Las Hurdes - Land ohne Brot

    • Las Hurdes - Land ohne Brot



      Alternativer Titel: Tierra sin Pan
      Produktionsland: Spanien
      Produktion: -
      Erscheinungsjahr: 1933
      Regie: Luis Bunuel
      Drehbuch: Luis Bunuel
      Kamera: -
      Schnitt: -
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: -
      Länge: ca. 30 mins
      Freigabe: -
      Darsteller: -


      Inhalt:

      Hier finden wir eine Dukumentation vor, die m.E. ins Extreme geht. Wir sehen eine Straße, die zu einem entlegenen Dorf führt, welches im Bezirl Las Hurdes liegt und von der Welt vergessen scheint. Hier ist keine Folklore, keine Lieder werden gesungen, keine Kultur. Die Häuser haben keine Fenster oder Rauchabzug und die meisten Bewohner kennen nicht mal Brot. Die einzigen Wasservorkommen sind gefüllt mit Moskitos und weiteres Insekten, doch ihnen bleibt nix anderes übrig, als das schmutzige Wasser als Trink- und Brauchwasser zu nutzen. Von Hygiene ist ganz zu schweigen..
      Die Menschen sind kleinwuchsig, es deutet daraufhin, das Inzest betrieben wird.
      Ausgehungerte Kinder, die barfuß zur Schule gehen.
      Doch kennen die Bewohner Bohnen und Kartoffeln. Fleisch bekommen sie höchst selten zu Gesicht, nur wenn ein Ziege vom Felsen stürzt. Sie essen unreifes Obst oder wilde Erdbeeren, Sträucher, Heu, was chronischer Durchfall zur Folge hat.
      Hier ist niemand, der die Menschen helfen kann - von medizinischer Versorgung ganz zu schweigen...

      In dieser Doku hat L. Bunuel versucht, uns das ungeheure schreckliche Elend zu zeigen, weil er überzeugt davon war, diese erschreckende Zurückgebliebenheit den Zuschauern zumuten zu können. So wie ich weis, wurde in Spanien diese Doku verboten und über Botschaften versuchten man zu verhindern, das er in anderen Ländern gezeigt wurde. Man berief sich darauf, das dieser Film Spanien beleidigt und die Spanier verläumdet! Erst 1937 wurde er erstmalig in Frankreich gezeigt.

      Luis Bunuel hat mit diesem Werk echt viel gewagt, nein mehr: riskiert! Schonungslos hält er die Kamera auf das gnadenlose Elend der Bewohner, auf kranke Kinder und alte Menschen, auf die triste Umgebung; denn hier gibt es weiter nix als Felsen, Heidekraut und Ziegen. Bunuel hatte die Absicht, Mißstände aufzudecken, die Menschheit aufzurütteln!
      Ein gewaltiges Werk, welches den Zuschauer noch lange nachläuft!


      Trailer:
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