Black Mirror



    • Black Mirror ist eine sechsteilige britische Miniserie über die zeitgenössische Technikparanoia und das Unbehagen über unsere moderne Welt, deren erste Staffel im Dezember 2011 vom britischen Sender Channel 4 ausgestrahlt wurde.
      Am 27. Februar 2012 wurde die erste Staffel in Großbritannien auf DVD veröffentlicht

      Seriendaten:

      Originaltitel : Black Mirror
      Produktionsland : Vereinigtes Königreich
      Originalsprache : Englisch
      Produktionsjahr(e) : seit 2011
      Produktions - unternehmen : Zeppotron (Endemol)
      Länge : ca. 45 Minuten
      Episoden : 6 in 2 Staffeln
      Genre : Thriller, Drama, Horror, Satire
      Produktion : Charlie Brooker, Annabel Jones, Emma Pike, Barney Reisz
      Idee : Charlie Brooker
      Erstausstrahlung : 4. Dezember 2011 (UK) auf Channel 4

      1.Staffel - Deutsche Erstausstrahlung: 11.12.2013 RTL Crime
      2.Staffel - Deutsche Erstausstrahlung: 20.08.2014 RTL Crime
      3.Staffel - Deutsche Erstausstrahlung: 21.10.2016 auf Netflix


      Darsteller:
      Hannah John-Kamen (3 Episoden) / Diverse...


      Konzept:

      Hinsichtlich des Inhaltes und der Struktur der Serie bemerkte Produzent Charlie Brooker, dass „jede Episode eine unterschiedliche Besetzung, einen unterschiedlichen Schauplatz, gar eine unterschiedliche Realität“ besitze.
      Sie handelten aber alle über „die Art, wie wir alle leben und wir innerhalb von 10 Minuten leben könnten, wenn wir ungeschickt wären“.
      In einer Endemol-Pressemitteilung wurde die Serie als „Hybrid von Twilight Zone und Die unglaublichen Geschichten von Roald Dahl“ beschrieben.
      Der Sender Channel 4 selbst beschreibt die erste Episode als eine „verdrehte Parabel auf das Twitter-Zeitalter“
      Charlie Brooker erklärte der Zeitung The Guardian den Titel folgendermaßen: „Wenn Technik eine Droge ist – und es fühlt sich wie eine Droge an – was genau sind dann die Nebenwirkungen? Dieser Bereich – zwischen Vergnügen und Unbehagen – ist der Schauplatz meiner neuen Dramaserie Black Mirror.
      Der schwarze Spiegel im Titel ist der, den man an jeder Wand, auf jedem Tisch, in jeder Handfläche findet: der kalte, glänzende Bildschirm eines Fernsehers, eines Computerbildschirms, eines Smartphones."

      Interessantes am Rande:

      Im Februar 2013 wurde bekannt, dass Robert Downey junior sich die Filmrechte der Episode The Entire History of You sicherte. Der Film soll von Warner Bros. und Robert Downey juniors eigener Produktionsfirma Team Downey produziert werden.

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Staffel 1

      Episode 1

      Es geht um Erpressung eines Präsidenten, der ein Schwein Live vor der Kamera ficken soll. Es wurde die Prinzessin entführt und die Forderung wurde über einen Youtube Kanal verbreitet. Diese Forderung zu löschen funktioniert bei Youtube natürlich nicht, dass Video verbreitet sich und Millionen Menschen sehen es. Somit verkommt das Ganze auch zur Show und es stellt sich die Frage, ob der Präsident das Schwein wirklich nimmt. Ganz realistisch ist diese Satire sicher nicht, denn ein derartig schneller Stimmungsumschwung, wie es Umfragen im TV zeigen wollen, gäbe es in Wirklichkeit nicht. Ich glaub nicht, dass überhaupt groß jemand von einem Präsidenten etwas so was verlangen wird. Die Kritik an Youtube ist das eine, die andere Kritik ist daran zu sehen, dass Politiker für den Machterhalt alles tun würden. ;) Auf jedenfall sehr unterhaltsam und ein toller Auftakt der Netflix Serie.
      [film]8[/film]


      Episode 2 ist noch besser. Hier gibt es reichlich Angstmache im Bezug auf die Zukunftsgesellschaft, die nur noch virtuell lebt und sich so mit Werbemache und Zwangskonsum zudeckt. Dabei spielt auch noch DSDS (hier Hot Shoot genannt) eine Rolle, die noch mehr runter gekommen ist als die Bohlen Show es Heute ist. Derjenige, der sich gegen dieses grausam rotierende System aufstemmen will, wird am Ende selbst ein verlockendes Angebot bekommen. Ein Spiegelbild der Gesellschaft, etwas aus dem Underground wird irgendwann von einem Konsumlabel kommerzialisiert und man tanzt dann nach deren Pfeife und das auf eine morbide Art, die mit dem Leben des Mannes spielt.

      „Tu Es!, Tu Es!, Tu Es!“
      [film]10[/film]


      Episode 3:
      Hier geht es um ein Beziehungsdrama und Fremdgehen. Die Geschichte ist nicht so witzig wie die anderen beiden. Besonders daran ist aber auch, dass die Zukunftstechnologie eine Rolle spielt. Es geht um eingepflanzte Chips die Momente festhalten können, was auch andere dann sehen können, wenn es ihnen erlaubt wird. Die Handlung beschränkt sich allerdings nur auf diese Beziehung und da war noch mehr drin. Am Ende gibt’s noch eine nette Selbstverstümmelung.
      [film]6[/film]
    • Staffel 2:

      Episode 1
      Dazu fällt mir der Song „Clown Your Lover“ zur Milleniumzeit ein, wo es ein haufen Rock-Lieder gab, welche auf die doch Heute langsam eintretenden Horrorszenarien bereits hinweisen. Natürlich wird es in naher Zukunft möglich sein nach einem Schicksalsschlag wie hier zu sehen, seinen verendeten Partner anhand dessen Optik und Charakterzüge zu reproduzieren (Und zwar nachdem sich die Roboter als fleißige Arbeitsmaschinen bewährt haben). Wie ist das überhaupt mit dem Älter werden und der Liebe zum reproduzierten Clown der ja nicht altert. Hier wird es geklärt, denn wozu gibt es einen Dachboden? :D [film]9[/film]



      Episode 2
      Wie hier die Handygaffer bedrohlich dargestellt werden, da sie manipuliert sind, ist echt ulkig und natürlich aktuell gesellschaftskritisch. Die Maskenmänner sehen modern und schaurig aus, es kommt auch ein gestörter Hinterwälder vor, welcher den 2 Frauen ans Leder will. Mit verwunderlichem Ende im Stil des Meisterwerks Der Mondmann, eine Handlung die seit SAW selten so überrascht hat in dem Subgenre. [film]10[/film]

      Episode 3
      Eine Komödie-Figur macht Witze teils unter der Gürtellinie und wird dafür vom Volk gefeiert. Es geht vor allem gegen einen Politiker der gewählt werden möchte. Dazu gibt es ein Fernsehduell wo diese Animefigur mit anwesend ist. Hinter dieser ist natürlich jemand bzw. ein Team was dieser Figur die Sprache und das Leben verleiht. Dabei kommt es dann zur Auseinandersetzung zwischen dem Macher der Figur und die Firma. Somit die Animefigur selbst bei der Wahl kandidiert, was der Macher aber nicht mitmacht und entsprechend dann entlassen wird. Wie das Ganze dann ausgeht, ist nicht gerade als Happy End zu bezeichnen und es überrascht. :) Hierbei ist die Gesellschaftskritik sehr stark ausgeprägt.
      [film]9[/film]

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      Serie nun von 8 auf 9 aufgewertet
    • 3. Staffel


      3.Staffel

      Die 1. Episode ist noch genau so genial weiter wie die bisherigen Serie es war. Diesmal wieder das Smartphone ins Visier und es geht um Sternbewertungen und zwar die von Personen. Bei gute Bewertungen erhalten die Personen Vergünstigungen und Leute mit hoher Bewertung geben sich normal nicht mit Leute schlechter Bewertung ab, da sie ihre Bewertung runter ziehen können. Sollte jemand fluchen und es ein anderer mitbekommt, gibt es oftmals sofort eine schlechte Bewertung über das Smartphone. Es herrscht bei vielen die totale Höflichkeit mit ach so wunderlich geschönten Schmeicheleien. Es ist dann zu sehen, wie eine Frau versucht ihre Bewertung von 4.2 auf 4.5 zu erhöhen, inbegriffen wäre ein schöneres Departement. Bei Werte über 4 muss man aber schon stetig überfreundlich sein, dass geht dann komplett nach hinten los und es wird hier faszinierend umgesetzt. Von Bryce Dallas Howard (Jurassic World, The Village) ist es die bisher beste Filmrolle, in der sie wirklich überzeugt.
      [film]9[/film]

      Die 2.Episode will etwas zu viel von Regisseur Dan Trachtenberg (10 Cloverfield Lane), wo er außer Stande ist, dass richtig umzusetzen. Die Thematik um VR Video-Games und eingepflanztem Chip ist erstmal interessant und passt bestens in die Serie rein. Die Handlung ist bis zum Ende ziemlich vorhersehbar und ganz am Ende spielt man mit mehrere Aufwachmomente des Betroffenen der den Chip eingepflanzt hat, dass wird aber so holperig umgesetzt, dass man mehr Stirne runzelt. Die Schauspieler agieren etwas zu überdreht. Einzig die Jump Scare Schocker mit Riesenspinne, eine Schlitzerzszene und die CGI Effekte funktionieren wirklich gut und retten noch etwas. Ist natürlich auch Geschmackssache, viele werden die Episode wegen der Effekte wohl gut finden.
      [film]5[/film]

      Episode 3:
      Das der Junge wegen einem Onanier-Video was unbekannte Hacker im Internet von ihm veröffentlicht haben, hier im Verlauf nach schon einer gewissen Herausforderung noch eine Bank überfallen soll und es macht, dass ist absolut nicht zu glauben. Wie naiv ist der Junge? Das Video könnte ja trotzdem von dem Erpresser veröffentlicht werden und dann soll der Junge eine Bank überfallen mit einer Knarre. Das steht nicht im Verhältnis zu dem Video. Bei dem anderen Mann der seine Familie wegen einmal fremd gehen, dadurch verlieren könnte, wäre es schon eher zu glauben, aber der bleibt ja im Auto sitzen. Von Alex Lawther (The Imitation Game) nur durchwachsen gespielt, die anderen Darsteller sind soweit ok. Trotzdem, die Thematik ist modern mit Hackerangriff die Menschen dann benutzen, weil sie deren Sünde aufdecken und der Film unterhält auch spannend, wodurch die fehlende Logik nicht so schwer wiegt.
      [film]6[/film]

      Episode 4:
      Ein Drama im Stil der 80er samt entsprechender Musik aus dem Jahrzehnt. Hier spielt die Zukunftstechnologie nicht ganz so die große Rolle, wodurch man sich fragt, ob der Film so richtig rein passt. Es geht um eine lesbische Frauenfreundschaft und im späten Alter treffen sich die Damen wieder und die Zukunftstechnik macht es möglich durch Chips in einer andere Realität zu schlüpfen, wo sich die Frauen an ihrer Zeit damals erinnern und über den Tod hinaus dort verweilen wollen. Das der Film nicht so in die Reihe passt, liegt auch am Happy End, die Zukunftstechnologie wird hier positiv dargestellt. Das Hinterfragen was nach dem Tot passiert, macht die Episode trotzdem durchaus spannend.
      [film]6[/film]

      Episode 5
      Es geht um einen Soldaten der Probleme mit seinen Chip im Kopf hat, der ihm erotische Visionen schickt. Die Ballerszenen sind erstaunlich gut und dme Soldaten wird dann irgendwann einleuchten, dass hier was nicht stimmt. Im weitesten Sinne könnte man die Gesellschaftskritik daraus ziehen, dass Soldaten meuchelnde Monster sind. Bei neuere Soldatenfilme tu ich mich meist sehr schwer, aber der hat mir gefallen.
      [film]7[/film]

      Episode 6:
      Mit fast 90 Minuten ist das hier keine Kurzgeschichte mehr. Verstehe ich nicht und leider ziehen sich die ersten 25 Minuten auch wie Kaugummi in die Länge, bis die künstlichen Bienen die hier schon vorgestellt wurden, dann sich in einen Mann hineinbohren und er stirbt. Somit setzen dann Ermittlungen ein und eine Firma welche für die künstlichen Bienen verantwortlich ist, wird nun verdächtigt die Bienen nicht mehr unter Kontrolle zu haben.
      Ein interessantes Thema, aber so im Verlauf stellt sich der Film mehr als gewöhnlicher Insekten-Horror heraus. Die Viecher sehen im Schwarm anhand der Computereffekte zudem billig aus.
      [film]5[/film]

      Fazit:

      Die Gesellschaftskritik wie bei den ersten beiden Staffeln ist im Schnitt weniger vorhanden und das geht klar zu Lasten der 3.Staffel der Serie, die von Netflix übernommen wurde, mal die 1.Episode ausgeklammert, die an alte Stärke erinnert. Allerdings immer noch entfernt davon abgesetzt zu werden. Ich hoffe nur, dass die 4.Staffel die bald folgt, den Abwärtstrend Richtung Mainstream nicht fortsetzt.

      [film]7[/film]
    • Hab Staffel 4 durch: (Fand sie stärker als Staffel 3.)

      Am besten fand ich "USS Callister", (Hat was vom ganz alten "Star Trek".) "Crocodile" (Wo
      Spoiler anzeigen
      die Frau immer mehr Morde begeeht
      . ) und Arkangel" (Wo das
      Spoiler anzeigen
      Mädchen immer von ihrer Mutter überwacht wird
      . ) Auch die Folge "Metalhead" gefiell mir.


      Gebe Staffel 4:

      [film]8[/film]

      Hoffentlich kommt ne 5. Staffel.