Pandorum




    • Produktionsland: USA, Deutschland
      Produktion: Paul W.S. Anderson, Dave Morrison, Jeremy Bolt, Robert Kulzer, Martin Moszkowicz
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Christian Alvart
      Drehbuch: Travis Milloy, Christian Alvart
      Kamera: Wedigo von Schultzendorff
      Schnitt: Philipp Stahl
      Spezialeffekte: Gerd Feuchter
      Budget: ca. 40.000.000 $
      Musik: Michl Britsch
      Länge: 109 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Dennis Quaid, Ben Foster, Antje Traue, Cung Le, Norman Reedus, Cam Gigandet, Eddie Rouse, Wotan Wilke Möhring, Delphine Chuillot, Yangzom Brauen, Niels-Bruno Schmidt, Alessija Lause, Friederike Kempter, Jeff Burrell, Domenico D'Ambrosio



      Inhalt:

      An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton und Bower aus tiefem Schlaf - ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Wie lange haben sie geschlafen? Wo sind sie und was ist ihre Mission? Allein auf sich gestellt, bleibt den beiden nicht viel Zeit, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen düsteren Luftschächte macht Bower sich auf den Weg zur Brücke - ihre einzige Chance dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Er kriecht ins pechschwarze Nichts, tiefer und tiefer. Nur über Funk hält Bower mit Payton Kontakt. Doch es dauert nicht lange, bis sie feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind! Ein erbitterter Kampf ums Überleben und um die Zukunft beginnt - ihre und die der gesamten Menschheit...


      Trailer:










      Kino USA: 25.09.2009
      Kinostart in Deutschland: 01.10.2009

      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 22.04.2010 (Verleih: 08.04.2010)

      Meinung:

      Auch bei Pandorum wird vorausgesetzt, dass man die Inhaltsangabe zuvor gelesen hat, ansonsten weis man lange Zeit nicht was abgeht, da zu wenig erklärt wird. Ein Raumschiff wird erscheinen, wo eine Nachricht übermittelt wird, dass jemand der einzig Überlebende sein soll, was genau damit gemeint ist, weis man lange Zeit nicht.
      Sofort kommt der Zeitsprung und es wird versucht sich in "Eden Log" Manier durch ein dunkles Raumschiff zu Kämpfen, scheinbar hat es diese Untertasse als einziger Austragungsort des Filmes erwischt, wieso und weshalb weis man nicht, da unser ziemlich blass wirkender Hauptdarsteller auch erst mal nichts besseres zu tun hat, als sich zu rasieren, in dieser Situation. Anschließend erschient doch noch eine 2.Person des Raumschiffs und beide werden sich nun an diesem Ort zu Recht finden müssen, wobei dann die stärken des Filmes zunächst anhand des apokalyptischen Szenarios auszumachen sind. Überall scheint nun etwas Böses in den dunklen Ecken zu lauern und die beiden Männer versuchen also mitten drin herauszufinden was passiert ist. Der Zuschauer weis ebenfalls nicht was geschieht. Zunächst hat man aber die Hoffnung, dass man noch gute Strukturen im Ablauf aufgezeigt bekommt und der Zuschauer somit zunächst einmal mit Absicht das Ungewisse erhält. Es gibt auch ein paar Aliens zu sehen, allerdings anfangs nur stark im Schatten gehalten, wobei schnell sehr laut mit der gruseligen Sounduntermalung experimentiert wird.
      Ben Foster (30 Days of Night, The Punisher) in der Hauptrolle ist jedenfalls eine totale Fehlbesetzung, an Ausdruckslosigkeit ist er nicht zu unterbieten. Ich weis auch nicht warum hier stetig in Flüstersprache der Dialog abgehalten wird. Eine solche Witzfigur wie Ben Foster in der Hauptrolle zieht jeden Film natürlich nach unten, seine Überzeugungskraft ist gleich Null und trotzdem lassen sich alle Charaktere von ihm leicht Überreden. Dieses Aufzeigen zieht einen die Latschen von den Füßen, einfach nur mies gemacht.
      Der Rest vom Cast spielt sehr langweilig. Mit an Board Cam Gigandet (Twilight - Biss zum Morgengrauen, The Unborn), Dennis Quaid (The Horsemen, The Day After Tomorrow) noch als einziger halbwegs überzeugend, dass kann man von der deutschen Antje Traue nun wirklich nicht behaupten, mit stetig selbigen Gesichtsausdruck und blassem drein schauen, sehr überraschend hat sie es aus dem nichts nach Hollywood geschafft, wohl nach oben gezwitschert die Kleine?
      Die Bildschnitte und Szenen sind hier so schnell, dass man kaum was erkennt, wozu die stetige Dunkelheit zur Unübersichtlichkeit auch noch beiträgt. Weshalb man hier einen Indianer mit anderer Sprache im Gepäck mit an Board genommen hat ist unbegreiflich.
      Mit Bluteffekte hält man sich zurück, diese werden komplett im Off gehalten. Es wird allerdings genug Action geben, ähnlich wie bei Terminator 4 halt, mit viel Gebolze in künstlich wirkender, dunkler Umgebung.
      Zumindest unterhalten die Kampfszenen mit den gut ausschauenden Kreaturen dann im Verlauf etwas, wo man auf diese Wesen nun etwas länger drauf hält, jene Aliens auch in Massen noch erscheinen, wenn gleich der Ablauf insgesamt meist sehr hektisch gehalten ist.
      Pandorum ist momentan typisches Hollywood-Action Blockbusterkino in Reinkultur. Ein Film im Alien Verschnitt, auch wenn die Idee der Story durchaus sehr interessantes Material liefert und keine direkte Kopie darstellt. Es hätte aus Pandorum mit dieser Thematik hier was großes werden können, die einem "Destrict 9" (Inhaltlich: Lächerlich!) deutlich überlegen war, sogar ein Alien hätte man in den Ruhestand schicken können, so wurde die Idee aber ganz schwach umgesetzt. Auf Krawall-Sound stark im Vordergrund und Material Schlacht wird zu viel Wert gelegt, wo man aber nur wenig gescheites für sich aufnehmen kann und einen bleiben Eindruck hinterlässt dieses Gesamtwerk sowieso nicht.
      Die Kulisse des Raumschiffs sieht im stetigen Dunkel auch nicht wirklich atmosphärisch aus, im gelegentlich Hellen kommen sogar sehr künstliche und bleiche, ja billige Fassaden zum vorschein, wie zu den 70er Science Fiction Jahren. Da hat ein Paul Anderson auch mit seinem von "The Dark Side Of The Moon" abgeschauten "Event Horizon" von der Optik her schon um Meilen schöneres hinbekommen, wobei Paul Anderson hier im Film ja auch Produzent ist. Anhand der Düsternis irgendeines Alien Filmes ist das Werk sogar genau das Gegenteil von diesem, denn Dunkel allein lässt noch keine Atmosphäre aufkommen, da bedarf es viel mehr zu. Da die Darsteller alle blass wirken, insbesondere der Hauptdarsteller auch noch am ausdrucksschwächsten agier, sowie die Gefahr auch mit Gewalt entgegenlaufen wird, verfliegt sogar die apokalyptische Bedrohung vom Anfang noch ganz.

      Vergleiche mit Paul Anderson seinem Resident Evil kann man durchaus zeihen, denn in beiden gibt es gut animierte Kreaturen, Hollywood Action mit ordentlich Krach, blasse Darsteller, schläfrige Dialoge, keine Abwechslung anhand der künstlichen Kulisse und Spannung, die jedenfalls nicht richtig aufgebaut werden kann.
      Pandorum mit viel zu dickem Budget hat wie ein Terminator 4 und sonstige, überladene Konsorten aus dem Jahr 2009 zurecht an den Kinokassen in den USA Schiffbruch erlitten. Ein ganz fieser Schmutzling dieser Film, im wahrsten Sinne des Wortes. Jedenfalls von der Umsetzung der guten Idee her sind die Verantwortlichen mit diesem Resultat weit entfernt, ob ein Paul Anderson oder der noch recht unerfahrene Regisseur, sei mal dahin gestellt. Besonders grausam sind die uninteressant gesprochenen Dialoge der schwachen Besetzung, wo keine Spannung erzeugt werden kann, nur die extrem laute Geräuschkulisse und hektischen Bilder werden aber auch viele ansprechend finden, da bin ich mir wieder ziemlich sicher. Für ist Pandorum einfach nur zu sperrig und ermüdend. Also danke Herr Paul Anderson, ach nein der war ja nur der Produzent, dann halt Danke Herr Christian Alvart aus Deutschland, verantwortlich auch für den aktuell viel besseren Horrorfilm "Fall 39".

      [film]3[/film]
    • Totaler Fehlstart für den Sci-Fiction Horrorfilm PANDORUM am ersten Wochenende an den US Kinokassen, auch der Name Paul Anderson hat also nicht das große Interesse geweckt, was allerdings bei solch einem Aushängeschild vorlaub kaum verwunderlich ist, wenn man mal rückblickend schaut was Herr Anderson mit Mortal Kombat, Resident Evil & Alien vs.Predator schon alles von der Qulaität her in den Sand gesetzt hat, auch sein Death Race ist zuletzt nur bescheiden gelaufen, wenn auch wesendlich besser als Pandorum, wo er nun als Produzent seinen Namen hergibt, so Floppt der Film sogar Total, mit gerade mal ca. 4,4 Millionen Doller Umsatz im vergleich zum Budget, soviel ist schon sicher, wie das tatsächliche Ergebnis aussehen wird, zeigen dann die ersten Kritiken.

      Bleibt zu hoffen, dass das junge Unternehmen OVERTURE FILMS keine Bruchlandung machen wird, LET THE RIGHT ONE IN (Remake) und The Crazies (Remake) stehen jedenfalls auch noch an im nächsten Jahr.
    • Absolut keine ahnung warum Pandorum gefloppt ist! Mir gefiel der Film sehr gut. Störend wirkt auf mich die dauernde Dunkelheit, das war es aber auch schon. ansonsten kommt ein beklemmendes Gefühl während des Films auf. Darsteller top, story top. Wer Alien mag kann sich hieran mit Sicherheit auch erfreuen. Ein Vergleich hinkt natürlich,ist aber dennoch empfehlenswert. Movie in bester Alien/ Outland/ Event Horizon manier. [film]8[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...