Nothing to Lose

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      Alternativer Titel: 1+1=0
      Produktionsland: Thailand
      Produktion: Titus Ho, Carrie Wong
      Erscheinungsjahr: 2002
      Regie: Danny Pang
      Drehbuch: Danny Pang
      Kamera: Witcha Intranoi
      Schnitt: Curran Pang
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: -
      Länge: ca. 92 Min.
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Pierre Png, Arissara Wongchalee, Yvonne Lim







      Somchai hat auf Grund seiner Spielschulden beschlossen sein Leben zu beenden. Also will er vom Doch eines Hochhauses springen. Doch Somchai ist nicht allein auf dem auserwählten Sterbeort und trifft Go-Go, die sich ebenfalls umbringen will. Bevor es soweit ist will man allerdings erst einmal etwas essen und dabei merken beide, dass sie eigentlich gar nicht den Mut zum Suizid haben und viel lieber das auskosten wollen, was man machen kann wenn man eh Nichts zu verlieren hat.

      „Nothing to Loose“ ist einer der frühen Filme des in Hongkong geborenen Danny Pang und zeichnet sich als ein sehr interessantes Werk aus. Danny Pang lässt aus dem Suizidthema eine Thematik reifen, die sich aus den Ambitionen von „Bonny und Clyde“ sowie „True Romance“ zusammensetzt. Dieses wird mit Zeitlupen und einer passenden Musik ansprechend verpackt und lässt ein sehr unterhaltsames Event folgen. Die visuell ausgefallenen Ideen halten sich ebenfalls nicht zurück und man bekommt die ein oder andere phantasievolle optische Situation geboten.

      Die beiden Hauptpersonen entwickeln sich von einer Interessengemeinschaft zu einem sich mehr- als nur akzeptierenden Paar. Aus Frust, Enttäuschung und Depression wird ein Ziel gefunden welches den scheinbaren Lebensmut zurückholt. Go-Gos deutsche Stimme sagt bereits in der Anfangsphase des Films: „Mal sehen ob der Tod uns überhaupt haben will“ und eben so gestaltet sich ihr Weiterleben. Der Genuss des Moments sowie der durch Drogen herbeigeführte Genuss werden zu weiteren Begleitern. Somchai hält sich im Vergleich zu Go-Gos Eskapaden deutlich zurück, doch durch die sich entwickelnde Beziehung zu Go-Go nutzt auch er Situationen um über seine eigene Schmerzgrenze zu gehen- wenn dieses erforderlich ist.

      Was Besonders auffällt ist, dass die eigentliche Ambition seiner Hauptdarsteller- nämlich Suizid zu verüben- immer weiter in den Hintergrund rückt. Richtung Filmende, hat der Zuschauer dieses bereits vergessen, da er mittlerweile zwei vollkommen andere Charaktere kennen gelernt hat, welche sich auf ganz andere Dinge konzentrierten als das Leben zu beenden. Dieses soll natürlich nicht bedeuten, dass die tief verankerten Depressionen und Enttäuschungen der Hauptdarsteller verflogen sind…

      Fazit: Auch wenn der Regisseur aus Hongkong stammt, so versteht man es auch in Thailand sehr gute Filme zu kreieren und „Nothing to Loose“ ist ein sehr gutes Beispiel für diese Erkenntnis.

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