Unseen - das unsichtbare Böse

    • Unseen - das unsichtbare Böse



      Alternativer Titel:
      Produktionsland: USA
      Produktion: Anthony B. Unger, Howard Goldfarb, Don Behrns
      Erscheinungsjahr: 1980
      Regie: Danny Steinmann
      Drehbuch: Danny Steinmann
      Kamera: Roberto A. Quezada
      Schnitt: Jonathon Braun
      Spezialeffekte: Harry Woolman
      Budget: ca. 2.000.000 US-$
      Musik: Michael J. Lewis
      Länge: ca. 98 Minuten
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: Barbara Bach, Sydney Lassick, Karen Lamm, Douglas Barr, Lois Young, Lelia Goldoni, Maida Severn


      Inhalt:

      Jennifer Fast, eine attraktive Fernsehreporterin (...) hat einen Auftrag in Kalifornien zu erledigen: Sie soll das rasante Festival einer dänischen Volksgruppe verfilmen. Mit ihrer Schwester Karin und ihrer Freundin Vicky ist die TV-Crew komplett und macht sich auf den Weg...
      Doch: Eine Unmenge von Touristen haben alle Hotels belegt. In der Nähe des Highways finden sie ein altes Gasthaus. Doch dessen Besitzer, Ernest Keller, sagt ihnen, daß dieses Haus schon lange kein Hotel mehr sei, sondern ein Museum. Er offeriert ihnen aber, sie in seinem Haus in der Nähe unterzubringen, wo seine Frau Virginia lebt. Die Mädchen akzeptieren - das unsichtbare Unheil nimmt seinen Lauf. Dieses HAus hat etwas Unheimliches. Ein unbekanntes Unheil scheint zu drohen. Eine verstörte Virginia, Hüterin des abgelegenen LAndsitzes, ist zwischen freundlicher Zuneigung und unbestimmter Abwehr hin und her gerissen. Als sich nun die beiden Schwestern zu ihrer TV-Reportage auf den Weg machen, bleibt Vicky allein zurück. In ihrem Zimmer befindet sich ein Entlüftungsschacht. Allein, durch unheimliche Geräusche neugierig geworden, versucht sie zu ergründen, was sich darunter verbirgt. Eine unsichtbare, böse Kraft zieht sie in die Tiefe. Jetzt steigert sich dieser Schocker zu seinen schnell folgenden, dramatischen Höhepunkten. Denn das unsichtbare Böse fordert nach der Heimkehr der beiden Schwestern weitere Opfer.



      Trailer:



      Mediabook (Blu-Ray): 23. Februar 2018



      Kritik:

      Drei TV-Reporterinnen sollen für einen lokalen Sender über eine dänische Gemeinde in Kalifornien berichten, die ein nationales dänisches Fest feiert. Da alle Hotels im Ort belegt sind, suchen sie in der näheren Umgebung und finden in einer Nachbarstadt ein altes Hotel. Der Besitzer, ein offenbar nett wirkender alter Herr, teilt ihnen aber mit, daß das Hotel nur noch als Museum verwendet wird. Aber er bietet ihnen an, in seinem Privathaus zu übernachten. Er wohne dort mit seine Frau, die er auch gleich anruft, damit sie Zimmer herichten kann.
      Die drei Frauen nehmen an und fahren zum Landsitz. Die Frau des Besitzers, Virginia, ist wenig begeistert und wirkt sehr verschüchtert.
      Eine der Reporterinnen fühlt sich nicht wohl und beschließt im Haus zu bleiben, während die anderen sich an die Arbeit machen und in die dänische Gemeinde fahren. Dort trifft Jennifer ihren Exfreund, der nicht akzeptieren kann, daß sie ihn verlassen hat. Jennifer läßt sich auf eine Aussprache ein. Ihre Kollegin kehrt unterdessen in das Landhaus zurück.
      Dort ist das allein zurückgebliebene Mädchen jedoch von einer unsichtbaren Präsenz ermordet worden.
      Als dann ihre Kollegin zurückkehrt, wird auch sie schnell Opfer eines wesens, welches offenbar im Keller haust.
      Spät Abends wird Jennifer von ihrem Freund dort abgesetzt. Beide haben sich versöhnt, dennoch fährt er wieder weg.
      Jennifer ist nun ganz allein in dem großen Landhaus und macht bald Bekanntschaft mit dem Wesen im Keller....

      Filme über Geisterhäuser und unheimlichen Wesen mag ich ja sehr.
      Der Film beginnt sehr stimmungsvoll und löst einigen Grusel aus. Aber es ist nur auf den ersten Blick ein Geisterfilm.
      Leider kann ich wegen akuter Spoilergefahr wenig mehr erzählen, aber der Kern des Films handelt um

      Spoiler anzeigen
      Erziehung, Schuld, Inzest, Umgang mit Behinderung...


      Es ist daher durchaus ein Film mit einer tieferen Handlung, als man anfänglich vermuten könnte.

      Trotzdem ist er auf der ganzen Linie sehr empfehlenswert.
      Technich gut gemacht, stimmungsvoll inszeniert, gute schauspielerische Leistungen und Barbara Bach als makellose Augenweide!

      Ein Must-See!

      Von mir:

      [film]7[/film]
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Auch wenn der Film für Slasherfreunde zu wenig Gewalt parat hat, für 80er Horrorfans ist Unseen gut geeignet. Das Finale kann man sich vor allem gefallen lassen, wobei dann auch klar wird das hier Texas Chainsaw Massacre als Vorlage dienlich war. Gemeint ist dieser Leatherface + Privat Paula Verschnitt, versteckt gehalten von seinen Eltern, die ihm hin und wieder ein Opfer überlassen. Die Szenen mit der Falltür zum Keller und das dieser verschlossen gehalten wird, erinnern oder war vielleicht sogar eine Inspiration an den 1 Jahr später gedrehten Tanz der Teufel. Unseen ist lange ein Gruselfilm, satt wie üblich für die 80er Psychoterror oder Slasherszenen schneller zu entwickeln, daher ist er wohl auch untergegangen, aber an sich ist er ganz ok.

      [film]7[/film]