Leatherface

    • Rumpstumper schrieb:

      Kein Vergleich zu dem 2003 und 2006er Teil mit dem
      genial spielenden R. Lee Ermey d

      Wenn man mit solch einer Erwartung heran geht, wird der Film völlig versagen. Hollywood ist doch in Sachen Horror im Kino fast völlig abgestumpft, da gibt es sowas nicht mehr wie 2006 bis 2009 mit TCM, THHE oder The Last House on the Left oder auch Rob Zombies Halloween, denn man will wohl keinen Ärger mehr mit Schnittfassungen haben, die Gewalt wurde zurück geschraubt, um den Massenmarkt vermeindlich besser zu bedienen. Das die qualität allgemein drunter leidet, ist natürlich noch eine Sache.
    • Rumpstumper schrieb:

      Also gewaltarm und Hollywood konform ist Leatherface imo nicht.
      ...nein, das ganz sicher nicht, besonders wenn man an den Sherriff denkt, und eine "Mainstream" Story ist es natürlich auch nicht.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom bomb ()

    • Da hast du recht, terror wie in älteren teilen der Serie sucht man vergebens.

      Es ist eher in kleinen Teilen ein Drama, und zum großen Teil ein Natural Born Killers Verschnitt. Terror ist hier definitiv Fehlanzeige.
    • Das Ende hat für mich noch was gerettet, da gibt es auch mal Härte und die Wendlung fand ich noch spannend. Du hast aber recht, unter Leatherface versteht man einen größeren Burschen, daher dachte ich auch erst, dieser Angelo Kelly Fett-Verschnitt wäre Leatherface. :3:
    • Härte ist nicht gleich härte würde ich mal behaupten.
      Vergleicht das doch mal mit den Terror in The Beginning oder dem Ur Vater aus dem Jahr 1974, da schlottern selbst mir noch die Knie.
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    • Gestern Abend habe ich mir mit meiner Frau nun endlich Leatherface angesehen.
      Die Wertungen gehen ziemlich auseinander bei diesem Werk, was ich verstehen kann.
      Ich wurde ehrlich gesagt enttäuscht, dennoch hat er mir ganz gut gefallen. Ich habe wohl einfach zuviel erwartet. Die beiden Regisseure von Inside machen nen Texas Chainsaw Film, da stieg die Vorfreude extrem an. Doch was man hier bekommt ist kein klassischer Texas Chainsaw Massacre Film. Würde nicht leatherface auf dem Cover stehen könnte man meinen man sieht irgendeinen anderen Horrorfilm der nichts mit der Reihe zu tun hat. Doch er ist kurzweilig und recht blutig. Kann natürlich nicht mit dem Orginal herhalten oder dem Remake, genauso wenig mit the Beginning.
      Aber er hat mich für einen Abend gut unterhalten.
      Von mir gibt es folgende Punktzahl= [film]7[/film]
    • Ich kann die Kritiken,die im Mittelmaß liegen absolut nachvollziehen.
      Für mich kommt das ganze so rüber,als ob ma hier n einen Film vor sich hat der vom Titel her das Thema verfehlt hat.
      Ein paar gute Gore Szenen waren ja drin,aber das war es dann auch schon so das man hier getrost sagen kann,eineml geshen reicht.

      [film]5[/film]
    • Neu






      Leatherface
      (Leatherface)
      mit Stephen Dorff, Lili Taylor, Sam Strike, Vanessa Grasse, Finn Jones, Sam Coleman, Jessica Madsen, James Bloor, Christopher Adamson, Dimo Alexiev, Nathan Cooper
      Regie: Alexandre Bustillo / Julien Maury
      Drehbuch: Kim Henkel / Seth M. Sherwood
      Kamera: Antoine Sanier
      Musik: John Frizzell
      SPIO/JK
      USA / 2017

      Texas in den 50er Jahren: Der jüngste Spross von Verna Sawyer (Lili Taylor) wird wegen des Mordes an der Tochter des örtlichen Sheriffs Hal Hartmann (Stephen Dorff) in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.
      Zehn Jahre später kann er jedoch mit drei sadistischen Insassen fliehen. Die junge Krankenschwester Lizzy (Vanessa Grasse) nehmen sie als Geisel und schon bald heftet sich Sheriff Hartmann an ihre Fersen, der auf Rache aus ist.
      Ein Roadtrip in Richtung Hölle beginnt, der eine furchtbare Blutspur des Grauens hinterlässt. Der Junge Sawyer verwandelt sich somit zu dem Monster, das man bald unter dem Namen "Leatherface" kennen wird.



      Mit "Leatherface" geht das Franchise "The Texas Chainsaw Massacre" nun auch schon in die mittlerweile achte Runde und präsentiert dabei die zweite Vorgeschichte des Killers mit der Kettensäge. Während "TCM: The Beginning" noch das Prequel zum 2003 erschienenen Remake von Michael Bay war, orientiert sich der vorliegende Film am Original von Tobe Hooper. So trägt Leatherface dieses Mal auch den Namen Jed Sawyer, wohingegen er in "TCM: The Beginning" noch als Thomas Hewitt unterwegs war. Mit der Regie wurde das Duo Alexandre Bustillo und Julien Maury beauftragt, das sich seinerzeit mit dem französischen Kracher "Inside" einen Namen gemacht hat. Genauso blutig und hart geht es hier zwar nicht zur Sache, aber "Leatherface" beinhaltet durchaus einen sehr ansehnlichen Härtegrad. Bei diesem hat man glücklicherweise auf den Einsatz von CGI verzichtet, was dem Gesamtbild definitiv zu gute kommt.

      Gedreht wurde die Vorgeschichte aus Kostengründen in Bulgarien, was dem Szenario aber keinesfalls abträglich ist. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn in atmosphärischer Hinsicht erscheint das Ganze äußerst stimmig. Zudem kann man dem Zuschauer auch ohne Weiteres ein ansehnliches Ambiente der 60er Jahre vermitteln, was auch durch die passende musikalische Untermalung zusätzlich unterstrichen wird. Im Grunde genommen hört sich das alles also ziemlich gut an, aber dennoch kann der Film nicht auf der ganzen Linie überzeugen. Dabei kann man noch nicht einmal genau sagen an welchen Dingen dieser Umstand fest zu machen ist, aber der echte Funke will irgendwie zu keiner Zeit überspringen. Rein handwerklich kann man dem Werk wirklich keinen Vorwurf machen, dennoch fehlt es ganz einfach am notwendigen Extra, damit die Story sich aus der breiten Masse hervor heben könnte.

      Sicherlich ist dies auch darin begründet das man ja schließlich ganz genau weiß, auf was das Ganze am Ende hinaus läuft. Es gibt eben keine wahren Überraschungsmomente und diesen Umstand sollte man schon vor der Sichtung in die eigene Erwartungshaltung einfließen lassen. Ein weiterer und nicht gerade unwichtiger Gesichtspunkt ist sicherlich auch im generellen Stellenwert des Killers an sich zu suchen, denn obwohl das Franchise an sich seit jeher sehr beliebt ist, steht Leatherface doch ein wenig im Schatten seiner Genrekollegen Freddy Krueger, Jason Voorhees und Michael Myers. Denn obwohl Hooper's Original als bahnbrechendes Werk anzusehen ist, konnte die Hauptfigur nie den gleichen Status wie die anderen Serienkiller erreichen. Sicher, ein Leatherface hat sich auch einen durchaus berechtigten Kultstatus erworben, aber dennoch fehlt es der Figur ganz generell an der nötigen Ausstrahlung, um mit Freddy, Jason und Michael auf eine Stufe gestellt zu werden. Es mag bestimmt nicht jeder so sehen, aber dennoch hat die Figur meiner persönlichen Meinung nach immer ein eher stiefmütterliches Dasein gefristet.

      Wie dem auch sei, in der Summe gesehen handelt es sich hier um einen äußerst soliden Beitrag, der seine größte Stärke sicherlich in der vorherrschenden Atmosphäre zum Ausdruck bringt. Einige härtere Einstellungen verleihen dem Gesamtbild eine zusätzliche Würze, wobei der enthaltene Härtegrad niemals den üblichen Rahmen sprengt. Bustillo und Maury haben gute Arbeit abgeliefert, aber trotzdem hätte man aus der Geschichte eventuell noch mehr heraus holen können. Letztendlich bleibt eine gute Mischung aus Road Trip und Horrorfilm, die aber keinesfalls im obersten Regal des Genres anzusiedeln ist.


      Fazit:


      "Leatherface" ist keinesfalls das von manch einem erwartete Spektakel, das man vielleicht aufgrund des Regie-Duos Bustillo und Maury erwartet hat. Dennoch entpuppt sich das Szenario größtenteils als äußerst stimmig, beinhaltet allerdings keinerlei Überraschungsmomente. Für Liebhaber der Filmreihe auf jeden Fall unverzichtbar, aber auf keinen Fall ein Horrorfilm der einen wirklich vom Hocker haut.


      6,5/10
      Big Brother is watching you