Don't Breathe

    • Ein richtig geiler Film, durchweg spannend mit vielen
      Wendungen, einer düsteren, unheimlichen Atmosphäre
      und klasse Schauspielern. Auch der Härtegrad ging in
      Ordnung, aber natürlich sollte man hier nicht sonst was
      erwarten. Hätte es auch nicht gebraucht. Dann gab es
      als Zugabe sogar noch eine kleine Hommage an Stephen King...
      Zumindest kam mir das in den Sinn. Sehr sehenswert.

      [film]9[/film]
    • Sehr guter Film, der non-stop Spannung bietet!

      Was mich nur leicht wunderte ist, dass das Haus (samt Keller) größer wirkte, als es von außen den Eindruck machte :)

      Das Ende gefiel mir nicht so ganz, da
      Spoiler anzeigen
      in den Nachrichten davon gesprochen wird, die ein, armer, alter, blinder Mann misshandelt worden wäre. Die Polizei hätte doch nur in den Keller gemusst, um zu sehen, was da los ist...



      [film]8[/film]





    • Don't Breathe
      (Don't Breathe)
      mit Stephen Lang, Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto, Emma Bercovici, Franciska Töröcsik, Christian Zagia, Katia Bokor, Sergej Onopko, Olivia Gillies, Dayna Clark
      Regie: Fede Alvarez
      Drehbuch: Fede Alvarez / Rodo Sayagues
      Kamera: Pedro Luque
      Musik: Roque Baños
      FSK 16
      USA / 2016

      Rocky will weg aus der Armut und Perspektivlosigkeit von Detroit. Dafür braucht die junge Frau unbedingt Geld. Das sei ganz leicht zu stehlen von einem blinden Mann, der jede Menge Kohle in seinem Haus gehortet haben soll, erzählt Money ihr und ihrem Freund Alex. Als die drei nachts einbrechen, entpuppt sich der vermeintlich hilflose Mann als brutaler Schlächter. Als er das Licht komplett abdreht, gerät der Raubzug zum Kampf ums nackte Überleben. Jeder Atemzug der jungen Leute kann dem Mann ihre Position verraten.


      Bis zum Jahr 2013 war der Name Fede Alvarez in der Filmwelt noch ziemlich unbekannt, denn bis auf diverse Kurzfilme konnte der in Uruguay geborene Regisseur noch nichts vorweisen. Mit seinem Langfilmdebüt "Evil Dead" änderte sich das schlagartig, handelte es sich doch immerhin um das Remake des Sam Raimi Klassikers "Tanz der Teufel" aus dem Jahr 1981. Nach dem recht gelungenen ersten Streich liegt nun mit "Don't Breathe" die nächste Arbeit vor und Alvarez präsentiert dabei eine Geschichte, die ihrem Filmtitel wahrlich alle Ehre macht. Im Grunde genommen handelt es sich um einen teilweise recht harten Thriller, dem jedoch auch etwaige Elemente des Horrorfilms beigemischt wurden und die hier gewählte Mischung kann sich nun wahrlich sehen lassen. Dabei serviert "Don't Breathe" keinesfalls ein bildgewaltiges Spektakel und ist auch nicht mit einem übermäßigen Härtegrad ausgestattet, vielmehr wurde mit verhältnismäßig einfachen Mitteln eine interessante Story auf den Weg gebracht, die in erster Linie mit einer heraus ragenden Atmosphäre ausgestattet ist. Diese stellt auch gleichzeitig das Grundgerüst für das Geschehen, das rein inhaltlich zwar ziemlich einfach gehalten ist, dafür jedoch mit einem absolut erstklassigen Spannungsbogen ausgestattet wurde.

      Nun könnte man aufgrund der knappen Inhaltsangabe von einem relativ ungleichen Kampf ausgehen, denn was soll ein blinder Mann schon gegen mehrere jugendliche Einbrecher entgegen setzen können. Mit dieser Einschätzung liegt man allerdings sehr weit daneben, denn was sich hier mit der Zeit für ein brutaler Überlebenskampf entwickeln soll, ist nur ziemlich schwer in Worte zu fassen. Alvarez wartet mit einem extrem guten Spannungsaufbau auf und dreht dabei äußerst gekonnt an den nötigen Stellschrauben, um die ganze Chose fast im Minutentakt immer intensiver werden zu lassen. Dabei zieht er den Zuschauer ganz unweigerlich immer tiefer in das atmosphärische Treiben hinein, denn man kann sich beim besten Willen nicht der grausamen Faszination der Ereignisse entziehen. Nach einer relativ kurzen Einführung in die Abläufe und einer dezenten Beleuchtung der Haupt-Charaktere kommt man dann auch sehr schnell zum Punkt und präsentiert dem Betrachter ein Geschehen, das einem größtenteils wirklich die Luft zum atmen nimmt. Ohne es wirklich zu wollen wird man selbst zu einem Spielball der Ereignisse, denn ganz automatisch entsteht ein hoher Grad der Identifikation mit den Jugendlichen, die in vorliegendem Fall ganz eindeutig von der anfänglichen Rolle als Täter in die bedauernswerte Opferrolle schlüpfen.

      Das macht das Ganze besonders interessant, zudem hier auch nicht die üblichen und zumeist völlig unlogischen Verhaltensweisen an den Tag treten. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn Alvarez hat meiner Meinung nach recht sorgsam darauf geachtet, das seine Erzählung in großen Teilen einen äußerst glaubwürdigen Eindruck hinterlässt. Das liegt auch an dem räumlich eingegrenzten Schauplatz, denn fast der komplette Film spielt sich innerhalb des Hauses ab, in dem der blinde Veteran ganz eindeutig im Vorteil ist. Gleichzeitig wird die Figur des Mannes auch beinhart dargestellt, denn wer an dieser Stelle ein verunsichertes und ängstliches Wrack erwartet sieht sich schnell getäuscht. Insbesondere diese Figuren-Skizzierung verleiht der Chose einen ganz speziellen Reiz und ist gleichzeitig die Triebfeder für ein extrem intensives Filmerlebnis, das einem so gut wie überhaupt keine Ruhepausen gönnen will. Die atemlose Hetzjagd durch das Haus nimmt immer dramatischere Züge an und ist dabei auch mit einigen härteren Passagen ausgestattet worden. Nun handelt es sich zwar keinesfalls um ein vor Blut triefendes Spektakel, aber dennoch kann man den enthaltenen Härtegrad als sehr ordentlich bezeichnen. Mr. Alvarez hat genau die richtige Kombination gewählt und mit eher bescheidenen Mitteln ein Höchstmaß an Intensität erzeugt.

      "Don't Breathe" macht seinem Titel also alle Ehre und zählt in meinen Augen zu einem der besten Genrevertreter, die man in den letzten Jahren zu Gesicht bekommen hat. Es ist wirklich schön mit anzusehen, das auch in einer Zeit der manchmal überharten Filme noch Wert auf Dinge wie knisternde Spannung und Atmosphäre gelegt wird und beide Elementen bekommt man hier zur Genüge geboten. Gleichzeitig ist das Werk auch noch mit gut agierenden Darstellern bestückt, die ihren jeweiligen Figuren sehr viel Authentizität und Glaubwürdigkeit verleihen, was gerade bei Filmen dieser Machart längst nicht selbstverständlich ist. Insgesamt gesehen bekommt man also ein extrem stimmiges und ausgewogenes Gesamtpaket geliefert, an dem man als Genre-Liebhaber seine helle Freude haben sollte.


      Fazit:


      "Don't Breathe" zählt zu den richtig gelungenen Beiträgen und stellt schon jetzt eine der positivsten Überraschungen des Jahres dar. Wer hier nicht auf seine Kosten kommt ist selbst schuld, denn dieser Film beinhaltet sämtliche Zutaten, die einen richtig guten Horrorthriller auszeichnen. Allein das sollte schon genügend Anreiz für eine Sichtung sein, wobei die DVD sicherlich nicht nur einmal im heimischen Player landen dürfte.


      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • Dank solcher Filme hat man die Hoffnung wieder etwas gefunden, "Brimstone" wirst du auch mögen, freu dich druaf.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein <3 gehört nur meiner Mama und dem...