Thanatomorphose

    • Thanatomorphose



      Produktionsland: Kanada
      Produktion: Black Flag Pictures, ThanatoFilms
      Erscheinungsjahr: 2012
      Regie: Éric Falardeau
      Drehbuch: Éric Falardeau
      Kamera: Benoît Lemire
      Schnitt: Benoît Lemire
      Sprache : englisch
      Freigabe: keine
      Darsteller: Kayden Rose, Émile Beaudry, Eryka Cantieri, Roch-Denis Gagnon


      Inhalt:
      One day, a girl wakes up and finds her flesh rotting…
      A strange and claustrophobic tale of sexuality, horror and body fluids…
      THANATAMORPHOSE.

      Trailer:
      -



      Meinung :

      Ein netter Debütfilm des Regisseurs Éric Falardeau, da darf man sich getrost auf kommende Werke freuen. Aber nun zu dieser kleinen kranken Perle :33:

      Thanatomorphose fängt leise und ruhig an, steigert sich dann ungemein. Der gesammte Film spielt in der Wohnung der "sich Auflösenden", es gibt nicht allzuviele Dialoge, ist also alles gut verständlich. Musikalische Untermahlung hat mir sehr gut gefallen, ein par sicke Schnitte noch drin geben dem Film das nötige Noir.
      Die Frau trägt ihre Verwandlung teilweise noch ganz gelassen, merkt aber immerzu mehr wie unausweichlich ihre Lage scheint.

      Es ist schon ein komisches Gefühl einem Menschen beim verwesen zuzusehen, gemischt mit erotischen Anmassungen die einem abverlangt werden :3:
      Also mir hat er sehr gut gefallen lol

      Man sollte einen ruhigen Film erwarten mit sehr hohem Ekelfaktor, erotischen Anspielungen und nem fetten Ende :5:

      Eric England bringt mit Contracted einen ähnlichen Film heraus, freu, ich schätze jedoch das Thanatomorphose düsterer ist.

      [film]9[/film]
      " Kein Fest ohne Grausamkeit " Nietzsche
    • Thanatamorphose ist wirklich ein hartes Brett, besonders zum Ende hin.
      Ziemlich heftig zu sehen, wie eine Frau am lebendigen Leibe verrottet und sich die Fliegen und Maden sich schon putzmunter an ihr tummeln, kann einem schon den Magen umdrehen.
      Hier sieht man mal ganz was Neues. Den Regisseur sollte man im Auge behalten :0:



      [film]8[/film]
    • Total, irgendwie noch faszinierend shack Effekte waren echt nicht schlecht.

      Freut mich das ich nicht der einzige bin der solche Filme anschaut :0:
      " Kein Fest ohne Grausamkeit " Nietzsche
    • Klasse Film! Es hat Tage gedauert, bis ich den wieder aus dem Kopf hatte.
    • RE: Thanatomorphose

      Das liest sich ganz übel, scheint derbe Kost zu sein.
      Hat das etwas mit Unterhaltung zu tun, wie Human Centipede als Beispiel?
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Keine einfache Unterhaltung. Der Film geht schon tiefer, als man denkt.
      Eine Frau, der Name wird nicht erwähnt (wüßte ich zumindest nicht, oder ich habs nicht mitbekommen), die sich nach Liebe sehnt - sie hat zwar einen Freund, aber der benutzt sie nur - einen Job scheint sie auch nicht zu haben und es wird nur einmal gezeigt, wie sie ihre dunkle, schmuddelige Wohnung verlässt. Innerlich leer, fängt sie langsam an von Innen heraus zu verwesen und fügt sich ihrem Schicksal. Hilfe von außen nimmt sie nicht an, sondern lässt es geschehen und sehnt den Tod herbei. Ich fand das schon krass.
      So interprtiere ich den Film. Der Verfall ihres Körpers - man weiß von vornherein, wie es ausgeht - soll die Depression darstellen.
    • Also nichts für zart besaitete, Danke sehr Doc Gore.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • RE: Thanatomorphose

      Original von tom bomb:

      Das liest sich ganz übel, scheint derbe Kost zu sein.
      Hat das etwas mit Unterhaltung zu tun, wie Human Centipede als Beispiel?


      nein, eher nicht. Der Film ist wirklich ein hartes Brett lolp
    • RE: Thanatomorphose

      ...und mal ganz ehrlich, Human Centipde 2 fande ich schon aufwühlend, ob ich mir den antue, man weiss es nicht. lolp
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • RE: Thanatomorphose

      Original von tom bomb:

      ...und mal ganz ehrlich, Human Centipde 2 fande ich schon aufwühlend, ob ich mir den antue, man weiss es nicht. lolp


      Ich auch. Thanatomorphose war dann der zweite Schlag in die Fresse.
    • Thanatomorphose ist ein richtig kranker Streifen, der mich zweitweiße zweifeln ließ ob er mr wirklich gefällt. Das Ende hat den Ausschlag gegeneben mir zu sagen das der Film wrklich gut ist. Der wird mir sicher auch noch einige Tage im Gedäcchtnis bleiben. Teils heftige Szenen mit der "verfaulenden" welche auf Ekelbasis sind, teils diese verstörenden Erotikmomente beii denen es mir richtig flau im Magen wurde.
      Alles in allem jedoch trotzdem nur etwas für die härtere Fanbase und ich gestehe ich kann auch Leute verstehen die diesen Film nicht besonders mögen oder sogar abstoßend finden.

      Von mir gibts

      [film]8[/film] Punkten
      "Ich weiß auch, dass die einzige Möglichkeit, einen von den Geistern dieses Buches Besessenen aufzuhalten, darin besteht, seinen Körper völlig zu zertückeln."
    • Original von Dr.Gore:

      Keine einfache Unterhaltung. Der Film geht schon tiefer, als man denkt.
      Eine Frau, der Name wird nicht erwähnt (wüßte ich zumindest nicht, oder ich habs nicht mitbekommen), die sich nach Liebe sehnt - sie hat zwar einen Freund, aber der benutzt sie nur - einen Job scheint sie auch nicht zu haben und es wird nur einmal gezeigt, wie sie ihre dunkle, schmuddelige Wohnung verlässt. Innerlich leer, fängt sie langsam an von Innen heraus zu verwesen und fügt sich ihrem Schicksal. Hilfe von außen nimmt sie nicht an, sondern lässt es geschehen und sehnt den Tod herbei. Ich fand das schon krass.
      So interprtiere ich den Film. Der Verfall ihres Körpers - man weiß von vornherein, wie es ausgeht - soll die Depression darstellen.



      Sie heißt Laura :D Jedenfalls steht das auf dem Cover hinten, bei der Version von Blacklava lol
      "Ich weiß auch, dass die einzige Möglichkeit, einen von den Geistern dieses Buches Besessenen aufzuhalten, darin besteht, seinen Körper völlig zu zertückeln."
    • Ja? Das haben die sich bestimmt ausgedacht. lolp Nee, kann auch sein, dass ich das im Film überhört habe.
    • So hat man Jemandem beim Verfaulen wohl noch nie zuvor zusehen können, sehr interessant auch die "Reperaturversuche", um das alles irgendwie noch eine Weile zusammen zu halten. Die eingebaute "Erotik" gibt dem Ganzen dann noch die feine Würze und das Ende schließt ihn amtlich ab.

      Leider ist das Bild ein bisschen schwammig, da wäre eine etwas schärfere Detailsicht durchaus noch gut gewesen! Trotzdem ein gut gemachter Film mit feinstem Ekelfaktor! :6:

      [film]8[/film]


    • Dieser Film von Eric Falardeau, das sein Debüt darstellt, hat es wirklich in sich. Wer gefallen an Kontroversen bez. anders artigen Filmen hat sollte sich diesen hier als Plichtprogramm notieren.

      Der Film baut sich langsam und ruhig auf. Zuerst wird einem Laura und ihr kleiner bekannten Kreis näher gebracht. Schnell erkennt der Betrachter das ihr aktueller Freund Laura nur benutzt um sich sexuell zu befriedigen, ebenso scheint ein weiterer Bekannter nur sexuelles Interesse an Laura zu haben.
      Laura hat träume, und hofft auf ein Stipendium an einer Kunsthochschule, doch sie wird via Brief abgelehnt. Danach beginnt langsam aber sicher Laura´s Albtraum. Am Anfang sind es nur einzelne blaue Flecke und ein paar Büschel Haare fallen ihr aus. Doch von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde wird es schlimmer, Laura verfault bez verwest bei lebendigen Leibe.
      Zwar will ihr Bekannter ihr anfänglich helfen, doch Laura zieht es vor ihn sexuell zu Verführen, ja selbst in ihrem NEUEN Zustand ist Laura auf Sex bedacht. Dies wirkt aber keinesfalls fehl am Platz oder gar selbst zweckhaft sondern verleiht dem Szenario noch die gewisse Würze, die in meinen Augen sogar Perfekt ins Geschehen passt.
      Das Höhepunkt bez. das Ende des Films setzt dann dem Ganzen die Krone auf und hätte besser nicht ausfallen können, einfach nur Hammer.

      Durch die begrenzte Location (alles spielt sich nur in Laura´s Wohnung ab) wird dem ganzen die nötige Auswegslosigkeit verliehen. Dazu wirkt alles sehr düster und beklemmend. Der komplette Verfall wird geschickt und brutal/ekelhaft eingefangen und bietet einem Bilder die einem im Gedächtnis hängen bleiben. Aber bei diesem Punkt gibt es einen kleinen Kritikpunkt anzubringen, denn man hätte manche Szenen (zumindest für mein Empfinden) einfach besser Ausleuchten sollen, damit dem Betrachter noch mehr Details geboten werden könnten, schade eigentlich.
      Für Leute mit einem schwachen Magen ist Film aber trotzdem eher Kontraproduktiv.
      Die FX Abteilung hat hier wirklich einen Fantastischen Job erledigt und es wirkt schon sehr realistisch wenn auf Laura´s Körper sich die Maden winden oder einige Körperteile drohen abzufallen und diese dann kurzer Hand mit Leim, Klebeband usw. versucht werden wieder anzukleben.

      Natürlich muss man noch der Hauptdarstellerin aller größten Respekt zollen, sie spielt ihren Part mehr als Glaubwürdig und überzeugend. Dies war sicherlich nicht immer leicht.

      Zu guter letzt möchte ich noch den hervorragenden Score erwähnen der denn Genzen Film zusätzliche Intensität verleiht.

      Man kann diesen Film wirklich nur empfehlen.

      So kurz vor dem Ende meiner Meinung möchte ich noch anmerken das der Film auch einen gewissen Raum für Interpretationen zulässt denn man könnte die Verwesung bez. Zerfall auch als Depression einstufen nur eben ist es in diesem Film nicht wie gewohnt das man eine Depression nur Innerlich trägt sondern Bildgewaltig dargeboten bekommt. Dies ist aber nur meine Bescheidene Meinung dazu (Ok ein anderr User hier sah das Glaube ich genauso).

      Von mir gibt es absolut verdiente [film]9[/film]
      Zensur Ist Für´n A......!!

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      Meine Musiksammlung


    • ACHTUNG: Diese Kurzkritik beinhaltet Spoiler! Weiterlesen auf eigene Gefahr!
      Ein sehr ruhig beginnender Film, der sich langsam zum Body-Horrorfilm aufbaut. Unsere Protagonistin wird zwar sympathisch vorgestellt, doch handelt im Verlaufe des Filmes sehr unlogisch. Ihr Freund ist ein typischer Macho, dessen Interesse an Laura einzig auf sexueller Basis existiert. Die Atmosphäre ist dreckig und sogar ein wenig beklemmend, was vor allem an der Tatsache liegt, dass sich fast das gesamte Geschehen in der Wohnung von Laura abspielt. Die Verwesung der Hauptcharakterin ist in äußerst ekelerregenden Bildern festgehalten. Im Verlaufe des Filmes kommt an den Szenen, die Slayer bereits genannt hat, ein bisschen Trash-Feeling auf. Mein Lob geht an die Effektemacher. Doch leider kann man die Effekte nicht immer im ganzen begutachten, da die Kulisse nicht wirklich gut ausgeleuchtet wurde. Die Ermordung des Freundes kommt ein wenig abrupt, doch dürfte den Zuschauer erfreut haben.
      Das Ende kommt jetzt nicht wirklich überraschend. Es gibt keine Möglichkeit, den Verfall zu stoppen, weshalb ein Happy End unpassend gewesen wäre.

      [film]6[/film]
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz
    • Ich kann dazu nur noch sagen, dass die ganze Produktion eines unglaublichen Handwerks bedurfte; denn schon allein die Rolle von der Hauptdarstellerin ist extrem schwer zu spielen. Das bedarf einer hohen Schauspielkunst.
      Auch von dem Regisseur und seine Produzenten wurde viel abverlangt und hatten den Zuschauern hier ganz schön was geboten, Hut ab!
    • Ich finde diese ganzen kanadischen Experimentalfilme überbewertet bis zum geht nicht mehr.
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz
    • Na sagen wir mal so... Der Film spricht auch nicht jeden an, dazu sind die Meinungen eben sehr unterschiedlich.
      Ob der Film so gut ist - oder nicht, dass hängt immer von der Sichtweise des Betrachters ab.
      Aber eins möchte ich dazu noch sagen: Da gehört schon eine Menge dazu, dieses Teil auf die Beine zu bringen - ob von Protagonisten, Regisseur und weitere Mitgestalter.
      Den Film so zu produzieren wie er eben ist, war sicher nicht so einfach. Da gehört schon was dazu.