7 Tote in den Augen der Katze

    • Corringa findet sich während ihrer angeblichen Schulferien auf dem Schloss ihrer Familie ein. Auf dem Schloss leben Corringas Mutter Alice, ihre Schwester Mary, deren Sohn James, sowie eine Französischlehrerin, Hochwürden Robertson und der Arzt Dr.Franz. Alle Anwesenden sind dem Geld nicht abgeneigt. Kein Wunder, das innerhalb des Schlosses auch ein Mörder umgeht, der die Anwesenden nach und nach eliminiert.

      Antonio Margheriti versuchte sich bereits 1968 mit „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ und 1969 mit „Schreie in der Nacht“ auf dem Giallo-Sektor. Orientierte er sich bei „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ noch stark am Wallace-Schema, so wurde „Schreie in der Nacht“ eher eine Mischung aus Gruselelementen gepaart mit einem kleinen Giallo-Anklang. Dieses Grusel- sprich Horrorelement brachte Margheriti auch in „7 Tote in den Augen der Katze“ ein. Ein dunkles Gesamtambiente, mit gemütlichen Räumlichkeiten die durch die Beleuchtung zu einer kleinen Bedrohlichkeit mutieren. Das Ganze ist schön für das Auge anzusehen und lässt den Freund des Genres in einen gewissen Wohlfühlfaktor fallen. Was ein wenig störend ist, ist die Tatsache dass Margheriti irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes schafft.

      Der Anklang von Horrorelementen, sprich das Einbringen übernatürlicher Elemente ist genau genommen ein verantwortlicher Wegweiser, der „7 Tote in den Augen der Katze“ den Pfad des Giallos verlassen lässt. Margheriti scheint in seiner Vorgehensweise nicht schlüssig, was er denn nun genau beabsichtigt. Zweifelssohne ist das was er in seinem Film praktiziert technisch sehr gut umgesetzt. Die Kamera, die Musik, wie auch die Beleuchtung sind absolut richtig eingesetzt. Allerdings kann der Film nicht das eigentliche Prinzip eines Giallo erfüllen.
      Es fehlt ihm dazu einfach die Überzeugungskraft um den Zuschauer einzubinden. Die Morde laufen eher lapidar ab und im Grunde genommen ist die Frage nach dem Mörder nicht so zentral gesetzt, wie es in anderen Filmen dieses Genres der Fall ist. Die Lösung wird eher als ein „na ja“ gesehen und kann nicht einen Bava-mäßigen „Blutige Seide Aha Effekt“ erzeugen. Es ist sehr schade, das Margheriti dieses Einbinden nicht recht gelungen ist.

      Das grundsätzliche Strickmuster, welches der Film bietet ist altbekannt und wurde zigmal angewendet und zehn Jahre vor „7 Tote in den Augen der Katze“ sogar von Alfred Vohrer mit „Das indische Tuch“ mehr oder weniger veralbert. Das Prinzip der Dezimierung einer Gruppe die sich untereinander nicht versteht, wo Keiner dem Andren traut und in der jeder seinen eigenen Vorteil sucht.

      Fazit: Wie schon bei „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ und „Schreie in der Nacht“ fehlt es auch „7 Tote in den Augen der Katze“ an Überzeugungskraft um sich vom Durchschnitt abzuheben, denn in diesem Genre gibt es weitaus bessere Filme.

      6/10
    • Kritik:

      Ein spannender Giallo wo es um die Gier nach einem Erbe geht, wo gut mitgeraten werden kann, wer der Mörder ist, auf den man guter letzt nicht kommen kann. Die interessante Darstellung der Charaktere und ansprechenden, atmosphärischen Spukhauskulisse steht etwas die Fragwürdigkeit im Wege, wie die Charaktere trotz der Morde dann so weiter machen, als ob nichts wirklich passiert ist. Wer Härte erwartet wird zudem zu wenig bedient. Die Katze nimmt doch eine zentrale Rolle ein, die passt ziemlich gut in das Geschehen, die fühlt sich dort wohl wo die meisten Ratten sich verbergen.

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