Lebendig gefressen



    • Lebendig gefressen aka Eaten Alive ist ein zweischneidiges Schwert.

      Auf der einen Seite versucht uns Umberto Lenzi einen Kannibalen Film zu präsentieren der eigentlich nur am Rande etwas mit denn Menschfressern zu tun hat und der eine etwas ausgefeiltere Story hat wie manch andere Genrevertreter. Denn die Idee mit der Sekte im Dschungel (diese Idee wurde zwar ganz klar von denn damaligen Ereignissen der Jim Jones Sekte inspiriert) ist nicht schlecht und hat ja auch einen realistischen Hintergrund. Nur hat man denn Eindruck dass die Kannibalen Thematik nur dazu verwendet wurde um denn Film für das Genre Publikum interessanter zu machen bez. überhaupt ein Publikum anzusprechen.

      Diesen Verdacht verstärkt noch der Aspekt das Lenzi fast alle (glaube nur eine Szene wurde neu gedreht) Fress- bez. Kannibalen Gore Szenen, aus seinen früheren Werken (Slave of the Cannibal God und Mondo Cannibale 2) geklaut bez. einfach übernommen hat, dem geneigten Genrefan wir dies sofort auffallen und das ist doch ziemlich enttäuscht. Denn dieses Vorgehen ist einfach dreist. Klar könnte man sagen dies lag am Budget Bla Bla, kann ja alles sein, ich hatte eher das Gefühl, der Film war nie in dieser Fassung geplant, wenn doch ist es eine Frechheit des Regisseurs.

      Auch konnte Lenzi auf die obligatorischen, unnötigen Tiersnuffszenen nicht verzichten, das ich diese Überflüssig und beknackt finde brauche ich ja nicht mehr wirklich zu Thematisieren, da ich dies schon bei allen Filmen anprangere in denen auf dieses Stilmittel zurückgegriffen wird und auch bei der Bewertung bewusst ausblende.

      Hätte der gute Herr Lenzi die Gore und Splatterszenen neu gedreht wäre der Film in meinen Augen wesentlich besser weggekommen so bleibt einmal der Verdacht des Schnellschusses bestehen.
      Diejenigen die, die beiden oben genannten Filme nicht kennen wird dies gewiss nicht auffallen bez. stören. Und genau diese könnte der Film noch schockierend bez. brutal finden, alle anderen eben nicht, da der Film nur eine Neue Gore Szene bietet.

      Was man aber dann doch noch positiv werten muss ist der Cast, der mit Ivan Rassimov, Me Me Lai sind zwei Genre Bekannte Akteure an Bord und die gute Janet Agren macht optisch etwas her und überzeugt auch in ihrer Rolle. Dies gilt auch für denn restlichen Cast.

      Nicht zuletzt können sie Schauplätze überzeugen und es wird eine recht stimmige Dschungelatmosphäre erzeugt, nur Spannung sucht man mal wieder vergebens.
      Ebenso geht der Soundtrack vollkommen in Ordnung, obwohl sich Lenzi auch hier bei anderen Filmen bedient hat. Hier kann man gerade noch so darüber hinwegsehen.

      Für mich auf Grund seiner eigenen Plagiate nur ein Durchschnittlicher Kannibalen Steifen von Lenzi und mehr als 5 Punkte sind in meinen Augen einfach nicht drin. Das es Lenzi besser kann hat er ja schon ein paar mal Bewiesen.
      Ein Werk das nur für neu Einsteiger interessant sein dürfte.

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