Zwei Stunden vor Mitternacht

    • Zwei Stunden vor Mitternacht

      Originaltitel: Alone in the Dark
      Produktionsland: USA
      Produktion: Benni Korzen, Robert Shaye
      Erscheinungsjahr: 1982
      Regie: Jack Sholder
      Drehbuch: Jack Sholder, Robert Shaye, Michael Harrpster
      Kamera: Joseph Mangine
      Schnitt: Arline Garson
      Spezialeffekte: Matt Vogel, Tom Savini
      Budget: -
      Musik: Renato Serio
      Länge: ca. 92 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Jack Palance, Donald Pleasence, Martin Landau, Dwight Schultz, Erland Van Lindth, Deborah Hedwall, Lee Taylor-Allan, Phillip Clark, Elizabeth Ward, Brent Jennings, Carol Levy, Keith Reddin





      Inhalt:

      Vier bösartige Psychopathen sitzen gemeinsam im Hochsicherheitstrakt einer Nervenheilanstalt. Nach einem Stromausfall, der die automatische Zellenverriegelung außer Kraft setzt, können die vier gemeinsam flüchten. Anschließend belagern sie das Haus von Dr. Dan Potter, den sie fälschlicherweise für den Mörder ihres früheren Stationsarztes halten...


      Trailer:


      The Sic Fucks auf Myspace


      Film liegt nur als VHS und Bootleg vor.



      Kritik:

      Dieser Film trägt den Originaltitel "Alone In The Dark", hat aber weder etwas mit dem Spiel, noch mit der Misslungenen Verfilmung von Uwe Boll zu tun. Was einem Geboten wird ist ziemlich schräg und abwechslungsreich. Besonders ulkig ist hier die auftauchende Musikgruppe, die mit ihren riesigen Hackbeilen definitiv ein gröler Wert sind, insbesondere wenn sie noch stimmungsvolle dunkle Musik aufs Paket legen. Dabei habe ich mich mal schlau gemacht und bin auf die wirklich existierende Band "The Sic Fucks" gestoßen, präsentiert werden von denen die Songs "chop up your mother", "rock or die" und "take me to the brige", die sich durchaus hören lassen, wenn man auf düstere Musik steht.
      Ansonsten ist die elektronische Sounduntermalung allgemein schön düster ausgefallen. Wie üblich für die 80er Jahre wird die Atomkraft angeprangert, was man auch ganz ulkig an einen Plakat "Destroy Nuclear Power" aufgezeigt bekommt, hingewiesen wird sogar noch auch die alternative Windkraft.

      Der Film läuft zunächst mit mäßigen Tempo ab, wird aber nie Langweilig, da sehr viel Abwechslung vorhanden ist, insbesondere als es vor Mitternacht zum großen Stromausfall kommt, so dreht die ganze Stadt durch, wo geplündert und gebrandschatzt wird und sich somit die blanke Anarchie offenbaren darf. Ein paar Irre gelingt auch noch die Flucht aus einer Anstalt, auf deren weiteres Vorgehen sich der Film konzentriert, dabei geht es nun härter zur Sache, auf Splatter sollte man aber nicht gross setzten.
      Die Eishockeymaske von Jason Voorhees kommt zum Vorschein, diese wird von "Der Bluter" nun bestens präsentiert, wobei er auch mal seine spitze Eisenkralle auspackt und etwas Gore aufzeigt, sein Markenzeichen ist, dass er bei seiner Mordlust sehr viel Blut aus der Nase verliert.
      Die anderen Irren haben auch so ihre Markenzeichen, insbesondere der dicke Kinderschänder, hinterlässt einen bedrohlichen Eindruck, der nicht nur ein Mädchen verführen will, sondern auch Wrestling-Aktionen zeigt.

      Die Darsteller sind gut besetzt mit A-Team Murduk "Dwight Schultz", Martin Landau, Jack Palance, herausstechen darf dabei noch Donald Pleasence (Halloween) als Psychiatrie-Chef, der auch nicht alle beisammen hat und diese Rolle bestens verkörpert. Lediglich die deutsche Synchronisierung wirkt auch ein wenig uninspiriert. Eine Einigelung der Marke "Night Of The Living Dead" oder "Die Vögel" ist vorhanden, wobei man sich auch gruseln darf und Atmosphäre wird dabei aufkommen. Eine kurze Sexszenen ist auch noch präsent, wo es ein paar nackte weibliche Tatsachen zu sehen gibt. Humor ist ordentlich vorhanden, wenn Dialoge zum Vorschein kommen wie:
      „Ich muss das Vater Unser dreimal rückwärts beten, sonst verwandelt sich mein Körper in Porzellan“.

      "Zwei Stunden vor Mitternacht" ist ein typischer Vertreter der 80er Horrorfilme die man Heut zu Tage eher als Trash einstuffen kann, aber trotzdem von den deutschen Gesetzten immer noch als zu gefährlich eingestuft wird. Auf Splatter sollte man allerdings auch hier nicht setzen. Regisseur Jack Sholder (Nightmare 2, The Hidden) konnte jedenfalls schon mit seinen ersten Werk überzeugen, das mit Hilfe der New Line Cinema, der Freddy Kueger Produktionsfirma damals entstand.

      [film]8[/film]
    • Ja der OT ist vielelicht etwas eigenartig, ich kannte den Film damals unter dem alternativen deutschen Titel: "Ausbruch der wilden Wölfe". Ich fand den Film auch richtig gut und die kruze "Jason-Szene" war ne nette Überraschung und die Gore-Szene recht amüsant. Alles in allem empfehlenswert, ein netter Film für den Abend. [film]8[/film]
    • Nachdem Jack Sholder für The Burning den Schnitt anfertigte, verwirklichte er mit Alone in the Dark einen recht eigenwilligen Mix aus Maniac on the Loose- und Slasher-Film, der mit Größen wie Dwight Schulz, Jack Palance, Martin Landau und Erlan Van Lindth hochkarätig besetzt ist und in dem niemand Geringeres als "Dr. Loomis" Donald Pleasance seine Rolle aus Halloween ad absurdum führen darf.

      Wer ein Splatterspektakel erwartet, wird sicher enttäuscht, denn Maskenbildner Tom Savini hat nur in einer einzigen Szene mitgewirkt, so dass die Morde eher unspektakulär ausgefallen sind. Darüber hinaus kann man auch die Gangart des Films kritisieren, die sich in den ersten 30 Filmminuten auf eine Einführung der Charaktere und schwarzhumorige Szenen in der Klapsmühle beschränkt. Seinen Thrill entwickelt Alone in the Dark erst im zweiten Drittel, insbesondere in jener Szene, in der sich einer der geflohenen Irren als Babysitter ausgibt. Gleichermaßen bösartig wie unbehaglich, macht die Unberechenbarkeit der Figuren in diesem Streifen den großen Reiz aus. Der Pluspunkt ist das letzte Drittel, in dem sich die Hauptfigur gegen die Angriffe der Psychopathen zur Wehr setzen muss, ehe Alone in the Dark zum Schluss sogar noch eine Überraschung parat hat, die Interpretationsräume schafft.

      Am Ende stellt sich die Frage, wer wirklich verrückt ist. Die Insassen, die sich selbst nur als "Reisende" in einer verrückt gewordenen Welt sehen? Der Leiter der Anstalt, der selbst in eine Gummizelle gehört? Die Bürger der Stadt, die in Folge eines Stromausfalls plündern? Die durchgeknallte Rockband oder doch deren Bewunder? Nun ja, zumindest was die Anspielung auf Jason angeht, kann man darüber diskutieren, ob hier der Wunsch Vater des Gedankens ist, denn Alone in the Dark und Friday the 13th - Part 3 wurden nahezu zeitgleich gedreht, zumal eine offensichtlichere Referenz sicher der Jutesack aus dem zweiten Teil gewesen wäre.

      [film]6[/film]
    • Toller Film mit einer netten und kurzweiligen Handlung.
      Die Psychos sind genial dargestellt - vor allem Martin Landau und Jack Palance bringen das super authentisch "rüber".
      Ein paar Schockmomente, ein wenig Gore und Spannung.
      Alles so, wie es sein soll.

      Auch von mir:

      [film]8[/film]


      P.S. Habe die US-Laserdisc :6:
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Und wieder ein reißerischer Title der 80 er Jahre...Zum Film fand Ich den Streifen sehr spannend und mit gut besetzten Schauspielern.2 Stunden vor Mitternacht ist kein Slasher Movie im eigentlichen Sinne, er ist eher ein Grusler den man sich zu Halloween bestens ansehen kann.Donald Pleasence spielt seine Rolle sehr gut, weswegen ich eigentlich das interesse zum Film fand.Neben Halloween, und Prom Night einer der besseren Filme dieses Genres das man umbediengt mal gesehen haben muss!!![FILM]8[/FILM]