Zombies Hell's Ground

    • Nicht nur in Texas sollte man nicht abseits der bekannten Straßen reisen. Auch im Tausende Kilometer entfernten Pakistan haust das Grauen abseits der Zivilisation. Fünf Teenager belügen ihre Eltern, da sie unbedingt zu einem Rockkonzert wollen, auf dem Pakistans berühmteste Band spielt. Sie verlassen die nette und hübsche Vorstadt von Islamabad und wagen sich hinaus aufs Land. Doch was die fünf jungen Leute dort finden, ist kein Rock-Erlebnis, sondern ihre brutale Verstümmelung. Denn sie müssen sich nicht nur blutgieriger Zombies erwehren, sondern werden auch noch von einem degenerierten, maskierten Mörder gejagt. Und auch in Pakistan sind diejenigen die Glücklichen, die zuerst sterben...


      The Pakistan Chainsaw Massacre!


      Dieser Schriftzug prangt auf der Vorderseite des DVD-Covers und gewisse Parallelen zu Tobe Hoopers Klassiker sind durchaus vorhanden. Auch Anlehnungen an andere Horror-und Zombiefilme kann man definitiv nicht von der Hand weisen. Und gerade das ergibt hier eine wirklich nette und sehr unterhaltsame Mischung, die über manch andere Defizite hinwegsehen lässt, die teilweise ziemlich offensichtlich sind.

      In den ersten Minuten ist dieses pakistanische Werk schon etwas gewöhnungsbedürftig, denn die in Pakistan befindlichen Schauplätze ist man als Horror-Fan ganz einfach nicht gewohnt und braucht so doch einige Minuten, um sich mit den Lokalitäten anzufreunden. Hinzu kommt die orientalische Musik-Untermalung, die das Geschehen doch in einigen Phasen gar etwas skurril wirken lässt.

      Auch die Darsteller zeigen nun nicht gerade überzeugende Darbietungen, obwohl man die meisten Darstellungen noch durchaus als solide bezeichnen kann. Doch manch ein Charakter des Films, wie zum Beispiel die Mutter des "Killers mit dem riesigen Morgenstern" wirkt extrem grotesk dargestellt. Allein die Dialoge wirken so künstlich und aufgesetzt, das es schon eine wahre Pracht ist, doch irgendwie passt es absolut perfekt in diesen Film hinein.

      Die wohl größte Stärke von "Zombies Hell's Ground" ist ganz eindeutig die aufkommende Grundstimmung, die doch zum größten Teil sehr bedrohlich und unheimlich wirkt. Aus ihr bezieht die Geschichte auch ihre Spannung, denn dem Zuschauer wird jederzeit das Gefühl vermittelt, das in der nächsten Sequenz etwas nicht Vorhersehbares passieren kann. Und tatsächlich kann man bei einigen Szenen schon etwas zusammenzucken und bekommt auch eine Menge Blut zu sehen. Dennoch gibt es nur sehr wenige, etwas härtere Szenen zu sehen, die meisten Tötungen werden doch lediglich angedeutet.

      Und dann wäre da noch der amüsante Killer, der insbesondere durch seinen extrem großen Morgenstern auffällt und bei dessen Ansicht man sich das Lachen kaum verkneifen kann. Hinzu kommt die Tatsache, das der Mörder in eine Burka (orientalisches Gewand) gehüllt ist, was schon für eine humorige Note sorgt.


      Fazit:


      "Zombies Hell's Ground" ist eine durchaus gelungene Mixtur aus Zombiefilm , Humor- und Backwood Horror, die zwar irgendwie wild zusammengeklaut wirkt, der man aber einen gewissen Reiz keinesfalls absprechen kann. Teilweise ist eine trashige Note vorhanden, die das Ganze doch schön amüsant gestaltet und so für einen kurzweiligen und bestens unterhaltenden Film-Genuss sorgt, den sich kein Fan des Genres entgehen lassen sollte. Hier ist sicherlich kein Meisterwerk entstanden, aber es gibt sehr viele Hochglanz-Produktionen, die nicht annähernd so gut unterhalten wie dieser Film.



      [film]6[/film]
      Big Brother is watching you
    • Original von tom bomb
      Also ich kann mich dafür nicht begeistern, ist für mich gar nix wenn nur gemeuchelt und gegort wird, die Story aber so dünn wie hier ist. [film]4[/film]



      Nun gut, den Jungens in Pakistan fehlt es da wohl auch etwas an Erfahrung, aber ich fand es schon sehr interessant, mal einen Horrorfilm aus einem Land zu sehen, von dem man so etwas gar nicht erwartet hätte. :prop:
      Big Brother is watching you
    • Eher dilletantischer, unter normalen Gesichtspunkten ebenso belangloser Zombieklopper aus einem Land, dass normalerweise nicht für seine cineastischen Leistungen im Horrorgenre bekannt ist und gerade deswegen auch wieder interessant sein sollte. In exotischer, wie auch passender Kulisse mutet Hells Ground wie eine Mahnung des Regisseurs an gesundheitliche Umstände in Pakistan an, die eben in eine Zombieepidemie ausufert. Storytechnisch bietet der Film nichts Neues, sondern ist eher ein Potpourri aus Texas Chainsaw Massacre (aufgrund des Psychophaten), Woodoo (aufgrund der Inselkulisse) und einem beliebigen deutschen Amateurzombiestreifen (aufgrund der Kameraarbeit, Effekte und Masken). Wer mal Horror fernab Europa und USA bewundern will, ist hier bestens bedient, denn über die Belanglosigkeiten und den 0815 Charme kann man locker hinwegsehen. Kein Totalausfall, gewiss kein Highlight, aber ganz nett für einmal. [film]5[/film]