Endstation



    • Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Le Filmproduktion
      Erscheinungsjahr: 2014
      Regie: Costel Argesanu
      Drehbuch: Costel Argesanu
      Kamera: Costel Argesanu
      Schnitt: Costel Argesanu
      Spezialeffekte: -
      Budget: -
      Musik: -
      Länge: 10 Minuten
      Freigabe: keine
      Darsteller: Matthias Kretschmer


      Inhalt:
      Man folgt einem Mann, er läuft einen Bahnsteig herunter und man sieht auf seinem Gesicht die Traurigkeit, die in ihm ist. Als er auf einer Bank Platz nimmt, holt ein Blatt Papier raus und schreibt den letzten Brief in seinem Leben. Denn das Ende ist nah.


      Trailer:


      Meinung:

      Depressionen, eine Krankheit mit der fast jeder Mensch in seinem Leben einmal in Kontakt kommt. Entweder ist man es selbst, der in eine tiefe Depression fällt, wegen dem Tod eines geliebten Menschens oder wegen einer Trennung. Oft sind es aber Freunde und Bekannte die an Depression leiden. Regisseur Costel Argesanu behandelt mit seinem Kurzfilm „Endstation“ genau diese Thematik. In 5 Minuten nimmt er den Zuschauer mit auf eine verstörende und betroffen machende Reise, die leider in dem schlimmsten aller Schicksale endet, aber oft den einzigen Ausweg darstellt.

      Man folgt einem Mann, er läuft einen Bahnsteig herunter und man sieht auf seinem Gesicht die Traurigkeit, die in ihm ist. Als er auf einer Bank Platz nimmt, holt ein Blatt Papier raus und schreibt den letzten Brief in seinem Leben. Denn das Ende ist nah.

      Die Geschichte ist simpel und wird auch in wenigen Minuten erzählt, dennoch gelingt es Costel Argesanu eine mitreißende und herzergreifende Story zu erzählen, die einfach nur betroffen macht. Matthias Kretschmer spielt den depressiven Mann mit fast beängstigender Überzeugung. Die Mundwinkel sind immer nach unten gestellt und die Trauer ist ihm ins Gesicht geschrieben. Fast hypnotisch geht er den letzten Weg und lediglich der vorgelesene Text wird mit Emotionen vorgetragen. Die Emotionen die so stark sind, dass einem förmlich ein Schlag in den Magen verpasst wird und man selbst diese Hilflosigkeit spürt.

      Nach dem Film kommt Matthias Kretschmer noch kurz zu Wort und man merkt, dass es wirklich sein tiefster Wunsch war, den Depressiven zu spielen. Und den beiden ist es wirklich gelungen betroffen zu machen, wachzurütteln und vielleicht ein Filmisches Denkmal für alle Depressiven und Leute, die damit zu tun haben, zu setzen.

      Fazit: Wenige Minuten, die sich jeder nehmen sollte. Denn dieser Film zeigt mit wunderschönen Bildern, was für ein Loch diese unheimlich tückische Krankheit in das Leben aller Betroffenen reißt. Wunderbar gespielt und traumhaft eingefangen. Absolute Empfehlung.