Jonny Madoc




    • Alternativer Titel: Jonny Madoc, der Scharfschütze
      Produktionsland: Italien
      Produktion: Franco Palombi, Gabriele Silvestri
      Erscheinungsjahr: 1966
      Regie: Maurizio Lucidi
      Drehbuch: Adriano Bolzoni
      Kamera: Franco Villa
      Schnitt: Anna Amedei
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Lallo Gori
      Länge: ca. 83 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller:

      Robert Woods: Pecos Martinez/ Jonny Madoc
      Pier Paolo Capponi: Joe Kline
      Lucia Modugno: Mary Burton
      Peter Carsten: Steve
      Luigi Casellato: Eddie
      Corinne Fontaine: Nina
      Cristina Josani: Ester
      Giuliano Raffaelli: Doctor Burton
      Maurizio Boni: Ned
      Umberto Raho: Morton







      Joe Kline und seine Bande regieren in Houston mit Terror und Gewalt. Als Kline aus Gründen von Verrat innerhalb der eigenen Reihen um eine Beute gebracht wird zieht dieser noch härtere Methoden auf um an das Geld zu kommen. Während dessen taucht ein Fremder in der Stadt auf, der es scheinbar auf Kline abgesehen, doch warum?

      Nachdem der Weg durch die Wüste sein Ende an einem Brunnen findet, macht der Zuschauer zum ersten Mal die Bekanntschaft mit Jonny Madoc (im Original: Pecos Martinez) und Jonny die Bekanntschaft mit einem ihm nicht wohl Gesonnenen. Natürlich schickt Jonny den Bastard umgehend zur Hölle und der von Bob Smart interpretierte Titelsong „The Ballad of Pecos“ folgt als Todesmelodie.

      Lucidis Western präsentiert im Gegensatz zu vielen anderen Filmen des Genres einen Mexikaner als schweigsamen Rächer. Warum man in Deutschland einen Mexikaner von Pecos Martinez in Jonny Madoc umtaufte, können nur die Verantwortlichen beantworten. Dieses ist allerdings auch der einzige fragwürdige Vorgang, den die deutsche Bearbeitung hervorbringt. Denn zweifelsohne ist „Jonny Madoc“ mit einer vorbildlichen deutschen Synchronisation ausgestattet worden. Die Stimmen passen einfach und es macht große Freude dem Treiben in Lucidis Rachethema zu lauschen.

      Natürlich wird man mit den allerübelsten Gestalten konfrontiert. Joe Klines Leute sind nun wirklich keine Chorknaben, sie saufen wie die Löcher, erniedrigen hilflose Frauen und erschießen auch kleine Kinder. Eine Bande von Bastarden für die der Tod noch viel zu gnädig ist…





      …aber wer soll den Samen des Todes säen? Natürlich ein schweigsamer Fremder der keine Furcht kennt und in dem der Durst nach Rache lebt. Dieser Part nämlich der des Jonny Madoc, wird von einer hervorragenden Robert Woods gespielt, der neben seinen Darbietungen als El Puro und Black Jack Murphy hier ein weiteres schauspielerisches Genrehighlight zu bieten hat.

      "Die Freude war umsonst. Aus Houston kommst du nicht mehr lebend raus!" (Jonny Madoc)

      Neben Robert Woods muss natürlich auch Pier Paolo Capponi in der Rolle von Joe Kline erwähnt werden, der ebenfalls einen sehr guten Eindruck macht. Ein weiterer positiv auffallender Charakter ist der des schäbigen Totengräbers. Ein Typ der in der heutigen Zeit wohl in jedem Unternehmen für das Praktizieren von Mobbing berüchtigt sein würde. Ein Stück Dreck wie es im Buche steht. Feige und hinterhältig, auch für ihn wäre eine Kugel eigentlich viel zu schade. Last but not least sei darauf hingewiesen, dass Gigi Montefiori besser bekannt als George Eastman innerhalb dieses Westerns ebenfalls als Ganove aktiv ist.

      Wen wundert es schon, dass bei einer solchen Ansammlung von Fieslingen, ein Jonny Madoc äußerst wütend wird und einen der Desperados schön langsam in Jenseits befördert. Eine Kugel ins Bein, dann in den Arm… wie schön kann doch die Verherrlichung der Gewalt sein.

      Die Story die Lucidis Film zu bieten hat ist einfach nur die des Rachethemas. Ein Fremder geht auf die Bösen los, dezimiert sie und nach und nach erfährt der Zuschauer die Begründung. Klein- aber fein umgesetzt.

      Fazit: Ein brutaler und vereinzelnd von einer bedrohlichen Stimmung untermalter Italo Western, der leider nicht den Bekanntheitsgrad hat, der ihm eigentlich zusteht.

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      Thanks to Il Nero for the following Trailer.
    • Heute ist die dritte Italo Western Enzyklopädie bei mir eingetroffen und endlich dort wo sie hingehört. Die Qualität der Koch Media DVD ist in den Bereichen Bild wie Ton als gut zu bezeichnen. Nach zwei VHS Sichtungen betätigte auch die heutige DVD Sichtung, dass dieser IW zu den besten seines Fachs zählt. Eine geradlinige Rachestory, angereichert mit Brutalität und Menschenverachtung. Die deutsche Bearbeitung mit den Sprechern Thormann, Marquis, Blumhagen und Co. verdient sich die Bestnote. Als besondere Extras gibt es den deutschen Kinotrailer sowie ein Interview mit Robert Woods. Sehr angenehm. Sehr, sehr angenehm. Sehr, sehr, sehr angenehm.