Frozen - Eiskalter Abgrund

    • Frozen - Eiskalter Abgrund angeschaut , naja er zieht sich ein wenig , aber ansonsten kann man sich diesen Film anschauen. :3:

      [film]7[/film]
      Greetz Zombiefreak
    • Ich liebe diese Filme, in denen eigentlich ohne großen Aufwand mit ziemlich minimalistischen Mitteln eine maximale Wirkung erzielt wird. Regisseur Adam Green (Hatchet, Hatchet 2) hat hier sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt das es nicht immer ein hoher Härtegrad sein muss, der den Zuschauer das Fürchten lehrt, denn manchmal reicht es vollkommen aus eine realistisch anmutende Situation in Szene spannend und atmosphärisch in Szene zu setzen, um eine starke Verbindung zwischen dem Szenario und dem Betrachter herzustellen. "Frozen - Eiskalter Abgrund" ist genau so ein Film, der weder durch eine temporeiche Erzählweise, noch durch actiongeladene Passagen ins Auge fällt, sondern seine Spannung aus der Situation an sich bezieht, in der sich die drei Hauptfiguren der Geschichte befinden. Dabei startet der Film eigentlich eher ziemlich beschwingt und entführt einen in ein Ski-Paradies, in dem die drei Studenten ein nettes Wochenende verbringen wollen. Nichts ist zu spüren von dem Grauen das sich im Laufe der Zeit entfalten soll, vielmehr wird in den ersten gut 30 Minuten eine ausreichende Charakterzeichnung der Protagonisten geboten und einige Meinungsverschiedenheiten und Eifersüchtelleien untereinander treten in den Vordergrund. Für viele Leute mag diese Einführung in die Geschichte vielleicht etwas zäh oder langatmig erscheinen, doch meiner Meinung nach wollte Adam Green den Zuschauer hier ganz bewust etwas in Sicherheit wiegen, damit der später einsetzende Horror viel intensiver auf ihn einwirken kann. Dieser beabsichtigte Effekt tritt dann auch ziemlich schnell ein, als sich die zu Beginn noch ausgelassene und fröhliche Stimmung innerhalb kürzester Zeit in ein äusserst beklemmendes Szenario verwandelt, das auch dem Zuschauer sichtlich an die Nieren geht.

      Im Skilift vergessen befinden sich die drei Studenten auf einmal in einer Lage, die innerhalb weniger Minuten den blanken Horror aufkommen lässt, befindet man sich doch weit über dem Erdboden und die Aussicht auf Hilfe scheint hoffnungslos, da das Skigebiet erst am kommenden Wochenende wieder die Pforten öffnet. Ist zu Beginn noch durchaus die Hoffnung vertreten, das irgendwer zur Hilfe kommen wird, so ändert sich dieses Gefühl doch sehr schnell, Hilflosigkeit, Verzweiflung und die blanke Angst überkommt die drei Freunde, die sich immer mehr der Hoffnungslosigkeit ihrer lage bewust werden. Die Übergänge in die verschiedenen Gefühlslagen der Protagonisten werden dabei von den Darstellern erstklassig dargestellt, so das ein hohes Maß an Authenzität und Glaubwürdigkeit entsteht. Unweigerlich stellt man sich dabei selbst die Frage, wie man in dieser Situation reagieren würde, die sich mit der Zeit immer mehr zuspitzt und dabei auch den enormen psychischen Druck zum Ausdruck bringt, unter dem die Protagonisten stehen. Unweigerlich versetzt man sich in die Lage der Freunde und kann die bedrohliche und sehr düstere Atmosphäre fast körperlich spüren, die sich immer mehr entfalten kann und dabei äusserst intensiv auf einen einwirkt. Mittlerweile geht es um das nackte Überleben, denn ständige Wetterkapriolen und das Auftauchen mehrerer Wölfe verwandeln das Ski-Paradies auf einmal in eine wahre Winter-Hölle, aus der es anscheinend kein Entkommen gibt.

      Um die Spannung nicht zu beeinträchtigen, sollte man an dieser Stelle nichts von den Taten berichten, die das Trio zur eigenen Rettung unternimmt, jedoch kann man sich wohl sehr gut vorstellen, das es einige verzweifelte Rettungsversuche geben wird, die sicherlich nicht alle von Erfolg gekrönt sind. Es ist allerdings äusserst gut nachvollziehbar, was hier alles versucht wird, um sich aus der misslichen Lage zu befreien, in der man sich befindet. Adam Green hat bewust darauf verzichtet, an dieser Stelle in blinden Aktionismus zu verfallen, vielmehr hat er ein nachvollziehbares Geschehen in Szene gesetzt, in das sich der Betrachter sehr gut hineinversetzen kann. Gerade daraus bezieht "Frozen - Eiskalter Abgrund" seine ganz große Stärke, denn obwohl eigentlich gar nicht soviel passiert, geht von den Ereignissen eine fast schon erschreckend realistische Wirkung aus, die einen in ein wahres Wechselbad der Gefühle versetzt und einem so manch kalten Schauer über den Rücken jagt. Wenn man es genau nimmt, entsteht hier sogar der Eindruck eines Kammerspiels in freier Wildnis, das trotz der herrlichen Landschaft und den imposanten Bildern eine fast schon klaustrophobische Wirkung entfaltet, der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann und die sich wie eine zentnerschwere Last auf die eigenen Schultern legt.

      Dieser Film ist ein wirkliches Paradebeispiel dafür, das man wirklich mit den einfachsten Mitteln ein extrem intensives Thriller/Drama erschaffen kann, das nicht durch enormes Tempo oder jede Menge Action auffällt, sondern durch die gegebene Situation einen extrem straffen Spannungsbogen erzeugt, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Hinzu kommt selbstverständlich die aus der Situation entstehende Atmosphäre, die kaum besser hätte sein können. Düster und äusserst bedrohlich wird die Lage des Trios dargestellt und man ertappt sich selbst oft genug bei dem Gedanken, das man auch in dem Skilift sitzt und nicht weiss, wie man aus dieser hoffnungslosen Lage herauskommt. Die dabei entstehenden gefühle kann man kaum in Worte fassen, zu sehr ist man der Faszination dieses Filmes erlegen, von dessen Sichtung man sich auch erst einmal wirklich erholen muss, denn das dargestellte Geschehen nimmt einen doch ganz schön mit und hinterlässt auch eine sehr nachhaltige Wirkung, die man nicht so schnell wieder abschütteln kann.


      Fazit:


      Ein Kammerspiel in freier Wildnis, das zudem noch größtenteils in luftigen Höhen stattfindet, so könnte man diesen Film durchaus beschreiben. Keinerlei blinder Aktionismus und kaum visuelle Härte, dafür allerdings eine Situation die kaum bedrohlicher sein könnte, so hat Adam Green seine Geschichte gestaltet, die dadurch eine enorm intensive und glaubhafte Wirkung auf den Betrachter ausübt, der sich der Faszination der Ereignisse einfach nicht entziehen kann. Im Vordergrund steht der psychische Druck, unter dem die drei Hauptakteure stehen. Eine schier hoffnungslose Situation, die den wahren Überlebenswillen des Trios herausfordert und die Menschen über sich hinauswachsen lässt wird hier erstklassig dargestellt und verkommt keineswegs zu einem kitschigen Helden-Epos, wie man eventuell vermuten könnte. Wer kleine, aber sehr feine Thriller/Dramen zu schätzen weiss, die zudem noch äusserst glaubwürdig erscheinen, der kommt an diesem fantastischen Film ganz einfach nicht vorbei, für den man nur eine unbedingte und uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann.


      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • Gut gemacht,ma nich so vorhersehbar aber ich finds ne unverschämtheit Kane Hodder als schauspieler zu nennen für seine MINIrolle !
      Aber für die hauptschauspieler und das setting gibts von mir
      [film]8[/film]
    • Sehr gute Idee mit 1-2 Szenen bei denen man sich fragt....warum?!

      Aber wie reagiert man selber in dieser Situation. Die Totesangst und zudem die Kälte, welche einem die Fähigkeit nimmt klar zu denken.
      Von daher kann man schon von einem realistischen Szenario sprechen.

      Der Film ist intensiv und lebt von der bedrohlichen Lage.


      Kann man sich auf alle Fälle anschauen und wer Open Water mochte, dem gefällt Frozen auf jeden Fall

      Frostige
      [film]7[/film]
    • Nur durch Zufall habe ich von dem Film gehört und hat mich nach dem Lesen hier neugierig gemacht.
      Hab mal gestöbert ob ich diesen in der TV Mediathek entdecke, aber bei einem der Sky-Progamme kommt er heute Abend.
      Hab mir den einprogrammiert. Na, dann schaun wir mal...
    • So nun gesehen... und ich muss sagen, das der Film echt bedrohlich und düster daherkommt. Somit stimme ich Hayden vollkommen zu.
      Besser hätte ich diese Situationen auch nicht beschreiben können.
      Wäre ich in solcher Situation, ich glaube ich würde vor Angst wohl sterben!!
      Der Film hat einer meiner Sch...Erinnerungen wachgerufen: Als ich im Ausland tätig war, ist mir im Winter auf freier Wildbahn (nicht weit entfernt von unserem DE-Wohnlager) ein Wolf begegnet. Da haben sich meine Nackenhaare ganz schön aufgebäumt vor Schreck! Nach dem Erlebnis konnte ich mir für längere Zeit keine Filme oder Dokus mit/über Wölfe ansehen... :S

      von mir bekommt er:
      [film]8[/film]
    • Guter Film, habe ihn mir vor ein paar Jahren mal zufällig gekauft. Kann ich eigentlich nur empfehlen.
      Hat ja bloß nie die große Aufmerksamkeit bekommen.

      [film]8[/film]
      :23: Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität. :17:
    • Mega guter Survival- Thriller!!!. Spannend vom Anfang bis zum Schluss. Im Vergleich zu "Viktor Crowley" eine Meisterleistung :,D
      Und wertet den Film bitte angemessen. Wertung stand gerade noch bei 5 von 10. Und das hat er definitiv nicht verdient

      8 von 10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bachforelle ()

    • Wer "Frozen" mochte könnte mit "Break" aus Russischer Produktion möglicherweise auch etwas anfangen.

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...