Die Rache der Kannibalen

    • Die Rache der Kannibalen

      Originaltitel: Cannibal Ferox
      Produktionsland: Italien
      Produktion: Antonio Crescenzi, Mino Loy, Luciano Martino
      Erscheinungsjahr: 1981
      Regie: Umberto Lenzi
      Drehbuch: Umberto Lenzi
      Kamera: Giovanni Bergamini
      Schnitt: Enzo Meniconi
      Spezialeffekte: Gino De Rossi
      Budget: -
      Musik: Roberto Donati, Fiamma Maglione
      Länge: ca. 93 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Giovanni Lombardo Radice, Lorraine De Selle, Danilo Mattei, Zora Kerova, Walter Lucchini, Maria Fiamma Maglione, Robert Kerman, John Bartha, Venantino Venantini, 'El Indio' Rincon, Giovanni Bergamini, Riccardo Petrazzi, Perry Pirkanen, Jake Teague




      Inhalt:

      Eine Gruppe von Studenten ist unterwegs in Südafrika auf den Spuren einer unglaublichen Legende. Sie wollen die immer noch kursierenden Gerüchte um Kannibalismus im Amazonasgebiet widerlegen. Auf ihrer Suche kämpfen sie sich durch das Dickicht des Dschungels und treffen dort zwei Männer, von denen einer schwer verletzt ist. Als sie ein kleines und ruhiges Dorf erreichen, kümmern sich die Studenten um den Verwundeten. Dieser erzählt ihnen, daß sie auf der Flucht vor den Bewohnern des Dorfes sind, da sie sich an Eingeborenen vergriffen haben. Die Ruhe des Dorfes ist gebrochen als die Studenten entdeckt werden und die Eingeborenen glauben, daß diese mit den Flüchtigen gemeinsame Sache machen.


      Trailer:



      Ungeschnittene Fassungen von Laser Paradise vorhanden („Blood Edition“). Es gibt keine geschnittene DVD Fassung, nur ein paar VHS sind gekürzt.

      DVD in Österreich: Fassungen von Sazuma Productions und XT Video ungeschnitten erhältlich.




      Kritik:

      Gloria eine Antropologiestudentin möchte für ihre Arbeiten über den Kannibalismus beweisen, dass es diesen nicht mehr gibt und auch nie gab, somit es nur eine Erfindung ist, um die Eroberungen und das Morden an die Uhreinwohner am Amazonas zu rechtfertigen. Zusammen mit ihrem Bruder und einer weiteren Person gelangen sie nun in den Dschungel Paraguays wo ihr Jeep schlapp macht. Zu Fuß unterwegs trifft man auf einen Drogensüchtigen und seinem Freund, die vor den Kannibalen fliehen konnten. Somit wird Glorias Vermutung schnell über Bord geworfen und ein Tanz mit den Kannibalen wird auch nichts mehr im Wege stehen.

      Von der Story sollte man nicht zu viel erwarten. Anfangs zwar Gesellschaftskritisch aber dann zumeist (nur) auf Härte setzend. Dieser Kannibalenklassiker kann dennoch überzeugen! Am Anfang wird Genre typisch der Kontrast zwischen Großstadt und Jungle Aufgezeigt. Die Atmosphäre mit den Landschaftsbildern, unterstützt von einem tollen Sound ist mindestens auf dem Level, was auch die italienischen Zombie Klassiker auszeichnet, einfach nur zurücklehnen und den Dschungel genießen! Die Darsteller sind nicht besonders gut, machen ihre Aufgabe aber im soll. Die Eingeborenen sind sehr glaubwürdig dargestellt.
      Der Tiersnuff, welcher dem Verzehr dient, ist natürlich streckenweise abartig und dient im Gegensatz zu Deodato's "Cannibal Holocaust" auch nur noch zum Schockieren. Auf Vergewaltigungsszenen wurde zumindest verzichtet.
      Die Goreeffekte und Ausweidungsszenen sind überzeugend und werden dem Gorehound ansprechen. Wie bei fast allen Kannibalenklassikern ist auch Ferox für viele zu harte Kost, in diesem Genre ist er jedenfalls einer der Besten geworden.

      Ferox setzt auf Schockmomente und missachtet dabei die Zensur (Beschlagnahme in zahlreichen Ländern ist somit nicht verwunderlich). Der Regisseur Umberto Lenzi (Eaten Alive/Lebendig Gefressen) setzt zudem verstärkt auf Härte gegen Frauen, das Gorehighlight dürfte dabei der Fleischerhaken durch eine Brust sein.
      Mit einer guten Bild und Tonqualität kann Ausnahmsweise auch Laser Paradise Punkten. Die Blood Edition mit dem Titel "Make Them Die Slowly" ist zu empfehlen (Bonuszeug fehlt natürlich wieder).

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