Die Geheimnisvolle Insel

    • Die Geheimnisvolle Insel



      Originaltitel: Mysterious Island
      Produktionsland: Großbritannien, USA
      Produktion: Charles H. Schneer
      Erscheinungsjahr: 1961
      Regie: Cy Endfield
      Drehbuch: Jules Verne (Roman), John Prebble, Daniel B. Ullman, Crane Wilbur
      Kamera: Wilkie Cooper
      Schnitt: Frederick Wilson
      Spezialeffekte: Ray Harryhausen
      Budget: ca. -
      Musik: Bernard Herrmann
      Länge: ca. 96 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: Michael Craig, Joan Greenwood, Michael Callan, Gary Merrill, Herbert Lom, Beth Rogan, Percy Herbert, Dan Jackson, Harry Monty


      Inhalt:
      In einer Hexenküche unheimlicher Gefahren versuchen sieben Schiffbrüchige auf einer Insel zu überleben. All ihre Hoffnungen auf eine baldige Rettung werden zunichte gemacht, als ein Piratenschiff auftaucht und die Inselbewohner unter Feuer nimmt. Die Lage scheint hoffnungslos. Da wird das Piratenschiff plötzlich von einer gewaltigen Explosion erschüttert und versinkt mit seiner Besatzung. Unter Anleitung von Kapitän Nemo (Herbert Lom) versuchen die Gestrandeten das Schiff zu heben. Aber Eile tut not, denn der Inselvulkan kann jeden Moment ausbrechen. Werden sich vor der Katastrophe noch alle retten können?



      Trailer:



      Kriitk:

      Die Geschichte geht spannend los mit einer unplanmäßiger Ballonfahrt bei starkem Orkan während eines Kriegszenarios. Die Beteiligten stranden dann an eine unbekannte Insel und schon wartet das erste Ray Harryhausen Stop Motion Monster, eine Riesenkrabbe darauf Futter zu bekommen oder selbst gegrillt zu werden, wie man es nimmt. Die Krabbe sieht toll und lebendig aus, die schönste Monsterkrabbe die je das Lichtspielhaus gesehen hat, jegliche moderne Computereffekte Hollywoods verblassen dagegen, auch Tarantula oder Die Fliege sind tricktechnisch hiermit eingestaubte Geschichte (eigentlich schon seit Sindbads 7. Reise). Die Harryhausen Monster-Effekte sind ganz sicher das Highlight wie noch Riesenbienen, ein Dinostrauß und eine Unterwasserkrake.
      Allerdings fehlt ein bisschen die Härte, die Monster wirken weniger Böse, also sie greifen nur spärlich an, auch noch spärlicher als in späteren Harryhausen Filmen, wodurch die bedrohliche Spannung verloren geht, dem Filmalter allerdings verschuldet. Rein optisch ist die Kulisse auch etwas veraltet und der Ausbruch des Vulkans wird durch überholte, schwache Computereffekte garniert, die Ballonfahrt und Unterwasserszenen sind zu dunkel abgefilmt. Kritisieren kann man auch noch den Zufall, dass ausgerechnet 2 Ladys noch nach den Männern auf der Insel stranden, die eigentlich keinen wirklichen Sinn haben außer die ansprechenden Kostüme zu präsentieren, da sogar auf Sex verzichtet wird. Die Geschichte erinnert nicht umsonst an Robinson Crusoe, es wird sogar das Buch dazu in einer Schatzkiste gefunden.

      Trotz der Schwächen ist dieses Mysterious Island sicher die beste Realverfilmung des Stoffs mit einigen im Gedächtnis bleibenden Stop Motion Effekten.

      [film]7[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)