Nightmare on Elm Street 4

    • Nightmare on Elm Street 4

      Produktionsland: USA
      Produktion: Robert Shaye, Rachel Talalay, Sara Risher, Stephen Diener
      Erscheinungsjahr: 1988
      Regie: Renny Harlin
      Drehbuch: William Kotzwinkle, Brian Helgeland
      Kamera: Steven Fierberg
      Schnitt: Michael N. Knue, Jack Tucker, Chuck Weiss
      Spezialeffekte: Nick Benson, Kelly Mann, AJ Workman
      Budget: ca. 13.000.000 $
      Musik: John Easdale, Craig Safan
      Länge: ca. 90 Minuten
      Freigabe: FSK 18
      Darsteller: Tuesday Knight, Ken Sagoes, Rodney Eastman, Lisa Wilcox, Andras Jones, Danny Hassel, Brooke Theiss, Toy Newkirk, Robert Englund, Nicholas Mele, Brooke Bundy, Jacquelyn Masche, Hope Marie Carlton, Richard Garrison, John Beckman





      Inhalt:

      Falls jemand den Beweis sucht, dass das Böse sich nicht ausmerzen lässt: Freddy Krueger (Robert Englund), das Grauen in Person, steht erneut von den Toten auf, um all jenen, die zu träumen wagen, das Leben zur Hölle zu machen. Doch diesmal bekommt er es mit einer neuen und sehr mächtigen Gegnerin zu tun! Während die Freunde der telepathisch begabten Kristen einer nach dem anderen Freddy zum Opfer fallen, versucht sie den alle Träume beherrschenden Satan zu vernichten und die gequälten Seelen seiner Opfer ein für alle Mal zu erlösen.

      Trailer:




      Poster



      Kritik:

      Freddy läutet die 4.Runde ein. Auf den Regiestuhl nimmt Renny Harlin Platz, welcher eine nahtlose Fortsetzung präsentieren sollte und dieses Werk als Sprungbrett in Hollywood nutzte. Krueger läuft nun so richtig in Hochform auf und gibt keine Ruhe, ständig die Seelen der Teens im Visier und dabei hat er auch noch sehr viel Spaß, was vor allem den Humorpegel weiter anhebt. Zu erwähnen ist auch die Anspielung Freddys samt seiner Messerkralle auf "Der Weisse Hai".

      Die Darsteller sind gut gewählt, auch wenn es keine großen Namen zu erwähnen gibt. Als Sympathiecharakter dient nun Alice "Im Wunderland" (Lisa Wilcox) als zunächst schüchternes und verträumtes Mädchen. Diese Alice wird nun auch in dem direkt folgenden Teile eine große Gegenspielerin Krueger's, welche zwar auch überzeugen kann aber keine Nancy Thompson (Heather Langenkamp) darstellt.
      Die vielen Schauplätze sind gut gewählt. Den Autofriedhof wird man später beim Film "13 Geister" in ähnlicher Form wieder sehen. Der Spannungsbogen ist hoch. Der Gruselfaktor und die Atmosphäre sind zudem ansprechend. Beim Sound bekommt man erneut den tollen 80er Jahre Rock angeboten. Das Budget wurde noch ein mal deutlich angehoben und die Opferzahl steigt in diesem Teil somit weiter an. Die Spezialeffekte sind sehenswert. Dieser Teil ist nun so ziemlich Blutfrei, denn Nightmare ist längst im Mainstream angekommen, mehr Splatter- und Bluteffekte wie noch bei den ersten 2 Teilen hat ein Nightmare aber auch nicht nötig.

      Wes Craven wirkte bei diesem nicht mit, dennoch schlägt er in selbige Kerbe wie der direkte Vorgänger und sollte den Nightmarefan gefallen.

      [film]9[/film]
    • Das Freddy nicht so leicht totzukriegen ist, müßen auch Kincade, Joey und Kristin, die 3 überlebenden Jugendlichen des dritten Teils schnell feststellen. Freddy ist zurück und das böser und gemeiner als je zuvor. So kommt es, wie es kommen muß und die 3 werden mit einem sehr zeitigen Ableben gesegnet.

      Leider wurde der Charakter der Kristin in diesem Teil nicht mehr von der damals noch blutjungen Patricia Arquette, sondern von der sehr blass wirkenden Tuesday Knight gespielt, die meiner Meinung nach nicht so richtig in der Rolle überzeugen konnte. Dazu wirkte ihre Darstellung irgendwie viel zu ausdruckslos und ohne richtige Hingabe, so das man schon irgendwie froh war, als sie das Zeitliche gesegnet hat.

      Alice ( Lisa Wilcox ), eine Freundin von Kristin, übernahm ihre Kräfte und schlüpfte somit in die Hauptrolle. Und das war auch gut so, denn der Part des eher schüchternen Mädchens wurde von Miss Wilcox hervorragend gespielt. Vor allem der Übergang vom Mauerblümchen zur furchtlosen Kämpferin gegen Freddie ist mehr als gelungen und bietet dem Zuschauer ein absolut gelungenes Filmvergnügen.

      Freddy findet auch hier wieder jede Menge Opfer, die er auf die verschiedentsten Arten tötet, es wird also wieder viel Abwechslung geboten. Besonders ausgeprägt ist hier auch wieder der rabenschwarze Humor, der in einer Szene sogar einen feuerpinkelnden Hund zeigt. Vor allem diese Sequenz ringt einem auch nach mehrmaligenm Anschauen des Films ein Lachen ab. Aber keine Angst, das ist nicht die einzige Stelle, die vor schwarzem Humor trieft, da gibt es noch etliche andere Dinge zu bestaunen, so das zu keiner Zeit etwas wie Langeweile aufkommt.

      Am Ende ist natürlich alles wieder wie gehabt, Freddy ist anscheinend besiegt, aber da man ja weiss, das dies nicht der letzte Teil der Reihe ist, ist dies natürlich nichts weiter als ein Irrglaube.



      Fazit:



      Ein sehr solider Teil der Reihe, der einiges an Spannung und Humor bietet und kurzweilige Unterhaltung bietet. Es ist sicherlich nicht der beste Teil, aber für alle Freddy Fans natürlich unverzichtbar.




      [film]7[/film]
      Big Brother is watching you
    • Während die letzten überlebenden Traumkämpfer aus Teil 3 daran glauben, dass Freddy endgültig tot ist, bekommt Kristen wieder Traumvisionen von der Auferstehung Freddy's. Und tatsächlich kehrt er von den Toten zurück um die letzten Traumkämpfer zu töten. Doch die telephatisch begabte Alice, die andere in ihre Träume mitnehmen kann, sorgt für das Ende Freddys.

      Freddy tötet wieder, und wieder und wieder. Nachdem der dritte Teil recht neue Impulse aufzog und mitunter recht ironisch comichaft unterhaltsam war, geht die Quasiweiterführung Teil 4 diesen Weg weiter und stellt insofern den zweiten Teil zu Teil 3 dar. Der Vorgänger hatte indes wirklich schon mit marginalen Abnutzungserscheinungen zu kämpfen, denn ausser der rein visuellen und humoristisch fiesen Ausrichtung, änderte sich an der prinzipellen Grundidee wahrlich nichts, was auch in diesem Fall hier wieder bitter aufstösst. Denn schon wieder haben wir hier ein recht grosses Grüppchen von typisch öden Durchschnittamiteens, die wiedermals zum Grossteil bloss als Freddyfutter dienen dürfen. Das macht aber nichts, denn gerade in diesen sogenannten Traummordsequenzen spielt der Film seine grösste Stärke aus. Waren die Morde in Teil 3 in seiner Optik und vorallem die Darstellung der Traumwelten recht surrealistisch bizarr und beklemmend, geht man hier sogar noch ein Schritt weiter. Gorehounds wirds zwar eher weniger aus den Sesseln pfeffern, aber effektreich und lustig anzusehen sind gewisse Szenen schon, und sieht bisweilen heute noch recht überzeugend aus. In Erinnerung bleibt da sicher der Mord im Wasserbett, der stilsicher zwischen vollkommen fiesmorbider Ästhetik liegt und recht überzeugen kann. Freddys Maske und Körper mit schreienden Gesichtern, sorgt mal wieder für den nötigen Grusel, doch stilsicherer sind da abermals die in gewisser Zeitlupe ablaufenden Einblendungen mit den Freddyreim aufsagenden Seilkindern. Und überhaupt bieten abermals viele Faktoren der vorangegangenen Filme für symphatische Erinnerungen, eben wie diese Kinder, das Dreirad und das furcheinflössende Freddyhaus. Das die telephatische Nancy im Laufe des Filmes über sich hinaus wächst, während sie anfänglich klein und kurz war, ist insofern konsequent, denn mit Antihelden sollte man symphatisieren können. Das Drehbuch setzt sich durch wie ein vorhersehbarer Faden, eine gerade Strecke ohne jegliche Umschwünge oder Höhepunkte, was sich vorallem in den Szenen bemerkbar macht, in denen mal keine effektvollen Morde oder bunte, seltsame Traumwelten zu bewundern sind. Den gewissen Ekel bekommt man als Zuschauer wahrlich aber dann am Ende, als Freddy zu schmelzen beginnt.

      Fazit:
      Ein Sequel, dass mehr von seinen Effekten, Traumwelten, Humor und Figuren lebt, anstatt seiner Story. Die Grundidee weißt immer grössere Abnutzungserscheinungen auf, grundsolide bleibt der vierte Teil dabei aber allemal. Ein Sequel, das wunderbar Mängel kaschieren kann, aber auch keine bedeutungsvollen Höhepunkte aufweisen kann.

      56%

      [film]6[/film]
    • Für mich eine weitere sehr gute Fortsetzung der Reihe, die sich den Methoden des dritten Teils bedient: Fantasievolle Traumwelten, gute Musik, sympathische Darsteller, tolle Effekte und für den Wiedererkennungswert tauchen drei Charaktere aus dem dritten Teil wieder auf.
      Überhaupt wird hier, angenehmerweise, darauf verzichtet, alles größer, härter und bombastischer zu gestalten. Zumindest empfinde ich das so. Das einzige, was, entgegen den drei Vorgängern, deutlicher heraussticht ist, der aufkeimende Humor. Freddy hat auch in den Vorgängern seine berühmten "One-Liner" seinen Opfern entgegengeschleudert, nur waren diese meist eher fies und dazu da, seine Opfer noch zusätzlich zu erniedrigen. Ab diesem vierten Teil treibt er oft seine Späße ... und zwar auf die Spitze!

      Dies ist zugleich ein Plus- und ein Minuspunkt! Zum Minuspunkt: Die bedrohliche Atmosphäre geht in manchen Situationen leider etwas ab und der Grusel lässt nach.
      Der Pluspunkt: Es wird dem Zuschauer dadurch eine richtig coole "Freddy-Show" geboten, die einem echten "Freddy-Fan" nur so das Herz höher schlagen lässt.

      Das Bedrohliche und das Raue des Originals ist leider fast komplett weg, dafür ist der vierte Teil ein fantasievoller Tennie-Slasher geworden, der aus der breiten "Horrormasse" heraussticht und jedem, der mit dem Genre etwas anfangen kann, knapp 1 1/2 Std. tolle Unterhaltung bietet!

      [film]8[/film]
      Hurley: "Hat der Vogel gerade meinen Namen gerufen?"
      Sawyer: "Ja hat er...Und gleich danach hat er Goldklümpchen gekackt."
    • Erst gestern wieder angeschaut. Ich finde diesen Teil sehr göttlich gemacht. Auch wenn das Ende dann vlt. etwas schlicht gehalten ist überzeugt mich der Film vollendes. Highlight ist für mich die Käfer Szene an der Hantelbank :0: Für mich einer der besten Freddy Teile ! Wertung : 9 / 10 Punkte !
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Für mich der allerbeste Teil,Freddy steht noch mehr über den Dingen,"spuckt" auf seine "Kinder",die Ideen sind verdammt gut umgesetzt,herrlich fieser Freddy-Humor dazu kommt auch die Gewalt nicht zu kurz (zum verlieben,die "Kakerlaken-Szene)!Dieser Teil lebt schon alleine durch das Feeling der 80er,diese Atmophäre,hach herrlich!!
      (wenn ich schon die alte Synchronisation höre,könnt mir einer abgehen,allgemein für die 80er/früh 90er!)

      Jedenfalls sehr bedeutender Film für mich,da ich ihn wohl früher sah, als ich hätte sollen. ;) Pure Nostalgie!!

      [film]10[/film]



      Meine Nightmare Plazierungen:
      1. Teil 4
      2.Teil 3
      3.Teil 1
      5. Teil 6
      6. Freddy vs. Jason
      7. Teil 5
      8. Teil 2 (nicht schlecht aber unlogisch)
      9. Teil 7 (bäh,obwohl Freddy optisch was hermacht!)

      "Oh, beneidenswerte Kannibalen!
      Ihr könnt eure Feinde auffressen und dann auch noch auskotzen!"
      Jean-J. Rousseau