Bahubali - The Beginning

    • Bahubali - The Beginning



      Produktionsland: Indien
      Produktion: Shobu Yarlagadda, Prasad Devineni
      Erscheinungsjahr: 2015
      Regie: S. S. Rajamouli
      Drehbuch: S. S. Rajamouli
      Kamera: K. K. Senthil Kumar
      Schnitt: Kotagiri Venkateswara Rao, Vincent Tabaillon
      Budget: ca. 18 Mio US $
      Visuelle Effekte: Adel Adili
      Musik: M. M. Keeravani
      Länge: ca. 138 Minuten (Indische Fassung läuft 159 Minuten)
      Freigabe: FSK 16
      Deutscher Kinostart: 14 April 2016
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 27.05.2016


      Darsteller:

      Prabhas as Shivudu alias Mahendra Baahubali and Amarendra Baahubali
      Rana Daggubati als Bhallala Deva/ Pallvalathevan
      Anushka Shetty als Maharani Devasena
      Tamannaah als Avanthika
      Ramya Krishnan als Sivagami
      Sathyaraj als Katappa
      Nassar als Bijjaladeva
      Rohini als Sanga
      Tanikella Bharani als Swamiji
      Adivi Sesh als Bhadra
      Prabhakar als Kalakeyas king
      Sudeep (cameo) als Aslam Khan

      Handlung:

      Das Königreich Mahishmati im 13. Jahrhundert, Baahubali (Prabhas) ist ein Kind ,seine Mutter opfert sich um ihn vor Wilden zu retten.
      So wächst er bei einer Frau im Nachbardorf auf.
      Als er herausfindet das er ein Prinz ist sieht er seinen leiblichen Bruder Bhallaladeva (Rana Daggubati) völlig anders, dieser regiert das Lan herrisch.
      Baahubali erträgt dieses Unrecht nicht mehr und will sein Land ändern.
      So kommt es zum Krieg unter Brüdern...

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Eine epische Schlacht im Gewand "Märchen aus Tausend und eine Nacht" die sich auf das Mahabharata bezieht.

      Das Baby was zu Beginn aus der Flussströmung gerettet wird und die Frau die den Arm raus streckt wirkt ulkig und nicht wirklich ernst zu nehmender Religionshokuspokus. Genau so wie das unser Held große Tierfabelwesen wie Stier oder Elefant locker mit den Händen zu Boden reißen kann, basiert wohl mehr auf übertriebene Schriften oder vielleicht auch aus dem aktuellen Hollywood abgeschaut. Es ist hier aber so übertrieben, dass es schon wieder Spaß macht.

      Die Liebesgeschichte samt musikalischer Einlagen fand ich irgendwie eine Mischung aus ulkig, arg kitschig und 80er Herzsymbolik. Dennoch wirkt die Liebesgeschichte dann im Verlauf wie abrupt beendet, dass liegt aller Voraussicht nach dem Internationalen Cut, der anders als bei 13 Assassins (Remake) den Ablauf einfach nur schadet, da die Story hier doch schon noch im Vordergrund steht und man nicht einfach massig was raus schneiden kann, nur damit es schneller konsumierbar ist, zumal die Liebesgeschichte samt Sound bei mir mehr Gänsehaut erzeugt als die Schlacht später. Wenn man mit Orientalische Sounds und Mystischer Musik etwas anfangen kann, wird man jedenfalls gut bedient. Die Ausstattung von Kostüme und mystische Kulissen wie Knochenschädel oder 6armige Fabelwesen und meterhohe Staturen ist beeindruckend und sieht mehr aus als die 18 Millionen$ (vielleicht sind die Schauspieler hier auch günstiger als im Westen xD). Dagegen kann Hollywood Heute die Koffer packen was an Optik in dem Film geprotzt wird. Für die epische Schlacht die an 300 erinnert muss man sich bis zum langen Finale gedulden, wobei ich nicht finde das diese Schlacht den Film aus macht wie einst bei 300, allerdings sind die Gewaltszenen nicht so künstlich und glatt wie Heute im US Kino sondern schön roh und auch wesentlich rassistischer, da die Bösewichte wie schwarze Primaten rüber kommen und sich sehr ungepflegt verhalten, dass wiederum aber auch amüsieren kann. Dabei wird auch Wert auf viel Zeitlupeneffekte gesetzt, wo vieles gut passt und es keine hektischen Schnitte gibt, die ich wiederum wie in Hollywood gar nicht ab kann, so wie auch bei „300“ mir das Ganze schon zu hektisch war, so ruhig sind die Schlachten hier doch gefilmt. Auch die Sounduntermalung ist gut geworden und klimpert nicht wie in Hollywood Heute künstlich nebenher und der Film weiß bis zum Ende noch mit einer Überraschung zu punkten.

      Die Zeit vergeht jedenfalls wie im Flug, da der Film viel optische reize offenbart ohne zu Übermüden, so gesehen hätte man auch die kompletten 160 Minuten Originalfassung für dieses orientalische Meisterwerk aus Indien so belassen können und die Story würde nicht solch einen abrupten Bruch erleben anhand des größten Manko der plötzlichen Rückblende zur finalen Schlacht. Diese finale Schlacht ist zwar wie erwähnt großartig, aber man wird es womöglich nicht gleich verstehen, was aber nicht nur am Schnitt liegt sondern das die Heldencharaktere in der Rückblende genau so aussehen (der David-Hasselhoff-Schnauzbar-Verschnitt xD) wie die in der Gegenwart, es sind wohl auch die selben Schauspieler. Prabhas spielt also nicht nur den Baahubali sondern auch seinen Vater dann in der Rückblende. Trotz des Manko der Verständlichkeit und westlichen Schnittfassung hat der Film genug Power zu bieten um zu eines der Kino-Erlebnisse des Jahres zu werden.

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    • Bahubali - The Beginning
      (Baahubali - The Beginning)
      mit Prabhas, Rana Daggubati, Anushka Shetty, Tamannaah Bhatia, Ramya Krishnan, Nasser, Sudeep, Tanikella Bharani, Gabriela Bertante, Subbaraya Sarma, Prabhakar, Venkat Vadisetti, Scarlett Mellish Wilson
      Regie: S.S. Rajamouli
      Drehbuch: S.S. Rajamouli / Vijayendra Prasad
      Kamera: Senthil Kumar
      Musik: M.M. Keeravani
      FSK 16
      Indien / 2015

      Waisenknabe Shivudu wurde einst unter Lebensgefahr aus dem Königreich Mahishmati heraus geschmuggelt und wächst nun bei einer Pflegefamilie, die am Fuß eines mächtigen Wasserfalls wohnt, zum bärenstarken Jüngling heran. Noch ahnt er nicht, dass er der "Baahubali" ist und die Kraft des Gottes Shiva in ihm wohnt, doch das ändert sich, als er den Wasserfall erklimmt und auf die schöne Rebellin Avanthika trifft. Die und ihre Mitstreiter bekämpfen den Gewaltherrscher Bhallaladeva. Der wiederum steht in ganz besonderer Beziehung zu Shivudu.


      Denkt man an den indischen Film, so dürften einem zuerst wohl die unzähligen Bollywood Produktionen einfallen, die sich ja immerhin einer nicht gerade kleinen Schar an Liebhabern erfreuen dürfen. Mit "Bahubali - The Beginning" kommt nun aber der erste Teil einer zweiteiligen Saga zu uns, der eine gelungene Kombination aus den Genres Fantasy, Action und Abenteuerfilm darstellt. Dabei handelt es sich um einen streckenweise recht pompös ausgestatteten Beitrag, der insbesondere in visueller Hinsicht ein Fest für die Augen ist. Das merkt man schon nach wenigen Minuten, wenn man mit der imposanten Ansicht riesiger Wasserfälle konfrontiert wird und an dieser Stelle kann man sich schon denken, das die Geschichte auch in der Folge mit etlichen grandiosen Bildern aufwarten wird. Und so entfaltet sich dann in der Folge auch ein sehr farbenprächtiges Spektakel, in dem es auch in Sachen Action phasenweise recht ordentlich zur Sache geht.

      Zunächst einmal bekommt der Zuschauer aber eine ausführliche Einführung in das Ganze serviert, wobei man an der ein oder anderen Stelle aber durchaus einige Minuten hätte einsparen können. Das ist allerdings nur meine rein subjektive Sichtweise, denn auf diverse Einstellungen hätte ich gut und gern verzichten können. Leider ist es nämlich so, das man auch bei diesem ansonsten großartig inszenierten Blockbuster nicht gänzlich auf den gewöhnungsbedürftigen Bollywood Touch verzichten konnte. Man sollte sich also definitiv darauf einrichten, das an mehreren Stellen auch kleinere Tanz-und Gesangseinlagen auf einen zukommen, die für uns Europäer nicht so leicht zu verdauen sind. Das schmälert den ansonsten sehr guten Gesamteindruck allerdings nur unerheblich, denn in seiner Gesamtheit ist "Buhabali - The Beginning" ein absolut sehenswerter Beitrag, der im Prinzip sämtliche Zutaten beinhaltet, die eine Geschichte dieser Art benötigt. Und so bekommt man dann auch neben strahlenden Helden die üblichen bösen Buben zu Gesicht und wild kämpfende Amazonen sind ebenso mit von der Partie wie eine ordentliche Portion Helden Pathos, die hier keinesfalls fehlen darf.

      Wie nicht anders zu erwarten wurde den Abläufen auch noch ein wenig Kitsch und die fast schon obligatorischen Übertreibungen beigemengt. So ist der strahlende Held selbstverständlich mit übermenschlichen Kräften ausgestattet und bewältigt so die unglaublichsten Situationen. Logik ist also nicht die Stärke dieses Werkes, das das dafür allerdings in Sachen Kurzweil und Unterhaltung auf einem äußerst hohen Level angesiedelt ist. Da nimmt man dann auch gern das manchmal theatralisch angehauchte Schauspiel der Akteure in Kauf, wobei an diversen Stellen schon ein gewisses Overacting zu erkennen ist. Das macht aber rein gar nichts, denn irgendwie passt das ganz hervorragend in das Gesamtbild der Abläufe.

      Letztendlich ist es wie immer reine Geschmackssache, aber wer pompöse Abenteuerfilme mit Fantasy Einschlag und gelungenen Action Passagen zu schätzen weiß, der wird hier ordentlich bedient. Und so dürfte "Bahubali - The Beginning" ohne Weiteres eine Empfehlung wert sein, auch wenn der Film mit einer Laufzeit von über 130 Minuten ein klein wenig zu lang erscheint. Dieser Eindruck bezieht sich allerdings nur auf die schon angesprochenen Momente, in denen der Regisseur gewisse Bollywood Elemente einbauen musste, auf die man gut und gern hätte verzichten können.


      Fazit:


      Mit kleinen Abstrichen handelt es sich um einen absolut sehenswerten Beitrag, der seine größten Stärken ganz eindeutig in seinen teils bombastischen Bildern beinhaltet. Wer also auch mit etwas Kitsch und phasenweise maßlosen Übertreibungen klar kommt, kann an dieser Stelle ohne Bedenken zugreifen und wird mit einer tollen indischen Produktion belohnt.


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