Asphalt Cowboy

    • Asphalt Cowboy



      Alternativer Titel: Midnight Cowboy
      Produktionsland: USA
      Produktion: Jerome Hellman
      Erscheinungsjahr: 1969
      Regie: John Schlesinger
      Drehbuch: Waldo Salt
      Kamera: Adam Holender
      Schnitt: Hugh A.- Robertson
      Budget: ca. -
      Musik: John Barry
      Länge: ca. 108 Minuten
      Freigabe: FSK 16 (Neuprüfung)

      Darsteller:

      Dustin Hoffman: „Ratso“ Rizzo
      Jon Voight: Joe Buck
      Brenda Vaccaro: Shirley
      John McGiver: Mr. O’Daniel
      Ruth White: Sally Buck
      Sylvia Miles: Cass
      Barnard Hughes: Towny
      Jennifer Salt: Annie
      Bob Balaban: Student
      Georgann Johnson: Rich Lady
      Jan Tice: Freaked-Out Lady
      Jonathan Kramer: Jackie
      Viva: Gretel McAlbertson
      Gastone Rossilli: Hansel McAlbertson
      Ultra Violet: Partygast
      Anthony Holland: TV-Bischof

      Handlung:

      Joe Buck ist 28, lebt in einer Kleinstadt in Texas und arbeitet dort als Tellerwäscher. Eines Tages packt er seinen Koffer, verkleidet sich als Cowboy und kündigt den Job, um im Greyhound-Bus nach New York zu fahren. Dort, glaubt der naive Sonnyboy, könne er als Gigolo („Mietrammler“) Erfolg haben, indem er das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet und gelangweilten New Yorker Ladies gegen Geld seine Dienste anbietet.
      Der unerfahrene und gutgläubige Texaner verliert in New York jedoch sein Geld, anstatt welches zu machen. Anbahnungsversuche mit Frauen scheitern an Missverständnissen. Mit einer landet er zwar im Bett, allerdings geht die Frau davon aus, selbst Geld dafür zu bekommen.

      Als sie in Tränen ausbricht, gibt er der alternden Prostituierten zwanzig Dollar. In einem Lokal trifft Joe auf den heruntergekommenen, hinkenden Kleinganoven Rizzo (genannt „Ratso“).
      Dieser behauptet, einen Mann zu kennen, der Joe beim Einstieg ins Sex-Business helfen könne. Joe ist dieser Tipp zwanzig Dollar wert, der vermeintliche Insider stellt sich aber als durchgedrehter religiöser Fanatiker heraus.
      Unterdessen ist Rizzo mit dem letzten Geld von Joe verschwunden. Joe muss daraufhin sein Hotelzimmer, das er sich jetzt nicht mehr leisten kann, verlassen. In seiner Not versucht er es mit homosexuellen Dienstleistungen, was gleichfalls schon im Ansatz fehlschlägt; ein erster junger Kunde kann nicht bezahlen.

      Eines Tages trifft Joe, mittlerweile schon recht abgerissen und von Hunger geplagt, wieder auf Rizzo, aber anstatt ihn zu verprügeln, wie er vorhatte, nimmt er seine Hilfe an und zieht, da er ja selbst keine Bleibe mehr hat, in seine kalte, dreckige Behausung in einem abbruchreifen Haus.
      Von nun an versuchen die beiden ihre längst verblassten Träume gemeinsam anzugehen, bleibt alles ein Traum?


      Kritik:

      In meiner Kindheit konnte ich damit nichts anfangen, eines Tages lief er erneut im TV, und aus einer vermeintlichen Niete wurde einer der intensivsten Filme die ich bis dato gesehen habe.
      Schockiert vom vermeintlichen Traum vom Glück versuchen beide alles um zumindest überleben zu können.
      Nichts wirkt gekünstelt, alles authentisch eingefangen und gespielt.
      Während hier Dustin Hoffmann oder im Film "Beim Sterben ist jeder der Erste" Burt Reynolds zu absoluten Superstars wurden, blieb dieser Weg Jon Voigt verwehrt, beantworten warum es so ist kann ich nicht, auch hier wieder mindestens so genial wie Hoffmann.
      Jederzeit beklemmend und mit meinen einen aussergewöhnlichen guten Soundtrack verwöhnt, verlieren sie ihren American Way of Life.
      Auch interessant ist folgendes - Asphalt Cowboy ist insbesondere für seine Szene bekannt, in der Rizzo beim Überqueren einer Straße fast von einem Taxi angefahren wird und daraufhin den Taxifahrer anschreit “I’m walking here! I’m walking here!” (übersetzt „Ich gehe hier! Ich gehe hier!“, in der deutschen Synchronisation hört man jedoch „Wenn ich gehe, hast du Pause!“).
      Uns blieb also eine der bekanntesten Aussagen verwehrt.
      Vom American Film Institute wurde diese Zeile in einer 2005 veröffentlichten Liste der 100 besten Filmzitate aus US-Filmen auf Platz 27 gewählt.
      Preise hagelte es zudem, ua 3 Oskars in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch, nominiert waren ausserdem Dustin Hoffman als Bester Hauptdarsteller, Jon Voight als Bester Hauptdarsteller, Sylvia Miles als Beste Nebendarstellerin und Hugh A. Robertson in der Kategorie Bester Schnitt.
      Das American Film Institute sieht Asphalt-Cowboy in einer 2007 veröffentlichten Liste der 100 besten US-Filme auf Platz 43.
      Von mir gibt es brilliante [film]10[/film]



      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Der Baron fand den Film gut, auch wenn der Zahn der Zeit schon etwas an ihm genagt hat.
      Damals war der Film bestimmt noch um einiges intensiver als nach heutigen Maßstäben.
      Doch das Flair dieser Zeit und der "unbegrenzten" Möglichkeiten kann man immernoch gut fühlen.
      Voight und Hoffman zeigen hier schon was für herausragende Schauspieler sie sind. Gerade Hoffmans Rolle, die eher untypisch für ihn in späterer Zeit ist, sticht heraus.
      Ansonsten ist eigentlich alles drin was man braucht, auch wenn er für mich einige Längen hatte.

      Der Baron vergibt
      [film]7[/film]

      @Harry:
      Super wäre es noch, wenn Du Deine Wertung auch oben noch eingibst, dann sieht man den Durchschnitt.


      “Drinking alone is as bad as shitting in company“ :6:
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    • Den habe ich mir mal wieder gegeben, der Soundtrack ist ja wirklich grossartig, von Dustin Hoffmann ganz zu scheigen, natürlich auch John Voight.
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