Honeymoon Killers

    • Honeymoon Killers






      Honeymoon Killers
      (The Honeymoon Killers)
      mit Shirley Stoler, Tony Lo Bianco, Mary Jane Hugby, Doris Roberts, Kip McArdle, Marilyn Chris, Dortha Duckworth, Barbara Cason, Ann Harris, Mary Breen, Elsa Raven, Mary Engel, Guy Sorel, Michael Haley, Diane Asselin
      Regie : Leonard Kastle
      Drehbuch : Leonard Kastle
      Kamera : Oliver Wood
      Musik : Keine Informationen
      Freigabe: FSK 16
      Erscheinungsland/Jahr: USA / 1970
      Produktion: Warren Steibel
      Schnitt: Richard Brophy, Stanley Warnow
      Budget: ca. 150.000 $


      Trailer:
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      Martha Beck ist eine linkische, übergewichtige und verzweifelt einsame Krankenschwester. In ihrem Verlangen nach Zuneigung tritt sie dem Aunt Carrie's Friendship Club bei. Auf diese Weise lernt sie Ray Fernandez kennen, einen wortgewandten, charismatischen Gigolo, der Marthas Mann ihrer Träume sein könnte - oder vielleicht nur ein skrupelloser Schwindler, der sie in einen Strudel reißt, der in Verbrechen und Mord mündet.


      Regisseur Leonard Kastle hat mit diesem Film einen echten Kultfilm geschaffen, der aber leider auch seine einzige Regiearbeit darstellt. Im Bereich der Serienmörder-Filme gibt es meiner Meinung nach kaum ein Werk, das mehr unter die Haut geht wie dieses hier, was sicher auch an der grandiosen schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller liegt, die hier sehr ausdrucksstark und überzeugend agieren.

      Der Film erzählt die Geschichte der der beiden Serienmörder Martha Beck und Raymond Fernandez, die unter dem Namen „The Lonely Hearts Killers“ in die amerikanische Kriminalgeschichte eingegangen sind. In der Zeit von 1947-1949 sollen sie 20 Menschen getötet haben, allerdings haben sie lediglich 12 Morde gestanden haben. Am 8. März 1951 wurden die beiden in der Strafanstalt Sing Sing auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

      Bis in die heutige Zeit hat dieses schockierende Werk nichts von seiner Faszination verloren und erzählt die Geschichte des optisch sehr unterschiedlichen Paares von ihrer ersten Begegnung bis hin zu ihrer Festnahme. Im Vordergrund des Films steht die Beziehung der beiden untereinander, Sie ist geprägt von einer fast schon krankhaften Liebe, die von Marthas Seite ausgeht, wohingegen Raymond manchmal eher etwas distanzierter und fast schon etwas unterkühlt wirkt. Um Raymond fester an sich zu binden, ist Martha so ziemlich jedes Mittel recht und so droht sie auch mit Selbstmord, wenn er es wagen sollte, sie zu betrügen oder gar zu verlassen.

      So ziehen die beiden gemeinsam durch die USA, immer auf der Suche nach einsamen, aber wohlhabenden Frauen, denen Raymond den Hof macht, um ihr Vertrauen zu erschleichen, damit man sie leichter um ihr Geld bringen kann. Dabei ist Martha immer mit von der Partie und gibt sich immer wieder als Raymonds Schwester aus.

      Auch wenn es in diesem Film keine sehr brutalen Szenen zu sehen gibt, so geht von ihm doch eine immense Härte aus, die in der Eiseskälte des Paares zu begründen ist, die es beim töten ihrer Opfer an den Tag legt. Hierbei tut sich vor allem Martha hervor, die erschreckend kühl und gewissenlos zu Werke geht, wohingegen bei Raymond doch noch teilweise eine Hemmschwelle zu bemerken ist. Das Schockierendste aber ist die Tatsache, dass die beiden auch nicht vor Morden an Kindern zurückschrecken, um keine Spuren zu hinterlassen.

      Die ganze Zeit über baut sich hier nach und nach eine sehr bedrückende und beklemmende Atmosphäre auf, die einen auch nach dem Ende des Films nicht so schnell loslässt und einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlässt. „Honeymoon Killers“ ist faszinierend und zugleich abstoßend, zu jeder Zeit fesselnd und faszinierend, was vor allem auch an den beiden fantastischen Hauptdarstellern Shirley Stoler (Martha) und Tony Lo Bianco (Raymond) liegt, die die von ihnen dargestellten Charaktere mit Leben erfüllen und einfach nur brillant spielen, so das es einfach nur toll ist, ihnen bei ihrem Schauspiel zuzuschauen.

      Wer diesen Klassiker des Serienmörder-Films noch nicht kennen sollte, dem kann man wirklich nur empfehlen, diesen Zustand zu ändern, denn ansonsten hat man einen wirklichen Kultfilm verpasst.



      Die DVD :

      Vertrieb : Ascot Elite
      Sprache / Ton : Deutsch / Englisch 2.0 Mono
      Bild : 1.33:1 (4:3)
      Laufzeit : 103 Minuten
      Extras : Fotogalerie, Biografien, Programmhinweise
      Big Brother is watching you