Fargo

    • So die erste Staffel wurde soeben abgeschlossen. Nunzunächst der Vergleich zu Coens Meisterwerk: Die Serie kommt imho nicht ganz ran. Was sie aber gut macht: Die Atmosphäre, das Feeling, kommt beinahe so gut wie im Film rüber, was ich schon bemerkenswert finde. Thornton und Freeman sind wirklich perfekt besetzt und machen ihre Sache außerordentlich gut. Die Serie ist schwarzhumorig (wie der Film) ist teilweise recht hart (wie der Film) ist cool (wie der Film) hat aber leider ihre Längen (ja die hat der Film auch, wenn auch nicht in diesem Ausmaß). Und genau diese Längen sind es auch, die eine wahnsinns Wertung verhindern. Hätte eine Staffel 6-8 Episoden gehabt, ich denke dann wäre die Serie wirklich nah an einer 10 gewesen. So muss sich sich mit einer überdurchschnittlichen Wertung irgendwo im Bereich 7 begnügen. Sicherlich werde ich Staffel 2 und 3 auch schauen und freu mich auch drauf, wenngleich mich andere Serienformate in letzter Zeot einfach mehr geflasht haben.
      Wir sind der singende tanzende Abschaum der Welt!
    • Die 1. neue Folge fand ich recht stark. Dauerte etwas, aber dann wurde sie sehr gut. Wieder diese "Fargo"-Mischung aus schwarzem Humor u. Härte. Z.B. Ewan McGregor u. Mary Elizabeth Winstead (Schön sie wieder zu sehen.) spielen gut.
      (Nur blöd, das nur einmal die Woche ne Folge kommt, heißt also warten.)
    • Kritik zu Staffel 2:

      Wie schon in Staffel 1 fehlt es mir an einem richtig glaubhaften Hauptcharakter. Die Härte ist wieder angenehm hoch mit Ballerei wo das Blut schön fließt, Schweinesplatter und ein Machteneinschlag in den Kopf. Die atmosphärische Winter/Waldlandschaft wird wieder gut eingefangen. Die 70er werden optisch toll präsentiert, es wirkt nicht künstlich. Die Auseinandersetzung zwischen Indianer und weißer radikaler Hinterwäldler und ein Kidnapping eines mittlerweile verrückten Paares auf Roadmovie-Ebene haben mit Episode 8 und 9 was zu bieten, die sicher besten Episoden der Staffel, da dort Tempo gemacht macht.

      Insgesamt hat Staffel 2 aber zu viele Hänger, wird hinten raus noch richtig unterhaltsam, aber gerade die Episoden 2-4 bieten zu wenig spannendes oder das sich die Story entwickelt, wird erst später drauf gesetzt. Das mit dem Ufo in Episode 9 ist aber totaler Käse da springt die Handlung komplett aus der Glaubwürdigkeit raus, zumal sie auf realistische Ereignisse basieren will, da haben die Drehbuchautoren eindeutig zu viel gekifft und die Beweggründe des Indianer will die Serie auch nicht erklären, das Ufo sieht zudem billig animiert aus. Das die 9.Episode noch eine der besten Episoden ist, trotz dieser Ufo Szene, spricht eigentlich nicht besonders viel für die Staffel. Es ist hier deutlich zu spüren, dass Fargo versucht diverse Filme zu rezensieren statt selbst eine richtig schlüssige Handlung zu präsentieren, dieser Kunstschiss wäre fast komplett nach hinten los gegangen.
      [film]6[/film]

      || 8))
      Erklärung der Ufo Szene:
      sites.arte.tv/episode/de/was-h…ns-fargo-auf-sich-episode