Body Puzzle - Mit blutigen Grüßen

    • Body Puzzle - Mit blutigen Grüßen



      Produktionsland: Italien
      Produktion: Mario Bregni, Pietro Bregni
      Erscheinungsjahr: 1992
      Regie: Lamberto Bava
      Drehbuch: Lamberto Bava, Teodoro Corrà, Bruce Martin, Domenico Paolella
      Kamera: Luigi Kuveiller
      Schnitt: Piero Bozza
      Spezialeffekte: Franco Casagni
      Budget: ca. -
      Musik: Carlo Maria Cordio
      Länge: ca. 99 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Joanna Pacula, Tomas Arana, François Montagut, Gianni Garko, Erika Blanc, Matteo Gazzolo, Susanna Javicoli, Bruno Corazzari, Ursula von Baechler, Sebastiano Lo Monaco, Giovanni Lombardo Radice, Paolo Baroni


      Inhalt:

      Bei einem mysteriösen Verkehrsunfall kommt ein Motorradfahrer kommt ums Leben. Nachdem Gras über die Sache gewachsen ist, erhält seine Witwe Tracy plötzlich grausame Botschaften, und zwar einzelne Körperteile von entsetzlich zugerichteten Mordopfern, denen zusätzlich ein inneres Organ fehlt. Wenig später wird auch noch die Leiche ihres Mannes Abe aus dem Grab gestohlen! Kommissar Mike steht vor einem Rätsel. Ist Tracy in Gefahr? Was will der Killer mit seinen Botschaften erreichen? Ein Alptraum, der seines gleichen sucht! Es kommt zu einem letzten Duell und der Killer, der es zu sein scheint, ist in Wirklichkeit ein anderer?


      Trailer:


      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung (als Mediabook): 07.05.2015


      Kritik:

      Der Mörder wird früh präsentiert, dadurch gestalten sich die Ermittlung im Mittelteil als nicht spannend. Immerhin, die Morde sehen ganz ansehnlich aus und ein paar abgetrennte Körperteile gibt es dabei zu sehen. Die stetig monströse Orchestrale Sounduntermalung macht zudem Stimmung, auch wenn sie vielleicht nicht ganz passen mag (etwas dick aufgetragen), denn der Sound ist größer als der Film es ist. Nichts besonders also, der Anfang und das Ende ist aber ganz ansehnlich, besonders ein Mord im Pool ist einprägsam wenn der Mörder mit dem Messer wie der weiße Hai tauchend unter Wasser angreift, somit Giallo Fans bedient werden. Der Direktor des Friedhofs heißt übrigens „Fulci“. ;-)

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    • Body Puzzle - Mit blutigen Grüßen
      (Body Puzzle)
      mit Joanna Pacula, Tomas Arana, François Montagut, Gianni Garko, Erika Blanc, Matteo Gazzolo, Susanna Javicoli, Bruno Corazzari, Ursula von Baechler, Sebastiano Lo Monaco, Giovanni Lombardo Radice, Paolo Baroni
      Regie: Lamberto Bava
      Drehbuch: Lamberto Bava / Teodoro Corrà / Domenico Paolella
      Kamera: Luigi Kuveiller
      Musik: Carlo Maria Cordio
      ungeprüft
      USA / 1991

      Ein mysteriöser Verkehrsunfall, ein Motorradfahrer kommt ums Leben. Seine Witwe Tracy erhält grausame Botschaften - einzelne Körperteile von entsetzlich zugerichteten Mordopfern, denen zusätzlich ein inneres Organ fehlt. Dazu ein unglaubliches Verbrechen: Die Leiche ihres Mannes Abe wird aus dem Grab gestohlen! Detective Mike steht vor einem Rätsel. Ein Alptraum, der seines gleichen sucht!


      Als Sohn in die Fußstapfen eines berühmten Vaters zu treten fällt zumeist recht schwer, wenn dieser dann auch noch Mario Bava heißt, wird die Bürde nicht unbedingt kleiner. Dennoch gibt es auch in der Filmografie eines Lamberto Bava einige durchaus sehenswerte Beiträge und der vorliegende Spät Giallo "Body Puzzle" dürfte dabei nicht gerade zu den schlechtesten gehören. In weiten Teilen beinhaltet dieser feine Thriller sämtliche Zutaten des beliebten italienischen Sub Genres und auch wenn in vorliegendem Fall der Mörder von Anfang an bekannt ist, ändert dieser Umstand keinesfalls etwas an der vorhandenen Qualität der Geschichte. Diese präsentiert sich nämlich mit einer herrlichen Grundstimmung ausgestattet als ein nettes Verwirrspiel und gibt dem Zuschauer so einige kleinere Rätsel auf, bis zum Ende hin dann endlich die Gesamtzusammenhänge zu erkennen sind. Zwar setzt Bava dabei nicht immer auf die logische Komponente, doch vom reinen Unterhaltungswert her offenbart sich ein durchgehend spannendes und interessantes Szenario, das auch mit recht gut agierenden Darstellern aufwarten kann. Zugegebenermaßen spielt Hauptdarstellerin Joanna Pacula ein wenig distanziert und phasenweise fast schon unterkühlt, doch ist sie mit ihrem blendenden Aussehen ein absoluter Farbtupfer und eine wahre Labsal für das männliche Auge.

      Seine wahre Stärke beinhaltet das Szenario jedoch in diversen Plot Twists, mit denen der Regisseur insbesondere im letzten Drittel für so manchen Aha Moment beim Betrachter sorgt. Wird man doch zuvor die gesamte Zeit über eher in dem Glauben gelassen das die Lösung der mysteriösen Mordserie doch recht offensichtlich zu erkennen ist und man lediglich die Motive des Täters sucht, so ergeben sich doch zum Ende hin noch einige Wendungen, die auch die Identität des psychopathischen Killers in Frage stellen. Und so zieht sich also ein dramaturgisch gut aufgebauter Spannungsbogen durch die Ereignisse, die dem Betrachter auch so manche etwas blutigere Szene anbietet. Dennoch bewegt sich der enthaltene Härtegrad in einem eher überschaubaren Rahmen und an manchen Stellen hätte man sich sogar eine etwas explizitere Darstellung der Morde gewünscht. Es hätte ja nicht zwangsweise in eine sinnlose Schlateplatte ausarten müssen, doch ein wenig mehr visuelle Konsequenz hätte dem Ganzen sicherlich nicht geschadet.

      Meiner Meinung nach hätte die Geschichte so noch weitaus mehr Wucht freigesetzt und in der Gesamtbetrachtung für ein noch überzeugenderes Gesamtbild gesorgt. Doch auch in der vorliegenden Form gestaltet sich "Body Puzzle" immer noch überdurchschnittlich gut, auch wenn das Werk bestimmt nicht zu den absoluten Größen des Genres zu zählen ist. Dafür bekommt man allerdings eine sehr sehenswerte Mischung aus Gialli und Mystery Thriller geboten, die phasenweise sogar ein wenig psychologische Tiefe erkennen lässt. Gleichzeitig trifft man an dieser Stelle jedoch auch auf eine kleinere Schwäche, denn etliche gute Ansätze wurden von Bava letztendlich nicht konsequent genug heraus gearbeitet. Insbesondere die psychologische Komponente des Ganzen hätte nämlich noch weitaus mehr Potential beinhaltet, doch leider wurde ein Großteil davon lediglich leicht angekratzt. In meinen Augen handelt es sich aber um eine Schwäche auf einem guten Niveau, denn trotz kleinerer Versäumnisse bekommt man ein mehr als ordentliches Gesamtpaket geschnürt, das zudem auch noch mit einer äußerst passenden musikalischen Note hervor gehoben wird.

      Es liegt wie eigentlich immer im Auge des jeweiligen Betrachters, doch insgesamt gesehen handelt es sich hier um einen oft unterschätzten Genre Film der manchmal vollkommen zu Unrecht eher schlecht bewertet wird. Für die relativ späte Entstehungszeit kann sich dieser Giallo absolut sehen lassen und durch das Einfügen der Mystery Elemente wird dem Szenario eine ganz besondere Würze verliehen. Die nun erschienene deutschsprachige Erstveröffentlichung auf DVD und Blu-ray kann sich sehen lassen, der Film liegt in einer wirklich guten Bild-und Ton Qualität vor. Genre Liebhaber können also ohne große Bedenken zugreifen, denn dieser Film wird ganz bestimmt nicht nur einmal im heimischen Player landen.


      Fazit:


      "Body Puzzle" hat mich trotz anfänglicher Skepsis sehr positiv überrascht und bietet bis auf einige kleinere Mängel richtig gute Unterhaltung. Dennoch hätte man durchaus noch mehr aus vorhandenem Potential heraus holen können, was den Gesamteindruck noch ein gutes Stück aufgewertet hätte.


      [film]7[/film]
      Big Brother is watching you



    • Produktionsland: Italien
      Produktion: Mario Bregni, Pietro Bregni
      Erscheinungsjahr: 1992
      Regie: Lamberto Bava
      Drehbuch: Lamberto Bava, Teodoro Corrà, Bruce Martin, Domenico Paolella
      Kamera: Luigi Kuveiller
      Schnitt: Piero Bozza
      Spezialeffekte: Franco Casagni
      Musik: Carlo Maria Cordio
      Länge: ca. 99 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Joanna Pacula, Tomas Arana, François Montagut, Gianni Garko, Erika Blanc, Matteo Gazzolo, Susanna Javicoli, Bruno Corazzari, Ursula von Baechler, Sebastiano Lo Monaco, Giovanni Lombardo Radice, Paolo Baroni



      Eine Mordserie hält die Polizei in Atem. Dabei geht der Mörder äußerst exquisit zur Sache und trennt seinem jeweiligen Opfer entweder ein Körperteil ab oder er entnimmt ein Organ. Eines dieser Souvenirs landet im Kühlschrank von Tracy. Warum hat…

      Ein Spät-Giallo unter Leitung von Lamberto Bava. Was sich nach einem Reinfall anhören mag, entpuppt sich als ein ordentlicher Genrebeitrag. Mein Bezug zu Lamberto ist nicht gerade der beste, deshalb sind die vorherigen Worte als Kompliment zu verstehen. Denn BODY PUZZLE konnte mich gut unterhalten.


      „Was ist die Whitechapel -Mordserie?“ (Ein überforderter Polizist)


      Die Geschichte zum Film ist schnell erzählt. Ein Mörder geht um, die Leichen mehren sich, die Polizei steht vor einem Rätsel, der Rezipient sucht nach des Mörders Ambition. Dieses wird recht gut zusammen- bzw. umgesetzt, so dass man durchgehend am Ball bleibt und nicht alle zwei Minuten gelangweilt zur Uhr schaut.

      Lamberto Bava liefert dem Zuschauer (wie schon erwähnt) schnell den Mörder. Bei der Suche nach den Gründen werden nach und nach zusätzliche Informationen eingebracht. Ob die anstehende Lösung plausibel ist, sollen von mir aus die Logikfanatiker diskutieren…

      BODY PUZZLE bietet ferner einige gute visuelle Ideen. Die Kameraperspektiven tragen interessante Bilder zu Tage. Dazu gesellt sich auch ein wenig Gore.

      Die Darstellerliste bietet mit Erika Blanc, Bruno Corazzari und Gianni Garko gute alte Genrebekannte. Dabei muss man allerdings erwähnen, dass diese nur kurze Auftritte haben. Die Hauptparts gehören François Montagut, Tomas Arana und einer sehr adretten Joanna Pacula.

      Fazit: Wer auf Atmosphäre verzichten kann und einen Giallo nicht nur mit den 60er, 70er und den frühen 80er Jahren assoziiert… oder einfacher und kürzer gesagt: Genrefans - die nicht allzu engstirnig sind, denen könnte BODY PUZZLE durchaus zusagen.