Die Stunde der Ratte

    • Die Stunde der Ratte



      Originaltitel: Food of the Gods 2

      Produktionsland: Kanada
      Produktion: Andras Hamori, Damian Lee, Bob Misiorowski, David Mitchell
      Erscheinungsjahr: 1989
      Regie: Damian Lee
      Drehbuch: Richard Bennett, E. Kim Brewster
      Kamera: Curtis Petersen
      Schnitt: David Mitchell
      Spezialeffekte: Dianne Prupas
      Budget: ca. 3.500.000 $
      Musik: Dennis Haines, Stephen W. Parsons
      Länge: ca. 82 Minuten
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: Paul Coufos, Lisa Schrage, Réal Andrews, Stuart Hughes, Karen Hines, Frank Pellegrino, Jackie Burroughs, Sean Mitchell, Colin Fox, David B. Nichols, Robert Kennedy, Michael Copeman

      Der Film ist nur auf VHS erschienen, es gibt natürlich noch Bootlegs.


      Inhalt:

      Der Versuch, einen kleinwüchsigen Jungen zu heilen, endet in einem Alptraum. Das Kind verwandelt sich in ein monströses Ungeheuer. In einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit versucht Dr. Hamilton, ein Gegenserum zu entwickeln. Doch statt einer Formel gegen unkontroliertes Wachstum entdeckt er ein Serum, dessen Anwendung die Züchtung riesiger Pflanzen möglich macht. Durch Zufall fressen einige Labor-Ratten davon. Zunächst fast unmerklich, dann immer schneller, beginnen die Tiere zu wachsen. Hamilton und seine Freundin nehmen den hoffnungslosen Kampf gegen den explodierenden Horror auf. Doch auch sie können nicht verhindern, dass die Natur sich rächt und eine Kleinstadt in ein Chaos aus Tod und panischem Entsetzen verwandelt.

      Trailer:
      -



      Meinung:

      Der düstere Gothic oder Synthpop Sound überrascht doch ziemlich, so etwas erwartet man eigentlich meist nur bei den italienischen Horrorfilmen der 70er/80er Jahre. Eine kleine Gruppe Menschen kämpft in deiner Demonstration für die Rechte der Tiere, dies findet vor einem Forschungslabor statt und die Substanz mit jder Experimentiert wird, liegt in der gift-grünen Farbe vor, typisch für die 80er Horrorfilmjahre.
      Schwarzer Humor zieht sich gut verstreut durch den Film, man bekommt ihn meist unterschwellig mit, aber auch nicht für jeden ersichtlich. Die großen Rattenpuppen sehen ganz amüsant bis trashig aus, man wird diese einige mal sehen, manch mal werden sie aber auch nur im Off gehalten, insgesamt bekommt man sie aber zufrieden stellend zu Gesicht. Normale Ratten gibt es natürlich auch, eine Weiße und sonst Schwarze, zumeist aber nur im ersten Drittel. Recht trashig wirkt noch ein zu großes Kind, was durch Wachstumshormone ein Riese geworden ist, der auch aggressiver wird. Die Größenverhältnisse stimmen oft nicht überein, in einer Szenen sind die Ratten größer als die Menschen, in einer anderen sogleich halb so groß, wobei dies bei den Blockbusterfilmen von Heute mit zich Millionen Budget auch noch oft genug schief geht, zumindest muss man dies hier Kritisieren. Die Rattenangriffe hat man sicherlich schon besser gesehen. Es sind ja auch nur eine Handvoll der Genmanipulierten, welche entbüchst sind und nun die Gegend unsicher machen, meist greift auch nur eine einzige Ratte an, die dann als Puppe recht groß ausschaut. Einige Verfolgsszenen gibt es, wobei dann aus der Kameraperspektive jagt auf die Opfer gemacht wird, da hätte man vielleicht doch lieber die Ratte direkt gesehen, bei deren Verfolgung. Zumindest ist die einsetzende Synthpop-Sounduntermalung bei den Ratten-Angriffen und die Geräuschkulisse allgemein sehr stimmig und holt lange Zeit noch mehr heraus, als wie es der Film eigentlich aufzeigt.
      Die Umsetzung der Story ist hier so etwas wie der Schwachpunkt des Filmes, denn die Verbissenheit der Polizei, diese riesen Ratten tot zu schweigen ist schon ziemlich Lächerlich. Ok bei vielen Filmen mit einem Meeresungeheuer hat man dies auch schon so gesehen, aber wenn die Reisenratten mordend durch die Strassen hopsen, dann kann die Polizei dies eigentlich nicht mehr totschweigen wollen um den Standort des Geschehens nicht einen schlechten Ruf zu verpassen. Zudem fehlt auch etwas ein konstanter Spannungsbogen, es wird zwar nicht wirklich langweilig, aber packend ist das Geschehen erst im letzten Drittel.

      Die Kulisse bietet viel Graffiti Malerei, ansonsten sind die Kulissen auch etwas zu hell, viel düstere Atmosphäre welche die 80er ja boten, kommt von den Bildern her nicht auf. Richtig großartig find ich zumindest das Finale, hier konnte man das Ruder noch rum reißen. Dort gibt es viele Angriffe und wenn die weiße und wohl einzig gute Riesenratte ums Überleben kämpft, der Wissenschaftler sich für diese sogar einsetzen gedenkt und im Kugelhagel die tolle Sounduntermalung ansetzt, löst dies schon mal Gänsehaut aus.

      „Die Stunde der Ratte“ ist jedenfalls nicht der typische Tierhorrorfilm, eher tendiert dieser auch ein wenig in Richtung „Die Fliege“ mit einigen kurz aufgezeigten Mutationen bei Menschen, dazu reichlich Synthpop Sounduntermalung. Man hätte aus diesem Stoff mehr machen können, der Regisseur hat nicht viel drauf gehabt, beim Versuch auf die Rattenhorrorwelle oder die italienischen Horrorfilme dieser Zeit im Auge habend, hat er den Absprung zumindest nicht ganz verpasst und es ist ihm eher ein Glückssprung noch gelungen wenn man so will. Als Rattenhorrorfilm ist er einer der schwächeren Vertreter, wirkt sogar etwas moderner als typisch 80er Flair, aber mir hat die Mischung hier trotzdem noch gefallen. Man sollte die Erwartungen vornherein aber nicht zu hoch schrauben und irgendwie haben die trashig großen Rattenpuppen etwas, was man nicht mehr so schnell vergisst.

      [film]6[/film]

      [bier]7[/bier]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Schwarzer Elektro - Aktuelle Playliste: Klick
      Tekkno - XTC - Acid - Paranoid (Playliste/The Hits): Klick
    • Ihhh von ASTRO :D
      Irgendwie unangebracht zu erwähnen, dass es noch Boots gibt...Soll das etwa ein Tipp für eine Alternative sein? Kaufts Video Mensch und macht euch ne digitale Sicherung auf DVD, aber kauft keine dreckigen Boots Jungs & Mädels. (Okay, hab auch welche...paar wissend und auch unwissend, aber Hey..NEIN!)
    • Achso. Das ist Tierhorrortrash, wie er mir gefällt. Mit Ratten in Filmen kann man mich immer ködern. Zwar seh ich den Horror dabei in den Menschen und fieber für die Ratten mit, aber das is ja bei so Käsefilmen auch egal lol
      Sollte ich mich ma nach umschauen, auch wenn ich kein Blaurückenschrott mehr im Schrank stehen haben wollt.
    • Doomi ist wohl gerade auf dem Rattenhorrortrip angekommen :)

      Ich kenne nur Ben, aber der war nicht mein Fall.
    • Naja, aber Riffs 3 wirst du doch wohl auch kennen?
      Da gibts ja auch Ratten ausschließlich.
      Ansonsten kenn ich nur noch Rats noch was...
    • Ja die beiden kenne ich auch noch. Riffs war ganz ok, auch wenn ich mich kaum noch dran erinnern kann. Rats war auch überhaupt nicht mein Ding :)
    • Riffs 3 íst einer meiner Lieblinge...Hab ihn aber schon ewig nicht mehr gesehen...Aber ich mag eigentlich alles von Bruno Mattei, auch wenn er zurecht immer und überall verschriehn wird...Er ward schon ein ziemlicher Ideenklauer, aber hats immer so charmantschundig umgesetzt. Rats fand ich eig. recht lustig...Die Story ist zwar übelster Schmu, die Charaktere auch, aber die Ratten sind zahlreich und grösstenteils kein CGI Müll.
    • Ist erst mal der letzte Rattenhorror, Riffs 3 hab ich oft schon gelesen, dass der gut sein soll, warum auch immer es der 3. Teil ist, kommt später sicher noch in meine Sammlung. lolp

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Das Teil ist deshalb der letzte Teil, weil es ebenfalls Endzeitszenario ist, und sich ebenfalls eine Bikergang in diesem Szenario wiederfindet. Würd ich mir unbedingt holen. Gibs schon für lau ;)
    • Netter und unterhaltsamer Horrorfilm,gut,er kommt meiner Meinung nach an Werke wie z.b.Ben die Ratte,The Riffs 3 usw...nicht heran,ist baber spannend aufgebaut.Gerade das richtige für Tierhorrorfans.
    • Original von funeralthirst
      Irgendwie unangebracht zu erwähnen, dass es noch Boots gibt...Soll das etwa ein Tipp für eine Alternative sein? Kaufts Video Mensch und macht euch ne digitale Sicherung auf DVD, aber kauft keine dreckigen Boots Jungs & Mädels. (Okay, hab auch welche...paar wissend und auch unwissend, aber Hey..NEIN!)


      Inzwischen scheint sich deine Meinung von 'damals' zu heute aber geändert zu haben :3:

      Nun ja, bin nicht der grösste Tierhorrorfreund, aber Stunde der Ratte überzeugt durch spürbare Spannung und guter Atmosphäre.

      [film]8[/film]
    • Original von Dr.Mabuse
      Original von funeralthirst
      Irgendwie unangebracht zu erwähnen, dass es noch Boots gibt...Soll das etwa ein Tipp für eine Alternative sein? Kaufts Video Mensch und macht euch ne digitale Sicherung auf DVD, aber kauft keine dreckigen Boots Jungs & Mädels. (Okay, hab auch welche...paar wissend und auch unwissend, aber Hey..NEIN!)


      Inzwischen scheint sich deine Meinung von 'damals' zu heute aber geändert zu haben :3:

      Nun ja, bin nicht der grösste Tierhorrorfreund, aber Stunde der Ratte überzeugt durch spürbare Spannung und guter Atmosphäre.

      [film]8[/film]


      Du wirst lachen, aber als ich gerade den Thread nochmal durchlas, hab ich mich gefragt, ob ich das echt geschrieben haben soll. Dazu noch: Kurz danach hab ich mir das Boot zu dem Film besorgt lol lol lol
    • Also ich finde "Die Stunde der Ratte" ist einer der besten Rattenfilme! Besser und spannender als sein Vorgänger "Die Insel der Ungeheuer" und bis auf diese Sache mit dem riesigen Kind ( :0:) auch richtig gut aufgebaut. Allerdings versteh ich das Ende nicht so ganz. Erst ging es ja darum das der Professor ein gegenmittel erzeugt das er dann auch einsetzen wollte um die Ratten zu schrumpfen. Aus welchen Grund sie die Ratten nun doch erschossen haben ist für mich persönlich ein Rätsel ?!

      Trotzdem ein guter Film, 7,5 / 10 Punkte
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Original von |Skeletor|:

      Also ich finde "Die Stunde der Ratte" ist einer der besten Rattenfilme! Besser und spannender als sein Vorgänger "Die Insel der Ungeheuer" und bis auf diese Sache mit dem riesigen Kind ( :0:) auch richtig gut aufgebaut. Allerdings versteh ich das Ende nicht so ganz. Erst ging es ja darum das der Professor ein gegenmittel erzeugt das er dann auch einsetzen wollte um die Ratten zu schrumpfen. Aus welchen Grund sie die Ratten nun doch erschossen haben ist für mich persönlich ein Rätsel ?!

      Trotzdem ein guter Film, 7,5 / 10 Punkte



      Das Gegenmittel war eigentlich für Bobby und nicht für die Ratten :0: Und ich glaub die Polzei hatte einfach nur die Schnauze voll von den Ratten und die Chance, diese zu erledigen.




      Meine Meinung zum Film:
      "Die Stunde der Ratte" ist ein ansehnlicher Tierhorrorstreifen und zu meiner Freude, ganz ohne CGI. Die Ratten an sich sind sehr gut und mit viel Aufwand gemacht, so auch die restlichen Effekte.
      Die Angriffe erfolgen meist sehr blutig und schnell, aber auch vorhersehbar,

      da fast jeder, der neu auftaucht, stirbt.
      Die Folgen der Angriffe sind, wie die Angriffe selbst, blutig und gut gemacht. Außerdem bekommt man feine Effekte zu sehen und man freut sich auf mehr angeknabberte Leichen.
      Die Mutation der Ratten war zwar nur ein Versehen, aber trotzdem hätte Dr. Hamilton ihr eine höhere Priorität, als Billy zusprechen sollen.

      Ist mir zwar etwas unverständlich, aber Hamilton nimmt das Problem mit den Ratten irgendwie nur halbherzig in Angriff und betrachtet es meiner Meinung nach als Behinderung seiner Forschung. Ihm ist Billy´s Heilung wichtiger, als die Amok laufenden Ratten.

      Mir erscheint Billy zumindest eher unwichtig, da es nur selten Szenen gibt, die sich auf ihn beziehen und er nur die Ursache für die Mutation ist und sonst nicht mehr.

      ( Kurze Zwischeninfo: Die Musik in dem Film, die ist so der hammer )

      Eine wirkliche Atmosphäre und Spannung ist in dem Film nicht vorhanden, da man die Angriffe meist voraussieht und somit keine Überraschungen vorhanden sind und die Musik hilft auch nicht besonders. Wenn ich sagen müsste, was den Film ausmacht, dann würde ich ohne Zweifel auf die Effekte verweisen, da der Film von der Story her nicht viel bietet. Mehr brauch der Film auch nicht, um ein solider Tierhorror zu sein, denn mal ehrlich. So gut wie jede Story für Tierhorrorfilme wurden entweder auf dem Locus geschrieben oder von anderen Filmen abgeguckt.

      [film]8[/film]

      "Die Stunde der Ratte" empfehle ich jedem Tierhorrorfan, der genauso wie ich CGI hasst. Der Film wird in meiner Review zwar ein bisschen viel kritisiert, aber die Punkte wollte ich dennoch ansprechen. Trotzdem ist er sehr gut
      All That Remains - Won´t Go Quietly
      I know my past I know where I came from
      I won't go quietly give in to none

    • Ahh Danke für die Anregung BlackSheep :3:

      Habe Ihn nun auch schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Sollte Ich dringend mal wieder nachholen.
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • War sehr unterhaltsam. Die Ratten waren gut gemacht und auch die Massenszenen waren gut. Leider hält sich der Gore sehr in Grenzen. lolp
    • Original von |Skeletor|:

      Ahh Danke für die Anregung BlackSheep :3:

      Habe Ihn nun auch schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Sollte Ich dringend mal wieder nachholen.



      Immer wieder gern :0:
      Freu mich, wenn ich mal Tierhorror empfehlen kann. Werd meistens eh nur die älteren empfehlen, da dort noch kein CGI benutzt wurde. Und bis jetzt ist mir noch kein CGI untergelaufen, der mir gefallen hat..
      All That Remains - Won´t Go Quietly
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      I won't go quietly give in to none

    • Original von BlackSheep68:

      Original von |Skeletor|:

      Ahh Danke für die Anregung BlackSheep :3:

      Habe Ihn nun auch schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Sollte Ich dringend mal wieder nachholen.



      Immer wieder gern :0:
      Freu mich, wenn ich mal Tierhorror empfehlen kann. Werd meistens eh nur die älteren empfehlen, da dort noch kein CGI benutzt wurde. Und bis jetzt ist mir noch kein CGI untergelaufen, der mir gefallen hat..


      Das passt ebenfalls sehr gut, da Ich Filme aus den 80ern und frühen 90ern bevorzuge :3: Hasse diese übermäßigen CGI-Effekte ebenfalls.
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Original von |Skeletor|:

      Original von BlackSheep68:

      Original von |Skeletor|:

      Ahh Danke für die Anregung BlackSheep :3:

      Habe Ihn nun auch schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Sollte Ich dringend mal wieder nachholen.



      Immer wieder gern :0:
      Freu mich, wenn ich mal Tierhorror empfehlen kann. Werd meistens eh nur die älteren empfehlen, da dort noch kein CGI benutzt wurde. Und bis jetzt ist mir noch kein CGI untergelaufen, der mir gefallen hat..


      Das passt ebenfalls sehr gut, da Ich Filme aus den 80ern und frühen 90ern bevorzuge :3: Hasse diese übermäßigen CGI-Effekte ebenfalls.


      "Horrorfilme" sollen einen ja schockieren und Angst einflößen anstatt jemanden zum lachen zu bringen.. Aber genau das verursacht CGI manchmal. Ich kann da aber meistens nur den Kopf schütteln und :11:
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    • Die Stunde der Ratte
      (Food of the Gods 2)
      mit Paul Coufos, Lisa Schrage, Real Andrews, Stuart Hughes, Karen Hines, Frank Pellegrino, Jackie Burroughs, Sean Mitchell, Colin Fox, David B. Nichols, Robert Kennedy, Michael Copeman, Frank Moore, Howard Jerome, Deborah Cass
      Regie: Damian Lee
      Drehbuch: Richard Bennett
      Kamera: Curtis Petersen
      Musik: Dennis Haines / Stephen W. Parsons
      Ungeprüft
      Kanada / 1989

      Der Versuch, einen kleinwüchsigen Jungen zu heilen, endet in einem Alptraum. Das Kind verwandelt sich in ein monströses Ungeheuer. In einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit versucht Dr. Hamilton, ein Gegenserum zu entwickeln. Doch statt einer Formel gegen unkontroliertes Wachstum entdeckt er ein Serum, dessen Anwendung die Züchtung riesiger Pflanzen möglich macht. Durch Zufall fressen einige Labor-Ratten davon. Zunächst fast unmerklich, dann immer schneller, beginnen die Tiere zu wachsen. Hamilton und seine Freundin nehmen den hoffnungslosen Kampf gegen den explodierenden Horror auf. Doch auch sie können nicht verhindern, dass die Natur sich rächt und eine Kleinstadt in ein Chaos aus Tod und panischem Entsetzen verwandelt.


      Insbesondere im Bereich des Tierhorrors wird der geneigte Fan ja oft genug mit extrem schlechten Beiträgen konfrontiert, doch trifft man auch immer wieder auf kleine Perlen des Sub-Genres, wie man an vorliegender kanadischen Produktion aus dem Jahr 1989 eindrucksvoll sehen kann. Damit sind jetzt nicht unbedingt die eher niedlichen Riesen-Ratten gemeint, die einem doch vielmehr ein Schmunzeln abringen, sondern die Geschichte an sich, die dieser Film erzählt. Denn diese ist äusserst spannend und interessant umgesetzt worden, auch wenn der Realitätsgehalt wohl eher gegen Null geht. Doch ist dieser Faktor gar nicht einmal ausschlaggebend, das das stattfindende Geschehen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt und streckenweise auch sehr temporeich daherkommt, wodurch die Aufmerksamkeit des Betrachters ganzzeitig aufrechterhalten wird. Zudem handelt es sich bei den tierischen Killern mit um eine der beliebtesten Spezies des Tierhorrors, denn neben Spinnen, Haien und Reptilien sind Ratten wohl die beliebtesten tierischen Killer.

      Auch, wenn die Story eher als hanebüchen zu bezeichnen ist, so geht doch eine recht starke Faszination von ihr aus, die sich schon fast zwangsläufig auch auf den Zuschauer überträgt und so für ein sehr spannendes Film-Erlebnis sorgt, das mit zunehmender Laufzeit auch eine teils bedrohliche Atmosphäre aufbaut, die sich immer mehr entfaltet und den von Haus aus schon guten Spannungsbogen noch zusätzlich unterstützt. Hinzu kommen auch einige ziemlich blutige Einstellungen, die jetzt zwar nicht im Übermaß vorhanden sind, dafür aber gut über den Film verteilt wurden. Sicher, ein Feuerwerk an Härte und blutigen Passagen wird nicht geboten, doch man kommt ohne Weiteres auf seine Kosten.

      Die schauspielerischen leistungen sind nicht unbedingt als umwerfend zu bezeichnen, doch die Riege eher unbekannter Darsteller bewegt sich auf durchaus solidem Niveau und liefert für diesen Film vollkommen ausreichende Leistungen ab, so das man auch in dieser Beziehung eigentlich nichts zu beanstanden hat. So gibt es auch hier die für Horrorfilme schon fast typisch-unlogischen Verhaltensweisen einiger Akteure, die das Ganze aber andererseits erscheinen lassen und streckenweise sogar für zusätzliche Spannungs-Momente sorgen.

      Im Endeffekt bekommt man es ganz sicher nicht mit einem Meisterwerk zu tun, doch gerade wenn man einige der in letzter Zeit erschienenen Genre-Vertreter anschaut, die wirklich grottenschlecht sind, dann hebt sich dieser Vertreter der 80er Jahre doch sehr wohlwollend davon ab. Eine nette Rahmengeschichte, der man natürlich nicht zuviel Bedeutung zumessen sollte, naiv-charmante Riesenratten, einige blutige Passagen und solide Darsteller sorgen für ein äusserst kurzweiliges Film-Vergnügen, an dem man als Fan des Genres nicht vorbeikommt. Das Gesamtpaket kann einfach überzeugen und weist nicht annähernd so viele Schwächen auf, wie es etliche vergleichbare Vertreter des Sub-Genres aus der heutigen Zeit tun.


      Fazit:


      "Die Stunde der Ratte" zählt meiner Meinung nach zu den besseren Vertretern des Genres und bietet ganzzeitig spannende Unterhaltung, bei der es auch teilweise etwas blutiger zugeht. Freunde des Tierhorrors werden auf ihre Kosten kommen und auch ganz sicher dem typischen 80er Jahre Charme erliegen, den dieses Werk versprüht.


      [film]7[/film]
      Big Brother is watching you