6 Minutes of the Living Dead

    • RE: 6 Minutes of the Living Dead

      Die tolle Sounduntermalung muss von Michael Donner stammen, dies hört man gleich heraus.
      Wer hier Pate gestanden hat brauchen wir nicht zu erwähnen, der Film ist auch in s/w gehalten an einem Friedhof mit ein paar Bäume und viel Laub auf dem Boden, was vom Optischen her nahe am Original ran kommt, ansprechend stimmig ist auch ein einfallender Sonnenstrahl in die Kameralinse, wo es dann anschließend zu Verfolgungsszenario ansetzt, ja durch ein Zombie, der ziemlich trashig erscheint, so wie auch der ganze Film nur etwas für den Trashfreak ist. Mit dem Ton hat man ein paar Probleme, ist aber vom Dialog her ganz gut zu verstehen.

      Der Film zu Anschauen:
      KLICK

      [film]6[/film]

      [bier]7[/bier]
    • Die Idee, die Anfangssequenz aus dem Zombieklassiker Night of the living dead (1968) für einen Amateurkurzfilm zu kopieren, ist eigentlich gar nicht mal so verkehrt, sofern man denn zumindest beabsichtigt, dem ganzen den nötigen ironischen Unterton zu verpassen, oder dem Ganzen in Sachen böser Inszenierung einen drauf zu setzen.

      Das wollen 6 Minuten lebender Toten aber Beides, und versinken nach dem durchaus symphatischen, aber haargenauem Ablauf von 2 Personen, männlich, der gar nicht ans Grab will und die ängstliche Frau, die die Scherze von Kerl nicht mag, von Night auf dem Friedhof kopiert, in klamaukähnlichem Ablauf, denn Darstellung von furcheinflössenden Toten gelingt milde gesagt ehrlich den wenigsten Amateurfilmern, die sich an Zombiefilmen versuchen.

      Da kann auch die recht wirksame S/w Optik des Filmes nichts mehr retten, um das Alles irgendwo doch noch ansehnlich zu machen, denn der Überfall des ersten Zombies, bzw. der Umschwung von Annäherungsversuchen hinter seinem Rücken bis hin zu der Attacke des Zombies ist ein grosser Fall von Hoffnung und spannungsgrossem Erwarten zu grosser Ernüchterung, wird da doch blöde - sabbernd in die Kamera geglotzt, während dabei wieder selten doof, und gar nicht böse gestöhnt wird. Der zweite Zombie, weiblich, bringt es dabei nicht mal fertig, ihr Lachen zu verkneifen. Das hat allenfalls Kasperletheatercharakter, von Horror oder bestenfalls Parodie, die man noch am ehesten darein interpretieren könnte, fehlt jede Spur.

      Am Ende bleibt ein wenig Geschmodder, dass aufgrund der Optik wirkungslos bleibt und die Erkenntnis, das meinen Kurzfilm dieser Art, abgesehen von der Idee, durch minimale Faktoren in den Sand setzen kann. Eigentlich solide für den geneigten Appetizerfan in Sachen Amateurfilmchen, aber die Intention, die Motivation bzw. der Unterhaltungsfaktor bleibt aussen vor.

      43%