South of Hell

    • South of Hell

      Horrorserien sind im Moment der Trend in der TV-Landschaft und so wundert es nicht, dass der US-amerikanische Sender WE tv mit South of Hell nun eine eigene Serie ankündigt.

      Im Mittelpunkt der, für 2015 angekündigten Serie, steht Maria Abascal, eine Dämonenjägerin mit übernatürlichen Kräften. Die Serie ist eine Co-Produktion von Eli Roth (Hostel), der bei der ersten Episode auch Regie führt und Jason Blum (Paranormal Activity). >>weiterlesen
    • Jason Blum hat doch keine Ahnung von Horrorstorys drehen, ok mal den Low budget Hit, aber was dann alles an Kopien kam, absolut unterirdisch. Eli Roth ist ja selbst schon längst auf den boomenden Horror Serien Trend aufgesprungen mit "Hemlock Grove" müsste ich mal reinschauen die Tage.





    • South of Hell
      (South of Hell)
      mit Mena Suvari, Zachary Booth, Lamman Rucker, Paulina Singer, Drew Moerlein, Bill Irwin, Luna Lauren Velez, Slate Holmgren, Lydia Hearst, Annapurna Sriram
      Regie: Jeremiah S. Chechik / Jennifer Lynch / Eli Roth / u.A.
      Drehbuch: Jessica Brickman / John E. Deaver / Matt Lambert / u.A.
      Kamera: Walt Lloyd
      Musik: Nathan Whitehead
      FSK 16
      USA / 2015

      Maria Abascal ist eine attraktive eiskalte Kopfgeldjägerin, die allerdings keine normalen Aufträge annimmt. Sie hat sich auf den Exorzismus von Dämonen spezialisiert. Zusammen mit ihrem Bruder David sucht sie besessene Menschen auf, um diese von ihren Geistern zu befreien. Doch Maria teilt das Schicksal der Besessenen, denn sie selbst trägt eine Dämonin namens Abigail in sich. Diese ernährt sich passenderweise von dem Bösen, dass Maria aus ihren Kunden saugt. Doch nicht immer hat Maria ihre Abigail unter Kontrolle


      Eli Roth ist ja eigentlich für seine härteren Horrorfilme wie "Hostel" , "The Green Inferno", oder auch "Cabin Fever" bekannt, weswegen manch ein Genre-Liebhaber bei der vorliegenden Mini-Serie eventuell mit falschen Erwatungen an das Format heran gehen könnte. Harter Horror und blutige Effekte sucht man nämlich vergebens, stattdessen beschäftigt sich "South of Hell" mit dem Thema der Dämonologie. Auf dem Cover der deutschen Blu-ray wird natürlich mit Roth's Namen geworben, allerdings waren mehrere Regisseure an dem Projekt beteiligt, das in 8 Episoden die Geschichte von der jungen Maria erzählt, die von der hübschen Mena Suvari dargestellt wird. Gerade zu Beginn ist das Tempo der Erzählung noch eher gemächlich, jedoch nimmt die Serie mit zunehmender Laufzeit immer mehr an Fahrt auf und legt dabei auch ein recht anständiges Tempo an den Tag.

      Der enthaltene Horror ist von der subtilen Art und wirklich schockierende Elemente bekommt man nicht zu sehen. Das Ganze ist vielmehr ein wenig auf Mainstream getrimmt und dürfte somit in der Hauptsache auf die breite Masse ausgelegt sein. Der Unterhaltungswert ist nicht schlecht, allerdings sollte man keinesfalls auf spektakuläre Momente hoffen, denn diese gehen dem Szenario dann doch ein wenig ab. Auch die enthaltenen Effekte beinhalten nichts Sensationelles, ein paar gefärbte Kontaktlinsen bei den Dämonen und einige stürmische Momente durch Windmaschinen sind alles, womit dieses Format aufwarten kann. Das mag für manch einen eher eine leichte Enttäuschung sein, aber dennoch versteht es "South of Hell" durchgehen, kurzweilig und gut zu unterhalten. Getragen wird die Chose in erster Linie durch ihre Hauptdarstellerin, denn von Anfang bis zum Ende vermag es Mena Survari, jede Menge an Sympathiepunkten zu sammeln. Ganz generell ist das Schauspiel der Akteure als gut zu bezeichnen, wobei die Skizzierung mancher Figuren aber ein wenig zu oberflächlich ausfällt.

      Der Spannungsfaktor geht durchaus in Ordnung, man sollte allerdings keinesfalls den absoluten Nervenkitzel erwarten. In visueller Hinsicht sollte man keinerlei Wunderdinge erwarten, was insbesondere bei der Darstellung der Vorhölle und Hölle ziemlich deutlich wird. Diese Momente werden dem Zuschauer in schwarz/weiß präsentiert, um den Kontrast zur normalen Welt etwas deutlicher zu machen. Das kann man mögen oder auch nicht, auf den gewonnenen Gesamteindruck der Serie hat dieser Umstand in meinen Augen keinerlei Auswirkung. Roth und Kollegen haben hier im Grunde genommen ganz ordentliche Arbeit geleistet, denn die Geschichte an sich ist wirklich nicht uninteressant. Allerdings fällt das Ganze dann letztendlich doch etwas zu seicht aus, als das man von echtem Horror sprechen könnte.

      Im Endeffekt ist "South of Hell" auf jeden Fall ein sehenswertes Format, zählt aber mit Sicherheit nicht zu den Mini-Serien, die einen äußerst nachhaltigen Eindruck im Gedächtnis hinterlassen. Dafür fehlt es dann doch ganz eindeutig am nötigen Extra, denn echte Überraschungsmomente oder spektakuläre Ideen sind nicht mit von der Partie. Und so siedelt sich das Gesamtwerk dann auch am oberen Rand des guten Mittelmaßes an, denn für den ganz großen Wurf hat es aufgrund der angesprochenen Punkte nicht gereicht. Trotzdem kann man ohne Weiteres eine Empfehlung aussprechen, denn manchmal reicht auch ein sehr solides Format definitiv aus, um einen gut zu unterhalten.


      Fazit:


      "South of Hell" ist wahrlich kein Überflieger, bietet aber größtenteils gelungene Genrekost, bei der man jedoch keinerlei großartige Höhepunkte erwarten sollte. Freunde der harten Gangart sind hier fehl am Platz und auch die Liebhaber spektakulärer Effekt-Gewitter werden nicht auf ihre Kosten kommen. Wer allerdings eine gute Mischung aus Fantasy-und Horrorelementen sehen möchte, der kann an dieser Stelle bedenkenlos zugreifen.


      6,5/10
      Big Brother is watching you