Tourist Trap

    • Produktionsland: USA
      Produktion: Leonard Baker, Charles Band, J. Larry Carroll, Irwin Yablans
      Erscheinungsjahr: 1979
      Regie: David Schmoeller
      Drehbuch: David Schmoeller, J. Larry Carroll
      Kamera: Nicholas Josef von Sternberg
      Schnitt: Ted Nicolaou
      Spezialeffekte: Richard O. Helmer
      Budget: -
      Musik: Pino Donaggio
      Länge: ca. 90 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Chuck Connors, Jocelyn Jones, Jon Van Ness, Robin Sherwood, Tanya Roberts, Dawn Jeffory, Keith McDermott, Shailar Coby, Arlecchino, Victoria Richart, Millie Dill





      Inhalt:

      Ein paar junge Damen und Herren fahren mit ihrem Auto durch den tiefen Wald und haben dann leider eine Panne. Auf der Suche nach Hilfe und nach einem Telefon treffen sie auf ein abgelegenes Haus, wo ein mann wohnt, der auf dem den ersten Blick recht freundlich aussieht. Er erzählt, dass vor dem Bau der Umgehungsstrasse hier viel mehr los war und dass deshalb niemand mehr sein Wachsfigurenkabniett besucht. In dem unheimlichen Haus allerdings geht der Tod um. Ein grausamer Killer mit einer Maske geht um und dann fangen auch noch die Wachsfiguren an zu leben…


      Trailer:




      Meinung:

      Der Film ist ein netter kleiner Backwood-Streifen mit einigen netten Einfällen. Mir persönlich gefallen die Räumlichkeiten mit den vielen lebendigen Puppen recht gut. Mich erinnert die Maskierung des Killers stellenweise irgendwie an Leatherface. Ansonsten erinnert der Film von der Machart her noch an eine Mischung Slasher-Film und Gruselfilm jedoch ist der Film im Grunde blutleer. Es gibt eigentlich keinerlei harte Gore-Effekte aber durchaus schön atmosphäres und gruslige Momente. Die Entlarvung des Killers hatte mich nicht sonderlich verwundert. Weshalb der Film allerdings auf Video indiziert war ist absolut unverständlich, soweit ich weiss war er auch ursprünglich vom Verleih mit meiner Freigabe von 16 Jahren was ich auch für vollkommen angemessen halte denn jugendgefährdend ist der Streifen keineswegs. Ein Film den ich mir hin und wieder mal gerne angesehen habe, für Leute die auch mal auf blutrünstige Effekte verzichten können vielleicht zur Abwechselung durchaus zu empfehlen. [film]8[/film]
    • Ich finde die Grundidee des Films eigentlich nicht schlecht,auch die Art des Films hat was gewisses.Gut,er ist zwar nicht unbedingt blutig,hat aber teils gruselige Stellen.Ich kann den Film jeden empfehlen,der mal Abwechslung im Slasherbereich sucht.
    • Man sollte den Film halt nicht mit Werken wie z.b.TCM,The New Yor Ripper oder Slasher dieser Art vergleichen und diesbezüglich an den Film rangehen.Ich würde mal sagen,das es ein dunkler,atmosphärischer Grusel oder Trashfilm mit Slashereinlagen ist.Nichts besonderes aber dennoch schaubar.
    • Original von Mr.Splatter
      Ich finde die Grundidee des Films eigentlich nicht schlecht,auch die Art des Films hat was gewisses.Gut,er ist zwar nicht unbedingt blutig,hat aber teils gruselige Stellen.Ich kann den Film jeden empfehlen,der mal Abwechslung im Slasherbereich sucht.

      Die Stärken liegen für mich in den schönen sowie bedrohlichen Räumlichkeiten in den Häusern mit den Puppen, dem maskierten Bösewicht, der Atmosphäre sowie der Idee anfürsich. Die "Morde" selber sind durchweg harmlos. Eigentlich ein Film der unbedenklich ist auch wenn der Regisseur in einem Interview sagt dass es kein Film für Kinder sei (er war offenbar damals über die Freigabe in den USA verwundert bzw. glaubte dass da niemand etwas erwarten würde). Für die Entstehungszeit ist "Tourist Trap" meiner Meinung nach ein durchaus erwähnenswerter US-Film, weniger nur ein weiterer Slasher ("Freitag der 13." war auch gerade erstmal 1979 erschienen), der Streifen geht da sehr eigene Wege finde ich. Für eine höhere Bewertung des Films reicht es vielleicht aufgrund der (teils vorhersehbaren) Handlung nicht.
    • "Tourist Trap" ist das Regie-Debut von David Schmoeller (Puppetmaster) und ist eigentlich ein herrliches Relikt der späten 70er Jahre. Handelt es sich doch um einen äußerst gelungenen Backwood-Horrorfilm, der zudem ohne größere Härte und viel Blutvergießen auskommt, den Zuschauer aber dennoch durchgehend erstklassig unterhalten kann. Zwecks mangelnden Erfolges ist dieses kleine Juwel aber eher in der Versenkung verschwunden und hat leider nie die Beachtung erlangt, die ihm durchaus zustehen müsste. Zwar erscheint die viel zu hohe Alterseinstufung doch ziemlich fragwürdig, denn das Geschehen offenbart im Prinzip so gut wie überhaupt keine visuellen Gewaltdarstellungen, so das eine Einstufung ab 16 Jahre absolut ausreichend wäre. Aber der Film ist dennoch absolut sehenswert, hat Schmoeller seine Geschichte doch in erster Linie mit einer wirklich erstklassigen Grundstimmung ausgestattet, die von Beginn an etwas sehr Bedrohliches beinhaltet, was sich mit zunehmender Laufzeit auch immer stärker bemerkbar macht.

      Rein thematisch gesehen offenbart das Szenario doch etliche Parallelen zu einem Film wie "House of Wax", denn auch hier spielen Puppen eine bedeutende Rolle. Mit Chuck Connors in der Rolle als Psychophat hat man hier eine sehr gute Wahl getroffen, denn der alte Haudegen verkörpert den offensichtlich gestörten Killer auf eine sehr überzeugende Art und Weise. Die Opfer hingegen bleiben doch etwas blass und wirken austauschbar, ihre darstellerischen Leistungen reichen aber dennoch aus, um das Geschehen insgesamt gesehen recht glaubhaft erscheinen zu lassen. Auch wenn die Geschehnisse hier nicht sonderlich schwer zu erahnen sind, entwickelt sich äußerst schnell ein gelungener Spannungsaufbau, gleichzeitig verspürt man die gesamte Laufzeit über ein Gefühl der Beklemmung, dessen man sich nur schwer entziehen kann. Auch diverse Ungereimtheiten innerhalb der Story können den insgesamt sehr wohlwollenden Gesamteindruck nicht schmälern, denn "Tourist Trap" erscheint im Prinzip in sämtlichen Belangen äußerst stimmig, so das man diverse kleinere Mankos gern einmal übersieht.

      Bis auf einige kaum erwähnenswerte Anflüge von visueller Gewalt hält sich das Werk in diesem Bezug sehr vornehm zurück, was jedoch keinesfalls als negativer Kritikpunkt zu verstehen ist. Schmoeller's Geschichte zählt nämlich ganz eindeutig zu denen, die auch ohne einen extremen Blutgehalt auskommen und ganz einfach durch eine nette Story, jede Menge Spannung und eine extrem dichte Atmosphäre auskommen und dennoch bestens unterhalten. Für mich persönlich ist es eher unverständlich, das diese kleine Perle des Genres ganz augenscheinlich eher unbekannt ist, denn das manchmal schon ein wenig bizarr erscheinende Szenario kann doch jede Menge Pluspunkte beim Zuschauer sammeln und bietet sich gleichzeitig in regelmäßigen Abständen immer wieder für eine neuerliche Sichtung an, die man keinesfalls bereuen wird. Dafür sorgt auch der Gesichtspunkt, das man hier nicht mit den ansonsten üblichen Klischees gelangweilt wird, die doch insbesondere die heutigen Genre-Vertreter nur zu gern in den Vordergrund rücken, um schon gern einmal eine komplette Filmhälfte auszufüllen.

      "Tourist TraP" hält sich aber erst gar nicht groß mit solchen Nebensächlichkeiten auf, man bekommt keine große Einführung präsentiert, in der erst einmal die handelsüblichen und banalen Verhaltensweisen der jungen Leute thematisiert werden, bevor man sich dann der eigentlichen Thematik zuwendet. Vorliegende Geschichte kommt nämlich ohne größere Umschweife gleich zum Punkt und so muss schon nach wenigen Sequenzen der erste aus der fünfköpfigen Gruppe sein Leben lassen. Diese direkte Art kann man ohne Weiteres als Stärke ausmachen, wird der Betrachter so doch von Beginn an gleich in die richtige Stimmung für ein erstklassiges Horror-Erlebnis gebracht, das bei einer Laufzeit von gut 90 Minuten auch durchgehend so weiter macht, ohne langatmige Passagen zu offenbaren. David Schmoeller hat hier also wirklich sehr viel richtig gemacht und auch wenn "Tourist Trap" nicht im gleichen Atemzug mit den echten Genre-Größen genannt wird, handelt es sich um einen Film, der leider viel zu stark unterschätzt wird und so vielmehr ein Schattendasein im Genre führt, das er eigentlich nicht verdient hat. Wer dieses überzeugende Filmchen noch nicht kennt, sollte diesen Zustand wirklich ändern, denn es lohnt sich allemal einen Blick zu riskieren, den man ganz bestimmt nicht bereuen wird, wenn man atmosphärische Horrorfilme zu schätzen weiß.


      Fazit:


      Es ist doch immer wieder erstaunlich, auf welch wunderbare Perlen vergangener Jahrzehnte man trifft, wenn man sich einmal die Mühe macht und auch unbekannteren Vertretern eine Chance gibt. Oft trifft man dabei auf kleine und unterschätzte Juwelen und "Tourist Trap" kann man wohl ohne Übertreibung in diese Gruppe einordnen.


      [film]8[/film]
      Big Brother is watching you
    • Film hat mir super gefallen.
      Ein spannender Klassiker.
      Einer meiner All-time Favorites.

      Gibt es als japanische Blu Ray.




      Von mir klare:

      [film]10[/film]
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Ich habe in den letzten Tagen eure Meinungen zu dem Film gelesen und mich gewundert, dass dieser Film bisher an mir vorbei gegangen ist. Der scheint genau nach meinen Geschmack zu sein! Ich liebe eh solch alte Streifen. Die DVD hab ich mir sofort bestellt und nun hier liegen. Werde ihn jetzt bald mal schauen und berichten wie ich ihn fand.
    • Alleine dafür das ich diesen Film entdeckt habe, hat es sich doch gelohnt hier ins Forum zu schauen lol
      Habe ihn gestern Abend gesehen und fand ihn Klasse! Ich frage mich wieviel alte Schätzchen es noch gibt die bisher an mir vorbei gegangen sind shack
      Ich hatte gestern einen tollen Abend mit Touristtrap :00008040: