Friedhof der Kuscheltiere

    • Friedhof der Kuscheltiere



      Originaltitel: Pet Sematary
      Produktionsland: USA
      Produktion: Tim Zinnemann, Richard Rubinstein
      Erscheinungsjahr: 1989
      Regie: Mary Lambert
      Drehbuch: Stephen King
      Kamera: Peter Stein
      Schnitt: Daniel P. Hanley , Mike Hill
      Spezialeffekte: Tom Chesney, Robin L. D'Arcy
      Budget: ca. 11.500.000 $
      Musik: Elliot Goldenthal
      Länge: ca. 103 Minuten
      Freigabe: FSK 16 (Neuprüfung)
      Darsteller: Dale Midkiff, Fred Gwynne, Denise Crosby, Brad Greenquist, Michael Lombard, Miko Hughes, Blaze Berdahl, Susan Blommaert, Mara Clark, Kavi Raz, Mary Louise Wilson, Andrew Hubatsek, Liz Davies, Kara Dalke, Matthew August Ferrell



      Inhalt:

      Louis Creed zieht mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern in ein Haus im tiefsten Maine. Dort zeigt ihnen ihr Nachbar, der alte Crandall einen weit abgelegenen Tierfriedhof. Als bei seinem Uni-Job ein Student namens Pascow stirbt, wirft das einen ersten düsteren Schatten auf die Idylle. Ernst wird es jedoch, als die Katze auf der stark befahrenen Straße vor dem Haus überfahren wird. Daraufhin zeigt Crandall Louis Creed das Geheimnis des Friedhofs, indem er den Leichnam dort vergräbt. Tags darauf ist die Katze wieder lebendig, aber nicht mehr sehr pflegeleicht. Dann aber schlägt das Schicksal richtig zu: Der kleine Gage läuft vor einen Lastwagen und wird überfahren. Crandall warnt Creed vor den Folgen des Plans, der in dem leidenden Vater aufkeimt. Doch es ist schon zu spät: Obwohl Pascows Geist hinzueilt, um die Betreffenden zu warnen, hat Creed seinen Sohn in der Indianerweihestätte begraben. Tags darauf ist er zurück, was mörderische Folgen für alle hat ...


      Trailer:
    • Dieser Film spielt nach einem Roman von Stephen King, welcher auch das Drehbuch mitschrieb.
      Friedhof der Kuscheltiere ist nicht das, was man vom Titelname her ableiten könnte. Der Tierhorrorfan wird zwar durchaus angesprochen, insbesondere durch eine Zombiekatze, aber hier dreht es sich viel mehr um die Geschichte einer Familie, die einen schweren Schicksalsschlag erleben musste. So ist der Sohn verunglückt und der nahe stehende Tierfriedhof wird für die Wiederauferstehung verantwortlich sein, somit der Film sogar noch eher als Zombiefilm durchgehen sollte.
      Allerdings ist das Werk mehr als nur Standart-Zombie-Tennis, nicht nur die Dramatik welche einem geboten wird lässt den Film zu einem sehr guten werden. Die bedrohliche 80er Jahre Atmosphäre ist das Brungstück des Werkes, welche in der 2.Filmhälfte an dichte mehr und mehr zunehmen wird. Insbesondere die nächtliche Kulisse auf dem Friedhof ist beängstigend ausgefallen, ebenso wie das Lachen eines Kindes im scheinbar leeren Gebäude, welches das gruseligste Kinderlachen ist, was mir je zu Ohren kam. Die vorhandenen Traumsequenzen sind passend gewählt, ohne dabei ins Verwirrende abzudriften. Splattereffekte wird es zwar nicht großartig geben, allerdings wohl noch etwas mehr als im Schnitt bei Stephen King Verfilmungen üblich, wenn eine Kehle aufgebissen wird oder eine Verse ganz schön Blut Suppen darf. Wobei natürlich auch hier zutrifft, dass das Buch stärker auf die Psyche geht als die Verfilmung.

      Die Geschichte an sich ist sehr Unterhaltsam, wobei man schnell Sympathie zu den Darstellern aufbauen darf, denn es wird verstärkt auf die Charakter eingegangen.
      Bei "Friedhof der Kuscheltiere" ist sogar der Abspann noch stimmig wenn "Pet Sematary“ von den Ramones ertönt.

      [film]9[/film]
    • Nachdem Stephen King sich nicht unbedingt gefreut hat über die Verfilmungen einiger seiner Romane in den 80ern (Flächendeckend sind hier Kinder des Zorns und Running Man gemeint), griff er Ende der 80er selbst zur Feder, um den bis dato wohl düstersten seiner Romane kongenial auf die Leindwand zu bringen. King als Drehbuchautor, eine Sache, die auch heute noch manchmal überzeugen kann.

      Mal über den merkwürdigen, aber doch kultverdächtigen deutschen Titel Friedhof der Kuscheltiere hinweggesehen, hält sich der Film sehr nah an das Buch, nur wenige Abstriche wurden gemacht. Louis Creed zieht mit seiner Familie in ein kleines, weißes Haus in Ludlow, dass doch recht nahe an einem Highway liegt, auf dem beinahe ununterbrochen riesige Trucks ihr Unwesen treiben. In seinem neuen Nachbarn Jud findet Louis einen ersten Freund. Und gleich am ersten Arbeitstag wird Louis als Campus-Arzt mehr wie überrascht, als ein halbtoter Student in seine Praxis geliefert wird. Victor Paskow trug sich eine riesige Wunde am Kopf zu und Louis kann trotz gröbster Bemühungen herzlich wenig für ihn tun. Doch die beiden verbindet eine merkwürdige Beziehung, denn fortan begleitet Victor in Gestalt eines Geistes Louis auf seinem Wege und warnt ihn vor dem, was hinter dem Tierfriedhof (Ein kleiner Friedhof nicht weit vom haus der Creeds entfernt) haust. Wenig später stirbt der Hauskater Church, während Louis' Frau inklusive Tochter und Sohn bei den ihm verhassten Schwiegereltern zu Besuch sind. Louis will den Kater ganz normal begraben, doch Jud macht ihm den Vorschlag, weiter auszuholen und so kommt es zur fahrlässigen Handlung: Jud führt Louis zum alten Indianerfriedhof der Mic Macs, der relativ weit vom Tierfriedhof entfernt ist. Louis ist natürlich irritiert wie ne' Scheibe Toast, buddelt aber auf Bitte Juds ein Loch in die harte Erde und gräbt Church ein. Wenig später kehrt der Kater zurück, anscheinend lebendig, aber mit einem fürchterlichen Totengeruch behaftet. Nun ist Louis vollkommen verwirrt, doch er zieht eine gute Miene und erzählt seiner Tochter nichts davon. Nachdem das Leben trotz Zombie-Kater wohl wieder im Einklang ist, passiert schließlich das furchtbarste was man sich vorstellen kann. Sohnemann Gage läuft auf den Highway und wird überrollt. Nun ist Familie Creed natürlich wieder vollkommen fertig und Louis beschließt das anscheinend für ihn einzig annehmbare: Er verbuddelt Gage auf dem alten Indianerfriedhof, in der Hoffnung, sein Sohn kommt heil und allseits lieb wieder; doch das genaue Gegenteil passiert.

      Friedhof der Kuscheltiere gehört jeher zu dem besten von King. Das Buch übermittelt eine eindringlich intensive Atmosphäre und schockiert auf seine eigen Art und Weise. In dem Fall ist es auch nicht verwunderlich, wenn man nach diesem Buch Alpträume bekommt. Natürlich ein schweres Erbe für den Film, und wie erwartet kann er diese düstere Stimmung nicht vollends überzeugend rüberbringen. In einigen Szenen keimt zwar diese Stimmung auf, aber letzendlich fehlt dem Film etwas der Charme des Buches. Aber um einiges schwerer erwies sich die Gestaltung des Endes, in dem Klein-Gage als Zombie auf Massaker-Tour geht. Mithilfe einer Puppe wurde das aber wirklich gut gemeistert, das Ende ist eh einer der Stärken des Films. Würde Zelda, die tote Schwester von Rachel Creed, nicht hintergründig zur Story gehören, könnte man die Nebenstory um sie im Film als unnötig empfinden. Im Buch war Zelda ebenfalls ein starker Pfeiler des Todes, im Film kommt sie etwas nebensächlich und aufgesetzt vor. Die Maske ist gut gelungen, nur die Synchronisation wirkt etwas quietschig... und was man im deutschen mit Gage's Stimme angestellt hat grenzt an öffentlicher Körperverletzung. Gage hört sich auf der deutschen Tonspur an wie ein jugendlicher Wicht, der seine Stimme versucht, so hoch wie möglich zu stellen. Und solche sinnfreien Dialoge wie "Hihi, ihr habt euch geküsst, Mami!" ähneln mehr den aufgesetzten Texten eines schlechten Kinderbuches. Mal abgesehen davon, dass ein zwei,-dreijähriger kaum so sauber solche Sätze sagen kann. Aber nun gut.

      So hat Mary Lambert als Regisseurin ganz gute Arbeit geleistet, auch wenn das hier zusammen mit Friedhof der Kuscheltiere 2 ihr wohl bekanntester Film ist und bleiben wird - denn mit Filmen wie Düstere Legenden 3 schoss sich Lambert in letzter Zeit immer tiefer in die staubige und unaufgeräumte Ecke der belanglosen Filme.

      Fazit

      Wohl eine der gelungensten King-Adaptionen - und der bekanntesten. Friedhof der Kuscheltiere verbindet alles, was wir fürchten, nur kommt dann nicht so intensiv rüber wie im Buch... aber welcher Film ist besser als das Buch dazu?

      [film]8[/film]

      Dieses Review erschien zuerst bei OFDb, ist aber auch von mir geschrieben.
      "Ich fasse dich nicht an. Ich werde dir nur den Schädel zertrümmern."
    • langweiliges Brett hätte mir mehr erwartet naja alles ansichtssache
      [film]5[/film]
    • Ganz nett, vor allem die Musik von den Ramones.

      :6:
    • Sehr gelungen! Vor allem wesentlich brutaler wie ich ihn erwartet habe, gefällt auch durch die Darsteller. Sehenswert! [film]8[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Diese Stephen King Verfilmung zählt für mich persönlich zu den Filmen, die man sich immer wieder anschauen kann, ohne, das sie je langweilig werden. Das liegt hauptsächlich daran, das der Film eine meiner Meinung nach absolut faszinierende Geschichte hat, die auch genauso faszinierend umgesetzt wurde.

      Auch hier kann ich lediglich den Film beurteilen, da ich das Buch noch nicht gelesen habe, aber der Film hat eine sagenhafte Atmosphäre, die so herrlich dicht und bedrohlich ist, das es einem teilweise Schauer über den Rücken jagt. Der Zuschauer wird von der tollen Atmo automatisch gefangengenommen und kann sich ihr nicht entziehen.

      Auch die Spannung ist den gesamten Film über greifbar, sie ist sehr hoch angesiedelt und es gibt während des gesamten Films keinerlei Längen, jedes noch so kleines Detail ist interessant und sorgt dafür, das man als Zuschauer überhaupt nicht merkt, wie schnell die Zeit vergeht.

      "Friedhof der Kuscheltiere" ist ein absolut faszinierender Film, der allerbeste und spannende Horror - Unterhaltung garantiert, man sollte sich den Film auf keinen Fall entgehen lassen.




      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • Ich bin ja ein großer King Fan. Ob Buch oder Film, lese oder schaue ich alles.

      Friedhof der Kuscheltiere finde ich sehenswert. Ich als Friedhofsverehrer fand damals allein den Gedanken, einen Tierfriedhof zu haben, toll. Der Film ist bedrohlich und spannend und fesselte mich über die ganze Zeit.

      [film]8[/film]

      Drei Dinge sind unwiederbringlich:
      der vom Bogen abgeschossene Pfeil,
      das in Eile gesprochene Wort,
      die verpasste Gelegenheit.
      Ali der Löwe, Kalif des Islam
    • Nach dem habe ich hier gesucht!! Keine Ahnung warum, aber seit jeher hielt mich diese Reihe im Bann gefangen!! Jeder Horrorfreund wird diesen Film mögen und wer auf wenig Gore aber dafür auf Geschichte und etwas beklemmendes steht, verpackt mit einer Kultatmo!! der schaue sich Friedhof der Kuscheltiere an!!!

      Vor ein paar Jahren kam mir mal eine mittelgrosse braune Spannplatte in die Finger und im Halbkreis schrieb ich mit einem schwarzen dünnen Stift (Extra gekauft) den Filmtitel im Halbkreis auf, und unten den originaltitel Welcome to the 'Pet Sematary'. Im Müller noch nach dem Stift schauend erblickte ich später in der Spielwarenabteilung ein kleines Viech (kein Plan was das is...) aber hat 4 kleine Pfoten undn Schwanz (ist grau und schaut nicht nach einem Eichhörnchen aus). Es macht Geräusche wenn man oben draufdrückt, und lacht manchmal. Gekauft!!!! Daheim dann mit Reißzwecken befestigt, nochmal gedrückt....und es lachte :0: Seitdem hängt die Spannplatte über meinem DVD-Zimmer und ist teils mit Bildern vom Film samt Infos umgeben. In einer Zeitschrift noch ne Katze ausgeschnitten die Church dem Kater ziemlich ähnlich sieht, ja und nu prangt das Teil seit ein paar Jahren über der Tür. Für mich, MEHR als nur ein Film!!!

      Glatte 100!!!

      :63:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dr.Mabuse ()