Stalingrad (1993)

    • Stalingrad (1993)



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Hanno Huth, Günter Rohrbach
      Erscheinungsjahr: 1993
      Regie: Joseph Vilsmaier
      Drehbuch: Jürgen Büscher
      Kamera: Rolf Greim
      Schnitt: Hannes Nikel
      Spezialeffekte:
      Budget: ca. 20.000.000 DM
      Musik: -
      Länge: ca. 138 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: Dominique Horwitz, Thomas Kretschmann, Jochen Nickel


      Inhalt: Ein Trupp Wehrmachtssoldaten werden nach Stalingrad geschickt. Dort erleben sie den Schrecken des Krieges und versuchen irgendwie lebendig aus dem Kessel zu kommen....


      Trailer:

      Meinung:

      Ich hatte den Film damals im Kino gesehen (Gott... bin ich alt) und damals hat er mir einigermaßen gefallen. Gestern habe ich ihn mir nochmal angesehen und war nicht mehr so angetan.
      Die Darsteller sind sehr gut und agieren glaubhaft, aber die Story bringt das Thema des Films "Stalingrad" nur sehr bedingt rüber. Historische Fakten werden kaum berücksichtigt, stattdessen gibt es eine "Krieg ist echt furchtbar" Geschichte, die aber nur wenig Neues bietet. So werden zwar die Kriegsverbrechen gezeigt (Massenexekutionen, verbrannte Erde Politik, Massenvergewaltigungen, etc.), aber alles bleibt sehr bieder. Auch der obligatorische sadistische Offizier kommt drin vor. Natürlich ist er auch noch feige und egoistisch. Kein Klischee bleibt also unbeachtet.
      Was gut gelungen ist ist die Sinnlosigkeit des Krieges zu vergegenwärtigen. So wird in einer Szene eine Versorgungskapsel abgeworfen in der es einige "Eiserne Kreuze" gibt, die mit einem "Freundlichen Gruß vom Führer" überreicht werden, aber das hat man auch schon besser in dem Film "Die Brücke von Arnheim" gesehen.
      Was gelungen ist sind die Kampfsequenzen, besonders hervorzuheben ist da die kurze Panzerschlacht, welche wirklich spannend ist. Auch das Schicksal der Soldaten lässt einem nicht kalt, man baut eine Beziehung zu den Charakteren auf. Das ist wirklich sehr gut gemacht. Was aber stört ist, dass alle Hauptdarsteller so richtig gute und sympathische Charaktere sind. Sie trauern um Feinde, sie sind alle keine Nazis, sie finden alles Sinnlos, etc. Da hätte wenigstens ein Konflikt eingebaut werden können, denn auch die Hauptcharaktere dürfen negative Ecken und Kanten haben.

      Insgesamt ist der Film nicht schlecht. Ich war jedoch etwas enttäuscht, weil es keine signifikante Szene der Schlacht von Stalingrad gab. Auch vermisste ich das wirklich Neue. Für einen deutschen Kriegsfilm nicht schlecht, aber verglichen mit anderen Genrevertretern nur guter Durchschnitt.

      [film]6[/film]


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Hey, den habsch sogar hier rumliegen!
      20.000.000 DM,wow... Was war denn da los, seit wann hat Deutschland Geld für Filme übrig? :P
      Musste man damals nicht so viele "Hilfspakete" "schnüren" wie heute? Hehe...
      ^(^.^)^
    • Naja... also den etwas populistischen Unterton habe ich jetzt mal überlesen :5:.

      20 Mio ist schon ganz ok für eine große Produktion. "Die unendliche Geschichte" hatte 1984 ein Budget von ca. 27.000.000$, "Das Parfum" hatte ein Budget von 50.000.000 Euro...


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Brauchste nicht überlesen. ;P
      In der unendlichen Geschichte hingen die USA mit drin, beim Parfum sogar noch mehr Länder, das hier ist allerdings eine rein dt. Produktion, oder nicht?
      ^(^.^)^
    • Jap, ist ein rein Deutscher. Ich bin jetzt nicht der "Budget-Experte", daher weiß ich nicht, welcher Film wieviel gekostet hat, aber es gibt definitiv auch "rein" deutsche Filme, die extrem viel gekostet haben. Das Boot hat laut IMDB 14.000.000$ gekostet, also da gibt es schon einige Beispiele....


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • Auch im Kino gesehen, danach einige male daheim.
      Das Thema Weltkrieg ist nun mal das was in Deutschland zunächst für immer aufkommt wenn man an Geschichte denkt.
      Stalingrad hat mir gefallen, das Level anderer Kriegsfilme erreicht er dabei nicht.
      Technisch weißt er durch seltsame Schnitte gar Verwirrung und Logiklücken auf.
      Ansonsten mag ich die relative neutrale Sicht, ein Epos ist Stalingrad allerdings nicht geworden. [film]7[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Klasse Kriegsfilm aus deutschen Landen.
      War damals im Kino total begeistert.
      Habe den auch auf DVD, aber einige Jahre nicht gesehen.

      Gute Schauspieler, Kulissen und auch Action.
      Braucht sich nicht hinter US-Kriegsfilmen verstecken.

      [film]8[/film]
    • Ich verstehe diesen Film nicht.
      Das Szenenbild, die Darstellung sind erstklassig und absolut athenisch. Alles was sich neben den Schlachten abspielt wirkt hochwertig.
      Aber dann, wenn es zu Kriegsszenen kommt, verkommt der Film zu einem Amateurfilm. So unfassbar komisch geschnitten, unter sharknado Niveau, es wirkt richtig kaputt.

      Die Darstellung in den Kampf Szenen wirkt lächerlich die ganze Authentizität die vorher aufgebaut wurde, wird mit einem Schlag zunichte gemacht.

      Der Ton ist teils so wirr, man sieht Einschüsse usw aber hört keinen Ton dazu.

      Ok den Kampf Szenen wirkt der Film absolut billig und auf untersten asylum Niveau. Ich kann das nicht verstehen, der Film wirkt so hochwertig, teuer usw. gab es keine Qualitätskontrolle? Keinen Anspruch? Oder sollte es womöglich genauso sein? Nein, oder? Bei einigen Szenen kann Man nur mit dem Kopf schütteln.

      Schade, der Film hat Potential das leider künstlich zunichte gemacht wurde. Man wird total rausgeholt, Atmosphäre kommt so schwer auf.


      [film]5[/film]