Outrage



    • Originaltitel: Autoreiji
      Herstellung: Japan 2010
      Regie: Takeshi Kitano
      Darsteller: Takeshi Kitano, Tomokazu Miura, Jun Kunimura, Ryo Kase, Renji Ishibashi, Kippei Shiina, Takashi Tsukamoto, Tetta Sugimoto, Fumiyo Kohinata, Sôichirô Kitamura
      Genre: Action, Drama
      Laufzeit: 105
      Freigabe: FSK 18


      Inhalt:

      Bei einem gemeinsamen Geschäftsessen mit dem Kaicho, dem Oberhaupt des Sanno-kai-Clans, stellt Unterboss Kato den Chef eines verbündeten Clans, Ikemoto, zur Rede. Dieser pflegt unverholene Geschäftsbeziehungen mit dem Außenseiter Murase, einem altgedienten Yakuza, mit dem Ikemoto im Gefängnis die Bruderschaft geschworen hatte. Um bei dem Kaicho nicht in Ungnade zu fallen, bittet Ikemoto den befreundeten Clan-Chef Otomo (Takeshi Kitano) darum einen geringfügigen, aber empfindlichen Sclag gegen Murase auszuführen. Ein erbitterter Kampf um Macht und Geld, um die Vorherrschaft über Tokios Unterwelt, beginnt...


      Meine Meinung:

      Outrage ist leider nicht ganz die erhoffte Rückkehr von Kitano in sein altes Yakuza-Genre. Stattdessen bietet Kitano einen soliden Film über Machtspielchen und Ehre innerhalb der Yakuza und einer Yakuza-Familie.
      Anfänglich wirkt alles wie ein gewohnter Kitano-Kracher. Ein schweigsamer Kitano steht in seiner typischen Haltung und dem längst bekannten Augenzucken seiner rechten, gelähmten Gesichtshälfte inmitten eines Haufens von Yakuza und hebt sich gleich aus der Masse heraus, wenn er sich nicht vor den Bossen verbeugt, jeden Blickkontakt vermeidet und hin und wieder ein sarkastisches Lächeln auf den Lippen trägt. Gegnerische Yakuza-Prolls werden mit einem Cuttermesser gezeichnet und wenn der Boss ruft, so spielt Kitano auch schon mal den Zahnarzt ohne zu zögern.
      Leider tritt Kitano, dessen Präsenz einem eine Gänsehaut verabreicht, in der Mitte des Film stark in den Hintergrund zurück und die Machtkämpfe, Intrigen und Ehrerbietungen zwischen drei Yakuzaführern und ihren Leuten tritt in den Vordergrund. Macht, Gier und Gewalt dominieren den Film und zeigen das die Yakuza in einer, jeder Person bewussten, Spirale aus Gewalt und Tod stecken, dem keiner zum Ende hin entkommen kann.
      Gott sei Dank tritt Kitano im letzten Drittel wieder auf und fängt an in seiner knallharten Manier die Strukturen der Yakuza auseinanderzunehmen, seinem offensichtlichen Ende mit einem Lächeln im Gesicht gewiss entgegenblickend. Eiskalt tötet er alle, ob Feind oder früher Freund und versucht seine eigene Ordnung, die Werte der alten Yakuza die nichts mit Intrigen, Drogen und Gier sondern mit Ehre und Glaube zu tun hatten in seiner kleinen eigenen Welt am Leben zu erhalten.
      Doch auch wie in Hamlet so kommt auch in einem Kitano-Film der Tod über fast alle Darsteller und die Spirale des Todes wird auch in diesem Film nicht durchbrochen.

      Fazit: Kitano überzeugt in einem harten Yakuza-Film der an Regisseure wie Kinji Fukasaku oder Seijun Suzuki erinnert, jedoch weniger Kitano-Charme besitzt als Brothers und Sonatine. Dabei ist der Film allerdings nicht nur etwas für hartgesottene Kitano-Fans sondern auch Fans von Actionkrimis und Verbrecherfilmen geeignet die sich sonst nicht mit Kitanos üblichen Humor anfreunden können.





















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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von LoneWolf ()

    • Habe gestern eine Mail von cdjapan.jo bekommen :

      Die Japan DVD zu Outrage wird englische Untertitel haben *freu* :´D

      cdjapan.co.jp/detailview.html?KEY=BCBJ-3923

      Erscheinungstermin ist der 03.12.2010.

      Ich werde ganz bestimmt zuschlagen =)
    • Kitanos OUTRAGE kommt! Und das schon im August. Anfang August in den Videotheken und Ende August dann als 3-Disc Mediabook Edition im Handel!
      (Quelle)
      Mainstream is Dead,Dead,Dead!!


    • Outrage erscheint am 26.08.11 in Deutschland von Capelight

      Die limitierte Mediabook Edition mit DVD, Blue-Ray und Bonus DVD mit der Dokumentation YOUNG YAKUZA sowie einem 24-seitigen Booklet
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    • Und wie kommst du auf die Schlussfolgerung?
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    • in der Quelle steht:
      Hier die Mitteilung im Wortlaut von Capelight: Das Kitano Office will nicht in Zusammenhang mit YOUNG YAKUZA gebracht werden (der Film ist in Japan verboten) und hat uns untersagt entsprechenden Film als Bonus auf Disc 3 zu packen. Somit nimmt Kitanos DAS MEER WAR RUHIG diesen Platz ein, ein ganz wunderbarer Klassiker.
    • Stimmt,das hat Capelight auch auf Facebook geschrieben ;)
      Aber YOUNG YAKUZA wird einzeln veröffentlicht werden.
      Meine sogar am selben Tag.
      Mainstream is Dead,Dead,Dead!!


    • UK Blu Ray kommt am 14. November von Opium Home Entertainment
    • Meine Meinung:

      Outrage ist leider nicht ganz die erhoffte Rückkehr von Kitano in sein altes Yakuza-Genre. Stattdessen bietet Kitano einen soliden Film über Machtspielchen und Ehre innerhalb der Yakuza und einer Yakuza-Familie.
      Anfänglich wirkt alles wie ein gewohnter Kitano-Kracher. Ein schweigsamer Kitano steht in seiner typischen Haltung und dem längst bekannten Augenzucken seiner rechten, gelähmten Gesichtshälfte inmitten eines Haufens von Yakuza und hebt sich gleich aus der Masse heraus, wenn er sich nicht vor den Bossen verbeugt, jeden Blickkontakt vermeidet und hin und wieder ein sarkastisches Lächeln auf den Lippen trägt. Gegnerische Yakuza-Prolls werden mit einem Cuttermesser gezeichnet und wenn der Boss ruft, so spielt Kitano auch schon mal den Zahnarzt ohne zu zögern.
      Leider tritt Kitano, dessen Präsenz einem eine Gänsehaut verabreicht, in der Mitte des Film stark in den Hintergrund zurück und die Machtkämpfe, Intrigen und Ehrerbietungen zwischen drei Yakuzaführern und ihren Leuten tritt in den Vordergrund. Macht, Gier und Gewalt dominieren den Film und zeigen das die Yakuza in einer, jeder Person bewussten, Spirale aus Gewalt und Tod stecken, dem keiner zum Ende hin entkommen kann.
      Gott sei Dank tritt Kitano im letzten Drittel wieder auf und fängt an in seiner knallharten Manier die Strukturen der Yakuza auseinanderzunehmen, seinem offensichtlichen Ende mit einem Lächeln im Gesicht gewiss entgegenblickend. Eiskalt tötet er alle, ob Feind oder früher Freund und versucht seine eigene Ordnung, die Werte der alten Yakuza die nichts mit Intrigen, Drogen und Gier sondern mit Ehre und Glaube zu tun hatten in seiner kleinen eigenen Welt am Leben zu erhalten.
      Doch auch wie in Hamlet so kommt auch in einem Kitano-Film der Tod über fast alle Darsteller und die Spirale des Todes wird auch in diesem Film nicht durchbrochen.

      Fazit: Kitano überzeugt in einem harten Yakuza-Film der an Regisseure wie Kinji Fukasaku oder Seijun Suzuki erinnert, jedoch weniger Kitano-Charme besitzt als Brothers und Sonatine. Dabei ist der Film allerdings nicht nur etwas für hartgesottene Kitano-Fans sondern auch Fans von Actionkrimis und Verbrecherfilmen geeignet die sich sonst nicht mit Kitanos üblichen Humor anfreunden können.










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    • Alternativer Titel: Outrage
      Produktionsland: Japan
      Produktion: Takeshi Kitano, Masayuki Mori, Takio Yoshida
      Erscheinungsjahr: 2010
      Regie: Takeshi Kitano
      Drehbuch: Takeshi Kitano
      Kamera: Katsumi Yanagijima
      Schnitt: Takeshi Kitano, Yoshinori Ota
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Keiichi Suzuki
      Länge: ca. 105 Min.
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller:
      Takeshi Kitano: Otomo
      Kippei Shiina: Mizuno
      Ryo Kase: Ishihara
      Tomokazu Miura: Kato
      Jun Kunimura: Ikemoto
      Tetta Sugimoto: Ozawa
      Takashi Tsukamoto: Iizuka
      Yuka Itaya: Otomos Frau
      Hideo Nakano: Kimura
      Renji Ishibashi: Murase
      Fumiyo Kohinata: Kataoka
      Soichirü Kitamura: Kannai





      Zwischen den Klans der Yakuza entfacht ein Krieg um die Vorherrschaft in Tokio. Bruderschaften werden geschworen um diese wieder zu brechen wenn es nötig ist. Einzig der Machtwille und das zeigen der eigenen Stärke und Skrupellosigkeit ist entscheidend.

      Takeshi Kitanos „Outrage“ bekam nach der Aufführung bei den 63. Filmfestspielen von Cannes ein gemischtes Feedback. Überwiegend wurde der Film als zu brutal und Gewaltverherrlichend angesehen. Natürlich ist „Outrage“ kein Vertreter der den Katholischen Filmdienst zu Applaus bewegen könnte, aber ein Film mit der Vorgabe ein „Yakuza-Film“ zu sein kann nun mal nicht im Stile einer Butterfahrt für Messdiener angelegt werden.

      So what!!! Kitano macht innerhalb „Outrage“ sehr viel richtig, der Film kommt kurzweilig und knallhart daher, so wie es sich gehört und wie man es als Genrefan erwartet. Kameratechnisch ist Katsumi Yanagijima mit guten Bildern dabei. Bereits die erste ausgiebige Kamerafahrt teilt unmissverständlich mit, dass es sich hier um einen technisch anspruchsvollen Film handelt. Die Story an sich ist einfach gestrickt. Jeder hasst Jeden- Jeder will Jeden töten und am Ende kann meist nur Einer übrig bleiben. Dass bei einer solchen Maxime die Gewalt eine große Rolle spielt ist selbsterklärend und somit kann eine Zahnbehandlung tatsächlich mal zu übelster Folter führen.

      Die Besetzung die Kitano für seinen Film aussuchte ist absolut überzeugend. Sympathische und bekannte Gesichter wie z.B. Kippei Shiina machen sich innerhalb Tokios Unterwelt breit um den Respekt vor dem Bruder mit Füßen zu treten.

      Fazit: Knallharte Yakuza-Action der Gegenwart und aus meiner Sicht eine angenehme Überraschung, dass man heutzutage noch solch gute Film zu Stande bekommt.

      8/10



    • Steht schon seit längerem ganz oben auf meiner Liste :D. Ich halte echt viel von Takeshi Kitano und wurde bisher noch nicht enttäuscht.
      Das ist der Weg unsichtbar zu sein. Werde einfach ein Teil der Nacht.
      Ziehe mit dem Wind und die Schatten. Tue was du tun musst, frei vom jeden Gefühl,
      so dass keine Seele es fühlt und kein Herz es hört.
    • Bin Kitano-Neueinsteiger und muss das Feld erst einmal abgrasen. Bisher habe ich allerdings nur Gutes gehört.
    • Original von sid.vicious:

      Bisher habe ich allerdings nur Gutes gehört.

      ... und das völlig zu Recht

      Brother und Zatôichi werden Dir bestimmt sehr gefallen. Hana-Bi und Sonatine sind im Gegensatz dazu schon etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten kann ich Dir auch seine etwas unbekannteren Filme Kikujiros Sommer und Dolls empfehlen. Das sind seine anspruchsvollsten und in meinen Augen auch seine besten Filme... es muss ja nicht immer das Blut von der Leinwand triefen.
    • Heartless schrieb:

      Steht schon seit längerem ganz oben auf meiner Liste :D. Ich halte echt viel von Takeshi Kitano und wurde bisher noch nicht enttäuscht.

      Ganze 4 Jahre hat es gedauert, autsch :16: Was daran lag, dass ich meine Filmsammlung in der Zeit quasi auf Eis gelegt hatte. Aber nun doch zum Film.

      Wem es nicht stört einen Film zu sehen, der sehr Dialog lastig ist und in denen 112 Minuten nur Anzugträger zu sehen sind, kommt bei diesen Yakuza Streifen voll auf seine Züge. Die Story ist sehr kurzweilig und man kann den Dialogen gut folgen, sodass man immer ein Schritt weiter ist, als die Protagonisten im Film. Machtspielchen zwischen verfeindeten, geduldeten und sogar im eigenen Clan treiben die Story immerzu voran und enden in einem furiosen Finale.

      [film]7[/film]

      Und jetzt muss ich mir auch noch Teil 2 auf die Liste schreiben, mal sehen ob das auch 4 Jahre dauert, bis der Film in meiner Sammlung auftaucht.
      Das ist der Weg unsichtbar zu sein. Werde einfach ein Teil der Nacht.
      Ziehe mit dem Wind und die Schatten. Tue was du tun musst, frei vom jeden Gefühl,
      so dass keine Seele es fühlt und kein Herz es hört.