The Void - Es gibt eine Hölle. Dies hier ist schlimmer.

    • Kann leider meine sehr hohe Erwartungshaltung nicht ganz halten.
      Der Trailer macht sehr neugierig mit seinen tollen Bildern und der nicht durchschaubaren Story.
      Beides kommt anfangs im Film garnicht großartig zur Geltung.
      Das ändert sich aber mit der Zeit und der Film wird mit zunehmender Spieldauer immer besser.
      Beeindruckend sind die praktischen Effekte, allein dafür wünsche ich dem Film Erfolg, wäre schön
      wenn ein paar Entscheidungsträger sehen das es sich durchaus Lohnt CGI den Rücken zu kehren.
      Gorehounds bekommen auch reichlich Stoff.

      Die Deutsche Synchro ist nicht der Brüller, der Cast ist Mittelmäßig, Musik ist Top, Visuell macht
      der Film alles richtig.

      [film]7[/film]
    • So wirklich verstanden habe ich The Void nicht, nach einer gewissen Dauer wurde es mir auch zu anstrengend weil es eh keinen tieferen Sinn ergeben würde.
      Also habe ich die Betriebstemperatur heruntergefahren und einfach geschaut.
      Da hat er seine Stärken, die Optik ist gelungen, der Gorefaktor recht hoch, auch wenn für mich nicht gezielt und damit häufig wirkungslos verpufft.
      Erinnerte mich zu oft an grosse Horror Reisser wie Hellraiser, ob dies bewusst geschehen ist lass ich mal dahin gestellt.
      Überzeugt hat er micht nicht, zu unterhalten gelingt ihm aber.

      [film]6[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...





    • The Void
      (The Void)
      mit Aaron Poole, Kenneth Welsh, Daniel Fathers, Kathleen Munroe, Ellen Wong, Mik Byskov, Art Hindle, Stephanie Belding, James Millington, Evan Stern, Grace Munro, Matthew Kennedy
      Regie: Jeremy Gillespie / Steven Kostanski
      Drehbuch: Jeremy Gillespie / Steven Kostanski
      Kamera: Samy Inayeh
      Musik: Blitz//Berlin / Joseph Murray / Menalon Music / Lodewijk Vos
      FSK 16
      Kanada / 2016

      Sheriff Carters gemütliche Nachtschicht endet jäh, als ihm aus dem Wald ein blutender Mann vor das Auto rennt. Umgehend bringt Carter den Verletzten ins nahe liegende Krankenhaus, doch damit tritt er ungewollt eine höllische Lawine los. Zuerst tauchen zwei mysteriöse Jäger auf, die dem Unbekannten nach dem Leben trachten. Aber schon bald sieht sich die illustre Schar von Patienten und Angestellten einem viel größeren Problem gegenüber: Niemand kann das Krankenhaus verlassen, denn draußen versammelt sich eine Messer schwingende Horde von in weißen Roben gekleideten Gestalten, die jeden Fluchtversuch vereiteln. Und als dann drinnen die ersten Opfer zu ekelerregenden Monstern mutieren, müssen die Überlebenden erkennen, dass sich das Tor zur Hölle zu öffnen beginnt ...


      Es muss nicht immer zwangsläufig eine höchst innovative Geschichte sein um dem Zuschauer beste Unterhaltung anzubieten. Manchmal reicht es vollkommen aus, wenn man etliche Versatzstücke diverser Horror-Klassiker zusammen fügt, um so eine mehr als gelungene Hommage an eine längst vergangene Zeit zu kreieren. Ebenso verhält es sich mit dem vorliegenden "The Void", der unter der Regie von Jeremy Gillespie (Father's Day) und Steven Kostanski (Manborg, ABC's of Death 2), die mit ihrer Story etlichen Kult-Regisseuren des Genres huldigen und sich dabei bei etlichen Genre-Klassikern bedienen. Das mag nun nicht sonderlich neu sein und beinhaltet schon gar keine Innovation, bietet allerdings äußerst gut inszenierte Genrekost, an der man als Fan definitiv seine Freude hat. Fulci, Carpenter, Barker und einige Elemente von H.P Lovecraft haben bei diesem Film ganz offensichtlich Pate gestanden, denn unübersehbare Ähnlichkeiten zu Filmen wie "Das Ding aus einer anderen Welt", "Die Fürsten der Dunkelheit", "Hellraiser", "From Beyond", oder auch "Über dem Jenseits" sind hier massenhaft vorhanden. In atmosphärischer Hinsicht hat man sich dann auch noch bei Christophe Gans bedient, denn die vorherrschende Grundstimmung ist ebenso herrlich düster und bedrohlich wie in "Silent Hill - Willkommen in der Hölle".

      "The Void" ist somit eine ganz eindeutige Hommage an den Horrorfilm der 80er Jahre und bringt diesen Aspekt auch ganz hervorragend zur Geltung. Schleimige Monster mit Tentakeln und handgemachte Effekte sind neben den ganzen Anleihen bei diversen Werken dieser Zeit ein untrügliches Indiz dafür, so das die Liebhaber dieses Jahrzehntes vollends auf ihre Kosten kommen dürften. Die Story an sich beinhaltet also keine unbedingt neuen Impulse und gestaltet sich mit zunehmender Laufzeit auch zugegebenermaßen ein wenig verwirrend, denn die Erklärungsversuche für das mysteriöse und bedrohliche Szenario erscheinen nicht gänzlich schlüssig. So lassen Jeremy Gillespie und Steven Kostanski auch am Ende genügend Spielraum für eigene Interpretationen des Betrachters, wobei sich aber ehrlich gesagt kein gänzlich klares Gesamtbild ergibt. Einiges wirkt nämlich etwas zu sehr an den Haaren herbei gezogen und nicht logisch, wobei Logik in Horrorfilmen nicht zwingend die wichtigste Zutat sein dürfte. Es kommt im vorliegenden Fall viel eher auf die exzellente Vermischung der einzelnen Versatzstücke an, denn diese sorgt durchgehend für einen richtig gut aufgebauten Spannungsbogen, der in Kombination mit der immer stärker zum Ausdruck kommenden Bedrohlichkeit der Ereignisse einher geht und einen völlig für sich einnimmt.

      Auch die vorhandenen Effekte können sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen und auch wenn sie nicht zu den allerbesten ihrer Art gehören, sind sie im Zeitalter der CGI-Gewitter eine wahre Wohltat. In einigen Phasen der Geschichte geht es dann auch etwas härter und blutiger zur Sache, wobei der enthaltene Härtegrad in der Summe sicherlich nicht den handelsüblichen Rahmen zu sprengen droht und mit einer 16er Freigabe äußerst fair bewertet wurde. Der wunderbarste Aspekt an "The Void" ist aber wirklich der, das man in etlichen Szenen ganz unwillkürlich das Bild diverser Klassiker vor Augen hat und stellvertretend dafür braucht man nur die Schlusseinstellung nehmen, in der eindeutig bei Lucio Fulci 's "Über dem Jenseits" abgekupfert wurde. Nun könnte man ganz bestimmt argumentieren, das es sich hier um ein gänzlich zusammen geklautes Filmchen handelt und ehrlich gesagt könnte man auch nicht wirklich viel dagegen setzen. Aber ist dieser Umstand letztendlich wirklich so wichtig, wenn sich am Ende ein sehr gelungenes Gesamtbild ergibt? Mir persönlich ist es viel lieber wenn man sich bei etlichen Vorbildern bedient und so eine gelungene Hommage an ein geniales Jahrzehnt des Horrorfilms auf die Beine stellt, als wenn man etwas Neues kreiert, das eventuell völlig in die Hose geht.

      Letztendlich ist es natürlich reine Geschmackssache, aber "The Void" ist in meinen Augen ein richtig gelungener Beitrag, der einem von der ersten bis zur letzten Minute äußerst spannende und atmosphärische Filmkost anbietet, die zudem auch noch mit der perfekten musikalischen Untermalung ausgestattet ist. Außerdem wird man mit vielen Klassikern des Genres konfrontiert, die hier ganz klare Spuren hinterlassen haben, so das es bis auf die manchmal fehlende Logik nichts zu beanstanden gibt. Der Film packt einen vom Anfang bis zum Ende und es ist dabei so gut wie unmöglich sich der Faszination der Ereignisse zu entziehen, die einen immer tiefer in den sogartigen Strudel der mysteriösen Geschehnisse hinein zieht und einen am Ende mit Spielraum für eigene Interpretationen zurück lässt.


      Fazit:


      "The Void" wird die Meinungen ganz bestimmt spalten, aber für mich handelt es sich um einen der besten Horrorfilme, die bis jetzt in diesem Jahr erschienen sind. Am besten bildet man sich sein eigenes Urteil, denn anschauen sollte man sich diese kanadische Hommage an den Horrorfilm der goldenen 80er Jahre auf jeden Fall.


      [film]8[/film]
      Big Brother is watching you