Im Juli.



    • Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Hamdi Döker, Gábor Sarudi, Stefan Schubert, Ralph Schwingel
      Erscheinungsjahr: 2000
      Regie: Fatih Akin
      Drehbuch: Fatih Akin
      Kamera: Pierre Aïm
      Schnitt: Andrew Bird
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. 5.000 DM
      Musik: Ulrich Kodjo Wendt
      Länge: ca. 95 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: Moritz Bleibtreu, Christiane Paul, Mehmet Kurtulus, Idil Üner, Jochen Nickel, Branka Katic, Birol Ünel, Sandra Borgmann, Ernest Hausmann, Gábor Salinger, Cem Akin, Fatih Akin


      Inhalt:

      Es ist Sommer. Ferienzeit. Lediglich der schüchterne Referendar Daniel weiß mit seinen freien Tagen nichts anzufangen. Keine Pläne, keine Freundin. Ist das Leben an ihm vorbeigegangen - oder er am Leben? Doch die Begegnung mit zwei jungen Frauen, der geheimnisvollen Türkin Melek und der lebhaften Schmuckverkäuferin Juli beschert ihm den abenteuerlichsten Urlaubstrip seines Lebens. Eine Reise von Hamburg nach Istanbul - hinein in ein neues Leben.



      Trailer:




      Kritik:

      Ein bisschen mehr hab ich mir von diesem deutschen Feel Good Movie doch versprochen, wenn man nach den Kritiken geht. Ich kann mich sogar zu Beginn an den Film erinnern, wo der raus kam, da hab ich den Anfang gesehen und dann früh genug umgeschaltet. Was mich hier am meisten peinlich berührt hat, sind die beiden Hackfressen Moritz Bleibtreu und Christiane Paul, beide kullern stetig mit ihren Augen und Bleibtreus Babyfacegesicht wird stark zur Geltung gebracht, bei Paul fallen diese Rastazöpfe auf, die neben den Overacting an Schauspiel mächtig von der Charakterrolle ablenken. Das beide Darsteller trotzdem gut in einem Film verpackt werden können, wurde ja in Lola rennt und Die Welle bewiesen, was sie hier zeigen dürfen ist allerdings ganz großes Kitschkino, wo ich den Eimer neben mir stellen musste, um mich zu übergeben.

      Allerdings nicht nur die Hauptdarsteller sind hier peinlich, es sind auch die vielen Zufälle wie sich die Charaktere zwischen Deutschland, Rumänien, Ungarn und Istanbul stetig so rein zufällig über den Weg laufen. Mehr als Kopfschütteln bleibt da bei dieser Romanzen-Soap nicht übrig. Freilich gibt es hier ein Auf und Ab der Gefühle und das wilde Leben wird präsentiert, was die Jugend ansprach und Emotionen zünden kann, wenn der ganze Kitschfaktor nicht so derb hoch wäre, dass ist einfach unerträglich für ein Feel Good Movie. Was ich dem Film noch gut heißen möchte sind die ansprechenden Verfolgungsszenen und die Kameraarbeit der typischen Marke vom Franzosen Pierre Aïm (Hass), welche die bewusstseinsveränderten Einflüsse wiedergibt, aber auch gut gewählte Natur-Schauplätze kommen positiv rüber, wenn auch nicht alle. Besonders albern ist vor allem der Grenzübergang mit vermoderter Schranke zwischen Rumänien und Ungarn ausgefallen, wer den Film gesehen hat, weis was ich meine. Zum Fremdschämen!

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      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)