Die Rache des Pharao

    • Die Rache des Pharao



      Alternativer Titel: Curse of the Mummy's Tomb, The; Die Rache des Pharao
      Produktionsland: Großbritannien
      Produktion: Michael Carreras
      Erscheinungsjahr: 1964
      Regie: Michael Carreras
      Drehbuch: Michael Carreras
      Kamera: Otto Heller
      Schnitt: Eric Boyd-Perkins
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Carlo Martelli
      Länge: ca. 79 min.
      Freigabe: FSK 16

      Darsteller:
      Terence Morgan: Adam Beauchamp
      Ronald Howard: John Bray
      Fred Clark: Alexander King
      Jeanne Roland: Annette Dubois
      George Pastell: Hashmi Bey
      Jack Gwillim: Sir Giles Dalrymple
      John Paul: Inspector Mackenzie
      Dickie Owen: Die Mumie (Ra-Antef)
      Jill Mai Meredith: Jenny
      Michael Ripper: Achmed


      Inhalt: Die Ägypten-Expedition des Archäologen Dubois hat gerade den großen Erfolg gefunden, das Grab des Pharaohs Ra-Entep, als Dubois in der Wüste ermordet wird. Damit übernimmt der amerikanische Investor Alexander King, um die Ausgrabungsstücke über eine kleine Tournee via England in die Vereinigten Staaten zu schicken. Dubois' Team ist nicht erfreut und auch die Ägypter hätten den Schatz lieber für ihr Land aufgekauft, doch sie können sich nicht durchsetzen. Doch auf Ra-Entep liegt ein Fluch und der seltsam gut informierte Schiffspassagier Beauchamp könnte eventuell wissen, womit man es zu tun hat - denn die Mumie geht bereits um...


      Trailer:

      Meine Meinung.
      Finde hier weder den Trailer noch weiß ich nicht so richtig wie ich das Cover hier einfügen soll.
      Ich habe den Film zum ersten Mal mit 13 gesehen und war faziniert. Diese Filmschmiede aus dem Hammerstudios ist neben den anderen Mumienfilmen ein vergleichbarer Horroklassiker made in GB.
      Spannung, Horror und ne Mischung aus Krimi und Abenteuer. Zusammengefasst ist der Film von der Thematik derselbe. Grab wird geöffnet, Mumie entkommt, es gibt Mord und Totschlag. Doch hier handelt sich nciht um einen Trash oder sondergleichen. Mit viel Liebe zur Spannung erzeugt wirkt er sehr bedrohlich. Ein vergessener Genreklassiker aus den 60-ern.
      Der Trick dass man keinen Kater bekommt, besteht darin nicht aufzuhören zu trinken!!!

    • Ich bin ein wenig überrascht, dass der Film hier noch nicht geürdigt wurde. Zwar kein Überflieger, aber solide Hammer-Kost mundet auch sehr angenehm.
    • ich habe diesen noch als VHS. Müsste ich mir mal direkt vorkramen und wieder geben.
      Gar nicht übel das Teil lolp
    • The Curse of the Mummy’s Tomb (Die Rache des Pharao, 1964)



      Regie: Michael Carreras

      Produktion: Hammer Film Productions, GB, Drehzeit: 24.02.1964 - 27.03.1964

      Mit: Terence Morgan, Ronald Howard, Fred Clark, Jeanne Roland, George Pastell, Jack Gwillim, John Paul, Dickie Owen, Jill Mai Meredith, Michael Ripper


      Handlung:

      Im Jahre 1900 findet eine Gruppe von Archäologen in Ägypten eine Mumie, die nach England transportiert wird, wo sie von dem geschäftstüchtigen Alexander King im Rahmen eines Showprogramms ausgestellt werden sollte. Allerdings verschwindet die Mumie nicht nur spurlos, sondern wird auch noch zum Leben erweckt und startet bald einen tödlichen Rachefeldzug…

      Anmerkungen:

      Es handelt sich hier nach „The Mummy“ um Hammers zweiten Mumienfilm, der trotz des großen Erfolgs mit diesem Thema ungewöhnlich lange ausständig blieb. Franz Reizensteins hervorragende monumentale Musik des 1959er-Streifens wird dabei recycelt und auch die Handlung selbst ist sehr ähnlich gestrickt. Ein einbalsamierter Wiedergänger macht jenen den Garaus, die auf seine ewige Ruhe pfeiffen und hat darüber hinaus noch ein Hühnchen mit seinem deutlich hübscheren und zum ewigen Leben verurteilten Bruder zu Rupfen, was nun mit 3000 Jahren Verspätung ausgetragen wird. Letzterem ist dies mehr als Recht, da er seiner Unsterblichkeit schon lange überdrüssig ist und die Übel dieser Welt hinter sich lassen will. Aufgrund eines Fluches kann ihm nur sein mumifizierter Bruder, um dessen Bereitschaft er nicht lange bitten muss, das Lebenslicht löschen. Damit das angesteuerte "Familiendrama" nicht allzu geradlinig verläuft, kommt es, natürlich Dank einer Frau, zum Konflikt zwischen den Freaks.

      Der Film ist stellenweise auffallend brutal, indem er einige für damalige Verhältnisse recht grenzwertige Verstümmelungen zeigt. Wo ein Biest ist, ist natürlich auch die Schöne nicht weit. Diese wird von Jeanne Roland (geb. 1937 oder 1942) gespielt, die gleichzeitig ihr Debut gibt und im späteren Verlauf Ihrer kurzen Karriere, die auch den Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ verbuchen sollte, nicht mehr großartig auffiel. Sie wird übrigens per Synchro mit einem französischen Akzent ausgestattet.

      Sehr schön anzusehen sind die satten 60er-Jahre-Farben. Die relativ grausame Anfangssequenz zeigt eine sehr offensichtliche Studiokulisse, was diesem und vielen anderen Filmen des Genres aber einen eigenen Charme verleiht. Die Hauptrollen sind mit Darstellern besetzt, die nicht zur etablierten Hammer-Riege gehören, aber beweisen, dass diese Filme auch ohne Cushing und Lee funktionieren können. Für den Wiedererkennungswert hält wieder einmal Michael Ripper in einer seiner vielen kleinen Rollen her und wird als Mumienwächter nach ca.15 Minuten in's Jenseits befördert. Der Zypriot George Pastell (1923-1976) wiederholt lediglich seine Rolle aus "The Mummy".

      Christopher Lee hatte aufgrund seiner inzwischen deutlich gewachsenen Popularität aus verständlichen Gründen kein Interesse mehr daran, sich in Leinen einbinden zu lassen, weshalb der Stuntman Dickie Owen (1927-2015) den Zuschlag für den Monster-Part bekam. Dieser bemühte sich sichtlich darin, die Mumie ähnlich brachial auftreten zu lassen.

      Ein besonderes Schmankerl ist das angewandte Techniscope-Verfahren (2,35:1), welches ein auffallend weitwinkeliges Bild ermöglicht.

      Fazit:

      Flott, spannend und farbenprächtig inszenierter Low-Budget-Film, wie ihn nur die Briten so rasch und geschickt runterzukurbeln verstanden. Wie bei Hammers Mumienfilmen üblich, wird zwar eine keineswegs neue, dafür aber sehr unterhaltsame, Geschichte geboten. Auch auf die Atmosphäre kann man sich verlassen.

      [film]8[/film]
    • Eine schöne Nachbetrachung des Films, werter spooky.
    • sid.vicious schrieb:

      Eine schöne Nachbetrachung des Films, werter spooky.

      Vielen Dank Sid.Vicious. Wie ich sehe, bist du auch Hammer-Fan. Was sind eigentlich deine Favoriten?
    • Fällt mir glatt ein, von den Hammer Edition habe ich "Bestien lauern vor Caracas" mit Hildegard Knef. Sollte man beizeiten auch mal erwähnen.
      Der Trick dass man keinen Kater bekommt, besteht darin nicht aufzuhören zu trinken!!!

    • spooky schrieb:

      sid.vicious schrieb:

      Eine schöne Nachbetrachung des Films, werter spooky.
      Vielen Dank Sid.Vicious. Wie ich sehe, bist du auch Hammer-Fan. Was sind eigentlich deine Favoriten?

      Diese Favoritenlisten sind immer so verpflichtend. Die Schmiede hat so viele schöne Eisen geformt. Bestimmt 90% der Produktionen sind sehenswert und bereiten viele schaurig-schöne Filmmomente. Egal ob die wunderschönen, märchenhaften und antinaturalistisch mutenden Frühwerke wie „Horror of Dracula“, „Blut für Dracula“, „Dracula und seine Bräute“ oder die späteren – mehr auf Erotik setzenden und zugleich härteren Werke wie „Circus der Vampire“.
    • sid.vicious schrieb:

      spooky schrieb:

      sid.vicious schrieb:

      Eine schöne Nachbetrachung des Films, werter spooky.
      Vielen Dank Sid.Vicious. Wie ich sehe, bist du auch Hammer-Fan. Was sind eigentlich deine Favoriten?
      Diese Favoritenlisten sind immer so verpflichtend. Die Schmiede hat so viele schöne Eisen geformt. Bestimmt 90% der Produktionen sind sehenswert und bereiten viele schaurig-schöne Filmmomente. Egal ob die wunderschönen, märchenhaften und antinaturalistisch mutenden Frühwerke wie „Horror of Dracula“, „Blut für Dracula“, „Dracula und seine Bräute“ oder die späteren – mehr auf Erotik setzenden und zugleich härteren Werke wie „Circus der Vampire“.

      Eine sehr stimmige Antwort, der ich mich im Großen und Ganzen anschließe, wenn auch die früheren Werke der 50er- und 60er-Jahe beim mir ein kleines Bisschen die Nase vorn haben.
    • Duke Nukem schrieb:

      Fällt mir glatt ein, von den Hammer Edition habe ich "Bestien lauern vor Caracas" mit Hildegard Knef. Sollte man beizeiten auch mal erwähnen.

      Dieser Film gefällt mir weniger, weil er für Hammer eigentlich ungewohnt trashig ist. Habe ihn mal woanders besprochen. Ich kann die Kritik aber auch einmal hierher transferieren.