Halloween - Die Nacht des Grauens

    • Halloween - Die Nacht des Grauens

      Produktionsland: USA
      Produktion: Moustapha Akkad, Irwin Yablans, Debra Hill, John Carpenter
      Filmverleih: Compass International Pictures
      Kinostart USA: 25.Oktober 1978
      Regie: John Carpenter
      Drehbuch: John Carpenter , Debra Hill
      Kamera: Dean Cundey
      Schnitt: Charles Bornstein, Tommy Wallace
      Spezialeffekte: Conrad Rothmann
      Budget: ca. 300.000$
      Musik: John Carpenter
      Länge: ca. 101 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Donald Pleasence, Jamie Lee Curtis, Nancy Kyes, P.J. Soles, Charles Cyphers, Kyle Richards, Brian Andrews, John Michael Graham, Nancy Stephens, Arthur Malet, Mickey Yablans, Brent Le Page, Adam Hollander, Robert Phalen, Tony Moran





      Inhalt:

      In dem kleinen Städtchen Haddonfield tötet der sechsjährige Michael Myers an Halloween seine ältere Schwester. 20 Jahre später bricht er aus einer psychiatrischen Anstalt aus und verschwindet spurlos. Sein behandelnder Arzt Dr. Loomis verfolgt den Flüchtigen. Er ist davon überzeugt, dass Michael in seine Heimatstadt zurückkehren will, um wieder zu morden. Doch niemand will Loomis glauben. Die hübsche Babysitterin Laurie hat jedoch das Gefühl, dass sie ständig beobachtet und verfolgt wird. Der Horror beginnt erneut und endet in einem unglaublichen Albtraum.

      Trailer:


      Blu-Ray: 31.03.2010


      Kritik:

      Wir schreiben den 31.10.1978, HALLOWEEN!
      Ein Meisterwerk unter den Horrorfilmen welches schon längst Kultstatus geniest und sich einen Namen über dem Horror Genre hinaus verschafft hat ist John Carpenters Halloween. Dieses Werk gilt als populärer Grundstein für den modernen Slasher Film. Als Horrorikone konnten sich zum einen Regisseur John Carpenter , aber auch das mordende Monster Michael Myers (Der Schwarze Mann) über Jahrzehnte ja wahrscheinlich sogar noch mehr einen Namen verschaffen. Der Film spielt größten Teils bei Nacht und zeichnet sich vor allem durch seine düstere Atmosphäre, dem hohen Spannungsbogen und der tollen Sounduntermalung aus. Der Sound gilt als einer der Bekanntesten des ganzen Genres.

      Der Härtegrad, vom Goregehalt her ist noch geringer einzuschätzen als bei den 2 anderen Slasher Größen (Nightmare, Freitag der 13.). Für mich ist dies aber wieder nicht nötig. Der Film schafft es auch ohne viel Blut einen zu begeistern. Die Schockeffekte sind zudem gut platziert. Die Darsteller sind überzeugend, insbesondere Jamie Lee Curtis (auch als "Scream Queen Nr.1" bekannt, aufgrund ihrer Schreie) sowie Donald Pleasence der sich nun von einer Fortsetzung in die Nächste robben sollte.

      [film]10[/film]

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    • Mit diesem Film hat John Carpenter wohl einen der größten Meilensteine des Genres geschaffen und im Bereich Slasher sowieso. Wohl kaum ein anderer Regisseur im Horror - Genre ist dazu in der Lage, ohne viel Blut und irgendwelche überharten Splatter / Gore Einlagen so viel Spannung und vor allen Dingen eine so sagenhaft dichte und faszinierende Atmosphäre zu schaffen, wie er. Und auch, wenn es schon einige Vorläufer des Slasjers gegeben hat, wie zum Beispiel 1974 die kanadische Produktion "Black Christmas" aka "Jessy - Die Treppe in den Tod", so ist Carpenter's Werk die Mutter aller Slasher und hat die Maßstäbe gesetzt, an denen man sich auch noch in der heutigen Zeit orientiert.

      Und genau das sind die Dinge, die "Halloween" zu einem so fantastischen und aussergewöhnlichen Film machen, denn in Sachen Härtegrad ist hier nicht viel geboten, aber das hat dieses Juwel des Genres auch überhaupt nicht nötig. Ganz im Gegenteil, große Härte hätte hier glaube ich sogar eher störend gewirkt, so komisch sich das jetzt auch für manchen Horrorfan anhören mag.

      Dieser Film besticht durch seine absolut geniale Atmo, die von Beginn an extrem dicht und sehr bedrohlich ist. Der Zuschauer wird von der ersten Minute an in ihren Bann gezogen und fühlt sich vom Film wie gefesselt. Auch die Spannungsschraube wird hier kontinuirlich immer etwas fester angezogen, bis die Spannung kaum mehr auszuhalten ist. Das alles wird auch noch durch den sensationellen Soundtrack verstärkt und untermalt. Man könnte auch einfach sagen, das es sich hier um eine nahezu perfekte Gesamtkomposition handelt, bei der es zu keiner Zeit ins Gewicht fällt, das kaum Blut fließt und es so gut wie keine härteren Sequenzen zu sehen gibt.



      Fazit :


      "Halloween" besitzt nicht umsonst einen absoluten Kultstatus, auch wenn es Leute gibt, denen er zu lasch ist. Für mich ist der Film ein Paradebeispiel dafür, das es nicht immer nur Blut und Härte bedarf, um einen Horrorfan in Entzücken zu versetzen. Mit verhältnismäßig einfachen Mitteln wurde hier ein Meisterwerk kreiert, das absolut zeitlos ist und immer wieder spannende Unterhaltung bietet.


      [film]10[/film]
      Big Brother is watching you
    • Es gibt Filme, die sind auch beim 1000-mal schauen genauso wirksam wie beim ersten mal: Halloween von John Carpenter gehört ganz klar dazu.

      Die Story ist so simpel wie unterhaltsam (Geistig nicht mehr ganz frischer Mörder kehrt in seine Heimatstadt zurück) und selbst in Szenen, in denen man schon auswendig mitspielen kann, ist der Film immer wieder für einen kalten Schauer oder einem kleinen Schreck zu haben. Michael Meyers stellt hier auch die zu diesen Zeiten noch relativ neue Figur des maskierten Schreckens da, die später noch einige andere Regisseure mehr oder weniger gekonnt aufgegriffen haben.

      Die Schauspieler sind zwar nicht erste Sahne, können aber trotzdem überzeugen. Donald Pleasence wirkt manchmal etwas steif, was Jamie Lee Curtis andererseits wieder wett macht, und die beiden Kinder sind auch noch ganz annehmbar, auch wenn der Junge eine recht unvorteilhafte deutsche Synchronstimme hat, denn er hört sich an wie eine kaputte Quietscheente, von den Trommelfellplatzenden Schreien seinerseits am Ende des Films mal ganz abgesehen. Dann hätten wir da noch die jungendlichen Nebendarsteller, die doch recht hyperaktiv wirken.

      Doch diese beklemmende Atmosphäre macht das alles schon wieder deutlich wett. Wenn man den guten Michael in manchen Szenen plötzlich irgendwo im Bild entdeckt vergisst man schon ganz gerne die Langatmigkeit, mit der dieser Film manchmal aufwartet.

      Dann gibt es noch ein paar nette Logiklöcher: Wenn Michael zum Zauberer wird und den bebrillten Jungen mit einem einfachen Fleischermesser an die Wand nagelt als wäre eben jenes Messer aus dem härstesten Stahl oder eben jener Junge aus einfachem Gummi. Auch wie einer von den Leuten in der Irrenanstalt Michael das Auto fahren beigebracht hat, bleibt mir schleiferhaft, wo er doch seit Ewigkeiten nicht mehr gesprochen hat und ohne Auto erklärt das sich das auch ziemlich schwer. Ich glaube ja noch, dass die Szene, in der der Besitzer der Anstalt Dr. Lomis diese abenteuerliche These mit dem "Jemand hat ihm das beigebracht" erklärt, nachträglich hinzugefügt wurde von Carpenter, der selbst gemerkt hat, dass das ansonsten ein Logikriss wäre.

      Joa, ansonsten ist alles so schön wie immer. Die Atmosphäre bedrängt einen wie gesagt den ganzen Film über und die letzte halbe Stunde ist wirklich ein Adrenalinschub für die Nerven. Über die Bedeutung der Sequels (Bis auf den noch recht guten zweiten Teil) ist man sich wohl immer noch nicht einig, ob sie denn nun notwendig oder überflüssig waren.

      Fazit

      Die Mutter des modernen Horrorfilms schlechthin. Trotz gelegentlich langweiliger Szenen überzeugt der Film besonders gegen Ende mit einer schier unglaublichen Spannung und gepflegten Nervenkitzel.

      [film]9[/film]

      Dieses Review erschien zuerst bei OFDb, ist aber auch von mir verfasst.
      "Ich fasse dich nicht an. Ich werde dir nur den Schädel zertrümmern."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kurt Barlow ()

    • Original von Uncut
      Ja von mir bekommt er ebenfalls 9/10!!!
      Wie lang war eigentlich die TV - Fassung, 101 Min. oder 105 Min.? :20:
      Danke im voraus für Eure Antwort! :6:



      ich hab jetzt mal ca. 102 Minuten Eingetragen. :D

      Es gibt unzählige DVD Fassungen in unserem Land, alle gelten sogar als ungeschnitten, aber zu verstehen ist es nicht. :20:
      Die TV Fassungen werden mehr Handlung haben, die Längste von denen wird glaub mit 104 Minuten ausgeschrieben.

      ofdb.de/film/63,Halloween---Die-Nacht-des-Grauens