Cujo




    • Alternativer Titel: Stephen King's Cujo
      Produktionsland: USA
      Produktion: Daniel H. Blatt, Neil A. Machlis, Robert Singer
      Erscheinungsjahr: 1983
      Regie: Lewis Teague
      Drehbuch: Stephen King, Don Carlos Dunaway
      Kamera: Jan de Bont
      Schnitt: Neil Travis
      Spezialeffekte: Rick Josephsen, G. Lynn Maughan, Robert Clark
      Budget: ca. 5.000.000 $
      Musik: Charles Bernstein
      Länge: ca. 93 Min
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Dee Wallace, Danny Pintauro, Daniel Hugh Kelly, Christopher Stone, Ed Lauter, Lee Kaiulani, Billy Jayne, Mills Watson, Sandy Ward, Jerry Hardin, Merritt Olsen, Arthur Rosenberg


      Inhalt:

      Donna Trenton, einer frustrierten amerikanischen Ehefrau, wird das Leben zur Hölle, als ihr Mann herausfindet, daß sie eine Affäre hat. Zur gleichen Zeit wird der Bernhardiner der Familie Camber, Cujo, von einer tollwütigen Fledermaus gebissen. Als Donna und ihr fünfjähriger Sohn Tad während der nächsten Tage zu dem Autogeschäft der Cambers fahren und dort ihr Wagen den Geist aufgibt, wird aus der Panne in Kürze ein gefährlicher Belagerungszustand, denn Cujo verwandelt sich langsam aber sicher in ein mordlüstiges Ungetüm...


      Trailer:




      Meine Wertung:

      Eigentlich komisch dass „Cujo“ in unserer Filmdatenbank bislang nicht zu finden war, ist er doch recht bekannt und laut Stephen King´s eigener Aussage, eins seiner besten Stücke! Für mich persönlich war „Cujo“ auch einer der ersten Horrorfilme die ich je gesehen habe. Damals war ich noch recht jung und schon echt beeindruckt wie extrem realistisch die Hundeangriffe hier dargestellt wurden.

      Viele wunderten sich wieso King einen Familienhund wie den Bernhardiner als blutrünstige Bestie darstellte, ich jedenfalls kann dies gut nachvollziehen da Kampfhunde Anfang der 80er eh noch nicht so in Mode waren und gerade von Nicht-Kampfhunden eine drohende Gefahr eher weniger ausging als bspw. von einem Rottweiler. Zudem sind Bernhardiner wirklich riesig (allein für „Cujo“ wurden 6 Bernhardiner großgezogen und beliebig eingesetzt) und wirken mit ihren unterlaufenen Augen und der triefenden Sabber-Schnauze irgendwie angsteinflößend.

      „Cujo“ basiert im übrigen auf seinen gleichnamigen Roman, welcher ohne Happy-End und mit reichlichem Stoff für Skandale zwei Jahre vor der Verfilmung erschien (witzig ist übrigens die Tatsache dass der Roman erst 1986 ins deutsche übersetzt wurde und der Film ja bereits 1983 in die deutschen Kinos kam). Zum Film selbst nur soviel: Spannung wurde, eher untypisch für einen Tierhorror-Film recht groß geschrieben.

      Zumal ist die Geschichte um den tollwütigen Bernhardiner Cujo eigentlich nur beiläufig, im Vordergrund stehen zwei mehr oder weniger packende Familiengeschichten. Die Darsteller sind recht passabel besetzt, vor allem Dee Wallace-Stone (E.T. – der Außerirdische, Hügel der blutigen Augen) macht ihre Sache wirklich gut und kann gewisse Spannungsmomente durch ihre feinfühlige Mimik erzeugen.

      Die Effekte/Angriffsszenen sind ebenfalls sehr ansehnlich, alles wirkt gut durch choreographiert und wie schon oben erwähnt, sehr realistisch. Abschließend kann man sagen: Wer hier Actionszenen am laufenden Band erwartet wird sicher enttäuscht, im Gegenteil ist „Cujo“ eine Mischung zwischen Horror und Drama, welches gerade für das Tierhorrorgenre in jedem Fall eine Vorreiterrolle eingenommen hat.

      [film]8[/film]
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Cujo den Streifen hab ich auch noch wage in erinnerung.Zwar konnte der Film nicht den bekannten DOGS Killerhunde toppen, hatte aber trotzdem seinen reiz zwecks der dramatischen momenten im Film wie die Leute einfach nicht wegkonnten weil das böse Hündchen Cujo auf Sie lauerte^^Eine gute Verfilmung vom großmeister Stephen King die der ein oder andere King Fan sich nicht entgehen lassen sollte.Ich werd die Tage ein ausführliches Review reinschreiben wenn ich mir das gute stück in ruhe mal wieder ansehe,aber vorerst habe ich ihn als recht gut in erinnerung Vorfazit [film]6[/film]

    • Den habe ich zwar schon ewig hier rumstehen, aber noch nie geschaut. Ich hab nämlich nur die japanische Laserdisc, die ich nicht abspielen kann.
    • wow, Cujo war echt noch nicht hier vor gestellt....

      naja, meins wars nicht,,, liegt wohl daran, dass ich mit Tierhorror nicht wirklich was anfangen kann.

      Ist schon ewig her als ich den gesehen habe, daher gibt es nett gemeinte

      [film]5[/film]
    • Der hat mir damals richtig Angst eingejagt. Sehr effektiv und wirkungsvoll. Einer meiner absoluten Favoriten unter den Tierhorrorfilmen (nach dem weißen Hai und den Vögeln von Hitchcock).
    • Original von Dr.Gore:

      Der hat mir damals richtig Angst eingejagt. Sehr effektiv und wirkungsvoll. Einer meiner absoluten Favoriten unter den Tierhorrorfilmen (nach dem weißen Hai und den Vögeln von Hitchcock).


      Sehe ich auch so. Kann die schlechten Kritiken deiner Vorposter auch nicht nachvollziehen.
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Ich bin als Kind selber 2x von Hunden gebissen worden, kann sein dass das die Wirkung noch verstärkt hat. Aber sehen mußte ich den damals trotzdem. Ich weiß noch, dass ich damals ziemlich groggy aus dem Kino kam. Die Szenen mit Mutter und Kind im Auto, die Angst und die Dramatik waren spürbar und nachzuvollziehen. Soviel ich weiß, ist der Junge im Buch wohl gestorben. Das hat man einem im Film wenigstens erspart. Ich würde ihm [film]9[/film] Punkten geben.
    • Original von Dr.Gore:
      .... Soviel ich weiß, ist der Junge im Buch wohl gestorben. Das hat man einem im Film wenigstens erspart....



      Da hast du vollkommen recht, deshalb auch meine Anspielung oben zum Buch + damit verbundene Skandale. Stephen King musste dafür damals viel Kritik einstecken...
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Kritik:

      Nach guter Charaktervorstellung wird der zahme, große Bernhardiner Cujo durch Tollwut zum Killerhund.
      „Ich mache mir sorgen um Cujo. Ich hab ihn heute Morgen im Nebel gesehen, er hatte lauter Blut und Schaum vorm Maul.“

      Die Angriffe des aggressiv wirkenden Köters werden sehr gut dargestellt, es geht allerdings nicht all blutig zu, was es aber auch nicht muss, der Film legt vor allem Wert auf Spannung. Die nebelumschweifte, abgelegene Landschaft ist sehr idyllisch, der Score passt dazu gut. Der Film entwickelt sich dann mit der 2.Hälfte zum Kammerspiel, wo Mutter und Sohn im Auto gefangen sind und der Hund versucht in die Karre einzudringen. Es wird auch einmal auf experimentale Kameraspielerei gesetzt, die den Psychoterror der gefangenen Charaktere bestens wiedergibt. Der Vergleich mit Die Vögel von Hitchcock ist durchaus angebracht, der Nervenkitzel ist hier ähnlich vorhanden

      [film]8[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)


    • Da ich das Buch von Stephen King genial fand habe ich lange Zeit einen Bogen um denn Film gemacht, da ich mir dachte das die Story nicht wirklich gut umgesetzt werden kann. Aber als ich dann bei einer meiner zahlreichen Einkäufe denn Film gratis dazu bekam (zwar die „Hust“ DVD aber egal, war ja für lau) habe ich mir denn Film doch angesehen und wurde doch richtig positiv überrascht. Von nun an zähle ich Cujo zu einer der besten King Verfilmungen die ich bis jetzt gesehen habe.

      Die Story baut sich langsam und gemächlich auf und bringt uns die Charaktere der beiden Familien näher. Aber auch der Bernhardiner Cujo wird einem näher gebracht. Dieser wird am Anfang gleich, als er einen Hasen jagt, von einer Fledermaus gebissen, diese hatte die Tollwut. Ab diesem Zeitpunkt wird einem die Verwandlung sehr stimmig und glaubwürdig dargeboten. Aus dem lieben zutraulichen Hund wird nach und nach eine Bestie (hier sollte man auch ein großes Lob an die Tiertrainer und die Maske zum Ausdruck bringen, einfach nur stark Inszeniert). Als er völlig zur Bestie mutiert ist (was Klasse gelungen ist, Schaum vor der Schnauze, Eiter der aus denn Augen läuft, verwahrlostes Fell usw.) greift er willkürlich Menschen an und tötet diese. Sonderlich viel Blut oder gar Gore sollte man aber nicht erwarten. Das gezeigt wirkt einfach sehr realistisch und das macht die härte in diesem Film aus.

      Der Film setzt mehr auf Atmosphäre und Spannung bez. Thrill und dies ist ihm hervorragend gelungen. Man bekommt außerdem sehr schöne Naturbilder präsentiert, (denke mal das dies wieder einmal die Küste und Gegend um Maine widerspiegelt die King ja hauptsächlich in seinen Büchern schildert) mal gibt es dichten Nebel in denn Morgenstunden in denen der Hund seine Verwandlung noch nicht ganz vollzogen hat und die einem wirklich einen Schauer über denn Rücken jagd. Dazu gibt es immer die passende Sounduntermalung die Atmo und Spannung sehr förderlich hervorhebt.
      Ab dem Zeitpunkt als Donna und ihr Junge Tad auf der Farm ankommen und von Cujo terrorisiert werden, steigert sich die Spannung minütlich und man fiebert richtig vor dem Screen mit. Dies ist auch dem erstklassigen Acting der beiden zu verdanken. Und das Finale kann sich mehr als sehen lassen und treibt denn Spannungsfaktor an die Spitze des erträglichen.

      Auch der restliche Cast kann sich sehen lassen, alle spielen ihre Rollen richtig gut und glaubwürdig.

      Der größte Pluspunkt ist in meinen Augen das die Gefahr nicht völlig realitätsfremd ist, wie Beispielsweise in anderen Tierhorrorstreifen, denn die Tollwut gibt es und ist definitiv gefährlich für Mensch und Tier.

      Für mich ein Klasse Tierhorror/thriller streifen der dem Genrefan auf jeden Fall zusagen wird, kann ich jedem nur empfehlen. Wäre der Beginn etwas zügiger hätte er ein bis sogar zwei Punkte mehr abstauben können, so bekommt er trotzdem sehr gute

      [film]8[/film]
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    • Es müssen also nicht immer Zombies oder Werwölfe sein um Angst zu erleben.
      Cujo vermittelt glaubhaft einen Tierhorror der es in sich hat, es gibt ja nicht all zu viele Schauplätze umso bemerkenswerter ist die Kamera Arbeit hoch zu schätzen.
      Das umschweben des Autos, die Perspektiven des Hundes, alles erstaunlich fesselnd anzuschauen.
      Bei Cujo wurden einige schwer mit Hunden zu spielende Szenen mit menschlichen Darstellern in Kostümen gedreht - mir ist es nicht einmal aufgefallen. [film]8[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ich hab mir den für 4,00€ bei Filmundo ergattert:)

      TV: Panasonic-TX65FXW784 Player: Playstation 4 Pro Glacier White
    • Peinlich aber wahr: habe diesen Klassiker nie gesehen.
      Wollte den mir aber schon immer ankucken.
      Hatte aber gehört, dass die deutsche unterirdisch schlechte Qualität haben soll.

      Werde mir den trotzdem mal ordern.
    • @Harry, also auch meine Bildqualität von Anno dazumal könnte wesentlich besser sein, gibt aber mit Sicherheit eine Neuauflage, die alte kann ich auch nicht empfehlen.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • @Tom

      Danke für den Tipp. :3:
      dann werde ich ne Neuauflage warten.
    • Gestern Abend habe ich mir endlich mal "Cujo" angesehen und war angenehm überrascht. Worum es genau geht, ja dafür muss man mal etwas weiter ausholen. Im Mittelgrund steht nicht der Hund, sondern eigentlich geht es um zwei Familien, dessen Wege sich kreuzen und in einer Familie befindet sich ein Bernhardiner mit Namen Cujo. Ich denke, das reicht als Einstand. Wie man eigentlich vermuten würde, geht es nicht um einen bösen Hund, denn er ist nicht böse, sondern krank, tollwütig. Ich muss ehrlich sagen, das mir der Hund während des ganzen Films ziemlich leid tat. Er war ja nicht böse, er konnte nichts dafür. Man wartet Anfangs darauf, mehr vom Hund zu sehen und es dauert auch ein paar Minuten bis der Film richtig zündet aber das Finale ist dafür umso intensiver. Die Spannung steigt ins unermessliche und man vergisst für ein paar Sekunden das atmen. Für die damalige Zeit ist die Umsetzung richtig gut gelungen wie ich finde, auch von der Besetzung. Man erkennt schon ein paar Gesichter wieder. Ach was soll ich noch viel schreiben? Es ist ein Klassiker des Tier-Horror-Genres und deshalb mein Fazit: Ein wirklich packender Film, an dem man sich nicht so einfach vorbeischleichen kann, er schnappt und beißt nach einem.

      [film]8[/film]

      Nur eines was ich noch loswerden muss, von wegen Happy End:
      Spoiler anzeigen
      Wenn man es genau betrachtet, ist es nur ein "Happy-End for the moment". Denn die Frau wurde schließlich gebissen und solange wie das dauert, kann man davon ausgehen das Sie auch mit Tollwut infiziert ist.
      "Manche sehen mich nicht richtig, manche doch viel zu genau,
      meine Meinung ist mir wichtig, denn sie ist absolut Perfekt!"

    • Original von GrinsenderKürbis:

      Nur eines was ich noch loswerden muss, von wegen Happy End:
      Spoiler anzeigen
      Wenn man es genau betrachtet, ist es nur ein "Happy-End for the moment". Denn die Frau wurde schließlich gebissen und solange wie das dauert, kann man davon ausgehen das Sie auch mit Tollwut infiziert ist.


      Dann wird es Zeit für eine Fortsetzung
      Spoiler anzeigen
      Cujo 2 - die Tollwut kehrt zurück.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Original von Dr.Doom:
      Dann wird es Zeit für eine Fortsetzung
      Spoiler anzeigen
      Cujo 2 - die Tollwut kehrt zurück.


      Dann doch lieber:
      Spoiler anzeigen
      Cujo´s Rache - Die Tollwut schlägt zurück.


      Das klingt irgendwie passender, wie Hundemaul auf Briefträger-Arsch. lolp
      "Manche sehen mich nicht richtig, manche doch viel zu genau,
      meine Meinung ist mir wichtig, denn sie ist absolut Perfekt!"






    • Cujo
      (Cujo)
      mit Dee Wallace, Danny Pintauro, Daniel Hugh Kelly, Christopher Stone, Ed Lauter, Kaiulani Lee, Billy Jayne, Mills Watson, Sandy Ward, Jerry Hardin, Merritt Olsen, Arthur Rosenberg, Terry Donovan-Smith, Robert Elross, Robert Behling
      Regie: Lewis Teague
      Drehbuch: Stephen King (Roman) / Don Carlos Dunaway
      Kamera: Jan de Bont
      Musik: Charles Bernstein
      FSK 16
      USA / 1983

      Mit Horrorträumen reagiert der sechsjährige Tad (Danny Pintauro) auf die Schwierigkeiten seiner Eltern. Dabei waren Donna (Dee Wallace) und Vic Trennton (Daniel Hugh-Kellys) eigens von New York fortgezogen, um in einer Kleinstadt ein besseres Leben zu führen. Doch anstatt der erhofften Idylle stellen sich immer größere Probleme ein, bis eines Tages auch der Horror reale Gestalt annimmt: Cujo, der gutmütige Bernhardiner, verwandelt sich urplötzlich in eine blutrünstige Bestie.


      Eigentlich sind Bernhardiner ja als äusserst gutmütige Hunde anzusehen, die ja zudem auch noch zur Rettung schneeverschütterter Menschen eingesetzt werden. In dieser Verfilmung eines Romans von Stephen King allerdings bekommt man einen vollkommen anderen Eindruck dieser gutmütigen Hunderasse, verwandelt sich doch der lammfromme Cujo durch den Biss einer Fledermaus in eine reissende Bestie, die zu einer großen Gefahr für ihre Mitmenschen wird und einigen Leuten auf brutale Art und Weise das Leben nimmt. Bis es allerdings dazu kommt vergeht doch eine geraume Zeit, denn in der ersten Filmhälfte ist von Tierhorror noch herzlich wenig zu verspüren. Die ersten gut 45 Minuten bieten vielmehr eine recht gute Charakterzeichnung der Hauptdarsteller und bieten einen tiefen Einblick in die Eheprobleme von Donna und Vic, dessen kleiner Sohn Tad von ständigen Alpträumen geplagt wird. Dabei ist diese Phase des Filmes allerdings keineswegs langweilig gestaltet, sondern bietet eine solide Grundlage für einen dramaturgisch äusserst gelungenen Spannungsaufbau, der sich zwar eher langsam dafür aber sehr stetig aufbaut und insbesondere in der zweiten Hälfte der Geschichte seinen absoluten Höhepunkt erreicht.

      Ebenso verhält es sich auch mit der vorherrschenden Grundstimmung des Geschehens, das zu Beginn noch keine Spur einer bedrohlichen Situation erkennen lässt, sondern vielmehr den Eindruck eines soliden Ehe-Dramas vermittelt, in dem von Tierhorror so gut wie nichts zu verspüren ist. So sieht man dann auch den eigentlichen Hauptdarsteller Cujo eher selten, lediglich ab und zu wird der Berhardiner eingeblendet, der sich mit der Zeit immer mehr verändert, was einerseits rein Äusserlich aber auch in seiner Wesensveränderung zu erkennen ist. Und so dauert es auch nicht mehr lange, bis der ehemals gutmütige Hund sein erstes Opfer tötet, dem schon kurz danach das nächste folgen soll. Nun sollte man in diesem Film nicht unbedingt die große visuelle Härte erwarten, denn Gorehounds werden sicherlich nicht auf ihre Kosten kommen. Ein wenig Blut und einige Bissattacken sind alles, was man in diesem Bezug zu sehen bekommt und dennoch entfaltet der Film einen immens hohen Härtegrad, der sich besonders im zweiten Teil des Geschehens bemerkbar macht.

      Dabei wird die Härte allerdings nicht durch explizite Gewaltdarstellungen freigesetzt, sondern ergibt sich aus der Lage, in der sich Donna und ihr kleiner Sohn befinden, die bei Cujos Besitzer ihren defekten Wagen reparieren lassen wollten. Nichtsahnend, das dieser schon längst seinem Hund zum Opfer gefallen ist, befinden sie sich nun auf dessen Grundstück und müssen sich in dem Wagen vor der reissenden Bestie in Sicherheit bringen. Wenn man versucht, sich in diese scheinbar aussichtslose Situation hineinzuversetzen, dann kann einem schon ganz schön mulmig werden. Die Tatsache, das der Wagen auch noch in der sengenden Hitze steht, macht die Lage der beiden nicht unbedingt erträglicher und so ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis sie an die psychischen und physischen Grenzen geführt werden. Auch wenn in dieser Phase des Filmes gar nicht einmal sonderlich viel passiert, gestaltet sich das Geschehen extrem spannend und setzt dabei eine unglaublich starke Intensität frei, die sich ganz automatisch auf das Sehverhalten des Zuschauers überträgt. Von einer Minute auf die andere entpuppt sich das bis dahin eher ruhige Geschehen als atmosphärisch äusserst dichtes Szenario, das gleichzeitig eine enorme Faszination ausstrahlt. Nichts ist mehr zu spüren von der eher beschaulichen Stimmung der ersten 45 Minuten, nicht selten entsteht dabei das Gefühl das man sich in einem vollkommen neuen Film befindet, der jetzt wirklich Tierhorror der besseren Art bietet.

      Sicherlich mag es genügend Leute geben, denen es etwas an blutigen Passagen mangelt doch insgesamt gesehen ist "Cujo" auf jeden Fall einer der sehr guten Vertreter des Tierhorrors, dessen Stärke meiner Meinung nach gerade in den beiden vollkommen verschiedenen Filmhälften liegt. Wird man zunächst teilweise richtiggehend eingelullt und in Sicherheit gewogen, so trifft einen die enorme Intensität der zweiten Geschichtshälfte umso stärker. Stärker hätte Regisseur Lewis Teague den Kontrast kaum herausstellen können, der hier definitiv vorhanden ist. Sein Film bietet auch ohne große Mengen an Blut allerbeste Horror-Unterhaltung die zwar eine gewisse Anlaufzeit benötigt, dafür dann aber umso heftiger zur Geltung kommt und ein insgesamt sehr gelungenes Filmerlebnis bereitet. Dazu trägt auch das gut agierende Darsteller-Ensemble bei, das durch jederzeit überzeugendes Schauspiel zu überzeugen weiss. Insbesondere Dee Wallace in der Rolle der Mutter sticht dabei besonders hervor, ist sie doch als ehebrüchiges Frauenzimmer ebenso überzeugend wie als die Mutter, die mit allen Mitteln um das Leben ihres Sohnes kämpft.


      Fazit:


      "Cujo" ist bestimmt nicht zu den ganz großen Highlights des Sub-Genres zu zählen, jedoch siedelt sich der Film auf jeden Fall im oberen Drittel an. Trotz einer eher ruhigen ersten Hälfte bietet das Geschehen jederzeit kurzweilige und sehr unterhaltsame Filmkost, die ihre Höhepunkte allerdings ganz klar im zweiten Teil hat. Dennoch kann man das Gesamtpaket als sehr gut bezeichnen, so das sich eine Sichtung des Werkes immer wieder lohnt.


      [film]8[/film]
      Big Brother is watching you
    • Spannende Umsetzung des King-Romans, wenn auch nicht ganz so blutig.
      Habe mir die US-Blu Ray geholt und bin mit dem Bildtransfer sehr zufrieden.
      Für King-Fans ein Must-Have, daher von mir:

      [film]8[/film]

      [GORE]2[/GORE]
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Wird zu Unrecht nicht zu den großen Horrorklassikern gezählt, denn besonders das Finale ist extrem spannend und nervenzerfetzend, auch wenn der Weg dorthin etwas lange dauert. Von mir bekommt er auch 8/10, da er wirklich empfehlenswert ist.
      ***************************************************************
    • Bekommt 2016 ein Remake, das Drehbuch wird aber abgeändert.
      Produzent ist der vom Original aus dem Jahr 1983, Lang Elliot dieser führt zudem auch Regie.
      Die Hauptrolle übernimmt DJ Perry.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ach du Schreck, auch von einem der besten Tierhorrorfilme noch ein Remake... shack Muss nicht sein.
    • Ach warum?
      Der Film von damals wird dadurch doch nicht schlechter.
      Hunde Horror wurde zuletzt sträflich vernachlässigt, das der Produzent die ganze Arbeit übernimmt stimmt mich Hoffnungsfroh.
      Ich gebe ihm auf jeden Fall eine Chance.
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    • Wenn man - wie es da steht - das Drehbuch abändert, könnte das ein anderer Film werden. Kann u.U. was für sich haben. Wenn man den Titel "Cujo" und dann noch "Remake" liest, denkt man bitte nicht den auch noch. lolp Ich bleibe erstmal etwas skeptisch und warte ab, bis sich was tut. Erste Bilder, Trailer, Teaser usw.
    • Ich bin immer froh wenn ein Remake leicht oder stark abgeändert wird.
      Wie gesagt ich mag Remakes, gerde The Hills have Eyes ist Bombe, auch Texas Chainsaw Massacre wo ich das Original genial finde sehe ich mir das Remake ebenso gerne an, nur anders.
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    • Oh ja, das sind 2 der besten Remakes ever. Wenn die richtigen am Werk sind, kann das mit den Remakes durchaus was werden.
    • Vlt. wird das Remake dann endlich mal zum Anlaß genommen, das Fantastische Original würdevoll zu veröffentlichen. Davon existiert bis heute keine gescheite Variante, das MB vom Buresch ist Geldmacherei ohne wertigen Inhalt.

      Zu Cujo kann ich nicht viel schreiben, halte ihn jedoch für recht spannend & (trotz lahmer 1.Hälfte) sehr gelungen. Das Finale ist an Spannung nicht zu überbieten welches wirklich zudem darstellerisch sehr überzeugen kann.

      Gehört zusammen mit Man's Best Friend (dems ebenfalls an einer guten VÖ mangelt) zum besten Hundehorror den ich gesehen habe.

      Cujo: 9-10/10

      ------

      Remake: Selber Regisseur klingt schonmal gut, befürchte jedoch sie werden typisch heute auch Cujo anpassen, sprich besonders hart in Szene setzen und möglichst genau auf Bißwunden draufhalten bei dem jedlicher Flair des Originals verlorengeht.
    • Ich habe leider nur das Bootleg :166:, eine anständige Veröffentlichung würde ich mir auch wünschen.
    • Cujo steht hier als Boot (Extended Director's Cut, beste Bootversion weil O-Ton und verbessertes Bild jedoch besteht weiter Luft nach oben *Ton bzw. Geräusche passen nicht immer zum gezeigten*), dann noch ne Red Edition Reloaded (Inhalt 1:1 vom Boot entnommen) und die 25th Anniversary im Plastikschuber (R-rated) dafür schickem Bonus lolp die EMS war auf Grund fehlendem O-Ton und grausiges Bild, nie ne Option. Unglaublich das ein solcher Kultklassiker noch keine richtige VÖ erfahren hat. Gute Bildqualität, Deutsche 1.Synchro (vlt. beide drauf^^) O-Ton, Bonus und vollständig inkl. angepasstem Ton. Kann doch nicht so schwer sein.....
    • Ich habe grade gelesen, dass der Titel C.U.J.O. geschrieben wird, der auf einen militärischen Hintergrund des Killerköters anspielen soll.
    • Klingt eher nach Man's Best Friend als nach Cujo. Allein dadurch zeigt sich mal wieder die reine Planlosigkeit, einfach Stoff woanders klauen undn bekannten Titel drüberziehen. Was solln das werden? Ein Hunde-Terminator?
    • So sieht es aus. Wahrscheinlich wird das ein ganz anderer Film, als ein blosses Remake. Wie bei "Mother's Day". Kann natürlich was werden. Mal abwarten.
    • Vom Inhalt her sicher, aber sie werden den Hund garantiert Cujo rufen und spätestens dann muss sich der Film mit dem Originalen messen lolp Finde es dennoch schade, die Story ist keinesfalls neu, schöner wärs gewesen sich lieber näher an die Kingvorlage zu halten bzw. den fehlenden Drive von Cujo in Hälfte 1 auszubügeln.
    • Cujo finde ich auch echt klasse. Bei dem sog. Remake bin ich da doch bissel skeptisch. Da warte ich - wie DrGore - auch erstmal einige Reviews/Bilder/Teaser etc ab...
    • Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen. Ich fand ihn ganz ordentlich, lediglich den Anfang fand ich ziemlich langatmig. Irgendwie hat der sich gezogen wie Kaugummi. Sobald dann der Hund loslegt, wird der Film aber richtig gut und macht Spaß.

      Fazit: Wenn ich irgendwann mal am Stadtrand wohne, kaufe ich mir einen Bernhardiner. Der verscheucht dann nervende Kinder.

      [film]6[/film]


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Hier zwei bislang unveröffentlichte Fotos von den Dreharbeiten, zum einem Tiertrainer Karl Lewis Miller mit “Daddy”, einen der Bernhardinier die in Cujo mitwirkten, zum anderen ein Bild welches mich überraschte, denn ich bin davon ausgegangen das es alles echte Tiere waren.
      Hier sehen wir aber einen Darsteller mit einem absolut echt wirkenden Kostüm.



      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Kommt ca. 27.09. von Indeed Films (lang genug angekündigt war er)

      Verpackung/Details unbekannt, bisher jedoch mit folgenden Angaben ;


      Director's Cut

      Deutsche Kinofassung

      Originaltrailer

      Deutscher Trailer

      Audiokommentare

      Interviews

      Making-of

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Black_Cobra ()

    • Wird bestimmt ein Mediabook. Freue mich und hoffe, dass
      die Shops ihn bald listen. Eine anständige Vö. ist längst überfällig.
      Die bisherige(n) Blu-ray(s) soll(en) qualitativ ja nicht so prall sein.
      Ich gehe mal stark davon aus, dass Indeed da Abhilfe schaffen soweit das
      möglich ist.
    • Ja es hat echt unglaublich viel Zeit benötigt, bis seit der EMS Scheibe, ein Label den bringt wo man von Legalität & Qualität ausgehen kann.
      Leider sah die alte DVD nie wirklich gut aus, von den späteren blu's ganz zu schweigen, kein Wunder, stammen beide von Laser Paradise.
      Mediabook wirds bestimmt, freue mich auch drauf und hoffe den bald vorbestellen zu können.
      Und für Indeed dürfte es bei dem Titel endlich mal keine Probleme mit der FSK geben rofl