Old Shatterhand

    • Old Shatterhand




      Alternativer Titel: Les cavaliers rouges, La battaglia do fort apache
      Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien
      Produktion: Artur Brauner
      Erscheinungsjahr:
      Regie: Hugo Fregonese
      Drehbuch: Ladislas Fodor, Robert A. Stemmle
      Kamera: Siegfried Hold
      Schnitt: Alfred Srp
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. 5 Mio. DM
      Musik: Riz Ortolani
      Länge: ca. 122 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller:

      Lex Barker: Old Shatterhand
      Pierre Brice: Winnetou
      Daliah Lavi: Paloma Nakama
      Ralf Wolter: Sam Hawkens
      Vojkan Pavlovic: Will Parker
      Mirko Boman: Dick Stone
      Guy Madison: Captain Bradley
      Gustavo Roj: Corporal Bush
      Bill Ramsey: Timpe
      Rik Battaglia: Dixon







      Captain Bradley will den Hass zwischen den Weißen und den Roten schüren um so einen Friedensvertrag zu vermeiden. Dabei spannt er die Comanchen und eine Handvoll Banditen vor seinem Kahn. Doch Bradley hat die Rechnung ohne Old Shatterhand und Winnetou gemacht.

      Nachdem „Der Schatz im Silbersee“ und der erste der drei Winnetou-Filme von Horst Wendlandt sprich Rialto-Film produziert wurde, wollte CCC-Film an diesen Erfolg anknüpfen. Dieses gelang allerdings nur zum Teil, denn trotz der enormen Produktionskosten die „Old Shatterhand“ verschlang, konnte dieser nicht an die Klasse der Wendlandt-Produktionen ranreichen. Horst Wendlandt arbeitete bekannter Weise vor seinem Wechsel zu Rialto-Film für CCC-Film. Nachdem Rialto ca. 3 Mio. („Der Schatz im Silbersee“) und ca. 4 Mio. („Winnetou 1“) investierte, musste CCC natürlich nachlegen und ballerte 5 Mio. DM in das Projekt „Old Shatterhand“.

      Dieses reichte allerdings nicht um als überzeugendes Ergebnis zu fungieren, denn die Verfilmung bietet einige Mankos. In erster Linie ist hier die Laufzeit angesprochen, da „Old Shatterhand“ vereinzelnd auf die Gefahr hinausläuft sich in Langeweile zu verfangen. Auf dem Regiestuhl nahm nicht Harald Reinl Platz, sondern der Argentinier Hugo Fregonese. Fregonese hatte zuvor bereits für Atze Brauner „Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse“ gedreht. 1970 zeigte er sich übrigens als mitverantwortlich für „Dracula jagt Frankenstein“.

      Die Musik stammt ebenfalls nicht Martin Böttcher und die Klänge sind für einen „Karl-May-Film“ etwas ungewöhnlich. Dieses soll nicht heißen dass die Musik einen negativen Esprit versprüht, denn Riz Ortolani (der phänomenale Klänge, wie das „Cannibal Holocaust Theme“ schuf) hat auch hier eine sehr angenehme Melodie kreiert.

      Die Darstellerliste bietet mit Lex Barker, Pierre Brice und Ralf Wolter die bekannten Recken. Dazu bekommt man mit Guy Madison einen sympathischen Schurken geboten. Der weibliche Part gestaltet sich als sehr unauffällig und wird von der eher als Sängerin bekannten Daliah Lavi gespielt. Im Vergleich zu Dor und Versini aus den vorangegangenen Rialto-Produktionen ist Lavi äußerst langweilig.

      An unfreiwilligen Humor scheitert der Film allerdings nicht, denn z.B. der von den Apachen praktizierte Kriegstanz gestaltet sich als unglaublich dämlich und kommt eher einem Torkeln von besoffenen Tierpflegern nach.

      Fazit: Ein mäßiger Teutonen-Western dem CCC-Film bzw. Atze Brauner 1968 mit „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ einen weiteren und etwas besseren Versuch folgen ließ.

      6/10



    • Komponist Martin Böttcher ist tot.

      Geboren am 17. Juni 1927 in Berlin; verstorben am 19. April 2019; Pseudonyme: Michael Thomas, Renardo war ein deutscher Filmkomponist, Dirigent und Arrangeur.
      In einem Zeitraum von über 60 Jahren verfasste er die Musik zu über 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen.
      Große Bekanntheit und Charterfolge erlangte Böttcher in den 1960er-Jahren durch seine Musik zu den Karl-May-Verfilmungen.
      Mit der Melodie von Old Shatterhand hielt er sich sagenhafte 17 Wochen als Nummer 1 der Charts!



      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ein tragischer Verlust, auch wenn ich nur gelegentlich von Bötcher gehört habe. Die Winnetou-Filme haben schon einen Flaire, der mich gewissermaßen zu begeistern weiß.
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz