Djangos blutige Spur

    • Djangos blutige Spur

      Produktionsland: Italien
      Produktion: Giovanni Vari
      Erscheinungsjahr: 1972
      Regie: Tanio Boccia
      Drehbuch: Tanio Boccia
      Kamera: Romolo Garroni
      Schnitt: Fedora Zincone
      Musik: Carlo Esposito
      Länge: ca. 87 Min.
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Richard Harrison, Anita Ekberg, Rik Battaglia, George Wang, Dada Gallotti





      Jeff Carters Schwester Deborah wurde von Montana und seinen Männern ermordet. Carter will Rache, er verfolgt eine „blutige Spur“…

      Tanio Boccia hat mit FÜR EINE HANDVOLL BLEI schon einen ziemlichen Murks fabriziert. Mit DJANGOS BLUTIGE SPUR setzt der „gute“ Mann noch mal eins drauf. Gemessen an diesen beiden Filmen frage ich mich wie es Boccia geschafft hat einen hervorragenden Western wie DIE SICH IN FETZEN SCHIEßEN zu kreieren?

      Der Auftakt gestaltet sich als bleihaltig und recht ordentlich. Anschließend wird jedoch schnell klar, dass der Film sein gesamtes Pulver innerhalb dieser Anfangsphase verschossen hat. Es folgt nämlich ein fader Rückblick und dieser wird mit einer grottenschlechten musikalischen Untermalung verziert. Spannung mag keine aufkommen. Natürlich ist eine solche Story immer absehbar aber in der Regel kann man immer mit Spannungsspitzen rechnen… zumindest wenn ein vernünftiger Regisseur am Werk war.

      Richard Harrison ist als Jeff Carter das einige Highlight welches der Film zu bieten hat. Hier sei aber auch angemerkt das der Richard nur wenige gute Momente hat und wenn ich sehe wie langsam er bei einem Pokerspiel seinen Colt zieht… oh weh.

      Rik Battaglia ist als Montana eine ziemliche Enttäuschung da er doch einer der Typen ist die eigentlich jeden Film aufwerten können. Dazu kommt eine übergewichtige Anita Ekberg als Jane die von der deutschen Synchro stets als Traumfrau angehimmelt wird. Aber wer weiß was die Synchronsprecher bereits an Whiskey innehatten um diesen Film schadlos überstehen zu können.

      Die Darsteller wirken irgendwie als wären sie beim Fasching in Cologne und nicht in einem Italo Western. Passend dazu kommt eine Tanzeinlage im Saloon bei der absolut alles daneben ist.

      Fazit: Ein ordentlicher Auftakt lässt gähnende Langeweile folgen. Da kann auch der Mann mit dem Pornobalken nichts mehr retten.