Lone Wolf - The Samurai Avenger

    • Lone Wolf - The Samurai Avenger



      Produktionsland: USA
      Produktion: Chiaki Yanagimoto, Kurando Mitsutake
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Kurando Mitsutake
      Drehbuch: Kurando Mitsutake, John Migdal
      Kamera: Keiko Nakahara
      Schnitt: John Migdal
      Spezialeffekte: Michael Del Rossa
      Budget: -
      Musik: Dean Harada
      Länge: ca. 92 Minuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Kurando Mitsutake, Jeffrey James Lippold, Domiziano Arcangeli, Megan Hallin, Kyle O. Ingleman, Loren Lutcher, Mariko Denda, Aki Hiro, Tegan Ashton Cohan, Masami Kosaka, Noriaki Kamata, Gregory Blair



      Inhalt:

      Acht Jahre nachdem er Frau und Kind sowie sein Augenlicht bei einem Überfall verloren hat, kehrt ein namenloser Samurai zurück zum Ort des Massakers um Rache zu nehmen. Dort wird er allerdings schon von Attentätern, Zombies und Bardamen erwartet, die es auf seinen Kopf abgesehen haben…

      Trailer:


      Homepage: samuraiavenger.com/

      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 09.04.2010 (Verleih: 01.04.2010)
      deutsche Fassung ist geschnitten

      Österreich DVD & Blu-Ray (8films): 09.08.2010


      Meinung:

      Die schicken Bikinimädels werden einen mit einer Tanzeinlagen schnell einheizen.
      An lustige und ideenreiche Szenen fehlt es hier nicht, wie eine asiatische Hypnotiseurin, die ihre Titten raushängen hat und auf der Brust ein düsteres Tattoo präsentiert. Mit diesem Tattoo kann sie dann auf dämonische weise von jemandem die Gedanken manipulieren, wodurch dieser andere meucheln kann. Das CGI Blut spritzt ganz schön an die Kameralinse oder typisch asiatisch dann nach oben.
      Die rockige Sounduntermalung ist ganz ordentlich gewählt. Auf reichlich Dramatik wird gesetzt, wobei mehr als die Hälfte von aber eher der Belustigung dient, als wirklich dramatisch zu wirken, was an den sehr laienhaften Darstellern liegt und das die Szenerie sich zu sehr in die Dramatik hineinkniet, so das es schon lustig wird. Zudem sind die Kämpfe wirklich sehr lahm, wobei die Protagonisten wahrscheinlich nicht mal ansatzweise richtig Schwerter schwingen konnten und das dann mehr schlecht als recht improvisiert wurde. Der Film wird trotz der ganz schwachen Kämpfe aber nicht langweilig weil er so trashig und auch sehr blutig ist.

      Das Label 8-Films steht ersichtlich für ausgelesene Qualität, ob man diese für sich nutzen kann, steht natürlich auf einen anderen Blatt. Freunde des Trashfilms kommen hier sehr gut auf ihre Kosten. Lone Wolf: The Samurai Avenger ist kein großer Knaller, aber in Grunde genommen ein typischer Vertreter des Asia-Trashfilms, stammt aber aus den USA.

      [film]6[/film]

      [bier]8[/bier]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Lol...bline Rache xD Das gibt dem ganzen doch mal eine ganz neue Bedeutung^^
      Mal abwarten was da so auf einen zukommt, wirklich Innovativ hört es sich ja nu nicht an.
      Kalt im Nachtwind schwingt er hin und her,
      Sein Genick brach am Glockenseil.
      Regen tropft auf totes Fleisch,
      Rinnt herab am Glockenseil.

      (Eisregen)
    • Der Film war leider nicht das was ich erwartet hatte. Vom Look her und von der Idee war er super doch die Kämpfe sind einfach unspektakulär und geradezu stümperhaft.
      Außerdem wird zwischen Kampf und entgültigem Tod des Gegners erst noch dämlich rumgequatscht. Das hätte man lieber vorher machen sollen.
      Außerdem wird man - bis auf Blind Wolf - nicht mit den Figuren warm da sie auftreten, ihnen eine Minute für eine kurze Rückblende geschenkt wird um zu zeigen warum sie alle einen Schuss weg haben und das wars schon.
      Man hätte daraus viel mehr machen können wenn man statt 7 Killern nur 3 oder so genommen hätte und sich so tiefer auf die Figuren hätte fixieren können.
      Die original englischen Stimmen von Blind Wolf und Drifter sind jedoch cool und passen voll in das Szenario.
      Bei der Synchronarbeit hat man am anfang leider einen Fehler gemacht: Statt "Mann, du hast mich erschreckt" sagt eine der Figuren "Man du hast mich erschreckt"
      Das bleibt aber der einzige Synchronfehler. Die deutsche Stimme des Blind Wolf ähnelt der des Originals und es wurde genau das gesprochen was im Original auch in Untertiteln angezeigt wird.

      Ob der Film nun cut ist oder nicht konnte ich nicht 100% sagen.
      Spoiler anzeigen
      Die Szene in der sich Blind Wolf selbst die Augen ausstechen muss könnte geschnitten sein da mans nicht sieht und auch wie er am Ende Nathan den Todesstoss gibt sieht man nicht



      Fazit: [film]6[/film] Viel Blut aber wenig Handlung und keine wirkliche Kämpfe
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    • Ich hatte mir den Film zwei mal in kurzer Zeit angesehen. Beim ersten mal schauen fand ich ihn echt noch Okay. Auch wenn die Kämpfe schon recht billig und schlecht wirkten, ich bin halt was anderes gewohnt, was Schwertkämpfe angeht :D Als ich ihn dann später mit einem Kollegen schaute, fand ich ihn dann nur noch langweilig und schlecht.
    • Lone Wolf - The Samurai Avenger ist eine herrliche Hommage an verschiedene Samurai Filme und Spaghetti Western. Gepaart mit einer gehörigen Portion Trash kommt dann so ein Film heraus. Von der Machart hat man das ganze auf alt getrimmt und vom Bild her sieht es aus wie die bekanten Grindhouse Filme. Dies wurde aber bewusst so ausgewählt, passt aber hervorragend in das ganze hinein. Und da hat Regisseur Kurando Mitsutake eine bessere Leistung als mit seinem Debutfilm Don´t get to Cry abgeliefert. Fairderweise muss man aber hierzu sagen, das von dem ersten Film noch keine Fassung hier zu lande erschienen ist, aber vom Unterhaltunswert wird einem Lone Wolt viel eher ansprechen. Als Hommage funktioniert er sehr gut, da Fans der alten Klassiker auch auf ihre Kosten kommen werden.

      Die ganze Geschichte dreht sich um unseren blinden Samurai (den übrigens der Regisseur in Person spielt). Man bekommt in zahlreichen Rückblenden immer wieder gezeigt was passiert ist und das er bei einem Überfall nicht nur sein Augenlicht, sondern auch seine Familie verloren hat. Fortan sinnt es ihm nach Rache und Jahr für Jahr übt und trainiert er seine Fähigkeiten, damit er den Mörder seiner Familie zur Strecke bringen kann und als sich ihm eine Chance bietet, macht er sich auf den Weg. Doch bevor er sich ihm gegenüber stellen kann, muss er zuvor 7 Krieger aus dem Weg räumen, die den Auftrag bekommen haben den blinden Samurai aus zu schalten und das ganze entpuppt sich als gar nicht so einfach.

      Da sich das ganze mehr oder weniger im wilden Westen abspielt, spielen hier Schießeisen eine große Rolle. Aber vielmehr werden die Samurai Schwerter zum EInsatz kommen, denn solche Szenen sind hier überwiegend. Und das solche Schwerter sehr scharf sind weiß man nicht erst, seit dem man den FIlm gesehen hat, somit kann man mit diesem Schwert eine Menge Schaden anrichten. Und genau das passiert auch in dem Film. Wer die fernöstlichen Filme ein wenig kennt, der weiß auch das der rote Lebenssaft nur so am sprudeln ist und total übertrieben eingesetzt wird. Aber das passt gerade wieder recht gut in den FIlm. Man darf ja die trashigen Komponenten nicht vergessen und die wird man immer wieder sehen. Bestes Beispiel wenn man nach einem Kampf auf das Schwert haut und dann das ganze Blut komplett abfällt. Klar ist das ganze am PC entstanden, ist aber doch ein recht witziger Einfall, der sehr gut hinein passt.

      Sehr viel Innovation darf man hier nicht erwarten. Es handelt sich eher um einen typschen Rachefilm und das jeder ausgeschaltet wird, wer sich ihm in den Weg stellt. So auch hier. Immerhin hat man sich mit den unterschiedlichen Killern auch mal was einfallen lassen und nicht alles nach dem gleichen Schema ablaufen lassen. Fans des Fernostlichen Filmes werden hier mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen, aber auch die Gorefreunde werden ihren Spaß haben, da doch die ein oder andere Hand abfallen wird. Und nicht nur die Hände werden hier abgetrennt. Langweilig wird es einem zu keinem Zeitpunkt, dafür wird hier zuviel passieren, viel mehr erwartet man, was einem hier noch so um die Ohren fliegt.

      [film]7[/film]
    • Holy Shit wie geil wie geil wie geil :)

      Hier ist er der Blinde Samurai, lange musste ich warten nachdem bei einem Onlineshop die Australische DVD seit erscheinen ausverkauft war und ich die deutsche DVD auf Grund der Schnitte nicht kaufen wollte musste ich nun auf das Mediabook warten.

      Vor ein Paar Tagen hatte ich es mir nun bestellt, bei einem Amazonhändler für nur 27,99 € . War natürlich überglücklich und heute konnte ich Ihn mir dann endlich anschauen und ich kann nur eins sagen: Dieser Film rockt alles bis lang da gewesene weg! Ich hatte wirklich nur gutes erwartet aber was bei diesem Film jetzt rausgekommen ist, ist einfach nur ein Meisterwerk des Grindhouse-Revival-Films! Nachdem Planet Terror und Death Proof das Grindhousekino wieder modern gemacht hat, hat Kurando Mitsutake nun ein absolut geiles Over-The-Top Samuraifilmchen geschaffen, dass man einfach gesehen haben muss um zu glauben wie toll der Film ist.

      Ich habe ja schon viele verrückte Filme gesehen (in letzter Zeit zähle ich mal Machine Girl, Tokyo Gore Police, Vampire Girl vs Frankenstein Girl ua.) aber dieser FIlm schlägt alle vorgenannten in seiner Kurzweil und seiner genialen Machart. Ich liebe VG vs FG aber dieser Film hat einfach gar keine Längen (VG vs FG hat auch sehr sehr wenige) und nach jedem getöten Assassin kommt schon der nächste. Gut das finden einige vllt doof und andere stört das Slow-Mo-Schwert-in-die-scheide-stecken aber ich fand es im Zusammenspiel mit dem genialen Score (ist sogar im Mediabook enthalten) einfach nur geil und hat mich auch beim 10ten mal (könnten auch nur 5-8 mal gewesen sein hab nicht gezählt) nicht genervt sondern immer wieder Coolness ausgestrahlt.

      Die Schauspieler sind allesamt verdammt cool oder lustig und die Assassins sind so abgefuckt, ich sag nur Zombies, Hypnosetussi und andere. Ich kann nur sagen genialer Film. Also für alle die an Planet Terror, VG vs FG und an Samuraifilmen spaß finden werden diesen Film auf jeden Fall gut finden oder wie ich einfach nur lieben.

      Habe den Film übrigens gleich 2mal angeschaut weil ich Ihn so toll fand und auch beim 2mal war der Film genial, genial und nochmal genial.
      Kann nur sagen dieser Film lohnt sich und für alle die etwas tolles im DVD-Regal haben wollen kauft euch das Mediabook aus Österreich solang es dieses noch gibt (ist wohl auf 2000 Exemplare limitiert, jedoch ist es nicht durch nummeriert was ich schade finde), da dieses Sowohl den Uncutfilm auf DVD und Bluray als auch den genialen Score mitliefert und ich sage euch ihr werdet den Score wollen nachdem ihr den Film gesehen habt.

      Alles in Allem [film]10[/film] Punkten von mir weil dieser Film einfach rockt und ich hoffe das es bald ein wiedersehen mit dem Samurai Avenger gibt!

      P.S. schaltet nicht ab sobald der Abspann läuft da kommt noch was.
    • Original von Logge1002
      Slow-Mo-Schwert-in-die-scheide-stecken


      Ja das hab ich nicht verstanden. :D

      Der Film hat schon gerockt, aber er hat auch einige Schwächen vorzuweisen. Als Trashfilm funktioniert er aber ganz gut.

      Review steht oben drin.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Original von Dr. Doom
      Als Trashfilm funktioniert er aber ganz gut


      Genau als solchen hab ich ihn auch gesehen und soll ja auch eine Hommage an das Grindhousekino sein von dem her war mir schon klar das da was ganz schön trashiges auf mich zukommt. Aber fands als gesamtpaket wirklich gelungen besonders den Score und die Effekte waren klasse^^
    • Eigentlich habe ich mir von diesem, Rache bez. Trashfilmchen mehr erwartet.

      Denn die Mischung aus Trash, Grindhouse (was gut vermittelt wurde), Eastern bez. Samuraifilm, Western (im Italo Look) und Rache Story hat sich sehr viel versprechend angehört.
      Zwar sind manche Ansätze nicht schlecht und der Film beginnt sehr gut nur nach zunehmender Laufzeit ist es nur noch eine aneinander Reihung von kämpfen (die leider doch etwas leblos bez. unspektakulär Choreographiert sind, hier hätte der Film Luft nach oben gehabt), die einem Videogame ähneln in dem man sich denn Weg zum Endgegner bahnen muss. Hier hätte man mehr wert auf gut inszenierte Kämpfe legen sollen und lieber auf ein, zwei Gegner verzichtet.
      Ebenfalls verzichtbar wären die etlichen Slo-Mo aufnahmen wie man ein Samurai Schwert in die Scheide steckt, fand ich auf Dauer eher nervig als ansprechend.
      Positiv fand ich die Rückblenden die in einem Comic ähnlichen Look präsentiert werden, diese bringen etwas Hintergrund Informationen ins geschehen ein und sorgen für angenehme Abwechslung.

      Der Trashfan wird sicherlich von den völlig überzogenen Splatter bez. Bluteffekten angesprochen, denn hier spritzt das Blut in Fontänen aus denn Wunden bez. abgetrennten Gliedmassen. Dies konnte mich wiederum voll und Ganz überzeugen. Denn die Effekte sind gut und reichlich so dass der Film auf diese Art und Weise Spaß macht.

      Die Darsteller sind ok, einzig allein der Charakter der Drifters fand ich total daneben und für mich eine klassische Fehlbesetzung.

      Ein Film denn man sich auf Grund der etwas anderen Mixtur, guten überdrehten Effekten und einem guten, dreckigen Look gerne einmal ansehen kann, aber man sollte eben kein Highlight erwarten.
      Spaß macht der Film trotz der oben genannten Kritik (mir zumindest).

      Aber mehr wie

      [film]6[/film]

      hat er nicht verdient.
      Zensur Ist Für´n A......!!

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    • Da ich Logges [film]10[/film] Wertungen immer für überzogen halte und diesen sehr skeptisch gegenüberstehe hab ich mir vor längerer Zeit auch das Mediabook (was ich wie auch schon "Mutant Girls Squad" sehr günstig für 15 Euro auf einer Börse bekommen habe) geholt.So jetzt aber zum eigentlichen Film.Er hat mir recht gut gefallen was aber diesmal damit zusammenhängt das die Story nicht so dämlich wie "Vampire Girl vs.Frankenstein";"Mutant Girls Squad" usw.ist.Soll natürlich nicht heissen das wir es hier mit einer ausgefeilten und guten Geschichte zu tun haben.Nein denn es handelt sich wie auch die zuvor genannten um einen Trash-Film.Hier handelt es sich um eine gewöhnliche Rachestory die aber oft ins absurde abdriftet denn bei diesen Gegnern handelt es sich um echt kuriose Gestalten.Grossteils alles natürlich dermassen überzogen was die Kämpfe angeht aber das Blut fliesst in Strömen oder besser Fontänen was schwer unterhaltsam inzeniert ist.Darstellerisch alles auf annehmbaren Niveau.Manche Effekte wie z.B.die Szene mit dem Baby wirken einfach nur billig.Denke aber das dies daran liegt das nicht viel Budget zur Verfügung stand.Das Fazit kann nur lauten

      [film]8[/film]

      für einen Streifen der filmisch gesehen nichts dolles ist aber auf Trash-Ebene vollkommen übezeugen kann.
    • Kommt auf meine Wunschliste. Das Mediabook sieht ja auch richtig geil aus.
      Ich glaube, der Film trifft mein Geschmack.
    • Original von Vorhees11:

      Kommt auf meine Wunschliste. Das Mediabook sieht ja auch richtig geil aus.
      Ich glaube, der Film trifft mein Geschmack.


      Das denke ich doch auch, ist wirklich ein sehr trashiger, überdrehter Film mit Blut und allem was einen glücklich macht :3:
    • Film hat auch mir Gefallen. Sicher keine Höchstbenotnung, aber durch und durch trashig-blutig-biazrr unterhaltsam :0:


    • Produktionsland: USA
      Produktion: Chiaki Yanagimoto, Kurando Mitsutake
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Kurando Mitsutake
      Drehbuch: Kurando Mitsutake, John Migdal
      Kamera: Keiko Nakahara
      Schnitt: John Migdal
      Spezialeffekte: Michael Del Rossa
      Budget: -
      Musik: Dean Harada
      Länge: ca. 92 Minuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Kurando Mitsutake, Jeffrey James Lippold, Domiziano Arcangeli, Megan Hallin, Kyle O. Ingleman, Loren Lutcher, Mariko Denda, Aki Hiro, Tegan Ashton Cohan, Masami Kosaka, Noriaki Kamata, Gregory Blair

      Inhalt :

      Blind Wolf ist ein Samurai und Schwertkämpfer auf dem Rachefeldzug.
      Vor einigen Jahren wurde er mitsamt Frau und Tichter von Nathan Flesher bei einem Picknick überfallen.
      Seine Frau wurde brutal vom durchgeknallten Flesher vergewaltigt und getötet.
      Um das Leben seiner Tochter zu retten, nötigte der Gangsterboss den Ehemann noch dazu sich mit einem Ast sich selbst die Augen auszustechen.
      Doch auch seine Tochter wurde nicht verschont, Flesher kaltblütig ermordet und der blinde Mann wurde mit drei Schüßen niedergestreckt.
      Wie durch ein Wunder überlebt er dieses Martyrium und von nun an hatte er nur noch eins vor seinen nun blinden Augen - RACHE.

      Blind Wolf nahm Unterricht in Schwertkampf und in einem Tag soll der skrupellose Mörder aus dem Gefängnis frei kommen.
      Endlich ist der Samurai seinem Ziel so nah wie nie zuvor, doch auch Flesher ist sich bewusst darüber was der Schwertkämpfer auf Vergeltung sinnt.
      Sieben Killer wurden von ihm in den anliegenden Dörfern postiert um den Blind Wolf aufzuhalten.
      Schon im ersten Dorf tappt der Wolf in eine Falle und ein Drifter rettet ihn vor den schwertschwingenden Go-Go Girls.

      Der Drifter und der einsame Wolf bestreiten den Weg von nun an gemeinsam, auf dem sich Flesher angeheurte Killer ihnen in den Weg stellen werden.
      Je näher die Entlassung und das Gefängnis rücken um so gefährlicher wird es für die beiden Schwertkämpfer....

      Trailer :


      Meinung :

      Regisseur Kurando Mitsutake - der übrigens auch in der TV-Serie HEROES mitspielte - legt mit LONE WOLF nach MONSTERS DONT GET TO CRY seine zweite Regiearbeit ab.
      Eventuell könnte man denken das LONE WOLF im Fahrwasser der in den letzten Jahren aufkeimenden Japan-Trash-Gore Filme wie TOKYO GORE POLICE, THE MACHINE GIRL oder MUTANT GIRLS SQUAD schwimmt, doch dies trifft hier nur bedingt zu.
      LONE WOLF ist vielmehr eine Homage an die "Spaghetti-Western" der 60ger und 70ger, amerikanische Grindhouse Flicks und japanische "Ken-geki" Filme (auch Chambara genannt) wie die OKAMI Reihe, LADY SNOWBLOOD, THE SWORD OF DOOM, ZATOICHI oder auch YOJIMBO.
      Mitsutake hat seine "Hausaufgaben" gemacht und ihm gelingt es auf innovative, eigenständige Weise diese Genres zu fusionieren und in neuem Gewand zu präsentieren.

      Es wird zwar behauptet das LONE WOLF von Tarantinos KILL BILL inspiriert wurde, doch dies stimmt nicht so ganz!
      Zum einem schöpft Tarantinos KILL BILL ja selbst aus dem Fundus des Italo-Western und Eastern um diesem seinen Tribut zu zollen.
      Zum anderem basiert Mitsutake's LONE WOLF auf einem Kurzfilm, der schon vor KILL BILL entstanden ist - von einem KILL BILL Plagiat kann also durchaus nicht die Rede sein!

      Auch wenn man es hier mit einem Low Budget Indie-Film zu tun hat, dem kein riesen Budget zur Verfügung stand, wirkt sich dies nicht negativ auf das Werk aus.
      Zwar präsentiert sich LONE WOLF bildtechnisch im neumodischen Gewand, was aber keinen Kritikpunkt darstellt.
      Der Film ist eben auch in der heutigen Zeit angesiedelt und spielt nicht im Anno Dazumal im wilden Westen oder währen der samurai-Ära und somit wirkt das Gezeigte schon authentisch.

      Mitunter wurden hier von der Kamera aber durchaus imposante Bilder eingefangen.
      Hier treffen beeindruckende Landschaftsaufnahmen von den unendlichen Weiten der Wüste wie in den "Spaghetti-Western" auf "Ken-geki" Ästhetik wie in EIN HAUCH VON ZEN oder auch neueren Filme wie TIGER & DRAGON.
      Grade die Szenen in den Wäldern, wo es Blüten von Bäumen regnet sind mehr als gelungen lassen keine Wünsche offen.

      In den Kampfszenen wiederum kommt permanent der Grindhouse-Look mit all seinen Stilelementen wie Kratzern, ausgeblassten Farben, mangelhaftem Bildmaterial und Filmrissen zum Einsatz, was für ein stimmiges Gesamtbild sorgt.
      Leider schaut der deutsche Konsument hier aber wieder in die Röhre, da die deutsche Fassung um genau diese Szenen erleichtert wurde.
      Dadurch das diese Szenen mit einem hohen Kunstblutgehalt gesegnet sind, wurde für die deutsche Fassung leider genau dort die Schere angesetzt.

      Diese Splattereskapaden haben es wirklich in sich und es gibt Blutfontänen en masse zu bewundern - Fans von den oben schon erwähnten OKAMI und LADY SNOWBLOOD Filmen werden sofort merken das diese Titel für die FX Pate standen.
      Zwar wirken einige der Effekte - grade bei abgetrennten Gliedmaßen - nicht wirklich realistisch, doch auch dies ist zu verschmerzen.
      Die Szenen in der sich unser Held die Augen aussticht, ist wahrlich sehr krude ausgefallen - die Art der FX und der Inszenierung wecken Erinnerungen an den guten, alten Signore Fulci.

      Die Story mag zwar nicht grade Innovativ sein und ist ein wenig Klischeehaft, doch der Blutgehalt und Coolnes-Faktor machen dies wieder wett.
      Andererseits ist bei der Story auch erneut bemerkbar das es sich um eine Homage an die Old School Eastern/Martial Arts Filme handelt - hier werden die gängigen Muster einfach übernommen und der Fan bekommt das was er sich erhofft.
      Einen großen Bonus kann LONE WOLF durch die im Film vorkommenden Rückblenden einheimsen, welche in blassen Farben zum besseren Verständniss der Story beitragen und den Film auch kurzweiliger machen.

      Bei den Charakteren ist ein gewisser Grad an Überzeichnung zu verzeichnen, was sich aber bei so einem "Over-the-Top" Grindhouse-Martial Arts-Western nicht negativ auswirkt.
      Die Darsteller haben einen leichten Hang zum Overacting, was bei LONE WOLF allgemein notwendig ist.

      Domiziano Arcangeli(WEREWOLF IN A WOMENS PRISON, FLUCH DES VERBORGENEN SCHATZES, BLACK ZOMBIES) als Bösewicht Flesher spielt wirklich genial und haucht seinem verrückten Charakter förmlich Leben ein.
      Jeffrey James Lippold (MEMPHIS RISING : ELVIS RETURNS, THE BRIDES OF SODOM), der den "Drifter" spielt, strotz vor Coolnes und weiß auch zu überzeugen.
      Darstellerisches Highlight ist natürlich Regisseur und Hauptdarsteller Kurando Mitsutake, der sichtlich inspiriert von den alten Helden des Easterns eine adäquate Performance liefert.
      In einer kleinen Nebenrolle ist übrigens sogar Amanda Plummer zu sehen, welche die meisten noch aus PULP FICTION, GOD'S ARMY oder 7 DAYS TO LIFE kennen dürften.
      Mir persönlich hat auch Mariko Denda als barbusige Auftragskillerin sehr gut gefallen!

      Um dem ganzen Szenario auch eine adäquate musikalische Untermalung zu geben hat sich Komponist Dean Harada von den Italo-Western der 60ger und 70ger inspirieren lassen.
      Man spürt das die großen Komponisten - allen voran Ennio Morricone - für den Soundtrack Pate standen und Harada gelingt es perfekt die gängigen Sounds in leicht moderner Form zu präsentieren.

      In meinen Augen ist LONE WOLF wesentlich gelungener als z.B. THE GOOD, THE BAD AND THE WEIRD oder Takashi Miike's SUKIYAKI WESTERN DJANGO, welche mich beide nicht überzeugen konnte.
      Kurando Mitsutake hat hier eine temporeiche, liebenswerte und blutige Homage an die Klassiker des Genres geschaffen, welche nie die Eigenständigkeit aus den Augen verliert.


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    • Produktionsland: USA
      Produktion: Chiaki Yanagimoto, Kurando Mitsutake
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Kurando Mitsutake
      Drehbuch: Kurando Mitsutake, John Migdal
      Kamera: Keiko Nakahara
      Schnitt: John Migdal
      Spezialeffekte: Michael Del Rossa
      Musik: Dean Harada
      Länge: ca. 92 Minuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Kurando Mitsutake, Jeffrey James Lippold, Domiziano Arcangeli, Megan Hallin, Kyle O. Ingleman, Loren Lutcher, Mariko Denda, Aki Hiro, Tegan Ashton Cohan, Masami Kosaka, Noriaki Kamata, Gregory Blair






      Ein blinder Samurai durchstreift die Wüste. Sein Ziel: Rache nehmen. Vor acht Jahren wurde seine Familie von dem Psychopathen Nathan Flesher getötet. Doch um an Flesher ranzukommen muss der Samurai erst sieben gnadenlose Killer beseitigen. Doch wie stehen die Chancen für einen Blinden gegen sieben Killermaschinen? Ganz gut, da er selbst eine Killermaschine ist.

      „Lone Wolf: The Samurai Avenger“ ist ein Independent-Film von Kurando Mitsutake. Ein mit Splatter- und Horrorelementen angereicherter Italo-Western mit Anleihen beim Samurai- und Rape and Revenge-Film. Bei einer solch umfangreichen Mixtur kommt es natürlich zu einigen Hommagen an Genreklassiker wie „Django“, die „Lone Wolf and Cub-Fime“, „Lady Snowblood“, die „Zatoichi-Filme“, „Bohachi: Clan of the Forgotten Eight“ „Natural born Killers“ und weiteren Evergreens des Randgruppenkinos.

      Bildtechnisch weiß Regisseur Kurando Mitsutake sich, und den Rest der Darstellerriege, gut in Szene zu setzen. Die Landschaftsaufnahmen, sowie die (visuell) abgefahrenen Ideen, wissen zu gefallen. Auch Zeitlupentechnik und Splitscreen werden zur rechten Zeit eingesetzt. Das Ganze wirkt sehr ansprechend und kann dem Film seine besondere Note verleihen. Man schaut einfach gern hin. Ein Aspekt der dazu beiträgt, dass man bei „Lone Wolf: The Samurai Avenger“ schnell die Zeit vergisst. Hier existiert kein Leerlauf, der Film ist immer wieder für eine Kuriosität gut und kann – mich zumindest – überzeugen.

      Die Koordination von Stunts und die Schwertkampfchoreografien wurden von Peter Steeves durchgeführt. Ein Amerikaner der die Lehren des Kenjutsu vermittelt. Eine Tatsache auf die Kurando innerhalb des (auf der Blu-ray enthaltenen) „Making of Wolf: The Samurai Avenger“ (mit leicht satirischen Tönen) eingeht. Das gesamte „Making of“ ist übrigens empfehlenswert. Zum einen lernt man viele sympathische Menschen kennen. Zum anderen die Vielseitigkeit von Kurando Mitsutake der in allen Belangen Filmverrückt (im positiven Sinne) wirkt.

      Fazit: „Lone Wolf: The Samurai Avenger“ wirkt wie ein blutiges Märchen aus dem „Wilden Westen“. Der Rächer als (Anti)held, gefangen in einem ausufernden Comicstrip aus dem es keinen Ausweg gibt. Witzig, brutal und teilweise krank. Geheimtipp!
    • Neuauflage von 8-Films im auf 333 Stück limitierten Mediabook (DVD+blu-ray) am ca. 15.11. :

      Bonus:
      Exklusives Interview, Behind-the-scenes Featurette, Audiokommentar, Trailer
      DVD Bonusfilm: Monsters don't get to cry (OMU)

      Technische Ausstattung mit großer Wahrscheinlichkeit zur Altauflage identisch.