Violent Shit



    • Produktionsland: Deutschland
      Produktion: The Violent Shitters, Andreas Schnaas
      Erscheinungsjahr: 1989
      Regie: Andreas Schnaas
      Drehbuch: Andreas Schnaas
      Kamera: Steve Aquilina
      Schnitt: Steve Aquilina
      Spezialeffekte: Andreas Schnaas
      Budget: ca. 5.000 DM
      Musik: Micky Engels
      Länge: ca. 75 Minuten
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Andreas Schnaas, Gabi Bäzner, Wolfgang Hinz, Volker Mechter, Christian Biallas, Uwe Boldt, Marco Hegele, Lars Warncke, Werner Knifke, Steve Aquilina, Bettina X., Maren Y.us, Beate Z.



      Inhalt:

      Andreas Schnaas ist Karl the Butcher, einer der furchterregendsten und blutrünstigsten Killer, den die Erde je gesehen hat. Durch die Begegnung mit dem Teufel ist er zu einer unaufhaltsamen Killermaschine geworden. Viele haben versucht, ihn aufzuhalten, aber alle bezahlten dies mit dem grausamen Verlust ihres Lebens. Im Finale der blutig-kultigen Horrortrilogie versucht ein wahnsinniger Wissenschaftler, eine ganze Armee von bösartigen Zombiesoldaten zu erschaffen.


      Trailer:
      -


      Meinung:

      Karl Berger, Muttermörder im Banne des Teufels. Er ist kein Mensch sondern eine Bestie blutrünstig und pervers immer wieder auf der Jagt nach neuen Opfern. Symbol des unsagbar Bösen, ein Satan in Menschengestalt. Geprägt im Hass, getrieben durch die Gier nach Blut. Ein Phantom im Religiösen Wahn, ein Schlächter mit nur einem Ziel vor Augen, die Auslöschung der menschlichen Rasse. (Zitat aus Violent Shit 2 bearbeitet)
      Die Mordmaschine in diesem ersten großen Amateur Film von Andreas Schnaas nennt sich also "Karl - The Butcher" und treibt in Hamburgs Umgebung sein Unwesen.
      Angelehnt ist dieser an Slasher-Größen wie Halloween und Freitag der 13., dies zeigt sich auch gleich zu Beginn, als Karl noch in sehr jungen Jahren völlig überraschend seine Mutter meuchelt und somit "Das Böse" in ihn eingekehrt ist. Nach 20 Jahren in einer Anstalt hausend, gelingt ihm die Flucht. Schier unsterblich geht er nun seiner Lieblingsbeschäftigung nach, dem Metzeln.
      Größtes Manko dieses 1.Teiles ist neben dem schlechten Bild, welches teilweise aus wackligen Zeitlupen und seltsamen Qualitätsveränderungen besteht, der noch miserablere Ton. Durch das Bild verlieren die vielen harten Gore/Splattereffekte auch etwas an Wirkung. Die in wenigen Szenen gewollte düstere Atmosphäre verpufft zudem, dies regt höchstens noch zum Schmunzeln an. Somit ist das Werk zwar noch eine gute Vorlage für folgende Amateurproduktionen, aber dem heutigen Amateurfan dürfte dies kaum noch genügen.
      Zu gefallen wissen immerhin noch die Ideen zu den Mordszenen, unterstützt von einem passenden oft ruhigen Sound. Dies macht ihn zumindest für Andreas Schnaas Fans noch schaubar, vielleicht geht er sogar noch als Trashfilm durch, zumindest ist er aber Home-Made pur!

      [film]4[/film]

      [bier]7[/bier]
    • Oh je, "Violent Shit" und "Zombie 90" waren neben "Black Past" die ersten Home-Made-Movies die ich so sah. Ähnlich wie bei Zombie 90 hat Violent Shit eher an meiner Lachmuskulatur gekitzelt, die Dialoge sind nicht schlecht, inkl. die Darsteller und deren Verhalten. Ja der Ton ist wirklich miserabel, auch schlecht geschnitten und das Bild ebenfalls, die Kamera ist finde ich zu lange und starr auf die Effekte gerichtet sodass sie an Wirkung verlieren. Au backe, ich hatte die beidne Filme damals in nicht allzu doller VHS-Qualität gesehen, hui wer weiss wie's auf DVD ausschaut... Naja kein Film den ich mir oft angesehen habe aber zum mal gesehen haben und wenn man mit sowas klarkommt, mal ein "netter" kleiner Lacher. [film]4[/film]
    • Ach herje, einer der ersten No Budget Filme die ich jemals besessen hatte xD
      Den ersten Teil habe ich immernoch in meinem Videoregal stehen, direkt neben "Ich piss auf deinen Kadaver" - damals bei einem dubiosen Händler auf dem Flohmarkt gekauft und da hätte ich ihn auch lassen sollen. In den 10 Jahren die ich diesen Streifen besitze habe ich ihn mir genau einmal zu Gemüte geführt und ich denke dabei werde ich es auch belassen. Dennoch immerwieder ein Name mit dem man gerne um sich wirft wenn man auf seine "Raritäten" aufmerksam machen will^^
      Kalt im Nachtwind schwingt er hin und her,
      Sein Genick brach am Glockenseil.
      Regen tropft auf totes Fleisch,
      Rinnt herab am Glockenseil.

      (Eisregen)
    • das Bild ist schon zu mieserabel, aber doch irgend wie lustig, die Fortsetzungen sind allerdings dann wesendlich besser oder trashiger wie auch immer lolp
    • Ich finde die Violent Shit Reihe richtig witzig,hatte sogar damals für die VHS-Teile ein Haufen Kohle bezahlt.
      Naja,jetzt habe ich die DVDs,aber egal...Meiner Meinung nach darf man bei den Filmen nicht nachdenken,sondern nur den reichlich vorhandenen Splatter genießen...
    • Habe den mal auf VHS gesehen. Grottenschlechtes Bild.
      Miserable Effekte, aber man merkte die Liebe zu Genre,
      da sich Schnaas und seine Akteure stets bemüht zeigten.

      [film]2[/film]
    • Kein Review kann sich noch zu sehr als Verriß etablieren, kein Rezensent kann noch zu sehr auf eine abstossende Warnung pochen, je nach Formulierung der Gründe und der Quantität solch schlechter Bewertungen, werden gerade aufgrund dieser negativen Aspekte Interessen geweckt, will man sich doch, obwohl der vielen Warnungen in Foren und Aussagen wie "Denk dir des Violent im Titel weg, dann haste die wirkliche Bedeutung von dem Schotter", vom Gegenteil beweisen, oder zumindest begutachten, ob das Ganze nun wirklich so schlimm ist. Man kann, zumindest ich, dankend feststellen, sofern man denn einige Vertrautheit mit Herrn Jochen Taubert gemacht hat, dass Violent Shit gar nicht mal so schlimm ist, ist man nach beispielsweise Hirnlosergüssen wie Piratenmassaker oder Ich piss auf deinen Kadaver weitaus schlechteres im Amateurbereich gewohnt.

      Ohne diese Abhärtung oder Vorkenntnisse durch eben genannte Filme und dem glorreichen Regisseur Jochen Taubert, versagt Violent Shit von Amateursplatterlegende Andreas Schnaas natürlich auf jeden Fall, sind es hier in dem Falle auch nicht viel mehr als hirnlose und dilletantische Ergüsse eines ambitonierten Splatterfans, der in den Kinderschuhen seiner Regisseurkarriere nicht viel mehr als einen dämlichen Ablauf von schlechtgefilmten, mindestens aber genauso zusammenhanglosen Szenen zusammenbekommt. Vorteil hierbei mag sein, dass Schnaas es wenigstens schafft, dass hirnlose Treiben mit blutigen Effekten zu füllen, somit wäre aber auch eigentlich schon das Klassenziel dieses experimentellen Streifens erreicht, schliesslich darf man Violent Shit neben Black Past von Ittenbach auch als einen der ersten Amateursplatter aus deutschen Landen bezeichnen.

      Unter dieser Kenntnis des Babybonuses und unter Tolerierens dieser aufkeimenden Sorte von Filmen, mag man als Splatter bzw. Amateurfan über einiges hinwegsehen können, auch wenn Ittenbach im Gegensatz zu Schnaas natürlich schon zu Grösserem fähig war. All dieser Dilletantismus dieser Billigfanproduktion offenbart sich schon in den ersten Minuten, wobei man dort denken könnte, dass der heimische DVD - Rekorder spinnt, präsentiert uns Schnaas eine Abfolge von ruckeligen, stark verkörnten Szenen, in denen ein kleiner Junge mit dem Ball spielt, wobei dort dann lediglich Bilder aneinander gereiht werden. Gott sei Dank wendet sich das Blatt, dient das Ganze bloss als Einführung, Erklärung, ist der kleine Junge doch Kleinkarl, der nach Einkunft zuhause, popokloppsend und mit riesen Mecker in den Keller gesperrt wird. Das müsste als Psychoseerkrankung genügen und so sei auch 20 Jahre später, schätzungsweise, Karl The Butcher geboren, der nach Abtransport aus der Klapse, (schätze ich mal wird ja nicht erwähnt) in einem Bully abtransportiert wird, aber flüchten kann.

      Ab dort an entwickelt sich Violent Shit zu einem Absurd (Joe D'Amato) für Arme, denn Zusammenhang zwischen den Szenen kann man mit der Lupe suchen, als vorderstes Ziel gilts hier, soviel Menschen wie nur nötig, im Hamburger Wald auf tollste Weise irgendwie abzumetzeln. Aber das soll kein Grund zur Negativkritik sein, besteht doch so gut wie jeder Slasher aus diesem Minimum an Plot. Das man die Dialoge der stark cholerischen und Scheisse -rufenden Darsteller nicht versteht, ist nebensächlich und weniger schlimm, umso lustiger ist dafür dann aber der englische Untertitel, der so auch aus der Osbourne Realityshow stammen könnte. Beim nächsten Mal aber bitte schön nachsynchronisieren lassen, Herr Schnaas. Amüsant fand ich die Pappenheimer von "Schauspieler" ja schon, geben sie sich tatsächlich Mühe zumindest anständig zu spielen, auch wenns da nix zu spielen gibt. Ein wahrer Alptraum an Peinlichkeiten und peinlichen Mimik ,- Gestikentgleisungen wie bei Jochen Tauberts Affenparaden gibts da zum Glück aber nicht, stattdessen wird hier fortan immer recht schnell zerhackstückt.

      Schnaas, der grosser Fulci & D'Amato - Fan ist (allein dafür find ich ihn schon symphatisch), hälts für kräfftisch angemessen ordentlich draufzuhalten, wobei sich die durchschaubaren und billigen Effekte als gar nichtmal so schlecht erweisen. Charme hat das schon, vorallem weil das Blut durch seine unschwere Enttarnung als Himbeersirup oder abgestandener Wandfarbe ziemlich ins Comicartige abdriftet, was sich so ziemlich in das ohnehin eher freiwillig komische Goreunglück einfügt. Fleischerabfall darf da dann selbstgefällig auch mal zu Werke gehen, wobei ich mit Erfahrung sprechen kann, dass eine Heckenschere nicht stark genug ist, den Pans aufzuschneiden. Was solls, der geneigte Goreschmuddelverrückte wirds erfreuen, ist Violent Shit tatsächlich der kaputte Abfall den man daraufhin erwartet. Aber eben so kaputt, dass man, sofern man nicht mit seinen Nerven zu kämpfen hat, durchweg unterhalten wird.

      Fazit:
      Violent Shit ist filmischer Amateurschrott pur, kann aber, sofern man das Schlimmste in Form von Taubert kennt, dennoch Spass bereiten. Billiggoretrash en masse, Plot nebensächlich, aber beim nächsten Mal bitte besserer Ton, weniger Kamerawackler, besseres Bild, deutliche Akzente in Richtung Ernsthaftigkeit oder Augenzwinkern und nette Ideen zur Unterhaltungssteigerung. Aber ein Baby kann ja noch reifen, schliesslich wurde Violent Shit ja als Trilogie angelegt, sofern man Nikos - The Impaler ausser Acht lässt.

      48% Johannisbeersirupanteil + Gummiköppe

      [film]5[/film]
    • Klar ist dieser Film absolut daneben und hat null Spannung,Atmosphäre noch ähnliches zu bieten.Die "Schauspieler" wenn man das so nennen kann sind eine einzige Katastrophe und die Effekte ausser das alles sehr blutig ist unterirdisch schlecht.Trotzdem man mus Schnaas Tribut zollen war es doch der erste Deutsche-Amateur Splatterstreifen der erschienen ist.Was für mich unverständlich ist das dieser Film sogar im internationalen Raum sowas wie Kult-Status besitzen soll.Im Vergleich zu vielen anderen Deutschen Amateurfilmern ist Schnaas auch mit seinen späteren Filmen die zwar deutlich besser sind nie über's Mittelmass hinausgekommen.Traurig das ein Regisseur nicht aus Fehlern lernt.
    • Und auch wenn Schnaas immer noch weit von Professionalität entfernt ist, mag ich seine Filme bedeutend mehr als zb. die von Ittenbach, denn er versucht erst gar nicht professionell zu werden und wirkt im Gegensatz zu Ittenbach auch nicht aufgesetzt. Ittenbach will hoch hinaus, aber dabei übernimmt er sich meiner Meinung nach zu sehr. Schnaas Filme sind bodenständig, aber dennoch unterhaltsam, wobei ich mich bei Ittenbach häufiger mal ärgere.
    • Habe in keiner Weise Ittenbach gemeint sondern eher Regisseure wie Timo Rose . die sich von Film zu Film immer noch weiter entwickelt haben was bei Schnaas leider nicht der Fall ist was die handwerkliche Qualität betrifft.Bei Ittenbach werden unsere meinungen eh sehr auseinandergehen da ich seine Filme im allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen sehr schätze.