit der Charaktere wurde teilweise dann gut eingefangen wurden aber auch wiederum ziemlich unrund umgesetzt. Auch das Ende mit den Nachbarn hätte ich einfach runder gefunden wenn noch neben den Neid einfach mehr der Faktor in den Vordergrund gestellt hätte, dass er sich mit dem Vertrauen in der Nachbarschaft einen golden Rüssel verdient und dann kommen ein par Typen daher und Seil und ein Auto reichen aus und rums.... da hätte man denn Zorn darauf richten sollen das er mit ihrem Leben und das ihrer Kinder gespielt hat bzw sie ihnen die Sicherheit ihrer Familien anvertraut haben anstatt das ganze mit Neid erklären zu wollen.

      [film]5[/film]
    • Ein film mit einer sehr fiktiven und unlogischen thematik eines Säuberungstages. Di

      So normal wie alle es in der zukunft finden so unlogisch ist sowas auch.

      Woher weiss z.b. die Polizei etc. ob jmd nach dem tag getötet wurde z.b. oder während des säuberungstages!!!

      Die Hauptperson verkauft Sicherheitssysteme und diese können quasi nichts wirklich zurückhalten. Die Bande sieht keine Probleme ins Haus zu kommen.

      Spoiler anzeigen
      Die nachbarn tauchen am ende auf um die Tötung selber durchzuführen und haben 0 angst vor dieser Bande unlogisch!


      [film]4[/film]
    • Original von tom bomb:

      Original von Wassilis:

      Cooler Streifen und nette Idee. Schauspieler auch ok.

      [film]7[/film]
      ...nein lolp


      lolp
    • Ein gewisses Potential ist hier tatsächlich vorhanden. Alleine die Idee ist ganz nett. Zwar wären solche Säuberungen in der Realität vollkommen kontraproduktiv und unlogisch, aber wir führen ja auch Kriege, warum also nicht die Armen abschlachten.
      Man wird überraschend gut eingeführt, alles wird erklärt, die Protagonisten vorgestellt, alles supi. Wenn man sich dann in den Film vertiefen kann, ist er auch recht spannend. Die Atmosphäre ist ziemlich bedrohlich. Einmal durch die Situation, die Dunkelheit, das Katz und Maus Spiel und durch die musikalische Untermalung, welche teilweise nur ein Pochen ist.

      So weit so gut, ich glaube das war auch alles positive. Dann macht der Film leider schnell Fehler und verschenkt das Potential schon wieder. Man stolpert von einem Logikfehler in den anderen. Das teure Verriegelungssystem ist vollkommen unnütz und billig. Die Psycho's hätten es ruhig ein wenig schwerer haben können. Die Eltern der Kinder meucheln an dem (zufällig!) Schwarzen rum und die Kinder schauen zu und müssen ihnen auch noch Licht mit der Taschenlampe machen! In einem Moment will man ihn ausliefern und im nächsten schon am Leben lassen.

      Das Traurigste hier ist aber, dass man erneut eine Hautfarbe zu einem bestimmten Zweck im Film benutzt. Ich dachte wir hätten es hinter uns das "Afro-Amerikaner" als Bösewichte, Opfer oder Helden her halten müssen um den Zuschauer zu verwirren oder Mitleid in ihm zu wecken. Normalerweise fällt mir das nicht auf, aber hier peitscht einem das schon wieder entgegen. Warum konnte man schwarze Mitbürger nicht einfach unter die Charaktere mischen ohne den Fokus auf ihre Hautfarbe zu richten. Die ganze Familie hätte doch schwarz sein können oder die Hälfte der Nachbarn. Das wäre eine normalere Rolle, als die, die er spielen musste.
      Überhaupt fand ich alle Schauspieler, außer dem Psycho-Anführer, durchschnittlich bis mangelhaft.

      So konnte mich der Film wohl einigermaßen unterhalten, später muss man sich aber über zu viel verschenktem Potential ärgern.


      [film]4[/film]
    • Hmmm Story klang gut, aber mehr war es dann leider doch nicht.
      Schade. Was mich am meisten gestört hatte, war die Tatsache, dass aufeinmal aus einen Alarmanlagen Verkäufer ein Chuck Norris wurde und schwups bekam er ein Messerchen ins Bäuchlein gerammt... Komisch... Eigentlich mag ich Ethan Hawke aber hier wirkte er mehr als trost los. Viel Viel Potenzial vergeben. [film]3[/film]
    • Einmal sehen reicht !
      Nichts besonderes aber wenn mal grad nicht anderes da ist zum schauen kann man ihn sich schon einmal geben.
      [film]6[/film]
      Acht Teenager - Ein Wochenende - Ein Serienkiller
    • The Purge- Die Säuberung

      Was geschieht, wenn das Gesetz ausser Kraft gesetzt wird und für eine Weile keine Bedeutung mehr hat? Wie verhält sich die Gattung Mensch, wenn sie eine Zeit lang das machen kann, was sie will? Sind alle Menschen gleich und nutzen die Situation aus um sich selbst zu verwirklichen oder sind sie bereit anderen Menschen zu helfen, die in einer Notsituation sind und demnach um ihr Leben kämpfen? Und was ist, wenn man im eigenen Heim nicht mehr sicher ist und sich und seine Familie vor Eindringlingen und anderen Gefahren schützen muss, wobei das Eigenheim ja für Wohlgefühl und Sicherheit stehen sollte?
      Das der Mensch einer Rasse angehört, die egoistisch, selbstzerstörerisch, aber auch hilfsbereit ist, wird in dem Film The Purge- Die Säuberung deutlich gezeigt. Der Streifen beschäftigt sich mit den Tiefen der menschlichen Seele und sein Verhalten. Aber nicht nur die negative Seite des menschlichen Verhaltens wird zum Ausdruck gebracht, nein auch das Gute kommt zur Geltung. Ob das den jeweiligen Menschen hilft und was er davon hat, sieht man an den Resultaten, die in dem filmischen Werk eindeutig vorhanden sind. Das man niemanden helfen soll um sich selbst zu schützen wollte der Regiseur meiner Meinung nach aber nicht mit dem Werk sagen. Dennoch agiert der Film menschlich, denn in extremen Situationen kommt das wirkliche ICH zum Vorschein, was wiederum hier eindeutig vorhanden ist. Ob das gut oder schlecht ist, hängt vom jeweiligen Charackter ab.
      Die Handlung von The Purge ist eigentlich schnell und einfach erzählt. Einmal im Jahr tritt das Gesetz ausser Kraft und man darf für ein paar Stunden einen anderen Menschen das Leben nehmen ohne dafür bestraft zu werden. In einer Wohnsiedlung wohnt eine junge Familie, derren Oberhaut ein Sicherheitssystem erfunden hat, das dass Zuhause schützen soll. In der besagten Nacht bittet ein hilfloser Mann um Zuflucht und ein gutgläubiges Familienmitglied deaktiviert das Sicherheitssystem und gewährt ihn Zuflucht. Es dauert auch nicht lange, bis sich das wahre Grauen in Form von menschlicher Gewalt zeigt. Eine Nacht voller Angst und Terror beginnt.
      Besonders hervorheben möchte ich den Aufbau des Films und dessen Inszenierung. Er bewegt sich zwar eindeitig im Mainstreambereich und ist für die breite Masse gemacht, agiert aber enorm atmosphärisch und schildert wie zuvor schon erwähnt das menschliche Verhalten in Notsituationen. Und genau das ist es, was mir an dem Film so gut gefällt. Klar, hätten es ein paar Kills mehr sein können, dann wäre aber der Kern und somit die Wirkung des Films flöten gegangen. Gut durchdacht wurde auch die Tatsache, den Film nicht 24 Stunden- sprich den ganzen Tag agieren zu lassen, nein vielmehr läuft er vom späten Abend bishin in die Nacht hinein. Auch das verstärkt die Atmosphäre enorm. Anders könnte The Purge nicht so gut funktionieren.
      Darsteller- technisch bewegt sich der Streifen eindeutig im sauberen Bereich. Gerade wenn der Film anfängt beängstigend zu werden und die Familie um ihr Leben kämpfen muss, hat man das Gefühl mit dabei zu sein. Und genau sowas macht einen guten Film aus, auch wenn The Purge ein Film für die breite Masse ist.

      Fazit:
      The Purge beschäftigt sich mit den Tiefen der menschlichen Seele ohne dabei zu verurteilen. Der Film agiert klaustrophobisch und beängstigend und ist für einen modernen Home Invasionfilm echt solide ausgefallen und muss sich definitiv nicht hinter Filmen wie z.b. The Strangers und co. verstecken.


      [film]7[/film]
    • @Mr.Splatter, ich finde The Strangers schon gut, den Vergleich den du anstellst kann ich zwar nachvollziehen, aber nicht teilen.
      Ich finde um es ganz platt auszudrücken das The Purge - im Gegensatz zu Strangers sein durchaus vorhandenes Potenzial null ausnutzt und faktisch alles verschenkt.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Fand die Idee des Films Spitze. War sehr unterhaltend.

      [film]7[/film]
    • Mir hat diese Mischung aus Home-Invasion-Film und düsterer Zukunftsvision sehr gut gefallen und ich wurde gut unterhalten. Er war spannend und teilweise recht drastisch.

      [film]8[/film]





    • The Purge - Die Säuberung
      (The Purge)
      mit Ethan Hawke, Lena Headey, Max Burkholder, Adelaide Kane, Edwin Hodge, Rhys Wakefield, Tony Oller, Arija Bareikis, Tom Yi, Chris Mulkey, Tisha French, Dana Bunch, Peter Gvozdas, John Weselcouch, Alicia Vela-Bailey
      Regie: James DeMonaco
      Drehbuch: James DeMonaco
      Kamera: Jacques Jouffret
      Musik: Nathan Whitehead
      FSK 16
      Frankreich / USA / 2013

      Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: überlebe diese Nacht! Die Kriminalität in Amerika lässt sich nicht mehr eindämmen und die Gefängnisse sind überfüllt. Um die Lage in den Griff zu bekommen, etabliert der Staat den sogenannten Purge-Day, das heißt, er gewährt jedes Jahr eine zwölfstündige Generalamnestie: In dieser Zeitspanne bleiben alle illegalen Aktivitäten straffrei, Mord eingeschlossen. Die Polizei kommt niemandem zu Hilfe. Alle Krankenhäuser werden geschlossen. Eine Nacht lang bestimmen die Bürger ihre eigenen Regeln, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Der alljährliche Purge-Day steht kurz bevor und das heißt Hochbetrieb für James Sandine, einem Spezialist für Sicherheitssysteme. Denn um der ausbrechenden Anarchie zu entfliehen, verbarrikadiert sich jeder, der es sich leisten kann, mit Hilfe modernster, Technik in seinen eigenen vier Wänden. Es gilt 12 Stunden unbeschadet zu überstehen, so auch für James, seine Frau Mary und ihre beiden Kinder. Alles scheint sicher zu sein, bis plötzlich ein um Hilfe rufender Fremder vor ihrem Haus auftaucht. Als dieser Unterschlupf in deren Haus findet, gerät die bedrohliche Situation außer Kontrolle. Eine Kettenreaktion schrecklicher Ereignisse, die das Leben von Familie Sandine für immer verändern wird…


      Und wieder einmal wird man mit einer Hollywood Produktion konfrontiert, die den Zuschauer mit einem recht zwiespältigen Gefühl zurücklässt. Die dem Film zu Grunde liegende Idee ist dabei sicherlich mehr als interessant, vielmehr ist es die streckenweise schlechte Umsetzung der Abläufe, die beim Zuschauer einen eher negativen Eindruck hinterlässt. Dabei hätte man aus dem vorliegendem Szenario weitaus mehr herausholen können, liegen doch prinzipiell sämtliche Zutaten vor, um das Werk von James DeMonaco zu einer düsteren Zukunftsvision eines Home Invasion Thrillers zu machen, der letztendlich aber leider an der mangelnden Logik scheitert, die an etlichen Stellen des Filmes äußerst stark zum Ausdruck kommt. Das ist besonders schade, beginnt die Geschichte doch wirklich gut und baut dabei auch eine ganze Menge Spannung auf. Gleichzeitig offenbart sich auch eine sehr makabere Note, die allein schon in der Thematik an sich zu erkennen ist. Die Selbstverständlichkeit, mit der die jährliche Säuberung dabei von den Menschen akzeptiert wird lässt sogar extrem moralische Bedenken erkennen und man ist als Betrachter durchaus dazu bereit, sich mit dem leicht futuristischen Ambiente der Story auseinander zu setzen.

      Nach einer gewissen Zeit verlieren die Ereignisse jedoch sehr viel von der zu Beginn vorhandenen Kraft, was insbesondere in der Vorhersehbarkeit des Geschehens begründet ist. Es fällt nämlich nicht wirklich schwer die folgenden Passagen zu erahnen, doch am schlimmsten erscheinen dabei die nun in einer erschreckenden Vielzahl auftretende Logiklöcher, so das sich die gesamte Szenerie zu einem doch eher hanebüchenen Werk entwickelt, das man nur noch teilweise mit dem nötigen Ernst betrachten kann. Ist am Beginn noch eine Menge Zynismus vorhanden, so sorgen die Verhaltensweisen der Akteure doch zunehmend dafür, das man sich aufkommende Lachanfälle nur schwerlich verkneifen kann. Dennoch beinhaltet das Geschehen eigentlich durchgehend eine bitter-böse Note, nur hätte James DeMonaco diese vielmehr in den Vordergrund stellen müssen, anstatt mit hanebüchenen Handlungen daher zu kommen, die wirklich jenseits jeglicher Logik angesiedelt sind. "The Purge - Die Säuberung" hätte ohne Weiteres eine wirklich düstere-und beklemmende Zukunftsvision werden können, verbaut sich jedoch selbst diesen Status, indem man den Zuschauer mit aberwitzigen Passagen konfrontiert, die streckenweise jeden Rahmen sprengen.

      Kein Wunder also, das die zu Beginn aufkommende Spannung immer mehr in sich zusammenfällt und aus einer zynischen Gesellschaftskritik immer mehr ein eher lächerliches Szenario wird, das seinen Höhepunkt im letzten Drittel des Filmes erreicht. Sicherlich als makabere Spitze gedacht präsentiert sich nun nämlich ein Abschnitt, der extrem aufgesetzt und vollkommen überzogen erscheint. Zudem gestalten sich die hier folgenden Ereignisse sehr in die Länge gezogen und was wohl als gelungene Pointe gedacht war, verkommt vielmehr zu einem absolut an den Haaren herbeigezogenen Schlusspunkt, der den zwiespältigen Gesamteindruck des Werkes noch einmal zusätzlich untermalt. Und trotz all dieser äußerst offensichtlichen Mankos kann "The Purge" dennoch zumindest kurzweilig unterhalten, denn allein von der Grund-Thematik geht doch eine gewisse Faszination aus, der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann. Nur die phasenweise katastrophale Umsetzung des Ganzen mindert den Sehgenuss natürlich ganz erheblich, so das sich im Endeffekt keinesfalls der nachhaltige Eindruck ergibt, den der Regisseur sicherlich hinterlassen wollte. Was als Vision der näheren Zukunft gedacht war, nimmt teilweise die Züge einer grotesken Komödie an und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das dies auch so beabsichtigt war, denn eigentlich sollte der Film doch aufgrund der Thematik viel eher schocken.

      In einem gewissen Sinne tut er das dann doch noch, auch wenn der größte Schock sicherlich durch die mangelnde Umsetzung der Abläufe entsteht. Und so mutiert der Film dann auch zu einer weiteren Hochglanz-Produktion, aus der man vielmehr hätte herausholen können. DeMonaco hat hier wirklich eine riesige Chance vergeben aus vorhandenem Potential das Optimale mehr zu machen als eine Geschichte, in der es vor hanebüchenen Abläufen nur so wimmelt. Zudem überzeugen auch die Akteure nicht sonderlich überzeugend, so das man mit eher mittelmäßigem Schauspiel konfrontiert wird, das den eher durchschnittlichen Gesamteindruck nur noch mehr untermalt. Im Grunde genommen bin ich dann auch ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mich doch sehr auf einen extrem düsteren-und bedrohlichen Film eingestellt, der sich dann aber durch zu viele Fehler selbst seine ganze Kraft nimmt und im Endeffekt nicht den erwünschten Eindruck hinterlässt.


      Fazit:


      Hier liegt einmal mehr ein tolles Beispiel dafür vor, wie man einen Film mit einer interessanten Idee ziemlich versauen kann. Vorhandenes Potential und etliche gute Ansätze verlaufen größtenteils im Sand, so das man letztendlich nur eine bedingte Empfehlung für diesen Film aussprechen kann. Für zwischendurch zwar durchaus für eine Sichtung geeignet, entfacht "The Purge" jedoch keinesfalls den beklemmenden Eindruck, den man sich höchstwahrscheinlich erhofft hatte.


      [film]5[/film]
      Big Brother is watching you
    • Völlig unglaubwürdige aber dennoch interessante Story dessen Potenzial allerdings verschenkt wird.
      Die Story ist nur Aufhänger eines 08/15 Homeinvasionsfilm. Der Hauptplot ist an dem Film WER GEWALT SÄT angelehnt. Liefert man den Penner aus oder riskiert man das eigene Leben.
      War alles ein wenig dämlich weil die Leute sich sehr unglaubwürdig benommen haben, war alles vorhersehbar aber streckenweise war der auch spannend und unterhaltsam.
      Das Ende mit den Nachbarn fand ich lächerlich.

      Teil 2 kann kommen, denn diese Story bietet viel Potenzial für einen guten Film.

      [film]6[/film]
    • Im Grunde wurde das meiste hier ja schon gesagt, und die meisten sind sich ja auch irgendwie einig. Der Film hat eine sehr interessante Idee, hat aber nicht wirklich eine Möglichkeit gefunden diese glaubwürdig darzustellen, weswegen man den Zuschauer einfach in das Szenario hineinwirft, ohne sich um eine Hinreichung zu kümmern. Finde ich konzeptionell durchaus interessant und wenn ich ehrlich bin auch irgendwie in Ordnung, regt es doch dazu an sich mit dem erdachten Szenario auseinanderzusetzen und zu überlegen, ob es wirklich zu so etwas kommen könnte. Soweit so gut, den Start fand ich also relativ gelungen.

      Auch die Umsetzung des Plots finde ich gar nicht so schlecht gelungen, man hat keine unnötigen Längen eingebaut und das relativ rasante Tempo ist der Atmosphäre nur dienlich. Die Schauspieler fand ich auch durchaus gut, ebenso wie bildliche und farbliche Umsetzung des Ganzen.

      Was mir negativ aufgefallen ist sind aber einige relativ unglaubwürdige Szenen sowie die komplette Farblosigkeit der Charaktere. Natürlich kann man sagen, dass der Film sich nur um die Zukunftsvision drehen soll, aber durch die komplette Leere der Figuren gelingt es zu keiner Zeit, so etwas wie eine Bindung aufzubauen, wodurch man dem Schicksal der einzelenen Protagonisten völlig teilnahmslos gegenübersteht. Bin mir nicht wirklich sicher wie man das in dem engen Filmkonzept besser hätte lösen, aber so völlig ohne Hintergrund kanns auch nicht sein.

      Alles in Allem habe ich mich aber gut unterhalten gefühlt, obwohl es im Grunde nur ein akeptabler Home Invasion Film war.

      [film]7[/film]
      I'm the cool dad. That's my thing. I'm hip. I surf the Web. I text. LOL: laughing out loud. OMG: Oh my God. WTF: Why the face? Um you know, I know all the dances to High School Musical so..

      [ Dienstag | 23:48 ] <Anyu> also wenn three fingers würstchen einen agenten hat, dann muss ich es mal anerkennend schütteln
    • The Purge ist ein guter Mainstream Film. Gemacht um vielen Menschen zu gefallen. Das hat er geschafft. Jedoch wird den Film vermutlich niemand Weltklasse finden und ihm eine [film]10[/film] geben. DAzu fehlt einfach Handlung und Spannung. Auch den Härtegrad hätte man erhöhen können.

      Alles in allem ein solider Film den man ruhig mal schauen kann.


      [film]7[/film]
      "Ich weiß auch, dass die einzige Möglichkeit, einen von den Geistern dieses Buches Besessenen aufzuhalten, darin besteht, seinen Körper völlig zu zertückeln."
    • Mir waren hier ehrlich gesagt zu viele unlogische Dinge vorhanden, man hätte viel mehr aus der guten Thematik machen können.
      Big Brother is watching you
    • Habe mir jetzt endlich mal die DVD zu gelegt, ich hoffe mit wird er zu sagen :6: Einige Kritiken sind ja nicht so Pralle.
      „Du bist nicht Dein Job! Du bist nicht das Geld auf Deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Nicht der Inhalt Deiner Brieftasche! Und nicht Deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.“ Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.
    • Gestern Abend dann endlich geschafft The Purge zu sichten.

      Klasse Idee, mal was neues, auch wenn ich mich leider Frage wie schafft die Regierung es denn, das das Volk das Ganze Jahr nicht Kriminell wird? Kann mir beim besten willen nicht vorstellen, das das Volk, mit dem Prge Day es schafft, das restliche Jahr lieb zu sein lol Aber gut, ansonsten war es ein sehr Spannender Thriller der mich vom Anfang bis Ende hin gefesselt hat.

      Das Ende war ansatzweise auch Genial, an den Farbigen, hab ich gar nicht mehr gedacht, so das ich dachte, ok das gibt kein Happy End. Wie zb, in dem Film Kiddnaped :6: Freue mich auf die Fortsetzung und bin gespannt, ob er an den ersten Teil ran kommt.


      [film]9[/film]
      „Du bist nicht Dein Job! Du bist nicht das Geld auf Deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Nicht der Inhalt Deiner Brieftasche! Und nicht Deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.“ Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.