El Puro




    • Alternativer Titel: La Taglia è tua... l'uomo l'ammazzo io
      Produktionsland: Italien, Spanien
      Produktion:
      Erscheinungsjahr: 1969
      Regie: Edoardo Mulargia
      Drehbuch: Fabrizio Gianni
      Kamera: Antonio L. Ballesteros, Edoardo Mulargia
      Schnitt: Vincenzo Vanni
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Alessandro Alessandroni
      Länge: ca. 97 Min.
      Freigabe: unbekannt
      Darsteller: Robert Woods, Aldo Berti, Mario Brega, Rosalba Neri, Fabrizio Gianni, Maurizio Bonuglia


      In Deutschland nicht auf VHS oder DVD erhältlich. Lief auch nicht im deutschen Kino.





      Der ehemalige Pistolero El Puro hat nicht mehr viel mit seiner Vergangenheit gemeinsam. El Puro ist Alkoholiker und lebt in den Tag hinein. Trotzdem sind auf Puros Kopf immer noch 10.000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Dieses Geld wollen sich vier Kopfgeldjäger verdienen und als diese die Bardame Rosie totschlagen ist es für Puro an der Zeit sich zusammenzureißen um Rache zu nehmen.

      Mit einem sehr wortkargen Start bekommt der Zuschauer die vier Kopfgeldjäger vorgestellt die es auf El Puro abgesehen haben. Vier äußerst schräge Vögel, die mit Gipsy und Cassidy zwei extrem kaputte Charaktere in ihren Reihen haben. Aber auch unser Held El Puro hat gewaltig einen an der Birne. Puro beschränkt sich darauf sich jeden Tag vollaufen zu lassen und wenn er nicht zahlen kann, dann drischt man ihn mit einem Knüppel zusammen. Wie man sieht und soeben gelesen hat, zeigt Edoardo Mulargias Film einige sehr kaputte Galgenvögel.
      Diese werden von einer sehr guten Musik begleitet. Die Titelmelodie bleibt angenehm im Ohr und man pfeift diese ggf. auch noch nach der Ansicht des Films.

      Neben den untypischen Westerncharakteren hat El Puro auf den ersten Blick zwar eine typische Handlung zu bieten, diese ist allerdings wiederum vollkommen atypisch umgesetzt. Mulargias Helden sind einfach fertig mit der Welt und Gipsy, der Anführer der Kopfgeldjäger bekommt ab und an eine Anfall der seines gleichen sucht. Gipsy ist Psychopath wie er im Buche steht, der Mann zieht alle Register des Wahns. Gipsy zur Seite steht der ebenfall total gestörte Cassidy, der kein Problem damit hat mal eine Frau totzuschlagen, wenn er meint es sei an der Zeit für solche Spielchen.

      „Grandpa Puro! The rocking chair Legend“ (Gipsy)

      Ob sich Mulargia bei der Figur El Puro an Dude aus Hawks „Rio Bravo“ (oder von mir aus auch J. P. Harrah aus „El Dorado“) orientierte, lasse ich mal dahin gestellt. Puro ist einfach eine kultige Figur innerhalb der italienischen Westernlandschaft. Ein ungepflegter und versoffener Pistolero, der eigentlich gar nicht mehr weiß was er auf dieser Welt zu suchen hat.

      Kameratechnisch hat Mulargias Film ein paar gute Momente parat. Viel wichtiger ist jedoch die Unberechenbarkeit der beschmierten Hauptdarsteller, denn die vier Kopfgeldjäger, sowie auch El Puro sind immer für eine überraschende Aktion gut.

      Abschließend sei das sehr gute Finale erwähnt in dem auch ein Schaukelstuhl nicht zu kurz kommt…

      Fazit: Eine kleine Genreperle die leider nur Insidern bekannt sein wird.

      8,5/10





    • Original von sid.vicious:

      Es gibt ein paar freundliche Genre-Fans die mich dabei unterstützen.


      Gestern hat auch einer der freudlichen und hilfsbereiten Fankollegen dieser Trailer gebastelt.