Ong Bak 2

    • Meinung:

      Ohne den Erstling bis dato gesehen zu haben wagte ich mich an diesem "Ong Bak 2" heran, nun gut die Story ist alles andere als unverständlich, somit dies kein Problem war.
      Was gab es denn überhaupt für eine Story hier, diese wurde doch nur auf absolute Schmalkost präsentiert. Einzig nicht enden wollende Martial Arts Kämpfe bekommt man hier zu sehen, wo auch der Elefant als Turngerät für herhalten darf. Die Kämpfe an sich werden die Jugend von Heute ansprechen, auf Härte und Blut wurde verzichtet, mehr als Showkampf bekommt man nicht geliefert, der blanke Mainstream diesbezüglich.
      Die asiatische Kulisse schaut sehr schön aus, ist aber meist nur aus dem Computer gezogen, wer sich damit anfreunden kann wird die Atmosphäre verspüren, dass rettet den Film auch irgend wo vor dem totalen Desaster.
      Spannung ist aber Fehlanzeige, nicht nur die pausenlose Action lässt dies nicht zu, wenn es mal ruhiger wird befindet man sich fast schon im Standbild, wo man nur ein paar Finger an den Gefechtsgeräten rumspielen sieht, besonders beeindruckt haben mich die Kämpfe nicht, einige male sahen die Hampeleien sogar schon kasprig aus, deswegen hat es mich auch kalt gelassen.
      Die Masken einiger Darsteller sind zudem sehr trashig ausgefallen, von Körbchen über den Kopf gezogen bis Riesen Nasenringe und halb schwarz verschmiertes Gesicht.
      Die Story wurde verwurstelt, weil man sich nicht Erklären kann, warum aus dem Kind ein Häuptling gemacht werden konnte, da fehlt ein kompletter Erzählstrang wie Prophezeiung oder das der Jüngling irgend was gutes für die Gemeinschaft getan hat, gibt es aber nicht, zuerst eingesperrt und den Krokodielen zum fraß vorgeworfen, soll nur weil er 3 mal den kleinem Schnappi ausweichen konnte in Akkordzeit zum Stammesführer erkoren werden, denn außer Showkämpfe und Rückblicke gab es keine anderen Ereignisse zwischendrin. Die gewollte Dramatik anhand von Rückblicke hätte man sich aber auch sparen können, denn die Charaktere sind einem aufgrund der Bezugslosigkeit völlig egal, da kann auch noch so auf die Trändrüse gedrückt werden, was nur bei jemanden zieht, der bei jede sehende Träne eines anderen sofort Mitheulen muss.
      Die 2. Filmhälfte driftet dann auch noch von der Story her so ziemlich unglaubwürdig ab, wo unser Held plötzlich zur Killermaschine mutiert, so richtig nachvollziehen konnte ich es aufgrund der Bezugslosigkeit nicht. Am Ende wird dann auch noch Teil 3 angekündigt, auf den ich nun bestimmt nicht heiß bin, denn der Film ist nicht spektakulärer als durchschnittliche Fightfilme der 80er und die Story ist so flach wie ich es bei derart Filme vor 15 - 20 Jahren nie inhaltsleerer gesehen habe.

      [film]3[/film]
    • Thailand, 1431. Während der Zeit König Naresuans töten Krieger den General Sidhadeco und dessen Frau. Ihr Sohn Tien muss den brutalen Mord hautnah miterleben, kann jedoch in den Dschungel flüchten. Von Sklavenhändlern entdeckt und misshandelt, wird er von dem weisen Anführer Chernang vor dem Tode bewahrt. Unter dessen Obhut lebend vergehen die Jahre und Tien hat durch hartes Training neben Muay Thai auch die geheimnisvolle Khon Kunst erlernt. Die Symbiose aus Beidem nutzt er für einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen die Mörder seiner Familie...


      Tony Jaa ist endlich wieder zurück und das in absoluter Höchstform. Und dieses Mal nicht nur als Darsteller, sondern gleichzeitig auch als Regisseur dieses Films. Nun hat dieser zweite Teil mit dem Vorgänger rein gar nichts mehr gemein, ausser halt die Person des Hauptdarstellers. Einige Leute sind ja wieder einmal der Meinung, das die hier erzählte Geschichte wieder nicht genug Tiefe hat und viel eher sehr simpel daherkommt. Sicherlich gibt es tiefgründigere Story-Plots, das steht ausser Frage, doch ist die Story hier in meinen Augen schon komplexer als im Vorgänger.

      Gerade in der ersten Stunde des Films geht es doch hauptsächlich um die sich hier abspielende Geschichte, dem Zuschauer werden durch mehrere eingefügte Rückblenden die ganzen Zusammenhänge nähergebracht, die am Anfang doch noch eher im Dunkeln liegen. Natürlich gerät in dieser Phase dadurch die Action noch etwas in den Hintergrund, obwohl es auch schon einige wirklich toll in Szene gesetzte Kämpfe zu bewundern ist. Und über die vorhandene Qualität der Kampfszenen braucht man eigentlich nicht viel zu sagen, wir sprechen hier genau wie beim ersten Teil über ein unglaublich hohes Qualitäts-Level.

      Das letzte Drittel von "Ong Bak 2" ist dann in Sachen Kampfkunst der absolute Hammer. Hier wird gefightet, bis die Schwarte kracht, anders kann man das nicht beschreiben. Und dabei ist hier auch wieder diese hohe ästethische Note vorhanden, die schon den ersten Teil so ausgezeichnet hat. Es ist einfach ein absoluter Genuss, Tony Jaa zuzuschauen, sein Kampfstil ist absolut beeindruckend, das einem teilweise der Mund vor Bewunderung offensteht. Seit einem gewissen Herrn mit Namen Bruce Lee habe ich nie wieder Kampfsport in dieser Perfektion gesehen, wobei man aber anmerken sollte, das die Stil-Arten von Jaa und Lee kaum miteinander zu vergleichen sind.

      Doch nicht nur die perfekt in Szene gesetzte Action weiss hier zu überzeugen, ganz generell fand ich die Geschichte sehr spannend erzählt und auch das eher tragische Ende passte hier sehr gut in das überzeugende Gesamtbild, das "Ong Bak 2" bei mir hinterlassen hat. Und auch, wenn die erste Stunde des Films nicht so viel Action zu bieten hatte, wie der Vorgänger, so ist hier in meinen Augen ein erstklassiges Gesamtwerk entstanden, das sich keineswegs hinter dem ersten Teil zu verstecken braucht.

      Freunde niveauvoller Kampfkunst dürfen sich diesen Leckerbissen keinesfalls entgehen lassen, denn die hier gezeigte Perfektion, verbunden mit einem hohen Maß an Ästethik bekommt man nicht gerade oft geboten. Hinzu kommt eine solide Story, die sicherlich noch ausbaufähig gewesen wäre, aber keineswegs schlecht ist und insgesamt gesehen für ein wunderbares Filmerlebnis sorgt, das nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlassen dürfte.


      [film]8[/film]
      Big Brother is watching you
    • Hier wird die Vorgeschichte zu Ong Bak erzählt, zumindest hat es so den Anschein. Das Ende ist offen und wird erst in Ong Bak 3 (der in Deutschland noch nicht erschienen ist) zu Ende erzählt. Während des Film bekam Tony Jaa einige Probleme und ging für über einen Monat ins Kloster um sich zu regenerieren. Nachdem Teil 3 ihn ebenfalls extrem gestresst hat, schnitt er sich die Haare ab, kaufte sich einen Elefanten und ging wieder ins Kloster, wo er bis heute als Mönch lebt. Ob es nochmals einen Film mit ihm gibt ist fraglich.
      Positiv: Wieder sehr gute Kämpfe, extrem hohes Budget und daraus resultierend teilweise atemberaubende Bilder! Wunderschönes Augenkino, realistische (!) Ninjas, die Elefantenszenen sind genial
      Negativ: Teilweise wirre Story (2x kämpft er gegen dämonische Wesen in einem Film, der ansonsten keine Fantasy Elemente hat....), das Ende ist extrem verwirrend und unbefriedigend
      Fazit: Südostasiatische Geschichte ist nicht undbedingt mein Spezialgebiet (für alles was südlich von China liegt, habe ich lediglich eine Handvoll Bücher gelesen), aber der Film wirkt in sich ziemlich realistisch. Die Kostüme sind wunderschön, die Kulissen teilweise Atemberaubend und insgesamt habe ich nach dem Genuss des Films richtig Lust bekommen, einmal nach Thailand zu fliegen um mir die Kultur näher kennen zu lernen (bin ich damit der erste deutsche Mann, der nicht im Bumsbomber dahin fliegt Oo?). Die Kämpfe sind wieder spektakulär und acuh wieder einmal extrem schmutzig. Wie der Film bei der FSK mit 16 durchgekommen ist, ist mir ein Rätsel. Er ist zwar nicht blutig, aber einem Menschen den Kehlkopf zu zerquetschen finde ich schon etwas hart... Wer historische Actionfilme mag und mit einigen teilweise wirren Szenen leben kann, für den ist dieser Film eine Pflicht!

      [film]7[/film]


      "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013
    • gestern abend mit meiner schwester geschaut und doch glatt nach nen drittel eingeschlafen.

      mein Fazit zu diesem drittel: langweiliger Film der scheinbar nur aus einer Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten besteht. die Fights des ersten drittels sind zu kurz und unspektakulär um den Film weiter zu schauen. am ödesten war die prüfung wo er zeigen sollte was er kann. wo die beisen sich mit den schwertern so lahm gegenüberstehen.

      Wenn ich meiner Schwester Glauben schenken mag gab es danach noch 2 gute Fights und ein mieses Ende. Also nichts wirklich zwingendes um ihn nochmal weiter zu schauen. An Tonys Stelle würde ich vor scham im Boden versinken und mich aus dem Staub machen um von der Bildfläche zu verschwinden >troll<

      scheinbar ist er ja wieder aufgetaucht um was mit Sammo als Choreograf was zu machen...



    • Produktionsland: Thailand
      Produktion: Panna Rittikrai
      Erscheinungsjahr: 2008
      Regie: Tony Jaa, Panna Rittikrai
      Drehbuch: Panna Rittikrai
      Budget: ca. 300.000.000 Baht
      Länge: ca. 93 Minuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Tony Jaa, Sarunyu Wongkrajang, Sorapong Chatree, Primrata Detudom, Niruth Sirijunya, Phetthai Wongkhamlao, Santisuk Phromsiri, Pattama Panthong, Suppakorn Kitsuwan, Natdhanai Kongthong, Prarinya Karmkeaw, Jarun Ngamdee



      Chernung der Anführer einer Banditenbande, befreit Tien aus den Händen von Sklavenhändlern. Chernung erkennt früh die Fähigkeiten des Jungen Tien und bildet ihn aus, so dass dieser eines Tages sein Nachfolger werden und die Garuda Cliff Bandits anführen kann. Doch Tien sehnt sich in erster Linie danach Rache zu nehmen und die Mörder seiner Eltern zu bestrafen.

      Mit ONG BAK 2 geht die Reise in die Vergangenheit und zwar ins 15. Jahrhundert. Demnach ist der Schauplatz (im Vergleich zu ONG BAK 1) von einer starken Diskrepanz gezeichnet. Doch das ist nicht der einzige gravierende Unterschied, denn ONG BAK 2 kann in keiner Weise mit dem großartigen „Vorgänger“ mithalten.

      Es wird zwar ein großer Anteil hinsichtlich Action und Fights geboten, allerdings zeigt sich dieser als ziemlich öde. Der Funke mag einfach nicht überspringen und der Ablauf wirkt eher zäh als rasant. Erst das letzte Drittel lässt ein klein wenig mitfiebern. Tien legt sich mit einer Übermacht an und der Film streut zahlreiche Huldigungen wie z.B. an DAS SCHWERT DES GELBEN TIGERS und die LONE WOLF AND CUB-Filme ein.

      Was immer wieder negativ auffällt ist der (fast aufgezwungene) Einfluss des Fantasy-Kinos. Dieser nimmt den Film seine Intensität und lässt die Kämpfe zu gekünstelt wirken. Das beinharte, rohe und ehrliche (was ONG BAK 1 auszeichnete) kann nicht vermittelt werden.

      Die einzigen Parallelen die ONG BAK 2 zu seinem Vorgänger aufweist, sind eine Buddhafigur sowie ein Baum, welcher immer wieder eingeblendet wird und bei ONG BAK 1 ein Teil der Auftaktszenerie ist.

      Hinsichtlich der Optik werden einige Nahaufnahmen von ziemlich üblen Visagen gezeigt und der Untergrund auf dem sich die Protagonisten bewegen, ist einen einzige Schlammwüste.

      Fazit: ONG BAK 2 an ONG BAK 1 zu messen würde ein vernichtendes Urteil resultieren lassen. Demnach belassen wir es bei den erwähnten Andeutungen und bezeichnen ONG BAK 2 als durchschnittliche Martial Arts-Kost aus Thailand.