Debris Documentar

    • Original von Vorhees11:

      Kann mir jemand bissl mehr sagen, zu dem Film? Damit ich weiß, ob ich mir Reise nach Agatis kaufen soll.
      Ist der Film wie Melancholie der Engel gemacht, also mit den ekelhaften Tierszenen? :221:


      Keine Tierszenen. Es ist eigentlich wie eine Doku über die Planung zu dem Film. Körperflüssigkeiten wirst du daher sehen. Reise kann ich dir nur ans Herz legen, wenn auch nur wegen dem Film hier. Aber auch Reise ist lohnenswert :6:
      Also schlag zu meine gute Vorhees :3:
    • Original von Logge1002:

      Original von Vorhees11:

      Kann mir jemand bissl mehr sagen, zu dem Film? Damit ich weiß, ob ich mir Reise nach Agatis kaufen soll.
      Ist der Film wie Melancholie der Engel gemacht, also mit den ekelhaften Tierszenen? :221:


      Keine Tierszenen. Es ist eigentlich wie eine Doku über die Planung zu dem Film. Körperflüssigkeiten wirst du daher sehen. Reise kann ich dir nur ans Herz legen, wenn auch nur wegen dem Film hier. Aber auch Reise ist lohnenswert :6:
      Also schlag zu meine gute Vorhees :3:


      Ok, dann kommt Agatis noch mit in den Warenkorb. Jetzt ist er komplett wenigstens, weil 1 Film hat mir noch gefehlt :1:. Danke dir Logge :6:
    • Original von Vorhees11:

      Original von Logge1002:

      Original von Vorhees11:

      Kann mir jemand bissl mehr sagen, zu dem Film? Damit ich weiß, ob ich mir Reise nach Agatis kaufen soll.
      Ist der Film wie Melancholie der Engel gemacht, also mit den ekelhaften Tierszenen? :221:


      Keine Tierszenen. Es ist eigentlich wie eine Doku über die Planung zu dem Film. Körperflüssigkeiten wirst du daher sehen. Reise kann ich dir nur ans Herz legen, wenn auch nur wegen dem Film hier. Aber auch Reise ist lohnenswert :6:
      Also schlag zu meine gute Vorhees :3:


      Ok, dann kommt Agatis noch mit in den Warenkorb. Jetzt ist er komplett wenigstens, weil 1 Film hat mir noch gefehlt :1:. Danke dir Logge :6:


      Freut mich wenn ich dir helfen konnte :3: viel Spaß mit dem Film :6:
    • Worum es bei Derbis Documentar geht, ist gar nicht so leicht zu sagen. Eigentlich hat der Film keine nennenswerte Handlung, sondern zeigt einen männlichen Hauptcharakter, welcher tagsüber an einem Filmset arbeitet und danach seinen eigenen Film dreht. Prinzipiel ist es aber auch völlig unerheblich worum es geht. Debris Documentar dient einzig und allein dafür, möglichst viele Ekelszenen aneinander zu reihen. Das gelingt mit bravour und Herr Doran beweist hier mal wieder geschickt, dass er es wie kaum ein anderer versteht dem Zuschauer langsam aber sicher die Galle den Hals hochzutreiben. Bevor es dann wirklich soweit ist, dass man sich Debris Documentar durch den Kopf gehen lässt, ist der Film vorbei. Knapp 60 Minuten dauert der Spaß. Braucht sich nicht vor der Valentinschen Trilogie zu verstecken. Abartig :D
    • Debris Documentar

      Inhalt:

      Der Film behandelt den Alltag eines Mannes (Carsten Frank), der am Set des Film Zombie Nation für Ulli Lommel arbeitet. Gleichzeitig plant dieser Mann, dessen Name man nicht erfährt, einen eigenen Film zu verwirklichen (am Anfang des Films sieht man die Einblendung ´Einblicke in die Vorproduktion von Melancholie der Engel´), welches sich als äußerst schwierig gestaltet.
      Zunächst versucht der Mann per Anzeigen in einem Supermarkt Darsteller für seinen Film zu gewinnen. Während seiner täglichen Arbeit am Filmset wirkt der Mann frustriert. Auch ist er in seinem Privatleben isoliert und verbringt seine Zeit mit dem Widmen seiner opulenten VHS-Filmsammlung und bastelt an den Requisiten für seinen eigenen geplanten Film.
      Er schießt in seiner Freizeit Fotos von Tierkadavern, welche er teilweise auch einsammelt, um sie mit zu sich nach Hause zu nehmen. Zu einer Prostituierten (Patrizia Johann) hat er regelmäßigen Kontakt.Nach einiger Zeit kontaktiert ihn tatsächlich eine Frau, die seine Annonce im Supermarkt gelesen hatte. Sie vereinbaren ein Treffen im Haus des Mannes.Als er ihr erklärt, um was es in seinem Film gehen soll, bekommt es die Frau mit der Angst zu tun und will das Haus verlassen. Daraufhin überwältigt der Mann die Frau und tötet sie indem er sie erwürgt und ihr den Kopf mit einem Telefon einschlägt. Anschließend filmt er sich selbst, wie er sich sexuell an der Toten vergeht.Der Film endet damit, dass der Mann die Frauenleiche verbrennt und wie in der ersten Einstellung des Films joggen geht.

      Trailer:



      Anmerkung: Es gibt bisher noch kein Cover zu diesem Film und er ist bisher nicht einzeln veröffentlicht worden. Er erschien bisher nur als Bonusfilm bei der VÖ von "Die Reise nach Agatis" und war auch in der Marian Dora Box von Black Lava enthalten. Aktuell (2018) ist er ebenfalls als Bonusfilm im Mediabook des Extendet-Cut von "Melancholie der Engel" erschienen.

      Der oben verlinkte Trailer von Black Lava ist der einzige Trailer zum Film. Aus dieser geplanten VÖ ist offensichtlich nichts geworden.

      Die Wikipdia-Seite für diesen Film, sowie über Carsten Frank habe ich selbst verfasst, da es vorher darüber noch keine gab. Die Inhaltsangabe stammt daher auch von mir und deshalb hab ich sie einfach hier mit übernommen.


      Meine Meinung:

      Debris Documentar ist der erste Langfilm von Marian Dora mit Casten Frank in der Hauptrolle, mit dem er zusammen später auch "Cannibal" und "Melancholie der Engel" verwirklicht hat.

      Für mich persönlich gab es niemals eine intensivere Filmerfahrung als "MDE (Melancholie der Engel)" und ich kann jedem, der sich für diese Materie interessiert, "Debris Documentar" wärmstens empfehlen, denn er trägt zum besseren Verständnis von "MDE" bei, welcher selbst einen beinahe schon mystischen Charakter hat. Wer allerdings weder mit Experimentalfilmen noch mit Marian Dora etwas anfangen kann, rate ich von der Sichtung dieses Films eher ab. Auch sollte man allgemein über eine tollerante Sichtweise auf Filme verfügen und obendrein einen starken Magen haben - denn das im Film Gezeigte ist wirklich nicht ohne und dürfte selbst den Abgebrühtesten ein dezentes Kotzgefühl bescheren.
      Doch darf man auch hier, wie in allen anderen Dora-Filmen, nicht den Fehler machen und das Werk auf die Ekel-und Schockszenen reduzieren, vielmehr sind diese nämlich dazu da, um gewisse Gefühle und Situationen sehr extrem zu beschreiben und zu unterstreichen. Wer die Filme kennt, weis jetzt genau, was ich meine. Als Splattervergnügen für reine Gorehounds auch nicht empfehlenswert, da die Gewalteffekte äußerst realistisch und daher unspektakulär gestaltet sind und absolut keinen Spaß machen.

      "Einblicke in die Vorproduktion von Melancholie der Engel" ist am Anfang des Films zu lesen, während die Hauptfigur, deren Namen man nicht erfährt, joggen geht. Der Film zeigt seinen Alltag zwischen seiner Arbeit am Set des Films "Zombie Nation" von Regiesseur Ulli Lommel, welche er eher frustriert und gelangweilt nachgeht, und seinem sehr isolierten Privatleben, nebenbei versucht er seinen eigenen Film zu realisieren (Melancholie der Engel). Dies ist die Rahmenhandlung des Films, vielmehr beschreibt "Debris Documentar"(Trümmer-Dokumentation) hauptsächlich die Gefühle Einsamkeit und Isolation.
      Wie bereits erwähnt, ist die Kombination Dora/Frank das künstlerisch Beste, was ich je im audiovisuellen Bereich gesehen habe. Die Performance von Carsten Frank ist so extrem und einzigartig und das eingefangen in den Bildern und der Musik von Marian Dora - für mich Extrem Cinema at it´s best! Die Atmosphäre dieser Werke muss man einfach selbst erlebt haben.

      Vielleicht ist es noch wichtig zu erwähnen, das "MDE" mindestens zur Hälfte ein Carsten Frank-Film ist, welcher dort die Hauptfigur "Katze" spielt und auch unter seinem Pseudonym Frank Oliver das Drehbuch verfasst hat. Ob der Mann aus Debris Documentar nun Frank oder Dora dastellen soll, weis ich nicht. Ich tippe aber eher auf Frank. Bekannt ist aber auch, das Marian Dora und Carsten Frank früher für Ulli Lommel gearbeitet haben, die Aufnahmen am Set von "Zombie Nation" sind real, auch David Hess taucht darin auf.

      Weitere Besonderheiten in "Debris" sind: Patrizia Johann, welche auch in "MDE" mitspielt, taucht hier auch auf. Das Lied "Sweet Sweet Franziska" von David Hess, welches auch in "MDE" vorkommt, ist auch hier zu hören. In einer Szene sieht sich Carsten Frank einen Ausschnitt aus dem Dora-Kurzfilm "Puppenschänder 2" an, in dem er selbst mitwirkt, zusammen mit Victor Brandl, mit dem er später in "Cannibal" spielte. In der Anfansszene sieht man Martina Adora, welche später die Novizin in "MDE" spielte.

      Leider ist der Film bisher nicht einzeln veröffentlicht worden. Er war viele Jahre auf Youtube zu sehen, leider wurde das Video aber gesperrt.
      Abschliessend noch meine Punktewertung, da wir uns allerdings hier im Experimental-Genre bewegen, dürfte diese ziemlich nutzlos sein. Dennoch, von mir gibt es [film]9[/film] Punkten.

      Carsten Frank 4 ever :70:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Knorrhahn Siegberts ()